Alaunt
Der rekonstruierte Kriegshund der Alanen aus der Völkerwanderungszeit
Steckbrief
- Herkunft
- Zentralasien / Europa (historisch / moderne Rekonstruktionen)
- Größe
- 56–68 cm
- Gewicht
- 35–55 kg
- Lebenserwartung
- 10–14 Jahre
- Gruppe
- Nicht FCI-anerkannt
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Moderne Alaunts benötigen ein Haus mit großem, sicher eingezäuntem Grundstück. Wohnungshaltung ist nicht geeignet. Tägliche intensive Bewegung von mindestens ein bis zwei Stunden ist notwendig. Der Zaun muss robust und ausreichend hoch sein. Hitze verträgt er aufgrund des kurzen Fells und der Brachyzephalie einiger Linien unterschiedlich gut. Der Alaunt braucht einen erfahrenen, verantwortungsvollen Besitzer, der mit kräftigen Hunden umgehen kann. In einigen Bundesländern können für kräftige, molossoide Hunde besondere Auflagen gelten. Die Verträglichkeit mit anderen Hunden erfordert sorgfältige Sozialisierung.
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Jetzt vergleichenErnährung
Moderne Alaunts haben als athletische, muskulöse Hunde einen hohen Proteinbedarf. Hochwertiges Futter mit hohem Fleischanteil und moderatem Fettgehalt ist ideal. Zwei Mahlzeiten pro Tag reduzieren das Risiko einer Magendrehung. Die Futtermenge muss an das Aktivitätslevel und die Muskelmasse angepasst werden. Übergewicht belastet die Gelenke und sollte vermieden werden. Welpen großer Rassen benötigen spezielles Futter mit kontrolliertem Energiegehalt für ein gleichmäßiges Wachstum. Omega-3-Fettsäuren unterstützen Gelenke und Fell. Frisches Trinkwasser muss stets zur Verfügung stehen.
Gesundheit & Krankheiten
Moderne Alaunt-Rekonstruktionen teilen gesundheitliche Herausforderungen mit den verwendeten Ausgangsrassen. Hüftgelenksdysplasie (HD) und Ellbogendysplasie (ED) sind bei kräftigen Hunden dieser Größe häufig und sollten durch Röntgenuntersuchungen überwacht werden. Kreuzbandrisse können bei intensiver körperlicher Belastung auftreten. Herzerkrankungen sollten regelmäßig kontrolliert werden. Magendrehung ist bei tiefbrüstigen Exemplaren ein Risiko. Hautprobleme und Allergien können insbesondere bei kurzfelligen Hunden auftreten. Die genetische Vielfalt durch die Kreuzung verschiedener Rassen kann sich positiv auf die allgemeine Gesundheit auswirken. Regelmäßige tierärztliche Vorsorge und konsequente Parasitenprophylaxe sind unverzichtbar.
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Tarife vergleichenErziehung
Die Erziehung eines modernen Alaunt erfordert umfassende Erfahrung mit kräftigen, selbstbewussten Hunden. Konsequente, souveräne Führung auf der Basis gegenseitigen Respekts ist unverzichtbar. Positive Verstärkung kombiniert mit klaren, verlässlichen Regeln ist die wirksamste Methode. Sehr frühe und intensive Sozialisierung ist entscheidend, um den Schutzinstinkt in kontrollierte Bahnen zu lenken. Der Umgang mit verschiedenen Menschen, Hunden und Umweltreizen muss systematisch geübt werden. Die Erziehung muss frühzeitig beginnen, bevor der Hund seine volle Kraft entwickelt. Harte Erziehungsmethoden führen zu Vertrauensverlust und können Aggression auslösen.
Geschichte & Herkunft
Die Geschichte des Alaunt beginnt in den Steppen Zentralasiens, wo die Alanen, ein nomadisches Reitervolk sarmatisch-iranischer Herkunft, große, kräftige Hunde für die Jagd, den Krieg und den Herdenschutz züchteten. Als die Alanen während der Völkerwanderung im 4. und 5. Jahrhundert nach Westen zogen, brachten sie ihre Hunde nach Europa. Zusammen mit den Westgoten und Vandalen erreichten alanische Krieger und ihre Hunde Gallien, Iberien und sogar Nordafrika. Der Alaunt wurde in Europa schnell für seine Vielseitigkeit und Kraft geschätzt. Im Mittelalter war der Alaunt als Jagd-, Wach- und Kriegshund bei Adligen in ganz Europa verbreitet. Gaston Phoebus beschrieb 1387 drei verschiedene Alaunt-Typen in seinem Jagdbuch. Mit der Zeit vermischten sich die Alaunts mit lokalen Hunden und gaben ihre Gene an zahlreiche Rassen weiter. Der reine Alaunt-Typ verschwand vermutlich im 17. oder 18. Jahrhundert.
Kosten im Überblick
| Futter | 60,00 €/Monat |
| Versicherung | 40,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 30,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 15,00 €/Monat |
| Sonstiges | 20,00 €/Monat |
| Gesamt | 165,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.980,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Alaunt
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Besitzer eines modernen Alaunt absolut unverzichtbar. Dieser kraftvolle, selbstbewusste Hund mit Schutzinstinkt kann in bestimmten Situationen erhebliche Schäden verursachen. In einigen Bundesländern gelten für kräftige, molossoide Hunde besondere Auflagen. Eine Deckungssumme von mindestens zehn Millionen Euro ist dringend empfohlen.
Häufige Fragen zum Alaunt
Ist ein Alaunt ein guter Familienhund?
Der Alaunt ist eher für erfahrene Hundehalter geeignet und nicht die typische Wahl als reiner Familienhund.
Was kostet ein Alaunt im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Alaunt betragen durchschnittlich 165,00 €. Das umfasst Futter (60,00 €), Versicherung (40,00 €), Tierarzt (30,00 €), Steuer (15,00 €) und Sonstiges (20,00 €).
Ist ein Alaunt für Anfänger geeignet?
Der Alaunt ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.
Wie viel Bewegung braucht ein Alaunt?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Alaunt braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.
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