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Catalburun

Der Gabelnasenhund aus der Türkei mit dem einzigartigen Riechorgan

Steckbrief

Herkunft
Türkei
Größe
4560 cm
Gewicht
1525 kg
Lebenserwartung
1215 Jahre
Gruppe
Nicht FCI-anerkannt
Charakter
RuhigLoyalAusdauerndKonzentriertSanftmütig
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Der Catalburun ist eine der seltensten und außergewöhnlichsten Hunderassen der Welt und stammt aus der Region Tarsus in der südtürkischen Provinz Mersin. Sein Name bedeutet auf Türkisch wörtlich „Gabelnase" und beschreibt sein auffälligstes Merkmal: eine gespaltene oder gegabelte Nase, die ihn zu einer von nur drei Hunderassen weltweit macht, die dieses einzigartige anatomische Merkmal aufweisen. Neben dem Catalburun teilen nur der Pachón Navarro aus Spanien und der Andean Tiger Hound diese Besonderheit. Diese gespaltene Nase verleiht dem Catalburun nach Ansicht vieler Jäger einen überdurchschnittlich feinen Geruchssinn, was ihn zu einem außergewöhnlichen Vorstehhund für die Rebhuhnjagd macht. Mit einer Schulterhöhe von 45 bis 60 Zentimetern und einem Gewicht von 15 bis 25 Kilogramm ist der Catalburun ein mittelgroßer, athletisch gebauter Hund mit einem eleganten, aber kräftigen Körper. Sein kurzes, dichtes Fell ist überwiegend weiß mit braunen oder leberfarbenen Flecken und Platten. Der Kopf ist breit und edel geformt, wobei die gespaltene Nase mit der deutlich sichtbaren Furche in der Nasenmitte das sofort erkennbare Rassemerkmal darstellt. Die großen, hängenden Ohren rahmen das ausdrucksstarke Gesicht mit den warmen, dunklen Augen ein und verstärken den sanftmütigen Gesamteindruck. Charakterlich ist der Catalburun ein ruhiger, konzentrierter Jagdhund mit einer bemerkenswerten Arbeitsethik und einer tiefen Bindung an seinen Besitzer. Im Feld arbeitet er methodisch und ausdauernd, zeigt einen sicheren Vorsteh und bleibt auch über Stunden hinweg konzentriert und zuverlässig. Im häuslichen Umfeld verwandelt er sich in einen sanften, anhänglichen Familienhund, der die Nähe seiner Menschen sucht und mit Kindern geduldig und liebevoll umgeht. Gegenüber Fremden ist er freundlich-zurückhaltend, zeigt aber keine Aggression oder übertriebene Scheu. Der Bewegungsbedarf ist hoch. Als aktiver Jagdhund benötigt der Catalburun täglich mindestens anderthalb bis zwei Stunden intensive Bewegung und Beschäftigung. Nasenarbeit, Fährtensuche und Apportierübungen entsprechen seinem natürlichen Arbeitstrieb und bieten ideale Auslastung. Freier Auslauf in sicherem Gelände ist ideal. Die Fellpflege ist minimal. Das kurze, dichte Fell benötigt nur gelegentliches Bürsten und ist pflegeleicht. Insgesamt ist der Catalburun ein einzigartiger, sanftmütiger Jagdhund für erfahrene Hundehalter, die seine Seltenheit zu schätzen wissen und ihm eine artgerechte, aktive Lebensweise bieten können.

Haltung & Pflege

Haus mit Garten empfohlen
Kinderfreundlich

Der Catalburun benötigt ein Haus mit großem Garten oder idealerweise Zugang zu weitläufigem Gelände. Eine städtische Wohnungshaltung ist nicht artgerecht. Der Garten sollte sicher eingezäunt sein, da der Jagdtrieb den Hund zum Stöbern verleiten kann. Er verträgt verschiedene Klimabedingungen, bevorzugt aber das warme, mediterrane Klima seiner Heimat. Er braucht engen Familienanschluss und ist kein reiner Zwingerhund. Jagdliche Beschäftigung oder ein Ersatzprogramm aus Nasenarbeit und Fährtensuche ist für seine Zufriedenheit essenziell. In ländlicher Umgebung mit Zugang zur Natur fühlt er sich am wohlsten.

