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Castro Laboreiro

Der urtümliche Bergwächter aus Portugals wildem Norden

Steckbrief

FCI-Nr.
170
Herkunft
Portugal
Größe
5564 cm
Gewicht
2540 kg
Lebenserwartung
1114 Jahre
Gruppe
Molosser und Sennenhunde
Charakter
WachsamMutigLoyalSelbstständigRuhig
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Der Castro Laboreiro, offiziell Cão de Castro Laboreiro, ist eine seltene und urtümliche portugiesische Hunderasse, die ihren Namen von dem abgelegenen Bergdorf Castro Laboreiro im Nordwesten Portugals nahe der spanischen Grenze trägt. Dieser robuste Berghund hat sich über Jahrhunderte in der rauen, gebirgigen Landschaft des Peneda-Gerês-Nationalparks als Herdenschutzhund und Wächter bewährt und zeichnet sich durch ein einzigartiges, aufsteigendes Bellen aus, das in der Region seit Generationen als unverwechselbares Erkennungsmerkmal gilt. Mit einer Schulterhöhe von 55 bis 64 Zentimetern und einem Gewicht von 25 bis 40 Kilogramm ist der Castro Laboreiro ein mittelgroßer bis großer, kräftig gebauter Hund. Sein Körper ist muskulös, gut proportioniert und von einer natürlichen Eleganz geprägt. Das dichte, derbe Fell ist kurz bis mittellang und schützt ihn hervorragend vor den rauen Wetterbedingungen seiner bergigen Heimat. Die typische Fellfarbe ist ein charakteristisches Wolfsgrau mit verschiedenen Schattierungen, das ihm ein wildes, urtümliches Aussehen verleiht. Der Kopf ist lupoid mit einem leicht konvergierenden Profil der Schädel- und Nasenlinien. Der Charakter des Castro Laboreiro ist von einer bemerkenswerten Mischung aus Wachsamkeit, Mut und Gelassenheit geprägt. Er ist ein natürlicher Wächter, der sein Territorium und seine Familie mit ruhiger Entschlossenheit beschützt, ohne dabei unnötig aggressiv zu sein. Seine berühmte Stimme, die von einem tiefen Grollen zu einem hohen Heulen aufsteigt, ist ein wirksames Abschreckungsmittel gegen Eindringlinge. Innerhalb der Familie zeigt er eine tiefe Verbundenheit und ist besonders Kindern gegenüber sanft und geduldig. Der Bewegungsbedarf ist moderat. Tägliche ausgedehnte Spaziergänge in der Natur und die Möglichkeit, sich auf einem großen Grundstück frei zu bewegen, entsprechen seinem natürlichen Rhythmus. Als Berghund schätzt er abwechslungsreiches Gelände und liebt es, durch Wald und Wiesen zu streifen. Die Pflege des dichten, wetterfesten Fells ist vergleichsweise unkompliziert. Wöchentliches Bürsten genügt, während des Fellwechsels ist häufigere Pflege empfehlenswert. Insgesamt ist der Castro Laboreiro ein außergewöhnlicher, urtümlicher Hund für erfahrene Halter, die einen ruhigen, verlässlichen Wächter mit einer faszinierenden Geschichte und einem einzigartigen Charakter schätzen.

Haltung & Pflege

Haus mit Garten empfohlen
Kinderfreundlich

Der Castro Laboreiro ist für das Landleben mit großem Grundstück geschaffen und nicht für die Wohnungshaltung geeignet. Er braucht ein sicher eingezäuntes Areal, das er als sein Territorium bewachen kann. Tägliche Spaziergänge in der Natur sind unverzichtbar. Seine berühmte, weittragende Stimme kann in dicht besiedelten Gebieten zu Problemen führen. Kälte und raues Wetter verträgt er dank seines dichten Fells hervorragend. Er braucht Familienanschluss und sollte nicht dauerhaft isoliert gehalten werden. In der Mehrhundehaltung kann er sich gut einfügen, wenn die Vergesellschaftung sorgfältig erfolgt.

