Altdeutscher Schäferhund
Der majestätische Langstockhaar-Schäferhund für die Familie
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 166
- Herkunft
- Deutschland
- Größe
- 55–65 cm
- Gewicht
- 22–40 kg
- Lebenserwartung
- 10–13 Jahre
- Gruppe
- Hütehunde und Treibhunde
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Altdeutsche Schäferhund benötigt als großer Hund ausreichend Platz und ist für eine kleine Stadtwohnung nicht geeignet. Ein Haus mit Garten ist die ideale Wohnumgebung. Tägliche Bewegung von 90 bis 120 Minuten ist notwendig. Hundesport wird empfohlen, aber der Altdeutsche Schäferhund kommt auch mit abwechslungsreichen Spaziergängen und Spieleinheiten aus. Er braucht engen Familienkontakt und eignet sich nicht für Zwingerhaltung oder lange Alleinzeiten. Die aufwändige Fellpflege muss konsequent in den Alltag eingeplant werden. Ein Roboterstaubsauger ist für Altdeutsche-Schäferhund-Besitzer eine lohnende Investition. Er verträgt verschiedene Klimabedingungen, das dichte Fell schützt vor Kälte, bei Hitze muss er geschont werden.
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Jetzt vergleichenErnährung
Der Altdeutsche Schäferhund benötigt hochwertiges Futter für große, aktive Rassen. Zwei Mahlzeiten pro Tag für erwachsene Hunde, verteilt auf Morgen und Abend, minimieren das Risiko einer Magendrehung. Proteinreiches Futter mit hochwertigem Fleischanteil unterstützt Muskulatur und Energielevel. Bei empfindlichem Magen, der beim Deutschen Schäferhund verbreitet ist, kann ein leicht verdauliches Futter oder eine Schonkost notwendig sein. Omega-Fettsäuren fördern die Gesundheit des langen Fells. Anti-Schling-Näpfe können sinnvoll sein. Welpen benötigen spezielles Großrassenfutter. Nahrungsergänzungen für Gelenke können ab dem mittleren Alter empfehlenswert sein. Nach dem Fressen Ruhepause einhalten. Frisches Wasser stets verfügbar halten.
Gesundheit & Krankheiten
Der Altdeutsche Schäferhund teilt die gesundheitlichen Anfälligkeiten des Deutschen Schäferhundes. Hüftgelenksdysplasie (HD) und Ellbogendysplasie (ED) sind die häufigsten Probleme und sollten bei Zuchttieren geröntgt werden. Degenerative Myelopathie (DM) ist eine progressive Nervenerkrankung, für die ein Gentest verfügbar ist. Magendrehung ist aufgrund der Größe und des tiefen Brustkorbs ein ernstes Risiko. Cauda-equina-Syndrom betrifft die Nerven im unteren Rückenbereich. Exokrine Pankreasinsuffizienz (EPI) kommt beim Deutschen Schäferhund häufiger vor. Analdrüsenprobleme und chronische Durchfälle sind bei einigen Linien bekannt. Die Langstockhaar-Variante hat keine zusätzlichen spezifischen Gesundheitsprobleme. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und eine HD/ED-Auswertung der Elterntiere sind essenziell.
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Tarife vergleichenErziehung
Der Altdeutsche Schäferhund ist dank seiner Intelligenz und seines Kooperationswillens gut erziehbar und eignet sich auch für ambitionierte Anfänger. Positive Verstärkung ist die effektivste Methode. Frühe Sozialisierung ist wichtig, um den natürlichen Schutzinstinkt in gesunde Bahnen zu lenken. Der Altdeutsche Schäferhund lernt schnell und zeigt großen Arbeitseifer. Er ist weniger fordernd als Arbeitslinien-Schäferhunde, braucht aber dennoch konsequente Führung und klare Regeln. Geistige Beschäftigung ist ebenso wichtig wie körperliche Auslastung. Hundeschule wird empfohlen, um die Sozialisierung zu fördern. Die Bindung zum Halter ist der Schlüssel zu einem harmonischen Zusammenleben.
Geschichte & Herkunft
Der Altdeutsche Schäferhund ist keine eigenständige Rasse, sondern die langstockhaarige Variante des Deutschen Schäferhundes. Langstockhaar trat seit den Anfängen der Deutschen-Schäferhund-Zucht auf, wurde aber im Rassestandard lange als unerwünschter Fehler betrachtet und von der Zucht ausgeschlossen. Trotzdem züchteten engagierte Liebhaber die Langstockhaar-Variante gezielt weiter und gaben ihr den Namen „Altdeutscher Schäferhund", in Anlehnung an die ursprünglichen, unselektierten Schäferhunde. 2010 wurde das Langstockhaar vom SV (Verein für Deutsche Schäferhunde) als zulässige Fellvariante anerkannt und darf seitdem auf Ausstellungen gezeigt werden. Die FCI führt den Langstockhaar-DSH unter der Nummer 166, gemeinsam mit dem Stockhaar-DSH. Die Beliebtheit des Altdeutschen wächst stetig.
Kosten im Überblick
| Futter | 55,00 €/Monat |
| Versicherung | 35,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 25,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 20,00 €/Monat |
| Gesamt | 145,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.740,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Altdeutscher Schäferhund
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Besitzer eines Altdeutschen Schäferhundes empfehlenswert. Als großer Hund mit bis zu 40 Kilogramm und natürlichem Schutzinstinkt kann er unbeabsichtigt Schäden verursachen. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro ist sinnvoll. In einigen Bundesländern ist die Haftpflicht für alle Hunde ohnehin Pflicht. Die Versicherung bietet wichtigen finanziellen Schutz.
Häufige Fragen zum Altdeutscher Schäferhund
Ist ein Altdeutscher Schäferhund ein guter Familienhund?
Ja, der Altdeutscher Schäferhund ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Altdeutscher Schäferhund im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Altdeutscher Schäferhund betragen durchschnittlich 145,00 €. Das umfasst Futter (55,00 €), Versicherung (35,00 €), Tierarzt (25,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (20,00 €).
Ist ein Altdeutscher Schäferhund für Anfänger geeignet?
Ja, der Altdeutscher Schäferhund ist gut für Anfänger geeignet. Er ist lernwillig und verzeiht auch mal Erziehungsfehler.
Wie viel Bewegung braucht ein Altdeutscher Schäferhund?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Altdeutscher Schäferhund braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.
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