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Barbado da Terceira

Der charmante bärtige Hütehund von den Azoren

Steckbrief

FCI-Nr.
371
Herkunft
Portugal (Azoren)
Größe
4856 cm
Gewicht
2030 kg
Lebenserwartung
1214 Jahre
Gruppe
Hütehunde und Treibhunde
Charakter
IntelligentLebhaftTreuArbeitseifrigAnpassungsfähig
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Der Barbado da Terceira ist ein charmanter, bärtiger Hütehund von der Azoreninsel Terceira, der als jüngste offiziell von der FCI anerkannte portugiesische Hunderasse eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte geschrieben hat. Dieser vielseitige, mittelgroße Hund mit seinem markanten langen Fell und seinem lebhaften, freundlichen Charakter ist ein lebendiges Zeugnis der azorianischen Hirtenkultur und hat sich in kürzester Zeit von einem nahezu unbekannten Inselhund zu einem international beachteten Neuling in der Welt der Rassehunde entwickelt. Mit einer Schulterhöhe von 48 bis 56 Zentimetern und einem Gewicht von 20 bis 30 Kilogramm ist der Barbado da Terceira ein mittelgroßer, kräftig gebauter Hund von harmonischer Proportion. Sein auffälligstes Merkmal ist das lange, zottige Fell, das den gesamten Körper bedeckt und ihm den Namen „Barbado" (der Bärtige) eingebracht hat. Das Fell ist von welliger bis lockiger Textur mit einer dichten Unterwolle und kommt in einer Vielzahl von Farben vor, darunter Schwarz, Grau, Braun, Fahlgelb und verschiedene Mehrfarbkombinationen. Der markante Bart, die buschigen Augenbrauen und das üppige Kopfhaar verleihen ihm ein unverwechselbares, sympathisches Aussehen. Charakterlich ist der Barbado da Terceira ein überaus freundlicher, sozialer und anpassungsfähiger Hund, der sich durch seine Vielseitigkeit von vielen anderen Hütehundrassen abhebt. Er besitzt die Arbeitsintelligenz und den Eifer eines klassischen Hirtenhundes, kombiniert mit einer ungewöhnlichen Offenheit und Freundlichkeit gegenüber Menschen und anderen Hunden, die ihn zu einem idealen Familien- und Gesellschaftshund macht. Er ist weder übermäßig schüchtern noch aggressiv und zeigt eine natürliche Ausgeglichenheit, die im Alltag sehr angenehm ist. Auf den Azoren zeigt der Barbado da Terceira seine wahre Berufung als Hütehund für Rinder auf den grünen, hügeligen Weiden Terceiras. Er arbeitet mit einer Kombination aus Hüten und Treiben und zeigt dabei eine bemerkenswerte Anpassungsfähigkeit an verschiedene Arbeitssituationen. Sein Arbeitsstil ist energisch, aber kontrolliert, und er nimmt Anweisungen bereitwillig an, während er gleichzeitig genug Eigeninitiative zeigt, um selbstständig zu reagieren. Im familiären Umfeld ist der Barbado ein fröhlicher, aufgeweckter Begleiter, der die Gesellschaft seiner Familie liebt und aktiv am Familienleben teilnimmt. Mit Kindern ist er geduldig und spielfreudig, und seine robuste Konstitution macht ihn zu einem idealen Spielkameraden. Der Bewegungsbedarf ist hoch, aber dank seiner Anpassungsfähigkeit gut zu managen. Die Pflege des langen Fells erfordert regelmäßiges Bürsten. Insgesamt ist der Barbado da Terceira ein entzückender, vielseitiger Hütehund, der sowohl als Arbeitshund als auch als Familienbegleiter eine exzellente Wahl für aktive Hundehalter darstellt.

Haltung & Pflege

Haus mit Garten empfohlen
Kinderfreundlich

Der Barbado da Terceira benötigt ein Haus mit Garten in ländlicher oder vorstädtischer Umgebung. Eine reine Stadtwohnung ist bei ausreichender Bewegung bedingt möglich, aber nicht ideal. Mindestens ein bis zwei Stunden aktive Bewegung pro Tag sind erforderlich, ergänzt durch geistige Beschäftigung. Er ist ein geselliger Hund, der engen Familienanschluss braucht und unter Trennungsangst leiden kann. Die Verträglichkeit mit anderen Hunden und Haustieren ist in der Regel gut. Das lange Fell erfordert regelmäßige Pflege, mindestens dreimal pro Woche gründliches Bürsten. Er toleriert verschiedene Wetterbedingungen gut.

