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Collie (Langhaar)

Der elegante Lassie-Hund mit dem sanften Wesen

Steckbrief

FCI-Nr.
156
Herkunft
Großbritannien (Schottland)
Größe
5161 cm
Gewicht
1830 kg
Lebenserwartung
1214 Jahre
Gruppe
Hütehunde und Treibhunde
Charakter
SanftIntelligentTreuSensibelElegant
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Der Langhaarcollie ist dank „Lassie" wohl der berühmteste Hund der Filmgeschichte. Mit seinem majestätischen Fell, seiner eleganten Erscheinung und seinem sanften Wesen hat er Generationen von Kindern und Erwachsenen begeistert. Doch der Collie ist weit mehr als ein Hollywood-Star – er ist ein intelligenter, feinfühliger Hund mit einem wunderbaren Charakter. Rüden erreichen eine Schulterhöhe von 56 bis 61 Zentimetern und ein Gewicht von 20 bis 30 Kilogramm. Hündinnen sind mit 51 bis 56 Zentimetern und 18 bis 25 Kilogramm kleiner. Das prachtvolle, lange Fell kommt in drei Farben: Sable (Goldbraun mit Weiß), Tricolour (Schwarz mit Tan und Weiß) und Blue Merle (Silberblau mit Schwarz und Weiß). Die schmale, elegante Kopfform und der aufmerksame Ausdruck sind charakteristisch. Der Collie ist ein sanfter, sensibler Hund mit einer bemerkenswerten Intelligenz. Er lernt schnell, ist kooperativ und möchte seinen Menschen gefallen. Seine Sensibilität macht harte Erziehungsmethoden nicht nur überflüssig, sondern schädlich – ein Collie, der angeschrien wird, kann nachhaltig verunsichert werden. Positive Verstärkung ist beim Collie nicht nur empfehlenswert, sondern notwendig. Der Bewegungsbedarf des Collies ist moderat. Zwei ausgiebige Spaziergänge am Tag, ergänzt durch Spiel und Kopfarbeit, genügen ihm. Er ist kein extremer Sportler wie sein Verwandter, der Border Collie, sondern ein ausgeglichener Begleithund, der sowohl Aktivität als auch Ruhezeiten genießt. Der Collie ist ein hervorragender Familienhund, der besonders gut mit Kindern harmoniert. Sein Hüteinstinkt zeigt sich in einer beschützenden Art gegenüber den Kindern seiner Familie. Er ist wachsam und meldet Besucher zuverlässig, ist aber kein aggressiver Wachhund. Die Fellpflege ist beim Langhaarcollie aufwendig. Mindestens zwei- bis dreimal wöchentliches gründliches Bürsten ist Pflicht, während des Fellwechsels tägliches Bürsten. Der Collie haart stark, besonders beim zweimal jährlichen Fellwechsel. Wer einen eleganten, intelligenten und liebevollen Familienhund sucht, der kein Extremsportler sein muss, findet im Langhaarcollie einen wunderbaren Begleiter.

Haltung & Pflege

Haus mit Garten empfohlen
Kinderfreundlich

Der Langhaarcollie braucht ein Haus mit Garten, da er als großer Hund nicht ideal für eine Wohnung ist. Zwei ausgiebige Spaziergänge pro Tag genügen seinem moderaten Bewegungsbedarf. Er ist kein Extremsportler und passt gut zu aktiven, aber nicht übermäßig sportlichen Familien. Der Collie ist ein sozialer Hund, der die Nähe seiner Menschen braucht. Alleinbleiben sollte schrittweise geübt werden und vier bis fünf Stunden nicht überschreiten. Die Fellpflege erfordert regelmäßigen Aufwand und sollte bei der Zeitplanung berücksichtigt werden. Der Collie verträgt Kälte dank seines dichten Fells gut, bei Hitze sollte er geschont werden. Er eignet sich als Familienhund, Begleiter für Senioren und Anfängerhund.

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Ernährung

Der Langhaarcollie braucht hochwertiges Futter, das seinem moderaten Aktivitätslevel entspricht. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind ideal. Die Futtermenge muss individuell angepasst werden, um Über- oder Untergewicht zu vermeiden. Omega-3-Fettsäuren sind besonders wichtig für die Fellgesundheit. Hochwertiges Futter mit Fisch oder Lachsöl-Ergänzung fördert ein glänzendes, gesundes Fell. Bei MDR1-Gendefekt müssen bestimmte Nahrungsergänzungsmittel vermieden werden. Sensible Mägen kommen bei Collies vor – bei Verdauungsproblemen kann ein leicht verdauliches Futter helfen. Leckerlis sollten hochwertig und kalorienarm sein. Frisches Wasser muss stets verfügbar sein.

