American Foxhound
George Washingtons melodischer Jagdbegleiter und Amerikas Traditionshund
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 303
- Herkunft
- Vereinigte Staaten
- Größe
- 53–64 cm
- Gewicht
- 27–32 kg
- Lebenserwartung
- 11–13 Jahre
- Gruppe
- Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der American Foxhound ist kein Wohnungshund und benötigt ein ländliches Zuhause mit großem, sicher eingezäuntem Grundstück. Der Zaun muss hoch und stabil sein, da der Foxhound einer Fährte folgend große Motivation zum Ausbrechen entwickeln kann. Seine berühmte, melodische Stimme kann in Wohngebieten zu erheblichen Nachbarschaftskonflikten führen. Mindestens zwei Stunden intensive Bewegung pro Tag sind das absolute Minimum. Idealerweise wird er jagdlich oder in vergleichbaren Aktivitäten geführt. Die Mehrhundehaltung entspricht seinem geselligen Naturell. Er braucht Familienanschluss und leidet unter Isolation.
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Jetzt vergleichenErnährung
Der American Foxhound benötigt hochwertiges, proteinreiches Futter, das seinem hohen Energieverbrauch angepasst ist. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind für erwachsene Hunde empfehlenswert. Die Futtermenge muss sorgfältig an das Aktivitätslevel angepasst werden, da der American Foxhound zur Gewichtszunahme neigt, wenn er nicht ausreichend bewegt wird. An jagdlich aktiven Tagen steigt der Kalorienbedarf erheblich. Omega-3-Fettsäuren unterstützen Fell- und Gelenkgesundheit. Welpen sollten kontrolliert wachsen. Frisches Trinkwasser muss stets zur Verfügung stehen. Übergewicht ist der häufigste Gesundheitsfehler bei dieser Rasse und muss konsequent vermieden werden.
Gesundheit & Krankheiten
Der American Foxhound ist eine grundsätzlich gesunde und robuste Rasse. Hüftgelenksdysplasie (HD) kommt vor und sollte bei Zuchttieren überprüft werden. Thrombozytopathie, eine erbliche Blutplättchenstörung, ist eine rassetypische Erkrankung, die getestet werden kann. Ohrenentzündungen sind aufgrund der langen Hängeohren häufiger und erfordern regelmäßige Reinigung. Übergewicht ist ein verbreitetes Problem bei nicht ausreichend ausgelasteten Hunden. Magendrehung kann bei dieser tiefbrüstigen Rasse vorkommen. Augenerkrankungen sind selten. Regelmäßige tierärztliche Vorsorge, aktueller Impfschutz und konsequente Parasitenprophylaxe sind selbstverständlich empfehlenswert.
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Tarife vergleichenErziehung
Der American Foxhound ist intelligent, aber ausgesprochen eigenwillig und unabhängig. Positive Verstärkung mit Futtermotivation ist die effektivste Erziehungsmethode. Geduld und Konsequenz sind unerlässlich, da dieser Hund sich nicht gerne zwingen lässt. Frühe Sozialisierung ist wichtig, obwohl er von Natur aus freundlich ist. Der Rückruf ist eine besondere Herausforderung, da der Jagdtrieb extrem ausgeprägt ist. Bei Witterung einer Fährte schaltet er alles andere aus. Regelmäßiges Training und abwechslungsreiche Übungen halten ihn bei Laune. Eine Hundeschule mit Erfahrung bei Jagdhunderassen ist sehr empfehlenswert.
Geschichte & Herkunft
Die Geschichte des American Foxhound beginnt im 17. Jahrhundert, als englische Kolonisten ihre Foxhounds nach Nordamerika brachten. George Washington, selbst ein begeisterter Fuchsjäger, spielte eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung der Rasse. Er kreuzte seine englischen Hounds mit französischen Laufhunden, die ihm von Marquis de Lafayette geschenkt wurden, und legte damit den Grundstein für den heutigen American Foxhound. Im Laufe der Jahrhunderte wurden verschiedene regionale Linien entwickelt, darunter der Walker Hound, der Trigg Hound und der July Hound. Die FCI erkennt den American Foxhound unter der Nummer 303 an. Er ist der Staatshund von Virginia und eine der zehn ersten vom AKC anerkannten Rassen.
Kosten im Überblick
| Futter | 45,00 €/Monat |
| Versicherung | 28,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 20,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 15,00 €/Monat |
| Gesamt | 118,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.416,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für American Foxhound
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für American-Foxhound-Besitzer empfehlenswert. Als großer Laufhund mit ausgeprägtem Jagdtrieb kann der American Foxhound einer Fährte folgend Schäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für alle Hunde vorgeschrieben. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro bietet ausreichenden Schutz.
Häufige Fragen zum American Foxhound
Ist ein American Foxhound ein guter Familienhund?
Ja, der American Foxhound ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein American Foxhound im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen American Foxhound betragen durchschnittlich 118,00 €. Das umfasst Futter (45,00 €), Versicherung (28,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (15,00 €).
Ist ein American Foxhound für Anfänger geeignet?
Der American Foxhound ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.
Wie viel Bewegung braucht ein American Foxhound?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 5/5. Der American Foxhound braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.
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