Braque d'Auvergne
Der sanfte Aristokrat aus der vulkanischen Auvergne
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 180
- Herkunft
- Frankreich
- Größe
- 53–63 cm
- Gewicht
- 22–28 kg
- Lebenserwartung
- 12–14 Jahre
- Gruppe
- Vorstehhunde
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Die Braque d'Auvergne benötigt ein Haus mit großem Garten und Zugang zu weitläufigem Auslaufgelände. Für eine Stadtwohnung ist sie aufgrund ihres hohen Bewegungsbedarfs nicht geeignet. In ländlicher Umgebung, idealerweise mit jagdlicher Führung, fühlt sie sich am wohlsten. Ihr freundliches, ruhiges Wesen im Haus macht sie zu einem angenehmen Mitbewohner. Sie braucht engen Familienanschluss und leidet erheblich unter Isolation – die Braque d'Auvergne ist ein ausgesprochener Menschenhund. Witterungseinflüsse verträgt sie gut. Ihr moderates Bellverhalten erleichtert das Zusammenleben in ländlichen Wohngebieten.
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Die Braque d'Auvergne benötigt hochwertiges, proteinreiches Futter, das ihrem aktiven Lebensstil als Jagdhund angepasst ist. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind für erwachsene Hunde empfehlenswert, um das Risiko einer Magendrehung zu reduzieren. Die Futtermenge richtet sich nach Alter, Gewicht und Aktivitätsgrad. Hochwertiges Fleisch als Hauptbestandteil ist ideal. Omega-3-Fettsäuren unterstützen die Gesundheit von Haut und Fell. Gelenkunterstützende Nahrungsergänzungen können sinnvoll sein. Welpen benötigen spezielles Futter für kontrolliertes Wachstum. Leckerlis sollten in die Tagesration eingerechnet werden. Frisches Trinkwasser muss stets zur Verfügung stehen.
Gesundheit & Krankheiten
Die Braque d'Auvergne ist eine robuste, gesunde Rasse mit einer guten Lebenserwartung. Hüftgelenksdysplasie (HD) kommt vor und sollte bei Zuchttieren röntgenologisch untersucht werden. Ellenbogendysplasie ist ebenfalls möglich. Magendrehung kann bei tiefbrüstigen Hunden auftreten, weshalb die Fütterung auf mehrere Mahlzeiten verteilt werden sollte. Ohrenentzündungen sind durch die langen Hängeohren ein häufiges Problem und erfordern regelmäßige Kontrolle und Pflege. Progressive Retinaatrophie und andere Augenerkrankungen können gelegentlich vorkommen. Allergien treten vereinzelt auf. Regelmäßige tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen, aktueller Impfschutz und konsequente Parasitenprophylaxe sind selbstverständlich empfehlenswert.
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Die Braque d'Auvergne ist intelligent, kooperativ und ausgesprochen lernwillig, was die Erziehung auch für weniger erfahrene Hundehalter angenehm gestaltet. Positive Verstärkung ist die effektivste Trainingsmethode. Die sensible Braque reagiert empfindlich auf harte Korrekturen, die das Vertrauensverhältnis nachhaltig beschädigen können. Sanfte Konsequenz und Geduld sind der Schlüssel zum Erfolg. Frühe Sozialisierung festigt ihr freundliches Wesen. Der Besuch einer Hundeschule wird empfohlen. Feldarbeit und Nasenarbeit sollten in das Training einbezogen werden, um ihre natürlichen jagdlichen Anlagen zu fördern und den Jagdtrieb zu kanalisieren.
Geschichte & Herkunft
Die Braque d'Auvergne ist eine der ältesten französischen Vorstehhundrassen und stammt aus der gleichnamigen Bergregion im Zentralmassiv. Ihre Ursprünge reichen möglicherweise bis in die Zeit der Kreuzzüge zurück, als orientalische Jagdhunde mit einheimischen Vorstehhunden gekreuzt wurden. Über Jahrhunderte war sie der geschätzte Jagdbegleiter der Adelsfamilien der Auvergne, die sich auf die Jagd in den hügeligen, vulkanischen Landschaften spezialisiert hatte. Die Französische Revolution und die beiden Weltkriege bedrohten die Population, doch engagierte Züchter bewahrten die Rasse vor dem Aussterben. Die FCI erkannte die Braque d'Auvergne unter der Nummer 180 an. Heute ist sie außerhalb Frankreichs selten, wird aber von Kennern für ihre außergewöhnliche Kombination aus jagdlicher Leistung und sanftem Familiencharakter geschätzt.
Kosten im Überblick
| Futter | 50,00 €/Monat |
| Versicherung | 25,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 20,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 20,00 €/Monat |
| Gesamt | 125,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.500,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Braque d'Auvergne
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Besitzer einer Braque d'Auvergne empfehlenswert. Als mittelgroßer bis großer, aktiver Jagdhund kann die Braque in bestimmten Situationen Schäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für alle Hunde vorgeschrieben. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro bietet ausreichenden Schutz.
Häufige Fragen zum Braque d'Auvergne
Ist ein Braque d'Auvergne ein guter Familienhund?
Ja, der Braque d'Auvergne ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Braque d'Auvergne im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Braque d'Auvergne betragen durchschnittlich 125,00 €. Das umfasst Futter (50,00 €), Versicherung (25,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (20,00 €).
Ist ein Braque d'Auvergne für Anfänger geeignet?
Ja, der Braque d'Auvergne ist gut für Anfänger geeignet. Er ist lernwillig und verzeiht auch mal Erziehungsfehler.
Wie viel Bewegung braucht ein Braque d'Auvergne?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Braque d'Auvergne braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.
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