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Ernährung

Der Catalburun benötigt hochwertiges, proteinreiches Futter, das seinem aktiven Lebensstil als Jagdhund entspricht. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind für erwachsene Hunde empfehlenswert. Die Futtermenge richtet sich nach Alter, Gewicht und Aktivitätsgrad, wobei jagdlich geführte Hunde einen erhöhten Energiebedarf haben. Hochwertiges tierisches Protein als Hauptbestandteil ist ideal. Omega-3-Fettsäuren unterstützen die Haut- und Fellgesundheit. Leckerlis sollten in die Tagesration eingerechnet werden. Frisches Trinkwasser muss stets zur Verfügung stehen. Übergewicht sollte vermieden werden, da es die Jagdleistung und die Gelenkgesundheit beeinträchtigt.

Gesundheit & Krankheiten

Der Catalburun ist grundsätzlich eine robuste Rasse, jedoch hat die extrem kleine Population und die damit verbundene Inzucht zu einer eingeschränkten genetischen Vielfalt geführt. Hüftgelenksdysplasie (HD) kann auftreten. Ohrinfektionen sind bei hängohrigen Jagdhunden möglich. Augenerkrankungen wie Entropium kommen gelegentlich vor. Die gespaltene Nase selbst verursacht keine gesundheitlichen Probleme. Allergien und Hautempfindlichkeiten können auftreten. Die Lebenserwartung liegt bei 12 bis 15 Jahren. Verantwortungsvolle Zucht mit genetischen Tests ist angesichts der kleinen Population besonders wichtig. Regelmäßige tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen und konsequente Parasitenprophylaxe sind empfehlenswert.

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Erziehung

Der Catalburun ist ein kooperativer, lernwilliger Hund, der sich bei konsequenter, freundlicher Führung gut erziehen lässt. Positive Verstärkung ist die bevorzugte Methode. Seine natürliche Arbeitsbereitschaft und sein Wille, seinem Besitzer zu gefallen, erleichtern das Training. Frühe Sozialisierung ist wichtig, um einen ausgeglichenen, selbstsicheren Hund zu erziehen. Die jagdliche Ausbildung sollte frühzeitig beginnen, um seine natürlichen Anlagen optimal zu fördern. Der Rückruf muss besonders gründlich trainiert werden, da der Jagdtrieb im Freilauf dominieren kann. Geduld und Konsequenz führen zu den besten Ergebnissen.

Geschichte & Herkunft

Der Catalburun hat seinen Ursprung in der Stadt Tarsus in der südtürkischen Provinz Mersin, wo er seit Jahrhunderten als spezialisierter Vorstehhund für die Rebhuhnjagd gezüchtet wird. Die gespaltene Nase, sein markantestes Merkmal, ist das Ergebnis einer genetischen Besonderheit, die in der isolierten Zuchtpopulation der Region erhalten blieb. Außerhalb der Türkei ist die Rasse nahezu unbekannt und selbst in der Türkei gehört der Catalburun zu den seltensten Hunden. Die Gesamtpopulation wird auf weniger als 200 reinrassige Exemplare geschätzt, die fast ausschließlich in der Provinz Mersin leben. Bemühungen zur Erhaltung der Rasse haben in den letzten Jahren zugenommen, doch der Catalburun bleibt eine der am stärksten gefährdeten Hunderassen der Welt. Eine Anerkennung durch die FCI besteht nicht.

Kosten im Überblick

Futter40,00 €/Monat
Versicherung25,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)20,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges20,00 €/Monat
Gesamt115,00 €/Monat
Jährlich1.380,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Catalburun

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Catalburun-Besitzer empfehlenswert. Als aktiver Jagdhund kann er in bestimmten Situationen Schäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für alle Hunde vorgeschrieben. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro bietet ausreichenden Schutz.

Häufige Fragen zum Catalburun

Ist ein Catalburun ein guter Familienhund?

Ja, der Catalburun ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Catalburun im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Catalburun betragen durchschnittlich 115,00 €. Das umfasst Futter (40,00 €), Versicherung (25,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (20,00 €).

Ist ein Catalburun für Anfänger geeignet?

Der Catalburun ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.

Wie viel Bewegung braucht ein Catalburun?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Catalburun braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.

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