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Barbet

Der historische französische Wasserhund mit dem unwiderstehlichen Teddybär-Charme

Steckbrief

FCI-Nr.
105
Herkunft
Frankreich
Größe
5265 cm
Gewicht
1728 kg
Lebenserwartung
1214 Jahre
Gruppe
Apportierhunde, Stöberhunde und Wasserhunde
Charakter
FreundlichGehorsamIntelligentGeselligFröhlich
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Der Barbet ist ein historischer französischer Wasserhund, dessen Name sich vom französischen Wort „barbe" für Bart ableitet und auf seinen markanten Kinnbart hinweist. Diese alte, edle Rasse gilt als Stammvater zahlreicher moderner Wasser- und Jagdhundrassen und vereint eine bemerkenswerte Wasserliebe mit einem außergewöhnlich freundlichen, ausgeglichenen Wesen. Mit seinem dichten, lockigen Fell und seinem gutmütigen Gesichtsausdruck strahlt der Barbet eine natürliche Wärme und Lebensfreude aus, die jeden Hundefreund sofort in seinen Bann zieht. Mit einer Schulterhöhe von 52 bis 65 Zentimetern und einem Gewicht von 17 bis 28 Kilogramm ist der Barbet ein mittelgroßer, kräftig gebauter Hund mit einem harmonisch proportionierten Körper. Sein auffälligstes Merkmal ist das dichte, wollige, lockige Fell, das den gesamten Körper einschließlich des Kopfes bedeckt und ihm ein teddybärartiges Aussehen verleiht. Die Fellfarben umfassen Schwarz, Grau, Braun, Fawn, Sand und Weiß, wobei auch gescheckte Varianten vorkommen. Das Fell ist wasserabweisend und bietet hervorragenden Schutz beim Schwimmen in kaltem Wasser. Der charakteristische Bart und die buschigen Augenbrauen rahmen die sanften, dunklen Augen ein und verleihen dem Barbet seinen unverwechselbaren, liebenswerten Gesichtsausdruck. Charakterlich ist der Barbet ein außergewöhnlich freundlicher, ausgeglichener Hund, der sich durch seine natürliche Geselligkeit auszeichnet. Er begegnet Menschen und Artgenossen gleichermaßen mit offener Freundlichkeit und zeigt weder Aggressivität noch übermäßiges Misstrauen. Seine Intelligenz ist bemerkenswert, und er zeigt eine natürliche Kooperationsbereitschaft, die das Training zu einem Vergnügen macht. Dabei bewahrt er stets eine fröhliche, verspielte Grundstimmung, die ihn zu einem idealen Familienhund macht. Kindern gegenüber ist er geduldig, sanft und unermüdlich spielfreudig. Der Bewegungsbedarf des Barbet ist moderat bis hoch. Tägliche Spaziergänge von insgesamt eineinhalb bis zwei Stunden, ergänzt durch Schwimmmöglichkeiten, halten ihn zufrieden. Schwimmen ist seine Leidenschaft, und der Zugang zu einem Gewässer steigert seine Lebensqualität erheblich. Hundesportarten wie Wasserarbeit, Dummytraining oder Apportierarbeit sind ideale Beschäftigungen. Die Fellpflege ist aufwändig und erfordert regelmäßiges Bürsten alle zwei bis drei Tage, um Verfilzungen im lockigen Fell zu vermeiden. Regelmäßige professionelle Schur alle sechs bis acht Wochen hält das Fell in Form. Nach dem Schwimmen muss das Fell gründlich getrocknet werden. Insgesamt ist der Barbet ein wunderbarer, freundlicher Begleiter für Familien und aktive Hundehalter, die einen wasserliebenden, geselligen Hund mit charmantem Teddy-Look suchen und den Pflegeaufwand nicht scheuen.

Haltung & Pflege

Haus mit Garten empfohlen
Kinderfreundlich

Der Barbet fühlt sich in einem Haus mit Garten am wohlsten und benötigt idealerweise Zugang zu Gewässern. Für eine kleine Stadtwohnung ist er aufgrund seiner Größe und seines Bewegungsbedarfs wenig geeignet. Der Garten sollte sicher eingezäunt sein. In ländlicher oder vorstädtischer Umgebung mit Seen, Flüssen oder dem Meer in der Nähe fühlt er sich besonders wohl. Sein freundliches, ruhiges Wesen erleichtert das Zusammenleben in Nachbarschaften. Er braucht engen Familienanschluss und ist ein ausgesprochener Gesellschaftshund, der unter Einsamkeit leidet. Witterungseinflüsse verträgt er gut, wobei das Fell nach Nässe gründlich gepflegt werden muss.

