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Braque du Bourbonnais

Der sanftmütige Kurzschwanz-Pointer aus dem Herzen Frankreichs

Steckbrief

FCI-Nr.
179
Herkunft
Frankreich
Größe
4857 cm
Gewicht
1625 kg
Lebenserwartung
1315 Jahre
Gruppe
Vorstehhunde
Charakter
SanftmütigAnpassungsfähigIntelligentRuhigKooperativ
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Die Braque du Bourbonnais ist ein seltener französischer Vorstehhund aus der historischen Provinz Bourbonnais im Herzen Frankreichs, der sich durch seinen oft angeborenen Stummelschwanz und sein charakteristisch geflecktes Fell von allen anderen Vorstehhunden unterscheidet. Diese elegante, sanftmütige Rasse, die bereits in Renaissance-Texten des 16. Jahrhunderts lobend erwähnt wird, vereint eine natürliche jagdliche Begabung mit einem bemerkenswert ruhigen, häuslichen Wesen und gilt unter Kennern als einer der am leichtesten zu führenden Jagdhunde überhaupt. Mit einer Schulterhöhe von 48 bis 57 Zentimetern und einem Gewicht von 16 bis 25 Kilogramm ist die Braque du Bourbonnais ein mittelgroßer, kompakter Vorstehhund mit einem harmonischen, muskulösen Körperbau. Ihr auffälligstes äußeres Merkmal neben dem oft natürlich kurzen Schwanz ist das fein gefleckte Fell, das als „lilas" oder „Weinhefen" bezeichnet wird. Die Grundfarbe ist weiß, durchsetzt mit feiner brauner oder leberfarbener Tüpfelung, die dem Hund einen dezenten, weinrötlichen Gesamteindruck verleiht. Eine zweite Farbvariante zeigt ein ähnliches Muster in Weiß mit feinster schwarzer Tüpfelung. Der edle, birnenförmige Kopf mit den sanften, bernstein- bis haselnussbraunen Augen und den mittellangen Hängeohren vermittelt einen intelligenten, freundlichen Ausdruck. Charakterlich ist die Braque du Bourbonnais ein außergewöhnlich sanftmütiger, anpassungsfähiger Jagdhund, der sich durch eine bemerkenswerte Ruhe und Ausgeglichenheit auszeichnet. Im Haus ist sie unauffällig, ruhig und fast katzenhaft in ihrer Gelassenheit, während sie im Feld eine konzentrierte, methodische Arbeitsweise an den Tag legt. Ihre Kooperationsbereitschaft und natürliche Führigkeit machen sie zu einem idealen ersten Jagdhund für Anfänger. Seiner Familie gegenüber zeigt sie eine tiefe Zuneigung und Bindung, ohne dabei aufdringlich zu sein. Kinder behandelt sie mit außerordentlicher Sanftheit und Geduld. Der Bewegungsbedarf ist hoch. Als Jagdhund benötigt die Braque du Bourbonnais mindestens eineinhalb bis zwei Stunden Bewegung pro Tag. Feldarbeit, Dummytraining, Nasenarbeit und ausgiebige Spaziergänge in der Natur sind ideale Beschäftigungen. Im Haus ist sie erstaunlich ruhig und genügsam, vorausgesetzt, sie erhält ausreichend Auslauf. Die Fellpflege ist minimal. Das kurze, feine Fell benötigt lediglich gelegentliches Bürsten. Die Ohren sollten regelmäßig kontrolliert werden. Insgesamt ist die Braque du Bourbonnais ein wunderbarer, sanfter Jagd- und Familienbegleiter für aktive Menschen, die einen unkomplizierten, eleganten Hund mit natürlicher Jagdbegabung und einem Herzen aus Gold suchen.

Haltung & Pflege

Haus mit Garten empfohlen
Kinderfreundlich

Die Braque du Bourbonnais benötigt ein Haus mit Garten und Zugang zu weitläufigem Gelände. Für eine Stadtwohnung ist sie trotz ihrer Ruhe im Haus aufgrund ihres Bewegungsbedarfs wenig geeignet. In ländlicher Umgebung, idealerweise mit jagdlicher Führung, fühlt sie sich am wohlsten. Ihr ruhiges, unauffälliges Wesen im Haus macht sie zu einem angenehmen Mitbewohner. Sie braucht engen Familienanschluss und leidet unter Isolation. Witterungseinflüsse verträgt sie gut. Ihr sehr moderates Bellverhalten macht sie zu einem angenehmen Nachbarn auch in ländlichen Siedlungsgebieten.

