Bracco Italiano
Italiens aristokratischer Vorstehhund mit dem sanften Blick
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 202
- Herkunft
- Italien
- Größe
- 55–67 cm
- Gewicht
- 25–40 kg
- Lebenserwartung
- 10–14 Jahre
- Gruppe
- Vorstehhunde
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Bracco Italiano braucht ein Zuhause mit Garten und Zugang zu Natur. Eine Stadtwohnung ist nicht geeignet. Mindestens eineinhalb bis zwei Stunden aktive Bewegung pro Tag sind notwendig. Er ist ein geselliger Familienhund, der den engen Kontakt zu seinen Menschen braucht. Längeres Alleinsein verträgt er schlecht und kann Trennungsangst entwickeln. Die Ohrenpflege muss regelmäßig erfolgen. Sein kurzes Fell macht ihn bei Kälte empfindlicher, extreme Hitze verträgt er ebenfalls nicht gut. Er verträgt sich hervorragend mit anderen Hunden und kann mit einem Artgenossen gehalten werden.
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Der Bracco Italiano benötigt hochwertiges, ausgewogenes Futter angepasst an seine Größe und sein Aktivitätslevel. Zwei bis drei Mahlzeiten pro Tag reduzieren das Risiko einer Magendrehung. Anti-Schling-Näpfe können bei schnellen Fressern sinnvoll sein. Die Futtermenge muss sorgfältig kontrolliert werden, da der Bracco bei Inaktivität zu Übergewicht neigen kann. Proteinreiches Futter mit hochwertigem Fleischanteil unterstützt die Muskulatur. Welpen großer Rassen benötigen spezielles Welpenfutter für kontrolliertes Wachstum. Nach dem Fressen sollte eine Ruhephase eingehalten werden. Frisches Wasser muss immer bereitstehen.
Gesundheit & Krankheiten
Der Bracco Italiano ist grundsätzlich eine gesunde Rasse, hat aber einige rassetypische Anfälligkeiten. Hüftgelenksdysplasie (HD) und Ellbogendysplasie (ED) kommen vor und sollten bei Zuchttieren untersucht werden. Entropium und Ektropium (einwärts bzw. auswärts rollendes Augenlid) sind aufgrund der lockeren Gesichtshaut möglich. Ohrenentzündungen sind wegen der langen, schweren Hängeohren ein häufiges Thema. Magendrehung ist aufgrund der Größe und des tiefen Brustkorbs ein Risiko. Nierenerkrankungen, insbesondere Amyloidose, wurden bei der Rasse dokumentiert. Die lockere Haut an den Lefzen kann zu Sabbern und Hautreizungen führen. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und ein aktueller Impfschutz sind wichtig.
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Die Erziehung des Bracco Italiano erfordert Geduld und Einfühlungsvermögen. Er ist intelligent und lernwillig, aber auch sensibel und kann bei harschen Korrekturen verunsichert reagieren. Positive Verstärkung ist die einzig sinnvolle Methode. Der Bracco lernt in seinem eigenen Tempo und sollte nicht gehetzt werden. Frühe Sozialisierung ist wichtig, um sein ohnehin freundliches Wesen zu festigen. Der Jagdinstinkt sollte in kontrollierte Bahnen gelenkt werden. Nasenarbeit und Apportierübungen kommen seinen natürlichen Anlagen entgegen. Eine Hundeschule mit Erfahrung bei Jagdhunden ist empfehlenswert. Konsequenz ohne Härte ist der Schlüssel zu einem gut erzogenen Bracco.
Geschichte & Herkunft
Der Bracco Italiano ist einer der ältesten Vorstehhunde der Welt, dessen Geschichte bis ins 4. oder 5. Jahrhundert zurückreichen soll. In der Renaissance war er der bevorzugte Jagdhund der italienischen Aristokratie, darunter die Familien Medici und Gonzaga. Es gab historisch zwei Schläge: den leichteren, aus dem Piemont stammenden Bianco-Arancio und den schwereren Roano-Marrone aus der Lombardei. Im 18. und 19. Jahrhundert ging die Population stark zurück. Dank der Bemühungen engagierter Züchter, insbesondere Ferdinando Delor, wurde die Rasse im 20. Jahrhundert gerettet. 1949 wurde die Società Amatori Bracco Italiano gegründet. Die FCI erkannte die Rasse als Nr. 202. In den letzten Jahren hat der Bracco international an Beliebtheit gewonnen.
Kosten im Überblick
| Futter | 60,00 €/Monat |
| Versicherung | 35,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 25,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 20,00 €/Monat |
| Gesamt | 150,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.800,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Bracco Italiano
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Bracco Italiano-Besitzer empfehlenswert. Als großer, kräftiger Hund kann der Bracco unbeabsichtigt Schäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für alle Hunde ohnehin Pflicht. Eine ausreichende Deckungssumme schützt vor finanziellen Folgen. Die geringen monatlichen Kosten stehen in keinem Verhältnis zum potenziellen Risiko.
Häufige Fragen zum Bracco Italiano
Ist ein Bracco Italiano ein guter Familienhund?
Ja, der Bracco Italiano ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Bracco Italiano im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Bracco Italiano betragen durchschnittlich 150,00 €. Das umfasst Futter (60,00 €), Versicherung (35,00 €), Tierarzt (25,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (20,00 €).
Ist ein Bracco Italiano für Anfänger geeignet?
Der Bracco Italiano ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.
Wie viel Bewegung braucht ein Bracco Italiano?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Bracco Italiano braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.
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