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Braque Saint-Germain

Der aristokratische Pointer im leuchtenden Orange-Weiß aus königlichen Zwingern

Steckbrief

FCI-Nr.
115
Herkunft
Frankreich
Größe
5462 cm
Gewicht
1826 kg
Lebenserwartung
1214 Jahre
Gruppe
Vorstehhunde
Charakter
ElegantSanftIntelligentArbeitsfreudigAnhänglich
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Die Braque Saint-Germain ist ein eleganter französischer Vorstehhund, der durch die Kreuzung von englischen Pointern mit französischen Braques entstand und die besten Eigenschaften beider Linien in sich vereint. Diese aristokratische Rasse, die ihren Namen vom königlichen Schloss Saint-Germain-en-Laye bei Paris erhielt, besticht durch ihre außergewöhnliche Eleganz, ihre Schnelligkeit im Feld und ihr sanftes, liebevolles Wesen im häuslichen Umfeld. Mit ihrem leuchtend orangefarben gefleckten Fell auf weißem Grund gehört sie zu den optisch ansprechendsten Vorstehhunden überhaupt. Mit einer Schulterhöhe von 54 bis 62 Zentimetern und einem Gewicht von 18 bis 26 Kilogramm ist die Braque Saint-Germain ein mittelgroßer, elegant gebauter Vorstehhund mit einer geschmeidigen, athletischen Silhouette, die an einen English Pointer erinnert, jedoch mit dem sanfteren, runderen Ausdruck der französischen Braques. Ihr Fell ist kurz, nicht übermäßig fein und liegt eng an. Die Farbe ist weiß mit orangefarbenen bis dunkel-fawnfarbenen Flecken – ein leuchtendes, warmes Farbkleid, das die Rasse unverwechselbar macht. Der edle Kopf mit den großen, sanften, goldgelben Augen und den mittellangen Hängeohren vermittelt einen freundlichen, intelligenten Ausdruck von besonderer Anmut. Charakterlich ist die Braque Saint-Germain ein wunderbar ausgeglichener Hund, der die Schnelligkeit und den Spurwillen des English Pointers mit der Sanftheit und Führigkeit der französischen Braques vereint. Im Feld arbeitet sie mit eleganter Geschwindigkeit und einem weiten Suchradius, zeigt dabei aber eine bemerkenswerte Kooperationsbereitschaft und bleibt stets im Kontakt mit ihrem Führer. Im Haus ist sie ruhig, liebevoll und fast zärtlich im Umgang mit ihrer Familie. Ihre Sensibilität macht sie zu einem einfühlsamen Begleiter, der die Stimmungen seiner Menschen intuitiv wahrnimmt. Kindern begegnet sie mit außerordentlicher Geduld und Sanftheit. Der Bewegungsbedarf ist hoch. Als schneller, ausdauernder Jagdhund benötigt die Braque Saint-Germain mindestens eineinhalb bis zwei Stunden intensive Bewegung pro Tag, idealerweise mit Gelegenheit zum freien Lauf in offenem Gelände. Feldarbeit, Dummytraining und Coursing bieten ideale Auslastung für diese schnelle, wendige Rasse. Geistige Stimulation durch Nasenarbeit ergänzt die körperliche Aktivität. Die Fellpflege ist minimal. Das kurze, anliegende Fell benötigt lediglich gelegentliches Bürsten. Die Ohren sollten regelmäßig auf Entzündungen kontrolliert werden. Insgesamt ist die Braque Saint-Germain ein wunderbarer, eleganter Jagd- und Familienbegleiter für aktive Hundeliebhaber, die einen schnellen, sanften Hund mit aristokratischem Flair und einem Herzen voller Wärme suchen.

Haltung & Pflege

Haus mit Garten empfohlen
Kinderfreundlich

Die Braque Saint-Germain benötigt ein Haus mit großem Garten und Zugang zu weitläufigem Auslaufgelände. Für eine Stadtwohnung ist sie trotz ihrer Ruhe im Haus nicht geeignet. In ländlicher Umgebung, idealerweise mit jagdlicher Führung, fühlt sie sich am wohlsten. Ihr ruhiges, liebevolles Wesen im Haus macht sie zu einem angenehmen Mitbewohner. Sie braucht engen Familienanschluss und leidet unter Isolation. Witterungseinflüsse verträgt sie mäßig – bei extremer Kälte sollte sie geschützt werden, da ihr kurzes Fell wenig Isolation bietet. Ihr moderates Bellverhalten erleichtert das Zusammenleben.

