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Bracco Italiano

Italiens aristokratischer Vorstehhund mit dem sanften Blick

Steckbrief

FCI-Nr.
202
Herkunft
Italien
Größe
5567 cm
Gewicht
2540 kg
Lebenserwartung
1014 Jahre
Gruppe
Vorstehhunde
Charakter
SanftIntelligentAnhänglichRuhigArbeitswillig
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Der Bracco Italiano ist einer der ältesten Vorstehhunde der Welt und beeindruckt mit seiner majestätischen Erscheinung, die edle Kraft mit anmutiger Gelassenheit verbindet. Mit seinen markanten Hängebacken, den langen, gefalteten Ohren und seinem würdevollen Gang ist dieser italienische Aristokrat unter den Jagdhunden ein wahrer Hingucker, der überall Aufmerksamkeit erregt und Bewunderer findet. Mit einer Schulterhöhe von 55 bis 67 Zentimetern und einem Gewicht von 25 bis 40 Kilogramm ist der Bracco Italiano ein großer, kraftvoll gebauter Hund mit einer imposanten, aber nie plumpen Statur. Sein kurzes, dichtes Fell ist glänzend und fühlt sich fein an. Die Farben umfassen Weiß, Weiß mit orangefarbenen Abzeichen, Weiß mit kastanienbraunen Abzeichen und Braunschimmel in verschiedenen Schattierungen. Die langen, tief angesetzten Ohren und die ausdrucksvollen Augen mit dem sanften, fast melancholischen Blick verleihen ihm ein unverwechselbares Erscheinungsbild. Charakterlich ist der Bracco Italiano ein sanfter Riese mit einem ruhigen, ausgeglichenen Temperament. Er ist weit weniger hektisch als viele andere Vorstehhunde und strahlt eine gelassene Würde aus, die seinen aristokratischen Ursprung widerspiegelt. Gleichzeitig ist er bei der Jagdarbeit ein konzentrierter, ausdauernder und vielseitiger Arbeiter, der seinen typischen, weitausgreifenden Trab mit bemerkenswerter Eleganz zeigt. Im Familienalltag ist der Bracco ein liebevoller, anhänglicher Begleiter. Er geht sanft und geduldig mit Kindern um und zeigt eine bemerkenswerte Sensibilität für die Stimmungen seiner Familie. Mit anderen Hunden versteht er sich in der Regel ausgezeichnet. Fremden gegenüber ist er freundlich, aber nicht überschwänglich. Er braucht den engen Kontakt zu seinen Menschen und kann bei zu viel Isolation Trennungsangst entwickeln. Der Bewegungsbedarf ist hoch, aber moderater als bei den hochspezialisierten deutschen Vorstehhunden. Mindestens eineinhalb bis zwei Stunden aktive Bewegung pro Tag sind notwendig. Der Bracco genießt ausgedehnte Spaziergänge, Nasenarbeit und Apportierübungen. Im Haus ist er überraschend ruhig und gelassen. Die Pflege des kurzen Fells ist unkompliziert. Gelegentliches Bürsten genügt. Die langen Ohren benötigen jedoch regelmäßige Kontrolle und Reinigung, und die Lefzen sollten nach dem Fressen und Trinken abgewischt werden. Der Bracco Italiano ist ein wundervoller Hund für erfahrene Halter, die einen sanften, eleganten und vielseitigen Begleiter suchen.

Haltung & Pflege

Haus mit Garten empfohlen
Kinderfreundlich

Der Bracco Italiano braucht ein Zuhause mit Garten und Zugang zu Natur. Eine Stadtwohnung ist nicht geeignet. Mindestens eineinhalb bis zwei Stunden aktive Bewegung pro Tag sind notwendig. Er ist ein geselliger Familienhund, der den engen Kontakt zu seinen Menschen braucht. Längeres Alleinsein verträgt er schlecht und kann Trennungsangst entwickeln. Die Ohrenpflege muss regelmäßig erfolgen. Sein kurzes Fell macht ihn bei Kälte empfindlicher, extreme Hitze verträgt er ebenfalls nicht gut. Er verträgt sich hervorragend mit anderen Hunden und kann mit einem Artgenossen gehalten werden.