Gesundheit & Krankheiten

Der Langhaarcollie ist für einige erbliche Erkrankungen anfällig. Collie Eye Anomaly (CEA) ist eine angeborene Augenerkrankung – ein Gentest ist verfügbar und sollte bei allen Zuchttieren durchgeführt werden. Progressive Retinaatrophie (PRA) kann zur Erblindung führen. Der MDR1-Gendefekt verursacht Überempfindlichkeit gegen bestimmte Medikamente – ein Gentest ist dringend empfohlen. Dermatomyositis ist eine entzündliche Haut-Muskel-Erkrankung, die beim Collie häufiger vorkommt. Epilepsie tritt gelegentlich auf. Nasenerkrankungen (Collie Nose) durch Sonnenempfindlichkeit können vorkommen. Hüftgelenksdysplasie ist möglich, aber seltener als bei anderen Rassen gleicher Größe. Beim Kauf auf einen Züchter mit vollständigen Gentests achten.

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Erziehung

Der Langhaarcollie ist ein dankbarer, kooperativer Erziehungspartner. Positive Verstärkung mit Lob, Spiel und Leckerlis ist die einzig richtige Methode. Der sensible Collie reagiert bereits auf sanftes Korrigieren – laute Stimmen oder harte Methoden verunsichern ihn nachhaltig. Frühe Sozialisierung ist wichtig, um Schüchternheit zu vermeiden. Der Collie kann zur Bellfreudigkeit neigen – frühzeitige Bellkontrolle ist empfehlenswert. Grundgehorsam lässt sich in der Regel unkompliziert aufbauen. Der Collie eignet sich gut für Anfänger, die sanft und konsequent erziehen. Hundesport wie Obedience oder Agility kann eine schöne Beschäftigung sein, ist aber kein Muss. Der Collie sollte nicht über- und nicht unterfordert werden.

Geschichte & Herkunft

Der Langhaarcollie stammt aus den schottischen Highlands, wo er als Hütehund für Schafe eingesetzt wurde. Der Name „Collie" könnte vom schottischen Wort für Kohle (schwarzgesichtige Schafe) oder vom gälischen Wort für nützlich stammen. Im 19. Jahrhundert entdeckte Königin Victoria den Collie bei einem Besuch in Balmoral und machte ihn zum Modehund. Der Show-Collie wurde immer eleganter und das Fell üppiger. Die Trennung zwischen Arbeits- und Showlinie begann. Der Roman „Lassie Come Home" von Eric Knight (1940) und die darauf basierenden Filme machten den Collie zum berühmtesten Hund der Welt. Die Beliebtheitswellen nach den Lassie-Filmen führten leider auch zu unkritischer Vermehrungszucht. Heute achten verantwortungsvolle Züchter verstärkt auf Gesundheit und Wesen.

Kosten im Überblick

Futter50,00 €/Monat
Versicherung30,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)25,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges20,00 €/Monat
Gesamt135,00 €/Monat
Jährlich1.620,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Collie (Langhaar)

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Collie-Besitzer empfehlenswert. Obwohl der Collie eine äußerst friedliche Rasse ist, kann er als mittelgroßer bis großer Hund in bestimmten Situationen unbeabsichtigt Schäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflicht für alle Hunde Pflicht. Die überschaubaren Beiträge bieten wichtigen finanziellen Schutz.

Häufige Fragen zum Collie (Langhaar)

Ist ein Collie (Langhaar) ein guter Familienhund?

Ja, der Collie (Langhaar) ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Collie (Langhaar) im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Collie (Langhaar) betragen durchschnittlich 135,00 €. Das umfasst Futter (50,00 €), Versicherung (30,00 €), Tierarzt (25,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (20,00 €).

Ist ein Collie (Langhaar) für Anfänger geeignet?

Ja, der Collie (Langhaar) ist gut für Anfänger geeignet. Er ist lernwillig und verzeiht auch mal Erziehungsfehler.

Wie viel Bewegung braucht ein Collie (Langhaar)?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 3/5. Moderate Bewegung von 1-2 Stunden täglich ist empfehlenswert.

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