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Ernährung

Der Barbado da Terceira benötigt hochwertiges, ausgewogenes Futter, das seinem aktiven Lebensstil entspricht. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind für erwachsene Hunde empfehlenswert. Der Protein- und Fettgehalt sollte dem Aktivitätslevel angepasst werden. Omega-3-Fettsäuren unterstützen die Gesundheit des üppigen Fells und der Haut. Bei mangelnder Bewegung neigt er zur Gewichtszunahme, daher sollte die Futtermenge sorgfältig kontrolliert werden. Hochwertiges Trocken- oder Nassfutter sowie Rohfütterung sind geeignet. Leckerlis sollten in Maßen gegeben und in die Tagesration eingerechnet werden. Frisches Trinkwasser muss stets verfügbar sein.

Gesundheit & Krankheiten

Der Barbado da Terceira ist eine grundsätzlich gesunde und robuste Rasse. Als relativ junge anerkannte Rasse sind die gesundheitlichen Daten noch begrenzt, doch die bisher vorliegenden Informationen deuten auf eine gute allgemeine Gesundheit hin. Hüftgelenksdysplasie (HD) kann wie bei vielen mittelgroßen Rassen gelegentlich auftreten. Augenerkrankungen sollten bei Zuchttieren überprüft werden. Die zunehmende internationale Verbreitung erfordert eine sorgfältige Zuchtplanung, um die genetische Vielfalt zu erhalten und Inzuchtprobleme zu vermeiden. Das lange Fell kann bei mangelnder Pflege zu Hautproblemen und Verfilzungen führen. Regelmäßige tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen und ein aktueller Impfschutz sind empfehlenswert.

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Erziehung

Der Barbado da Terceira ist dank seiner Intelligenz und Kooperationsbereitschaft hervorragend erziehbar und eignet sich auch für engagierte Anfänger. Positive Verstärkung ist die ideale Methode, und er zeigt eine erfreuliche Lernbereitschaft. Frühzeitige Sozialisierung fördert sein natürlich freundliches Wesen. Seine Vielseitigkeit macht ihn zu einem idealen Kandidaten für verschiedene Hundesportarten wie Agility, Obedience und Hütearbeit. Konsequenz ohne Härte ist wichtig, da er sensibel auf die Stimmung seines Halters reagiert. Das Training des Rückrufs sollte frühzeitig beginnen und konsequent durchgeführt werden.

Geschichte & Herkunft

Der Barbado da Terceira hat seinen Ursprung auf der Azoreninsel Terceira, wo er seit Jahrhunderten als Hütehund für die Rinderwirtschaft eingesetzt wird. Seine genaue Herkunft ist unklar, doch man vermutet, dass seine Vorfahren mit den europäischen Siedlern im 15. und 16. Jahrhundert auf die Azoren gelangten. Die Rasse blieb lange Zeit auf den Azoren isoliert und entwickelte sich dort zu einem eigenständigen Typ. Erst in den 2000er Jahren begannen portugiesische Kynologen, die Rasse systematisch zu dokumentieren und einen Rassestandard zu entwickeln. 2004 wurde die Rasse vom portugiesischen Kennel Club vorläufig anerkannt, und 2019 erfolgte die endgültige internationale Anerkennung durch die FCI unter der Nummer 371 – eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte für einen fast vergessenen Inselhund.

Kosten im Überblick

Futter45,00 €/Monat
Versicherung30,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)20,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges15,00 €/Monat
Gesamt120,00 €/Monat
Jährlich1.440,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Barbado da Terceira

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Besitzer eines Barbado da Terceira empfehlenswert. Obwohl dieser Hütehund ein freundliches Wesen hat, kann er als aktiver, mittelgroßer Hund in unvorhergesehenen Situationen Schäden verursachen. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro bietet ausreichenden Schutz.

Häufige Fragen zum Barbado da Terceira

Ist ein Barbado da Terceira ein guter Familienhund?

Ja, der Barbado da Terceira ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Barbado da Terceira im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Barbado da Terceira betragen durchschnittlich 120,00 €. Das umfasst Futter (45,00 €), Versicherung (30,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (15,00 €).

Ist ein Barbado da Terceira für Anfänger geeignet?

Ja, der Barbado da Terceira ist gut für Anfänger geeignet. Er ist lernwillig und verzeiht auch mal Erziehungsfehler.

Wie viel Bewegung braucht ein Barbado da Terceira?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Barbado da Terceira braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.

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