Braque Saint-Germain
Der aristokratische Pointer im leuchtenden Orange-Weiß aus königlichen Zwingern
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 115
- Herkunft
- Frankreich
- Größe
- 54–62 cm
- Gewicht
- 18–26 kg
- Lebenserwartung
- 12–14 Jahre
- Gruppe
- Vorstehhunde
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Die Braque Saint-Germain benötigt ein Haus mit großem Garten und Zugang zu weitläufigem Auslaufgelände. Für eine Stadtwohnung ist sie trotz ihrer Ruhe im Haus nicht geeignet. In ländlicher Umgebung, idealerweise mit jagdlicher Führung, fühlt sie sich am wohlsten. Ihr ruhiges, liebevolles Wesen im Haus macht sie zu einem angenehmen Mitbewohner. Sie braucht engen Familienanschluss und leidet unter Isolation. Witterungseinflüsse verträgt sie mäßig – bei extremer Kälte sollte sie geschützt werden, da ihr kurzes Fell wenig Isolation bietet. Ihr moderates Bellverhalten erleichtert das Zusammenleben.
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Die Braque Saint-Germain benötigt hochwertiges, energiereiches Futter, das ihrem aktiven Lebensstil als schneller Jagdhund angepasst ist. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind für erwachsene Hunde empfehlenswert. Die Futtermenge richtet sich nach Alter, Gewicht und Aktivitätsgrad. Hochwertiges Fleisch als Hauptbestandteil ist ideal. Omega-3-Fettsäuren unterstützen Haut und Fell. Welpen benötigen spezielles Futter für kontrolliertes Wachstum. Leckerlis sollten in die Tagesration eingerechnet werden. Frisches Trinkwasser muss stets zur Verfügung stehen. Die Braque Saint-Germain sollte schlank gehalten werden, um ihre athletische Figur und Schnelligkeit zu bewahren.
Gesundheit & Krankheiten
Die Braque Saint-Germain ist eine robuste, gesunde Rasse. Hüftgelenksdysplasie (HD) kommt vor und sollte bei Zuchttieren röntgenologisch untersucht werden. Ellenbogendysplasie ist ebenfalls möglich. Ohrenentzündungen werden durch die Hängeohren begünstigt und erfordern regelmäßige Kontrolle. Progressive Retinaatrophie und andere Augenerkrankungen können gelegentlich auftreten. Allergien und Hautempfindlichkeit treten bei einzelnen Hunden auf. Magendrehung ist bei mittelgroßen, tiefbrüstigen Hunden ein mögliches Risiko. Aufgrund des kleinen Genpools sind Inzuchtprobleme ein potenzielles Thema in der Zucht. Regelmäßige tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen, aktueller Impfschutz und konsequente Parasitenprophylaxe sind selbstverständlich empfehlenswert.
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Die Braque Saint-Germain ist intelligent, kooperativ und lernwillig, was die Erziehung angenehm gestaltet. Positive Verstärkung ist die effektivste Trainingsmethode. Die sensible Braque reagiert ausgesprochen empfindlich auf raue Behandlung und kann durch harte Korrekturen nachhaltig verunsichert werden. Sanfte Konsequenz, Geduld und Lob sind der Schlüssel zum Erfolg. Frühe Sozialisierung ist empfehlenswert. Der Besuch einer Hundeschule wird empfohlen. Feldarbeit fördert ihre natürlichen jagdlichen Anlagen. Der Jagdtrieb, der stärker ausgeprägt ist als bei den meisten anderen Braques, sollte kontrolliert kanalisiert werden.
Geschichte & Herkunft
Die Braque Saint-Germain entstand um 1830 durch die Kreuzung eines English Pointers namens Stop mit einer französischen Braque-Hündin namens Miss in den königlichen Zwingern des Schlosses von Compiègne. Die daraus hervorgegangenen Nachkommen vereinigten die Schnelligkeit des Pointers mit der Sanftheit und Nasenleistung der französischen Braques und wurden schnell zu geschätzten Jagdhunden des Pariser Adels und der Jagdgesellschaften im Wald von Saint-Germain-en-Laye. Im Laufe des 19. Jahrhunderts erlangte die Rasse beträchtliche Popularität auf den französischen Jagdhundeausstellungen. Die beiden Weltkriege und die Konkurrenz durch importierte Rassen führten zu einem starken Rückgang. Die FCI erkannte die Rasse unter der Nummer 115 an. Heute ist die Braque Saint-Germain selbst in Frankreich selten und international kaum bekannt.
Kosten im Überblick
| Futter | 45,00 €/Monat |
| Versicherung | 25,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 20,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 20,00 €/Monat |
| Gesamt | 120,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.440,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Braque Saint-Germain
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Besitzer einer Braque Saint-Germain empfehlenswert. Als mittelgroßer, schneller Jagdhund kann die Braque in bestimmten Situationen Schäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für alle Hunde vorgeschrieben. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro bietet ausreichenden Schutz.
Häufige Fragen zum Braque Saint-Germain
Ist ein Braque Saint-Germain ein guter Familienhund?
Ja, der Braque Saint-Germain ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Braque Saint-Germain im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Braque Saint-Germain betragen durchschnittlich 120,00 €. Das umfasst Futter (45,00 €), Versicherung (25,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (20,00 €).
Ist ein Braque Saint-Germain für Anfänger geeignet?
Ja, der Braque Saint-Germain ist gut für Anfänger geeignet. Er ist lernwillig und verzeiht auch mal Erziehungsfehler.
Wie viel Bewegung braucht ein Braque Saint-Germain?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Braque Saint-Germain braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.
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