Africanis
Der uralte Naturhund des südlichen Afrikas
Steckbrief
- Herkunft
- Südafrika
- Größe
- 50–62 cm
- Gewicht
- 20–35 kg
- Lebenserwartung
- 9–12 Jahre
- Gruppe
- Nicht FCI-anerkannt
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Africanis ist kein klassischer Wohnungshund und braucht viel Bewegung und Freiraum. Ein Haus mit eingezäuntem Garten in ländlicher oder vorstädtischer Umgebung ist ideal. Mindestens zwei Stunden aktive Bewegung pro Tag sind notwendig. Der Africanis verträgt Wärme hervorragend, kommt aber mit extremer Kälte weniger gut zurecht. Im Winter sollte er bei niedrigen Temperaturen geschützt werden. Er ist ein geselliger Hund, der den Kontakt zu seiner Familie braucht und nicht isoliert gehalten werden sollte. Die Verträglichkeit mit anderen Hunden ist in der Regel gut. Kleintiere können seinen Jagdtrieb wecken.
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Jetzt vergleichenErnährung
Der Africanis ist ein genügsamer Fresser, der sich an unterschiedlichste Nahrungsquellen anpassen kann. Hochwertiges, proteinreiches Futter ist dennoch die beste Grundlage für seine Gesundheit. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind für erwachsene Hunde ideal. Die Futtermenge richtet sich nach Gewicht, Alter und Aktivitätsgrad. Der Africanis neigt nicht zu Übergewicht, sofern er ausreichend Bewegung erhält. Rohfütterung (BARF) wird von vielen Haltern bevorzugt und kommt der natürlichen Ernährungsweise nahe. Frisches Trinkwasser muss stets zur Verfügung stehen. Nahrungsergänzungen sind in der Regel nicht notwendig, können aber bei besonderen Belastungen sinnvoll sein.
Gesundheit & Krankheiten
Der Africanis gilt als eine der gesündesten Hundetypen weltweit, was auf die jahrtausendealte natürliche Selektion zurückzuführen ist. Nur die widerstandsfähigsten und anpassungsfähigsten Individuen konnten sich in der harschen afrikanischen Umgebung fortpflanzen. Rassetypische Erbkrankheiten, wie sie bei vielen modernen Rassen vorkommen, sind beim Africanis selten. Eine gewisse natürliche Resistenz gegen Zecken und einige durch Zecken übertragene Krankheiten wurde beobachtet. Hüftgelenksdysplasie ist selten. In europäischen Klimazonen sollte auf ausreichenden Schutz vor Kälte geachtet werden, da der Africanis an wärmere Temperaturen angepasst ist. Regelmäßige tierärztliche Vorsorge, Impfungen und Parasitenprophylaxe sind selbstverständlich empfehlenswert.
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Tarife vergleichenErziehung
Der Africanis ist intelligent und lernfähig, bewahrt sich aber stets eine gewisse Eigenständigkeit. Positive Verstärkung ist die wirksamste Erziehungsmethode. Frühe Sozialisierung ist besonders wichtig, um den natürlichen Wachinstinkt in kontrollierte Bahnen zu lenken. Konsequenz und Geduld sind erforderlich, da der Africanis keine blinde Unterwerfung zeigt, sondern eine respektvolle Partnerschaft bevorzugt. Der Rückruf sollte intensiv trainiert werden, da ein gewisser Jagdtrieb vorhanden sein kann. Hundeschulbesuche sind empfehlenswert, wobei die Eigenständigkeit der Rasse respektiert werden sollte. Geistige Beschäftigung durch Suchspiele und Denkaufgaben ergänzt die Erziehung sinnvoll.
Geschichte & Herkunft
Der Africanis ist das Ergebnis von Jahrtausenden natürlicher Selektion im südlichen Afrika. Seine Vorfahren kamen vermutlich mit den ersten menschlichen Migrationen vor mehreren Tausend Jahren nach Afrika. Archäologische Funde in Südafrika zeigen, dass domestizierte Hunde bereits vor über 7.000 Jahren auf dem Kontinent lebten. Die Khoikhoi, San und Bantu-Völker nutzten diese Hunde als Wach-, Jagd- und Begleithunde. Im 20. Jahrhundert begann die Africanis Society of Southern Africa, den Africanis als eigenständigen Hundetyp zu dokumentieren und zu schützen. Die Rasse wird von keinem internationalen Zuchtverband offiziell anerkannt, was von den Befürwortern bewusst so gewollt ist, um die genetische Vielfalt und natürliche Anpassungsfähigkeit zu erhalten.
Kosten im Überblick
| Futter | 40,00 €/Monat |
| Versicherung | 25,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 15,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 15,00 €/Monat |
| Gesamt | 105,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.260,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Africanis
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Africanis-Besitzer empfehlenswert. Obwohl der Africanis ein friedlicher Hund ist, kann er als mittelgroßer, aktiver Hund in unerwarteten Situationen Schäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für alle Hunde ohnehin Pflicht. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro bietet ausreichenden Schutz.
Häufige Fragen zum Africanis
Ist ein Africanis ein guter Familienhund?
Ja, der Africanis ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Africanis im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Africanis betragen durchschnittlich 105,00 €. Das umfasst Futter (40,00 €), Versicherung (25,00 €), Tierarzt (15,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (15,00 €).
Ist ein Africanis für Anfänger geeignet?
Der Africanis ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.
Wie viel Bewegung braucht ein Africanis?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Africanis braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.
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