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Ernährung

Die Braque Saint-Germain benötigt hochwertiges, energiereiches Futter, das ihrem aktiven Lebensstil als schneller Jagdhund angepasst ist. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind für erwachsene Hunde empfehlenswert. Die Futtermenge richtet sich nach Alter, Gewicht und Aktivitätsgrad. Hochwertiges Fleisch als Hauptbestandteil ist ideal. Omega-3-Fettsäuren unterstützen Haut und Fell. Welpen benötigen spezielles Futter für kontrolliertes Wachstum. Leckerlis sollten in die Tagesration eingerechnet werden. Frisches Trinkwasser muss stets zur Verfügung stehen. Die Braque Saint-Germain sollte schlank gehalten werden, um ihre athletische Figur und Schnelligkeit zu bewahren.

Gesundheit & Krankheiten

Die Braque Saint-Germain ist eine robuste, gesunde Rasse. Hüftgelenksdysplasie (HD) kommt vor und sollte bei Zuchttieren röntgenologisch untersucht werden. Ellenbogendysplasie ist ebenfalls möglich. Ohrenentzündungen werden durch die Hängeohren begünstigt und erfordern regelmäßige Kontrolle. Progressive Retinaatrophie und andere Augenerkrankungen können gelegentlich auftreten. Allergien und Hautempfindlichkeit treten bei einzelnen Hunden auf. Magendrehung ist bei mittelgroßen, tiefbrüstigen Hunden ein mögliches Risiko. Aufgrund des kleinen Genpools sind Inzuchtprobleme ein potenzielles Thema in der Zucht. Regelmäßige tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen, aktueller Impfschutz und konsequente Parasitenprophylaxe sind selbstverständlich empfehlenswert.

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Erziehung

Die Braque Saint-Germain ist intelligent, kooperativ und lernwillig, was die Erziehung angenehm gestaltet. Positive Verstärkung ist die effektivste Trainingsmethode. Die sensible Braque reagiert ausgesprochen empfindlich auf raue Behandlung und kann durch harte Korrekturen nachhaltig verunsichert werden. Sanfte Konsequenz, Geduld und Lob sind der Schlüssel zum Erfolg. Frühe Sozialisierung ist empfehlenswert. Der Besuch einer Hundeschule wird empfohlen. Feldarbeit fördert ihre natürlichen jagdlichen Anlagen. Der Jagdtrieb, der stärker ausgeprägt ist als bei den meisten anderen Braques, sollte kontrolliert kanalisiert werden.

Geschichte & Herkunft

Die Braque Saint-Germain entstand um 1830 durch die Kreuzung eines English Pointers namens Stop mit einer französischen Braque-Hündin namens Miss in den königlichen Zwingern des Schlosses von Compiègne. Die daraus hervorgegangenen Nachkommen vereinigten die Schnelligkeit des Pointers mit der Sanftheit und Nasenleistung der französischen Braques und wurden schnell zu geschätzten Jagdhunden des Pariser Adels und der Jagdgesellschaften im Wald von Saint-Germain-en-Laye. Im Laufe des 19. Jahrhunderts erlangte die Rasse beträchtliche Popularität auf den französischen Jagdhundeausstellungen. Die beiden Weltkriege und die Konkurrenz durch importierte Rassen führten zu einem starken Rückgang. Die FCI erkannte die Rasse unter der Nummer 115 an. Heute ist die Braque Saint-Germain selbst in Frankreich selten und international kaum bekannt.

Kosten im Überblick

Futter45,00 €/Monat
Versicherung25,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)20,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges20,00 €/Monat
Gesamt120,00 €/Monat
Jährlich1.440,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Braque Saint-Germain

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Besitzer einer Braque Saint-Germain empfehlenswert. Als mittelgroßer, schneller Jagdhund kann die Braque in bestimmten Situationen Schäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für alle Hunde vorgeschrieben. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro bietet ausreichenden Schutz.

Häufige Fragen zum Braque Saint-Germain

Ist ein Braque Saint-Germain ein guter Familienhund?

Ja, der Braque Saint-Germain ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Braque Saint-Germain im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Braque Saint-Germain betragen durchschnittlich 120,00 €. Das umfasst Futter (45,00 €), Versicherung (25,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (20,00 €).

Ist ein Braque Saint-Germain für Anfänger geeignet?

Ja, der Braque Saint-Germain ist gut für Anfänger geeignet. Er ist lernwillig und verzeiht auch mal Erziehungsfehler.

Wie viel Bewegung braucht ein Braque Saint-Germain?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Braque Saint-Germain braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.

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