Bearded Collie
Der fröhliche Bart-Collie aus den schottischen Highlands
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 271
- Herkunft
- Großbritannien
- Größe
- 51–56 cm
- Gewicht
- 18–27 kg
- Lebenserwartung
- 12–14 Jahre
- Gruppe
- Hütehunde und Treibhunde
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Bearded Collie ist am besten in einem Haus mit Garten aufgehoben. Für die reine Wohnungshaltung ist er aufgrund seines Bewegungsbedarfs und seines Fells nicht ideal geeignet. Mindestens eineinhalb bis zwei Stunden aktive Bewegung pro Tag sind notwendig. Das lange Fell muss mehrmals wöchentlich gründlich gepflegt werden, was einen erheblichen Zeitaufwand darstellt. Der Beardie kommt mit moderater Kälte gut zurecht, leidet aber unter extremer Hitze. Er ist ein geselliger Hund, der den engen Kontakt zu seiner Familie braucht und nicht längere Zeit alleine bleiben sollte. Die Verträglichkeit mit anderen Hunden und Haustieren ist in der Regel sehr gut.
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Jetzt vergleichenErnährung
Der Bearded Collie benötigt hochwertiges, ausgewogenes Futter, das seinem Aktivitätslevel angepasst ist. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind für erwachsene Hunde empfehlenswert. Die Futtermenge richtet sich nach Alter, Gewicht und Aktivitätsgrad. Hochwertiges Trocken- oder Nassfutter oder Rohfütterung (BARF) sind gleichermaßen geeignet. Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren unterstützen die Gesundheit des langen Fells und der Haut. Angesichts der Neigung zu Autoimmunerkrankungen kann eine hochwertige, naturbelassene Ernährung besonders sinnvoll sein. Leckerlis sollten in die Tagesration eingerechnet werden. Frisches Trinkwasser muss stets zur Verfügung stehen. Übergewicht sollte vermieden werden, da es die Gelenke belastet.
Gesundheit & Krankheiten
Der Bearded Collie ist grundsätzlich eine gesunde Rasse, aber einige rassetypische Erkrankungen sind zu beachten. Hüftgelenksdysplasie (HD) kommt vor und sollte bei Zuchttieren untersucht werden. Autoimmunerkrankungen wie Addison-Krankheit (Hypoadrenokortizismus) treten bei Bearded Collies häufiger auf als bei vielen anderen Rassen. Hypothyreose ist eine weitere endokrine Störung, die beobachtet wird. Progressive Retinaatrophie (PRA) und Katarakt sind mögliche Augenerkrankungen. Pemphigus foliaceus, eine Autoimmunerkrankung der Haut, kommt gelegentlich vor. Das lange Fell erfordert sorgfältige Pflege, um Hautprobleme und Hotspots zu vermeiden. Die Ohren sollten regelmäßig kontrolliert werden, da das dichte Fell die Belüftung einschränkt. Regelmäßige tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen sind besonders wichtig.
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Tarife vergleichenErziehung
Der Bearded Collie ist intelligent und grundsätzlich lernwillig, bringt aber einen gewissen Eigensinn mit, der die Erziehung interessant gestaltet. Positive Verstärkung ist die effektivste Methode. Frühe Sozialisierung ist wichtig, obwohl der Beardie von Natur aus ein freundlicher, aufgeschlossener Hund ist. Der Besuch einer Hundeschule wird empfohlen. Konsequenz ist wichtig, da der Beardie Inkonsequenz schnell bemerkt und ausnutzt. Das Training sollte abwechslungsreich und spielerisch gestaltet werden, da Monotonie diesen intelligenten Hund langweilt. Der Hüteinstinkt ist weniger ausgeprägt als bei manchen anderen Hütehunderassen, kann aber trotzdem kontrolliert werden sollte. Geistige Beschäftigung durch Tricks und Suchspiele ergänzt die körperliche Auslastung ideal.
Geschichte & Herkunft
Der Bearded Collie hat seinen Ursprung in den schottischen Highlands, wo er seit Jahrhunderten als Hüte- und Treibhund für Schafe und Rinder eingesetzt wurde. Eine Theorie besagt, dass polnische Tiefland-Schäferhunde im 16. Jahrhundert nach Schottland kamen und mit den einheimischen Hütehunden gekreuzt wurden. Die moderne Zuchtgeschichte begann 1944, als Olive Willison zufällig eine Bearded-Collie-Hündin namens Jeannie erhielt und die systematische Zucht begann. Die Rasse wurde 1967 vom British Kennel Club anerkannt und 1959 von der FCI registriert. In den 1970er und 1980er Jahren erlebte der Beardie einen Popularitätsboom, der zu einem Anstieg der Zucht führte. Heute ist er als Familien- und Showhund beliebt, wird aber nur noch selten als Arbeitshund eingesetzt.
Kosten im Überblick
| Futter | 50,00 €/Monat |
| Versicherung | 30,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 25,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 20,00 €/Monat |
| Gesamt | 135,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.620,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Bearded Collie
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Besitzer eines Bearded Collie empfehlenswert. Obwohl der Beardie ein freundlicher, umgänglicher Hund ist, kann jeder Hund unbeabsichtigt Schäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für alle Hunde gesetzlich vorgeschrieben. Die überschaubaren monatlichen Kosten bieten umfassenden finanziellen Schutz vor möglichen Schadenersatzforderungen.
Häufige Fragen zum Bearded Collie
Ist ein Bearded Collie ein guter Familienhund?
Ja, der Bearded Collie ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Bearded Collie im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Bearded Collie betragen durchschnittlich 135,00 €. Das umfasst Futter (50,00 €), Versicherung (30,00 €), Tierarzt (25,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (20,00 €).
Ist ein Bearded Collie für Anfänger geeignet?
Ja, der Bearded Collie ist gut für Anfänger geeignet. Er ist lernwillig und verzeiht auch mal Erziehungsfehler.
Wie viel Bewegung braucht ein Bearded Collie?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Bearded Collie braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.
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