Barbet
Der historische französische Wasserhund mit dem unwiderstehlichen Teddybär-Charme
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 105
- Herkunft
- Frankreich
- Größe
- 52–65 cm
- Gewicht
- 17–28 kg
- Lebenserwartung
- 12–14 Jahre
- Gruppe
- Apportierhunde, Stöberhunde und Wasserhunde
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Barbet fühlt sich in einem Haus mit Garten am wohlsten und benötigt idealerweise Zugang zu Gewässern. Für eine kleine Stadtwohnung ist er aufgrund seiner Größe und seines Bewegungsbedarfs wenig geeignet. Der Garten sollte sicher eingezäunt sein. In ländlicher oder vorstädtischer Umgebung mit Seen, Flüssen oder dem Meer in der Nähe fühlt er sich besonders wohl. Sein freundliches, ruhiges Wesen erleichtert das Zusammenleben in Nachbarschaften. Er braucht engen Familienanschluss und ist ein ausgesprochener Gesellschaftshund, der unter Einsamkeit leidet. Witterungseinflüsse verträgt er gut, wobei das Fell nach Nässe gründlich gepflegt werden muss.
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Jetzt vergleichenErnährung
Der Barbet benötigt hochwertiges, ausgewogenes Futter, das seinem moderaten bis hohen Aktivitätslevel angepasst ist. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind für erwachsene Hunde empfehlenswert. Die Futtermenge richtet sich nach Alter, Gewicht und Aktivitätsgrad. Hochwertiges Fleisch als Hauptbestandteil ist ideal. Omega-3-Fettsäuren unterstützen die Gesundheit des lockigen Fells und der Haut. Gelenkunterstützende Nahrungsergänzungen können bei größeren Exemplaren sinnvoll sein. Welpen benötigen spezielles Futter für kontrolliertes Wachstum. Leckerlis sollten in die Tagesration eingerechnet werden. Frisches Trinkwasser muss stets zur Verfügung stehen.
Gesundheit & Krankheiten
Der Barbet ist eine insgesamt gesunde Rasse, die jedoch einige rassespezifische Gesundheitsprobleme aufweist. Hüftgelenksdysplasie (HD) kommt vor und sollte bei Zuchttieren röntgenologisch untersucht werden. Ellenbogendysplasie ist ebenfalls möglich. Epilepsie ist in einzelnen Linien beschrieben worden. Progressive Retinaatrophie (PRA) und andere Augenerkrankungen sollten bei Zuchttieren untersucht werden. Allergien und Hautprobleme können trotz des dichten Fells auftreten. Ohrenentzündungen können durch die hängenden, dicht behaarten Ohren begünstigt werden und erfordern regelmäßige Ohrenpflege. Regelmäßige tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen, aktueller Impfschutz und konsequente Parasitenprophylaxe sind selbstverständlich empfehlenswert.
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Der Barbet ist intelligent, lernwillig und kooperativ, was die Erziehung auch für weniger erfahrene Hundehalter angenehm gestaltet. Positive Verstärkung ist die effektivste Trainingsmethode. Der Barbet reagiert sensibel auf den Tonfall und die Stimmung seiner Bezugsperson und lernt am besten in einer freundlichen, positiven Atmosphäre. Harte Korrekturen sind kontraproduktiv und unnötig. Frühe Sozialisierung festigt sein ohnehin freundliches Wesen. Der Besuch einer Hundeschule wird empfohlen. Wasserarbeit und Apportierübungen sollten frühzeitig in das Training einbezogen werden, um die natürliche Wasserliebe zu fördern.
Geschichte & Herkunft
Der Barbet ist eine der ältesten französischen Hunderassen und wird bereits in Schriften aus dem 16. Jahrhundert erwähnt. Sein Ursprung liegt wahrscheinlich in Nordafrika, von wo er über die Iberische Halbinsel nach Frankreich gelangte. Über Jahrhunderte war er ein geschätzter Jagdhund der französischen Aristokratie, der sich auf die Wasserjagd spezialisierte. König Heinrich IV. von Frankreich soll ein begeisterter Barbet-Besitzer gewesen sein. Der Barbet gilt als Stammvater oder wesentlicher Vorfahre zahlreicher moderner Rassen, darunter der Pudel, der Bichon Frisé und der Irish Water Spaniel. Im 20. Jahrhundert stand die Rasse vor dem Aussterben, und engagierte Züchter begannen mit dem mühsamen Wiederaufbau. Die FCI erkannte die Rasse unter der Nummer 105 an. Heute ist der Barbet weltweit noch selten, gewinnt aber zunehmend an Beliebtheit.
Kosten im Überblick
| Futter | 50,00 €/Monat |
| Versicherung | 25,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 20,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 25,00 €/Monat |
| Gesamt | 130,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.560,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Barbet
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Barbet-Besitzer empfehlenswert. Als mittelgroßer, temperamentvoller Hund kann der Barbet in bestimmten Situationen Schäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für alle Hunde vorgeschrieben. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro bietet ausreichenden Schutz.
Häufige Fragen zum Barbet
Ist ein Barbet ein guter Familienhund?
Ja, der Barbet ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Barbet im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Barbet betragen durchschnittlich 130,00 €. Das umfasst Futter (50,00 €), Versicherung (25,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (25,00 €).
Ist ein Barbet für Anfänger geeignet?
Ja, der Barbet ist gut für Anfänger geeignet. Er ist lernwillig und verzeiht auch mal Erziehungsfehler.
Wie viel Bewegung braucht ein Barbet?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 3/5. Moderate Bewegung von 1-2 Stunden täglich ist empfehlenswert.
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