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Braque d'Auvergne

Der sanfte Aristokrat aus der vulkanischen Auvergne

Steckbrief

FCI-Nr.
180
Herkunft
Frankreich
Größe
5363 cm
Gewicht
2228 kg
Lebenserwartung
1214 Jahre
Gruppe
Vorstehhunde
Charakter
SanftAnhänglichIntelligentAusdauerndGehorsam
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Die Braque d'Auvergne ist ein eleganter französischer Vorstehhund aus dem vulkanischen Hochland der Auvergne im Zentralmassiv Frankreichs, der zu den ältesten und edelsten Jagdhundrassen Frankreichs zählt. Diese bemerkenswerte Rasse vereint eine außergewöhnliche jagdliche Leistungsfähigkeit mit einem sanften, menschenbezogenen Wesen und strahlt eine natürliche Würde aus, die jeden Hundekenner beeindruckt. Ihr charakteristisches schwarz-weißes Fellkleid mit der typischen Schimmelung verleiht ihr ein unverwechselbares, aristokratisches Erscheinungsbild. Mit einer Schulterhöhe von 53 bis 63 Zentimetern und einem Gewicht von 22 bis 28 Kilogramm ist die Braque d'Auvergne ein mittelgroßer bis großer, kräftig gebauter Vorstehhund mit einer athletischen, eleganten Silhouette. Ihr Fell ist kurz, dicht und glänzend, mit einer weißen Grundfarbe, die von schwarzer Schimmelung und Flecken durchzogen ist und ihr den charakteristischen blaugrau gefleckten Gesamteindruck verleiht. Der edle Kopf mit den sanften, dunklen Augen und den tief angesetzten, lang herabhängenden Ohren vermittelt einen freundlichen, aufmerksamen Ausdruck, der ihr sanftes Wesen widerspiegelt. Die kräftige, leicht gebogene Rute wird im Einsatz horizontal getragen. Charakterlich ist die Braque d'Auvergne ein außergewöhnlich sanfter, menschenbezogener Jagdhund, der sich durch eine tiefe emotionale Bindung an seine Familie auszeichnet. Im Gegensatz zu vielen anderen Jagdhundrassen zeigt sie eine bemerkenswerte Sensibilität und ein fast intuitives Verständnis für die Bedürfnisse ihrer Menschen. Ihre Intelligenz und Kooperationsbereitschaft machen sie zu einem leicht führbaren Jagdbegleiter und einem angenehmen Familienhund. Kinder begegnet sie mit außerordentlicher Geduld und Sanftheit. Gegenüber Artgenossen ist sie in der Regel verträglich und friedlich. Der Bewegungsbedarf ist hoch. Als ausdauernder Jagdhund benötigt die Braque d'Auvergne mindestens eineinhalb bis zwei Stunden Bewegung pro Tag, idealerweise in offenem Gelände, in dem sie ihre natürlichen Anlagen ausleben kann. Feldarbeit, Dummytraining, Mantrailing und Fährtenarbeit sind ideale Beschäftigungen, die sowohl ihren Körper als auch ihre hervorragende Nase fordern. Die Fellpflege ist unkompliziert. Das kurze, dichte Fell benötigt lediglich wöchentliches Bürsten. Die langen Ohren sollten regelmäßig kontrolliert werden, um Entzündungen vorzubeugen. Insgesamt ist die Braque d'Auvergne ein wunderbarer, sanfter Jagd- und Familienbegleiter für aktive Menschen, die einen eleganten, menschenbezogenen Hund mit großem Herzen suchen.

Haltung & Pflege

Haus mit Garten empfohlen
Kinderfreundlich

Die Braque d'Auvergne benötigt ein Haus mit großem Garten und Zugang zu weitläufigem Auslaufgelände. Für eine Stadtwohnung ist sie aufgrund ihres hohen Bewegungsbedarfs nicht geeignet. In ländlicher Umgebung, idealerweise mit jagdlicher Führung, fühlt sie sich am wohlsten. Ihr freundliches, ruhiges Wesen im Haus macht sie zu einem angenehmen Mitbewohner. Sie braucht engen Familienanschluss und leidet erheblich unter Isolation – die Braque d'Auvergne ist ein ausgesprochener Menschenhund. Witterungseinflüsse verträgt sie gut. Ihr moderates Bellverhalten erleichtert das Zusammenleben in ländlichen Wohngebieten.

