Berger Picard
Der rustikale französische Schäferhund mit dem verschmitzten Blick
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 176
- Herkunft
- Frankreich
- Größe
- 55–65 cm
- Gewicht
- 23–32 kg
- Lebenserwartung
- 12–14 Jahre
- Gruppe
- Hütehunde und Treibhunde
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Berger Picard benötigt ein Haus mit Garten und ist für eine kleine Stadtwohnung nicht ideal geeignet. Der hohe Bewegungsbedarf verlangt nach aktiven Besitzern, die mindestens eineinhalb bis zwei Stunden täglich in Auslauf investieren können. Der Garten sollte sicher eingezäunt sein. In ländlicher oder vorstädtischer Umgebung fühlt er sich am wohlsten, idealerweise mit Zugang zu weitläufigem Gelände. Sein Bellverhalten ist moderat, kann aber in ruhigen Wohngebieten gelegentlich stören. Der Picard braucht engen Familienanschluss und leidet unter Isolation. Witterungseinflüsse verträgt er dank seines robusten Fells hervorragend. Er ist anpassungsfähig und verträgt sowohl Wärme als auch Kälte gut.
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Jetzt vergleichenErnährung
Der Berger Picard benötigt hochwertiges, proteinreiches Futter, das seinem aktiven Lebensstil angepasst ist. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind für erwachsene Hunde empfehlenswert. Die Futtermenge richtet sich nach Alter, Gewicht und Aktivitätsgrad. Hochwertiges Fleisch als Hauptbestandteil ist ideal. Gelenkunterstützende Nahrungsergänzungen können bei größeren Hunden sinnvoll sein. Omega-3-Fettsäuren unterstützen Haut und Fell. Welpen benötigen spezielles Futter für kontrolliertes Wachstum. Leckerlis sollten in die Tagesration eingerechnet werden. Frisches Trinkwasser muss stets zur Verfügung stehen. Übergewicht sollte vermieden werden, da es die Gelenke belastet.
Gesundheit & Krankheiten
Der Berger Picard ist eine robuste, naturbelassene Rasse mit einer guten Grundgesundheit. Hüftgelenksdysplasie (HD) kommt vor und sollte bei Zuchttieren röntgenologisch untersucht werden. Progressive Retinaatrophie (PRA) ist ein bekanntes genetisches Problem in der Rasse und sollte durch DNA-Tests bei Zuchttieren ausgeschlossen werden. Ellenbogendysplasie kann gelegentlich auftreten. Autoimmunerkrankungen sind in einzelnen Linien beschrieben worden. Augenkrankheiten neben PRA sind möglich. Das drahtharige Fell ist wenig anfällig für Hautprobleme, dennoch können Allergien auftreten. Regelmäßige tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen, aktueller Impfschutz und konsequente Parasitenprophylaxe sind selbstverständlich empfehlenswert.
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Tarife vergleichenErziehung
Der Berger Picard ist intelligent und lernwillig, aber auch sensibel und eigenständig. Positive Verstärkung und Geduld sind die effektivsten Erziehungsmethoden. Der Picard reagiert äußerst empfindlich auf Ungerechtigkeit und harte Korrekturen, die das Vertrauensverhältnis nachhaltig beschädigen können. Frühe und umfassende Sozialisierung ist wichtig, auch wenn der Picard von Natur aus ein friedlicher Hund ist. Der Besuch einer Hundeschule wird empfohlen. Abwechslungsreiches Training mit spielerischen Elementen hält den intelligenten Picard bei Laune. Sein natürlicher Hüteinstinkt sollte in geordnete Bahnen gelenkt werden.
Geschichte & Herkunft
Der Berger Picard ist eine der ältesten französischen Schäferhundrassen und stammt aus der Picardie im Norden Frankreichs. Seine Geschichte reicht möglicherweise bis ins 9. Jahrhundert zurück, als keltische Hirten ihre Hunde in die Region mitbrachten. Über Jahrhunderte war der Picard der treue Begleiter der picardischen Bauern und Schäfer. Die beiden Weltkriege, deren Schlachtfelder mitten durch die Picardie verliefen, dezimierten die Population dramatisch. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Rasse fast ausgestorben, und engagierte Züchter begannen mit dem mühsamen Wiederaufbau. Die FCI erkannte den Berger Picard unter der Nummer 176 an. Der Film „Winn-Dixie" aus dem Jahr 2005, in dem ein Berger Picard die Hauptrolle spielte, verschaffte der Rasse internationale Bekanntheit.
Kosten im Überblick
| Futter | 50,00 €/Monat |
| Versicherung | 25,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 20,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 20,00 €/Monat |
| Gesamt | 125,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.500,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Berger Picard
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Berger-Picard-Besitzer empfehlenswert. Als mittelgroßer, temperamentvoller Hütehund kann der Picard in bestimmten Situationen Schäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für alle Hunde vorgeschrieben. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro bietet ausreichenden Schutz.
Häufige Fragen zum Berger Picard
Ist ein Berger Picard ein guter Familienhund?
Ja, der Berger Picard ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Berger Picard im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Berger Picard betragen durchschnittlich 125,00 €. Das umfasst Futter (50,00 €), Versicherung (25,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (20,00 €).
Ist ein Berger Picard für Anfänger geeignet?
Der Berger Picard ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.
Wie viel Bewegung braucht ein Berger Picard?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Berger Picard braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.
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