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Ernährung

Der Barbet benötigt hochwertiges, ausgewogenes Futter, das seinem moderaten bis hohen Aktivitätslevel angepasst ist. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind für erwachsene Hunde empfehlenswert. Die Futtermenge richtet sich nach Alter, Gewicht und Aktivitätsgrad. Hochwertiges Fleisch als Hauptbestandteil ist ideal. Omega-3-Fettsäuren unterstützen die Gesundheit des lockigen Fells und der Haut. Gelenkunterstützende Nahrungsergänzungen können bei größeren Exemplaren sinnvoll sein. Welpen benötigen spezielles Futter für kontrolliertes Wachstum. Leckerlis sollten in die Tagesration eingerechnet werden. Frisches Trinkwasser muss stets zur Verfügung stehen.

Gesundheit & Krankheiten

Der Barbet ist eine insgesamt gesunde Rasse, die jedoch einige rassespezifische Gesundheitsprobleme aufweist. Hüftgelenksdysplasie (HD) kommt vor und sollte bei Zuchttieren röntgenologisch untersucht werden. Ellenbogendysplasie ist ebenfalls möglich. Epilepsie ist in einzelnen Linien beschrieben worden. Progressive Retinaatrophie (PRA) und andere Augenerkrankungen sollten bei Zuchttieren untersucht werden. Allergien und Hautprobleme können trotz des dichten Fells auftreten. Ohrenentzündungen können durch die hängenden, dicht behaarten Ohren begünstigt werden und erfordern regelmäßige Ohrenpflege. Regelmäßige tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen, aktueller Impfschutz und konsequente Parasitenprophylaxe sind selbstverständlich empfehlenswert.

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Erziehung

Der Barbet ist intelligent, lernwillig und kooperativ, was die Erziehung auch für weniger erfahrene Hundehalter angenehm gestaltet. Positive Verstärkung ist die effektivste Trainingsmethode. Der Barbet reagiert sensibel auf den Tonfall und die Stimmung seiner Bezugsperson und lernt am besten in einer freundlichen, positiven Atmosphäre. Harte Korrekturen sind kontraproduktiv und unnötig. Frühe Sozialisierung festigt sein ohnehin freundliches Wesen. Der Besuch einer Hundeschule wird empfohlen. Wasserarbeit und Apportierübungen sollten frühzeitig in das Training einbezogen werden, um die natürliche Wasserliebe zu fördern.

Geschichte & Herkunft

Der Barbet ist eine der ältesten französischen Hunderassen und wird bereits in Schriften aus dem 16. Jahrhundert erwähnt. Sein Ursprung liegt wahrscheinlich in Nordafrika, von wo er über die Iberische Halbinsel nach Frankreich gelangte. Über Jahrhunderte war er ein geschätzter Jagdhund der französischen Aristokratie, der sich auf die Wasserjagd spezialisierte. König Heinrich IV. von Frankreich soll ein begeisterter Barbet-Besitzer gewesen sein. Der Barbet gilt als Stammvater oder wesentlicher Vorfahre zahlreicher moderner Rassen, darunter der Pudel, der Bichon Frisé und der Irish Water Spaniel. Im 20. Jahrhundert stand die Rasse vor dem Aussterben, und engagierte Züchter begannen mit dem mühsamen Wiederaufbau. Die FCI erkannte die Rasse unter der Nummer 105 an. Heute ist der Barbet weltweit noch selten, gewinnt aber zunehmend an Beliebtheit.

Kosten im Überblick

Futter50,00 €/Monat
Versicherung25,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)20,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges25,00 €/Monat
Gesamt130,00 €/Monat
Jährlich1.560,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Barbet

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Barbet-Besitzer empfehlenswert. Als mittelgroßer, temperamentvoller Hund kann der Barbet in bestimmten Situationen Schäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für alle Hunde vorgeschrieben. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro bietet ausreichenden Schutz.

Häufige Fragen zum Barbet

Ist ein Barbet ein guter Familienhund?

Ja, der Barbet ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Barbet im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Barbet betragen durchschnittlich 130,00 €. Das umfasst Futter (50,00 €), Versicherung (25,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (25,00 €).

Ist ein Barbet für Anfänger geeignet?

Ja, der Barbet ist gut für Anfänger geeignet. Er ist lernwillig und verzeiht auch mal Erziehungsfehler.

Wie viel Bewegung braucht ein Barbet?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 3/5. Moderate Bewegung von 1-2 Stunden täglich ist empfehlenswert.

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