Collie (Langhaar)
Der elegante Lassie-Hund mit dem sanften Wesen
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 156
- Herkunft
- Großbritannien (Schottland)
- Größe
- 51–61 cm
- Gewicht
- 18–30 kg
- Lebenserwartung
- 12–14 Jahre
- Gruppe
- Hütehunde und Treibhunde
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Langhaarcollie braucht ein Haus mit Garten, da er als großer Hund nicht ideal für eine Wohnung ist. Zwei ausgiebige Spaziergänge pro Tag genügen seinem moderaten Bewegungsbedarf. Er ist kein Extremsportler und passt gut zu aktiven, aber nicht übermäßig sportlichen Familien. Der Collie ist ein sozialer Hund, der die Nähe seiner Menschen braucht. Alleinbleiben sollte schrittweise geübt werden und vier bis fünf Stunden nicht überschreiten. Die Fellpflege erfordert regelmäßigen Aufwand und sollte bei der Zeitplanung berücksichtigt werden. Der Collie verträgt Kälte dank seines dichten Fells gut, bei Hitze sollte er geschont werden. Er eignet sich als Familienhund, Begleiter für Senioren und Anfängerhund.
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Jetzt vergleichenErnährung
Der Langhaarcollie braucht hochwertiges Futter, das seinem moderaten Aktivitätslevel entspricht. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind ideal. Die Futtermenge muss individuell angepasst werden, um Über- oder Untergewicht zu vermeiden. Omega-3-Fettsäuren sind besonders wichtig für die Fellgesundheit. Hochwertiges Futter mit Fisch oder Lachsöl-Ergänzung fördert ein glänzendes, gesundes Fell. Bei MDR1-Gendefekt müssen bestimmte Nahrungsergänzungsmittel vermieden werden. Sensible Mägen kommen bei Collies vor – bei Verdauungsproblemen kann ein leicht verdauliches Futter helfen. Leckerlis sollten hochwertig und kalorienarm sein. Frisches Wasser muss stets verfügbar sein.
Gesundheit & Krankheiten
Der Langhaarcollie ist für einige erbliche Erkrankungen anfällig. Collie Eye Anomaly (CEA) ist eine angeborene Augenerkrankung – ein Gentest ist verfügbar und sollte bei allen Zuchttieren durchgeführt werden. Progressive Retinaatrophie (PRA) kann zur Erblindung führen. Der MDR1-Gendefekt verursacht Überempfindlichkeit gegen bestimmte Medikamente – ein Gentest ist dringend empfohlen. Dermatomyositis ist eine entzündliche Haut-Muskel-Erkrankung, die beim Collie häufiger vorkommt. Epilepsie tritt gelegentlich auf. Nasenerkrankungen (Collie Nose) durch Sonnenempfindlichkeit können vorkommen. Hüftgelenksdysplasie ist möglich, aber seltener als bei anderen Rassen gleicher Größe. Beim Kauf auf einen Züchter mit vollständigen Gentests achten.
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Tarife vergleichenErziehung
Der Langhaarcollie ist ein dankbarer, kooperativer Erziehungspartner. Positive Verstärkung mit Lob, Spiel und Leckerlis ist die einzig richtige Methode. Der sensible Collie reagiert bereits auf sanftes Korrigieren – laute Stimmen oder harte Methoden verunsichern ihn nachhaltig. Frühe Sozialisierung ist wichtig, um Schüchternheit zu vermeiden. Der Collie kann zur Bellfreudigkeit neigen – frühzeitige Bellkontrolle ist empfehlenswert. Grundgehorsam lässt sich in der Regel unkompliziert aufbauen. Der Collie eignet sich gut für Anfänger, die sanft und konsequent erziehen. Hundesport wie Obedience oder Agility kann eine schöne Beschäftigung sein, ist aber kein Muss. Der Collie sollte nicht über- und nicht unterfordert werden.
Geschichte & Herkunft
Der Langhaarcollie stammt aus den schottischen Highlands, wo er als Hütehund für Schafe eingesetzt wurde. Der Name „Collie" könnte vom schottischen Wort für Kohle (schwarzgesichtige Schafe) oder vom gälischen Wort für nützlich stammen. Im 19. Jahrhundert entdeckte Königin Victoria den Collie bei einem Besuch in Balmoral und machte ihn zum Modehund. Der Show-Collie wurde immer eleganter und das Fell üppiger. Die Trennung zwischen Arbeits- und Showlinie begann. Der Roman „Lassie Come Home" von Eric Knight (1940) und die darauf basierenden Filme machten den Collie zum berühmtesten Hund der Welt. Die Beliebtheitswellen nach den Lassie-Filmen führten leider auch zu unkritischer Vermehrungszucht. Heute achten verantwortungsvolle Züchter verstärkt auf Gesundheit und Wesen.
Kosten im Überblick
| Futter | 50,00 €/Monat |
| Versicherung | 30,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 25,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 20,00 €/Monat |
| Gesamt | 135,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.620,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Collie (Langhaar)
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Collie-Besitzer empfehlenswert. Obwohl der Collie eine äußerst friedliche Rasse ist, kann er als mittelgroßer bis großer Hund in bestimmten Situationen unbeabsichtigt Schäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflicht für alle Hunde Pflicht. Die überschaubaren Beiträge bieten wichtigen finanziellen Schutz.
Häufige Fragen zum Collie (Langhaar)
Ist ein Collie (Langhaar) ein guter Familienhund?
Ja, der Collie (Langhaar) ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Collie (Langhaar) im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Collie (Langhaar) betragen durchschnittlich 135,00 €. Das umfasst Futter (50,00 €), Versicherung (30,00 €), Tierarzt (25,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (20,00 €).
Ist ein Collie (Langhaar) für Anfänger geeignet?
Ja, der Collie (Langhaar) ist gut für Anfänger geeignet. Er ist lernwillig und verzeiht auch mal Erziehungsfehler.
Wie viel Bewegung braucht ein Collie (Langhaar)?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 3/5. Moderate Bewegung von 1-2 Stunden täglich ist empfehlenswert.
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