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Ernährung

Der Castro Laboreiro benötigt hochwertiges, proteinreiches Futter, das seiner aktiven Lebensweise in ländlicher Umgebung angepasst ist. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind für erwachsene Hunde empfehlenswert. Die Futtermenge richtet sich nach Alter, Gewicht und Aktivitätsgrad. Dieser robuste Berghund verwertet Futter effizient und neigt bei zu reichhaltiger Ernährung zu Übergewicht. Eine ausgewogene Ernährung mit hochwertigem tierischem Protein und angemessenem Fettgehalt ist ideal. Gelenkunterstützende Nährstoffe können bei größeren Exemplaren sinnvoll sein. Frisches Trinkwasser muss stets verfügbar sein.

Gesundheit & Krankheiten

Der Castro Laboreiro ist eine äußerst robuste, naturbelassene Rasse, die durch die harten Lebensbedingungen in den portugiesischen Bergen über Jahrhunderte natürlich selektiert wurde. Hüftgelenksdysplasie (HD) kann bei größeren Exemplaren auftreten und sollte bei Zuchttieren überprüft werden. Ansonsten sind rassetypische Erkrankungen selten. Die Augen sollten regelmäßig kontrolliert werden. Aufgrund der extremen Seltenheit der Rasse ist der Genpool begrenzt, weshalb verantwortungsvolle Zucht besonders wichtig ist. Inzucht sollte strikt vermieden werden. Regelmäßige tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen, aktueller Impfschutz und Parasitenprophylaxe sind selbstverständlich empfehlenswert.

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Erziehung

Der Castro Laboreiro ist ein intelligenter, eigenständig denkender Hund, dessen Erziehung Erfahrung und Einfühlungsvermögen erfordert. Als traditioneller Herdenschutzhund trifft er gerne eigene Entscheidungen und kann als stur wahrgenommen werden. Eine ruhige, konsequente Führung mit positiver Verstärkung ist die effektivste Methode. Harte Erziehungsmethoden sind bei dieser sensiblen Rasse fehl am Platz. Frühe und gründliche Sozialisierung ist unverzichtbar, um eine übertriebene Schärfe gegenüber Fremden und anderen Tieren zu vermeiden. Der Rückruf sollte intensiv trainiert werden. Die enge Bindung an seinen Halter erleichtert die Erziehung grundlegend.

Geschichte & Herkunft

Der Castro Laboreiro ist eine der ältesten portugiesischen Hunderassen und stammt aus dem abgelegenen Bergdorf Castro Laboreiro in der Gemeinde Melgaço im äußersten Nordwesten Portugals. Seit Jahrhunderten begleitete er die Hirten der Region, die ihre Herden im Sommer in die Berge und im Winter in die Täler trieben. Er bewachte das Vieh gegen Wölfe und Bären und beschützte die Höfe der Bauern. Die Isolation des Dorfes trug zur Reinerhaltung der Rasse bei. Im 20. Jahrhundert ging die Population durch Urbanisierung und den Rückgang der Wanderweidewirtschaft stark zurück. Die FCI erkannte die Rasse 1935 unter der Nummer 170 an. Heute gehört der Castro Laboreiro zu den seltensten europäischen Hunderassen.

Kosten im Überblick

Futter50,00 €/Monat
Versicherung35,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)25,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges15,00 €/Monat
Gesamt135,00 €/Monat
Jährlich1.620,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Castro Laboreiro

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Castro-Laboreiro-Besitzer empfehlenswert. Als mittelgroßer bis großer Wachhund mit ausgeprägtem Territorialverhalten kann er in bestimmten Situationen ein Schadenspotenzial darstellen. In mehreren deutschen Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für alle Hunde vorgeschrieben. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro ist ratsam.

Häufige Fragen zum Castro Laboreiro

Ist ein Castro Laboreiro ein guter Familienhund?

Ja, der Castro Laboreiro ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Castro Laboreiro im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Castro Laboreiro betragen durchschnittlich 135,00 €. Das umfasst Futter (50,00 €), Versicherung (35,00 €), Tierarzt (25,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (15,00 €).

Ist ein Castro Laboreiro für Anfänger geeignet?

Der Castro Laboreiro ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.

Wie viel Bewegung braucht ein Castro Laboreiro?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 3/5. Moderate Bewegung von 1-2 Stunden täglich ist empfehlenswert.

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