Bull Terrier
Der einzigartige Clown mit dem eiförmigen Kopf
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 11
- Herkunft
- Großbritannien
- Größe
- 45–55 cm
- Gewicht
- 22–32 kg
- Lebenserwartung
- 11–14 Jahre
- Gruppe
- Terrier
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Bull Terrier braucht ein Zuhause mit ausreichend Platz und einem sicher eingezäunten Garten. Mindestens eineinhalb bis zwei Stunden Bewegung und Beschäftigung pro Tag sind notwendig. Der Bull Terrier ist ein ausgesprochener Familienhund, der den engen Kontakt zu seinen Menschen braucht. Längeres Alleinsein verträgt er schlecht und kann zu destruktivem Verhalten führen. In Deutschland wird der Bull Terrier in einigen Bundesländern als Listenhund geführt, was besondere Haltungsauflagen mit sich bringt. Eine Sachkundeprüfung und ein Wesenstest können erforderlich sein. Bei extremer Kälte braucht der Bull Terrier aufgrund seines kurzen Fells Schutz. Hundesport und Intelligenzspielzeug helfen, ihn geistig und körperlich auszulasten.
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Jetzt vergleichenErnährung
Der Bull Terrier benötigt hochwertiges Futter mit gutem Proteinanteil. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind für erwachsene Hunde empfehlenswert. Die Futtermenge muss sorgfältig kontrolliert werden, da der Bull Terrier zu Übergewicht neigt. Futter mit moderatem Fettgehalt und hochwertigem Fleischanteil ist ideal. Bei Hautproblemen oder Allergien kann hypoallergenes Futter oder eine Ausschlussdiät notwendig sein – weiße Bull Terrier sind besonders anfällig. Omega-Fettsäuren unterstützen die Hautgesundheit. Bei Nierenproblemen kann eine angepasste Diät erforderlich sein. Leckerlis sollten in Maßen gegeben und von der Tagesration abgezogen werden. Frisches Wasser muss immer bereitstehen.
Gesundheit & Krankheiten
Der Bull Terrier hat einige rassetypische Gesundheitsaspekte. Bei weißen Bull Terriern ist Taubheit ein bekanntes Problem – bis zu 20 Prozent können taub geboren werden. Nierenerkrankungen, insbesondere die erbliche Nephritis, treten in einigen Linien auf. Herzprobleme wie Mitral- und Aortenklappenstenose kommen vor. Patellaluxation ist möglich. Hautprobleme und Allergien, besonders bei weißen Exemplaren, sind häufig. Polyzystische Nierenerkrankung (PKD) kann auftreten. Letale Akrodermatitis ist eine seltene, aber schwere Erbkrankheit. Linsenluxation ist eine weitere mögliche Augenerkrankung. Zwangsverhalten wie Schwanzjagen kann bei einigen Hunden auftreten und sollte frühzeitig behandelt werden. Verantwortungsvolle Züchter testen auf bekannte Erbkrankheiten und führen Hör- sowie Herzuntersuchungen durch.
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Tarife vergleichenErziehung
Die Erziehung des Bull Terriers ist eine Herausforderung, die Erfahrung, Humor und viel Geduld erfordert. Der Bull Terrier ist intelligent, aber extrem eigensinnig und hat seinen ganz eigenen Kopf. Positive Verstärkung ist ein Muss – harte Methoden führen zu Sturheit und Verweigerung. Kurze, abwechslungsreiche Trainingseinheiten funktionieren am besten, da der Bull Terrier sich schnell langweilt. Frühe Sozialisierung ist entscheidend, besonders die Hundeverträglichkeit muss intensiv trainiert werden. Eine Hundeschule mit Erfahrung bei dieser Rasse ist dringend empfohlen. Der Bull Terrier braucht klare Grenzen, die konsequent aber liebevoll durchgesetzt werden. Mit dem richtigen Training wird der Bull Terrier zu einem wunderbar kooperativen Begleiter.
Geschichte & Herkunft
Der Bull Terrier wurde in den 1830er Jahren von James Hinks in Birmingham aus Kreuzungen von Bulldoggen, dem alten Englischen Terrier und dem Dalmatiner entwickelt. Hinks' Ziel war ein eleganter, weißer Hund, der als „White Cavalier" bekannt wurde. Die ersten Bull Terrier waren alle weiß – farbige Varianten wurden erst später eingeführt, um gesundheitliche Probleme der reinweißen Zucht zu reduzieren. Im viktorianischen England war der Bull Terrier ein modischer Begleithund der Mittelschicht. Der erste Bull Terrier wurde 1862 auf einer Hundeausstellung gezeigt. Der charakteristische eiförmige Kopf entwickelte sich erst im 20. Jahrhundert durch selektive Zucht. In Deutschland unterliegt der Bull Terrier in mehreren Bundesländern rassesspezifischen Regelungen.
Kosten im Überblick
| Futter | 50,00 €/Monat |
| Versicherung | 60,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 30,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 15,00 €/Monat |
| Sonstiges | 25,00 €/Monat |
| Gesamt | 180,00 €/Monat |
| Jährlich | 2.160,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Bull Terrier
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Bull-Terrier-Besitzer in Deutschland in den meisten Bundesländern gesetzlich vorgeschrieben. Als Listenhund unterliegt der Bull Terrier besonderen Haltungsauflagen, zu denen eine Haftpflichtversicherung gehört. Eine Deckungssumme von mindestens zehn Millionen Euro ist empfehlenswert. Die Versicherungskosten sind für Listenhunde höher als für nicht gelistete Rassen. Prüfen Sie vor der Anschaffung die geltenden Vorschriften in Ihrem Bundesland.
Häufige Fragen zum Bull Terrier
Ist ein Bull Terrier ein guter Familienhund?
Ja, der Bull Terrier ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Bull Terrier im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Bull Terrier betragen durchschnittlich 180,00 €. Das umfasst Futter (50,00 €), Versicherung (60,00 €), Tierarzt (30,00 €), Steuer (15,00 €) und Sonstiges (25,00 €).
Ist ein Bull Terrier für Anfänger geeignet?
Der Bull Terrier ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.
Wie viel Bewegung braucht ein Bull Terrier?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Bull Terrier braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.
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