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Barbado da Terceira

Die jüngste FCI-Rasse der Welt von den Azoren

Steckbrief

FCI-Nr.
371
Herkunft
Portugal (Azoren)
Größe
4856 cm
Gewicht
2030 kg
Lebenserwartung
1215 Jahre
Gruppe
Hütehunde und Treibhunde
Charakter
IntelligentArbeitseifrigGehorsamWachsamAnhänglich
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Der Barbado da Terceira ist die jüngste von der FCI anerkannte Hunderasse der Welt und ein faszinierender, mittelgroßer Hütehund von der Azoreninsel Terceira. Mit seiner Anerkennung durch die FCI im Jahr 2022 unter der Nummer 371 erlangte diese jahrhundertealte Arbeitsrasse endlich die internationale Aufmerksamkeit, die sie verdient. Der Name „Barbado" verweist auf das charakteristische, bärtige Gesicht des Hundes, das durch sein langes, welliges Fell entsteht. Mit einer Schulterhöhe von 48 bis 56 Zentimetern und einem Gewicht von 20 bis 30 Kilogramm ist der Barbado da Terceira ein mittelgroßer, kräftiger Hund von harmonischer Proportion. Sein langes, leicht gewelltes bis lockiges Fell ist eines seiner markantesten Merkmale und kommt in verschiedenen Farben vor, darunter Schwarz, Grau, Rehbraun und verschiedene Schattierungen von Braun, teilweise mit weißen Abzeichen. Das dichte Fell schützt ihn vor dem feuchten, windigen Atlantikklima der Azoren und verleiht ihm ein rustikales, sympathisches Erscheinungsbild. Charakterlich ist der Barbado da Terceira ein intelligenter, arbeitsfreudiger Hund mit einem ausgeprägten Hüteinstinkt und einer bemerkenswerten Anpassungsfähigkeit. Über Jahrhunderte als vielseitiger Farmhund auf Terceira eingesetzt, beherrscht er sowohl das Hüten von Rindern und Ziegen als auch das Bewachen des Hofes. Diese Vielseitigkeit spiegelt sich in seinem ausgeglichenen Charakter wider, der Wachsamkeit und Arbeitseifer mit Familienfreundlichkeit und Anhänglichkeit vereint. Im Familienverband zeigt sich der Barbado da Terceira als treuer, liebevoller Begleiter, der eine enge Bindung zu seinen Bezugspersonen aufbaut und den Kontakt zu seiner Familie sucht. Er ist bekannt für seine Sensibilität und sein feines Gespür für die Stimmungen seiner Menschen. Kindern gegenüber verhält er sich geduldig und sanft, wobei sein Hüteinstinkt manchmal dazu führen kann, dass er Kinder beim Spielen zu hüten versucht. Der Bewegungsbedarf des Barbado da Terceira ist beträchtlich. Als Arbeitshund mit großer Ausdauer benötigt er täglich mindestens ein bis zwei Stunden aktive Beschäftigung. Hütearbeit, Agility, Obedience oder ausgedehnte Wanderungen bieten ihm die körperliche und geistige Auslastung, die er braucht. Die Pflege des langen Fells erfordert regelmäßiges Bürsten, mindestens zwei- bis dreimal pro Woche, um Verfilzungen zu vermeiden. Trotz des üppigen Haarkleides haart der Barbado da Terceira weniger als viele andere langhaarige Rassen.

Haltung & Pflege

Haus mit Garten empfohlen
Kinderfreundlich

Der Barbado da Terceira benötigt ein Haus mit Garten, idealerweise in ländlicher oder vorstädtischer Umgebung. Eine reine Wohnungshaltung ist für diesen aktiven Arbeitshund nicht empfehlenswert. Mindestens ein bis zwei Stunden aktive Bewegung und Beschäftigung pro Tag sind erforderlich. Er eignet sich hervorragend für Familien, die einen aktiven Lebensstil pflegen. Sein Hüteinstinkt macht ihn ideal für Anwesen mit Nutztieren. Die Verträglichkeit mit anderen Hunden ist bei guter Sozialisierung in der Regel gut. Er sollte nicht über längere Zeiträume allein gelassen werden, da er den Kontakt zu seiner Familie braucht.