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Ernährung

Der Bracco Italiano benötigt hochwertiges, ausgewogenes Futter angepasst an seine Größe und sein Aktivitätslevel. Zwei bis drei Mahlzeiten pro Tag reduzieren das Risiko einer Magendrehung. Anti-Schling-Näpfe können bei schnellen Fressern sinnvoll sein. Die Futtermenge muss sorgfältig kontrolliert werden, da der Bracco bei Inaktivität zu Übergewicht neigen kann. Proteinreiches Futter mit hochwertigem Fleischanteil unterstützt die Muskulatur. Welpen großer Rassen benötigen spezielles Welpenfutter für kontrolliertes Wachstum. Nach dem Fressen sollte eine Ruhephase eingehalten werden. Frisches Wasser muss immer bereitstehen.

Gesundheit & Krankheiten

Der Bracco Italiano ist grundsätzlich eine gesunde Rasse, hat aber einige rassetypische Anfälligkeiten. Hüftgelenksdysplasie (HD) und Ellbogendysplasie (ED) kommen vor und sollten bei Zuchttieren untersucht werden. Entropium und Ektropium (einwärts bzw. auswärts rollendes Augenlid) sind aufgrund der lockeren Gesichtshaut möglich. Ohrenentzündungen sind wegen der langen, schweren Hängeohren ein häufiges Thema. Magendrehung ist aufgrund der Größe und des tiefen Brustkorbs ein Risiko. Nierenerkrankungen, insbesondere Amyloidose, wurden bei der Rasse dokumentiert. Die lockere Haut an den Lefzen kann zu Sabbern und Hautreizungen führen. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und ein aktueller Impfschutz sind wichtig.

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Erziehung

Die Erziehung des Bracco Italiano erfordert Geduld und Einfühlungsvermögen. Er ist intelligent und lernwillig, aber auch sensibel und kann bei harschen Korrekturen verunsichert reagieren. Positive Verstärkung ist die einzig sinnvolle Methode. Der Bracco lernt in seinem eigenen Tempo und sollte nicht gehetzt werden. Frühe Sozialisierung ist wichtig, um sein ohnehin freundliches Wesen zu festigen. Der Jagdinstinkt sollte in kontrollierte Bahnen gelenkt werden. Nasenarbeit und Apportierübungen kommen seinen natürlichen Anlagen entgegen. Eine Hundeschule mit Erfahrung bei Jagdhunden ist empfehlenswert. Konsequenz ohne Härte ist der Schlüssel zu einem gut erzogenen Bracco.

Geschichte & Herkunft

Der Bracco Italiano ist einer der ältesten Vorstehhunde der Welt, dessen Geschichte bis ins 4. oder 5. Jahrhundert zurückreichen soll. In der Renaissance war er der bevorzugte Jagdhund der italienischen Aristokratie, darunter die Familien Medici und Gonzaga. Es gab historisch zwei Schläge: den leichteren, aus dem Piemont stammenden Bianco-Arancio und den schwereren Roano-Marrone aus der Lombardei. Im 18. und 19. Jahrhundert ging die Population stark zurück. Dank der Bemühungen engagierter Züchter, insbesondere Ferdinando Delor, wurde die Rasse im 20. Jahrhundert gerettet. 1949 wurde die Società Amatori Bracco Italiano gegründet. Die FCI erkannte die Rasse als Nr. 202. In den letzten Jahren hat der Bracco international an Beliebtheit gewonnen.

Kosten im Überblick

Futter60,00 €/Monat
Versicherung35,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)25,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges20,00 €/Monat
Gesamt150,00 €/Monat
Jährlich1.800,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Bracco Italiano

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Bracco Italiano-Besitzer empfehlenswert. Als großer, kräftiger Hund kann der Bracco unbeabsichtigt Schäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für alle Hunde ohnehin Pflicht. Eine ausreichende Deckungssumme schützt vor finanziellen Folgen. Die geringen monatlichen Kosten stehen in keinem Verhältnis zum potenziellen Risiko.

Häufige Fragen zum Bracco Italiano

Ist ein Bracco Italiano ein guter Familienhund?

Ja, der Bracco Italiano ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Bracco Italiano im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Bracco Italiano betragen durchschnittlich 150,00 €. Das umfasst Futter (60,00 €), Versicherung (35,00 €), Tierarzt (25,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (20,00 €).

Ist ein Bracco Italiano für Anfänger geeignet?

Der Bracco Italiano ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.

Wie viel Bewegung braucht ein Bracco Italiano?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Bracco Italiano braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.

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