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Ernährung

Die Braque d'Auvergne benötigt hochwertiges, proteinreiches Futter, das ihrem aktiven Lebensstil als Jagdhund angepasst ist. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind für erwachsene Hunde empfehlenswert, um das Risiko einer Magendrehung zu reduzieren. Die Futtermenge richtet sich nach Alter, Gewicht und Aktivitätsgrad. Hochwertiges Fleisch als Hauptbestandteil ist ideal. Omega-3-Fettsäuren unterstützen die Gesundheit von Haut und Fell. Gelenkunterstützende Nahrungsergänzungen können sinnvoll sein. Welpen benötigen spezielles Futter für kontrolliertes Wachstum. Leckerlis sollten in die Tagesration eingerechnet werden. Frisches Trinkwasser muss stets zur Verfügung stehen.

Gesundheit & Krankheiten

Die Braque d'Auvergne ist eine robuste, gesunde Rasse mit einer guten Lebenserwartung. Hüftgelenksdysplasie (HD) kommt vor und sollte bei Zuchttieren röntgenologisch untersucht werden. Ellenbogendysplasie ist ebenfalls möglich. Magendrehung kann bei tiefbrüstigen Hunden auftreten, weshalb die Fütterung auf mehrere Mahlzeiten verteilt werden sollte. Ohrenentzündungen sind durch die langen Hängeohren ein häufiges Problem und erfordern regelmäßige Kontrolle und Pflege. Progressive Retinaatrophie und andere Augenerkrankungen können gelegentlich vorkommen. Allergien treten vereinzelt auf. Regelmäßige tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen, aktueller Impfschutz und konsequente Parasitenprophylaxe sind selbstverständlich empfehlenswert.

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Erziehung

Die Braque d'Auvergne ist intelligent, kooperativ und ausgesprochen lernwillig, was die Erziehung auch für weniger erfahrene Hundehalter angenehm gestaltet. Positive Verstärkung ist die effektivste Trainingsmethode. Die sensible Braque reagiert empfindlich auf harte Korrekturen, die das Vertrauensverhältnis nachhaltig beschädigen können. Sanfte Konsequenz und Geduld sind der Schlüssel zum Erfolg. Frühe Sozialisierung festigt ihr freundliches Wesen. Der Besuch einer Hundeschule wird empfohlen. Feldarbeit und Nasenarbeit sollten in das Training einbezogen werden, um ihre natürlichen jagdlichen Anlagen zu fördern und den Jagdtrieb zu kanalisieren.

Geschichte & Herkunft

Die Braque d'Auvergne ist eine der ältesten französischen Vorstehhundrassen und stammt aus der gleichnamigen Bergregion im Zentralmassiv. Ihre Ursprünge reichen möglicherweise bis in die Zeit der Kreuzzüge zurück, als orientalische Jagdhunde mit einheimischen Vorstehhunden gekreuzt wurden. Über Jahrhunderte war sie der geschätzte Jagdbegleiter der Adelsfamilien der Auvergne, die sich auf die Jagd in den hügeligen, vulkanischen Landschaften spezialisiert hatte. Die Französische Revolution und die beiden Weltkriege bedrohten die Population, doch engagierte Züchter bewahrten die Rasse vor dem Aussterben. Die FCI erkannte die Braque d'Auvergne unter der Nummer 180 an. Heute ist sie außerhalb Frankreichs selten, wird aber von Kennern für ihre außergewöhnliche Kombination aus jagdlicher Leistung und sanftem Familiencharakter geschätzt.

Kosten im Überblick

Futter50,00 €/Monat
Versicherung25,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)20,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges20,00 €/Monat
Gesamt125,00 €/Monat
Jährlich1.500,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Braque d'Auvergne

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Besitzer einer Braque d'Auvergne empfehlenswert. Als mittelgroßer bis großer, aktiver Jagdhund kann die Braque in bestimmten Situationen Schäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für alle Hunde vorgeschrieben. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro bietet ausreichenden Schutz.

Häufige Fragen zum Braque d'Auvergne

Ist ein Braque d'Auvergne ein guter Familienhund?

Ja, der Braque d'Auvergne ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Braque d'Auvergne im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Braque d'Auvergne betragen durchschnittlich 125,00 €. Das umfasst Futter (50,00 €), Versicherung (25,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (20,00 €).

Ist ein Braque d'Auvergne für Anfänger geeignet?

Ja, der Braque d'Auvergne ist gut für Anfänger geeignet. Er ist lernwillig und verzeiht auch mal Erziehungsfehler.

Wie viel Bewegung braucht ein Braque d'Auvergne?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Braque d'Auvergne braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.

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