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Ernährung

Der Barbado da Terceira benötigt hochwertiges, ausgewogenes Futter, das seinem Aktivitätslevel als Arbeitshund entspricht. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind für erwachsene Hunde empfehlenswert. Die Futtermenge sollte an Alter, Gewicht und Bewegungsumfang angepasst werden. Omega-3-Fettsäuren unterstützen die Gesundheit des langen, dichten Fells. Ein ausgewogenes Verhältnis von Proteinen und Fetten fördert die Muskulatur und Ausdauer. Übergewicht sollte vermieden werden, da es die Gelenke belastet. Frisches Trinkwasser muss stets in ausreichender Menge zur Verfügung stehen.

Gesundheit & Krankheiten

Der Barbado da Terceira ist eine robuste, gesunde Rasse, die von der natürlichen Selektion auf den Azoren profitiert hat. Als relativ junge FCI-Rasse sind umfassende gesundheitliche Studien noch begrenzt. Hüftgelenksdysplasie (HD) sollte bei Zuchttieren kontrolliert werden. Augenkrankheiten wie Katarakt können vorkommen. Das dichte Fell erfordert regelmäßige Kontrolle auf Hautprobleme und Parasitenbefall. Die insuläre Herkunft bedeutet eine begrenzte genetische Basis, weshalb verantwortungsvolle Zuchtprogramme besonders wichtig sind. Regelmäßige tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen, Impfschutz und Parasitenprophylaxe sind unverzichtbar.

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Erziehung

Der Barbado da Terceira ist intelligent, lernwillig und kooperationsbereit, was die Erziehung im Vergleich zu vielen anderen Arbeitsrassen erleichtert. Positive Verstärkung führt zu hervorragenden Ergebnissen, da dieser Hund darauf bedacht ist, seinem Halter zu gefallen. Frühzeitige Sozialisierung ist wichtig, um sein natürliches Misstrauen gegenüber Fremden in ein gesundes Maß zu bringen. Sein Hüteinstinkt sollte in kontrollierte Bahnen gelenkt werden, um unerwünschtes Hüteverhalten gegenüber Kindern oder Jogger zu vermeiden. Hundesportarten wie Agility, Obedience oder Herding bieten ideale Trainingsmöglichkeiten.

Geschichte & Herkunft

Der Barbado da Terceira hat eine jahrhundertealte Geschichte auf der Azoreninsel Terceira, wo er als vielseitiger Farm- und Hütehund unentbehrlich war. Seine Vorfahren kamen vermutlich mit den portugiesischen Siedlern im 15. Jahrhundert auf die Inseln. Über die Jahrhunderte entwickelte sich eine eigenständige Rasse, die perfekt an das atlantische Inselklima und die landwirtschaftlichen Bedürfnisse der Insel angepasst war. Mit der Mechanisierung der Landwirtschaft ging die Population dramatisch zurück. Engagierte Züchter begannen in den 1990er Jahren mit systematischen Erhaltungsprogrammen. Der portugiesische Kennel Club erkannte die Rasse an, und am 1. Januar 2022 wurde der Barbado da Terceira als jüngste Rasse unter der Nummer 371 von der FCI provisorisch anerkannt, ein historischer Meilenstein für die Azoren und Portugal.

Kosten im Überblick

Futter45,00 €/Monat
Versicherung30,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)20,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges15,00 €/Monat
Gesamt120,00 €/Monat
Jährlich1.440,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Barbado da Terceira

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Besitzer eines Barbado da Terceira empfehlenswert. Als mittelgroßer, aktiver Hütehund kann er in verschiedenen Situationen unbeabsichtigt Schäden verursachen. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro bietet ausreichenden Schutz.

Häufige Fragen zum Barbado da Terceira

Ist ein Barbado da Terceira ein guter Familienhund?

Ja, der Barbado da Terceira ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Barbado da Terceira im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Barbado da Terceira betragen durchschnittlich 120,00 €. Das umfasst Futter (45,00 €), Versicherung (30,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (15,00 €).

Ist ein Barbado da Terceira für Anfänger geeignet?

Der Barbado da Terceira ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.

Wie viel Bewegung braucht ein Barbado da Terceira?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Barbado da Terceira braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.

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