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Ernährung

Die Braque du Bourbonnais benötigt hochwertiges, ausgewogenes Futter, das ihrem aktiven Jagdhundleben angepasst ist. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind für erwachsene Hunde empfehlenswert. Die Futtermenge richtet sich nach Alter, Gewicht und Aktivitätsgrad. Hochwertiges Fleisch als Hauptbestandteil ist ideal. Omega-3-Fettsäuren unterstützen Haut und Fell. Welpen benötigen spezielles Futter für kontrolliertes Wachstum. Leckerlis sollten in die Tagesration eingerechnet werden. Frisches Trinkwasser muss stets zur Verfügung stehen. Die Braque du Bourbonnais neigt nicht besonders zu Übergewicht, dennoch sollte die Figur regelmäßig kontrolliert werden.

Gesundheit & Krankheiten

Die Braque du Bourbonnais ist eine robuste, gesunde Rasse mit einer guten Lebenserwartung. Hüftgelenksdysplasie (HD) kommt vor und sollte bei Zuchttieren untersucht werden. Patellaluxation kann auftreten. Ektopische Ureteren sind in der Rasse beschrieben worden. Augenerkrankungen wie Entropium und progressive Retinaatrophie sind möglich. Ohrenentzündungen können durch die Hängeohren begünstigt werden und erfordern regelmäßige Kontrolle. Herzerkrankungen treten vereinzelt auf. Der natürlich kurze Schwanz verursacht in der Regel keine gesundheitlichen Probleme. Regelmäßige tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen, aktueller Impfschutz und konsequente Parasitenprophylaxe sind selbstverständlich empfehlenswert.

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Erziehung

Die Braque du Bourbonnais ist intelligent, kooperativ und ausgesprochen lernwillig, was die Erziehung erfreulich unkompliziert gestaltet. Sie gilt als einer der am leichtesten zu führenden Vorstehhunde. Positive Verstärkung ist die effektivste Trainingsmethode. Die sensible Braque reagiert empfindlich auf harte Korrekturen. Sanfte Konsequenz und Geduld sind der Schlüssel zum Erfolg. Frühe Sozialisierung festigt ihr ausgeglichenes Wesen. Der Besuch einer Hundeschule wird empfohlen. Feldarbeit und Nasenarbeit sollten in das Training einbezogen werden, um ihre natürlichen Anlagen zu fördern. Der Jagdtrieb sollte kontrolliert kanalisiert werden.

Geschichte & Herkunft

Die Braque du Bourbonnais ist eine der ältesten französischen Vorstehhundrassen und wird erstmals im 16. Jahrhundert in den Schriften des Naturhistorikers Aldrovandi erwähnt, der einen kurzschwänzigen Vorstehhund aus dem Bourbonnais beschrieb. Über Jahrhunderte war sie ein geschätzter Jagdbegleiter in Zentralfrankreich. Nach dem Ersten Weltkrieg ging die Population drastisch zurück, und strenge Zuchtstandards bezüglich des Stummelschwanzes und der Fellfarbe führten dazu, dass die Rasse um 1970 praktisch ausgestorben war. Michel Comte begann 1973 mit der mühsamen Wiederbelebung, indem er verbliebene typische Hunde in der Bourbonnais-Region aufspürte und ein neues Zuchtprogramm startete. Die FCI erkannte die Rasse unter der Nummer 179 an. Heute ist die Braque du Bourbonnais noch immer selten, gewinnt aber besonders in den USA an Beliebtheit.

Kosten im Überblick

Futter40,00 €/Monat
Versicherung22,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)18,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges18,00 €/Monat
Gesamt108,00 €/Monat
Jährlich1.296,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Braque du Bourbonnais

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Besitzer einer Braque du Bourbonnais empfehlenswert. Als mittelgroßer, aktiver Jagdhund kann die Braque in bestimmten Situationen Schäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für alle Hunde vorgeschrieben. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro bietet ausreichenden Schutz.

Häufige Fragen zum Braque du Bourbonnais

Ist ein Braque du Bourbonnais ein guter Familienhund?

Ja, der Braque du Bourbonnais ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Braque du Bourbonnais im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Braque du Bourbonnais betragen durchschnittlich 108,00 €. Das umfasst Futter (40,00 €), Versicherung (22,00 €), Tierarzt (18,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (18,00 €).

Ist ein Braque du Bourbonnais für Anfänger geeignet?

Ja, der Braque du Bourbonnais ist gut für Anfänger geeignet. Er ist lernwillig und verzeiht auch mal Erziehungsfehler.

Wie viel Bewegung braucht ein Braque du Bourbonnais?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Braque du Bourbonnais braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.

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