Presa Canario (Dogo Canario)
Die imposante kanarische Dogge mit dem souveränen Charakter
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 346
- Herkunft
- Spanien (Kanarische Inseln)
- Größe
- 56–66 cm
- Gewicht
- 38–65 kg
- Lebenserwartung
- 9–11 Jahre
- Gruppe
- Molosser und Mastiff-artige Hunde
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Presa Canario benötigt ein Haus mit sicher eingezäuntem Garten. Eine Wohnungshaltung ist nicht geeignet. Der Zaun muss stabil und mindestens 1,80 Meter hoch sein. Tägliche Spaziergänge von mindestens einer Stunde sind erforderlich, wobei an belebten Orten ein Maulkorb getragen werden sollte. Er ist kein Hund für Hundeparks oder öffentliche Freilaufflächen. In vielen Bundesländern ist er als Listenhund eingestuft, was besondere Auflagen wie Wesenstest, Sachkundenachweis und Maulkorbpflicht nach sich zieht. Er sollte nicht über längere Zeiträume allein gelassen werden. Die Haltung mit anderen Hunden, insbesondere gleichen Geschlechts, kann problematisch sein.
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Der Presa Canario benötigt hochwertiges, proteinreiches Futter in Mengen, die seinem hohen Körpergewicht entsprechen. Zwei bis drei Mahlzeiten pro Tag sind für erwachsene Hunde empfehlenswert, um das Risiko einer Magendrehung zu minimieren. Die Futterschüssel sollte auf Bodenhöhe stehen, und nach den Mahlzeiten sollte mindestens eine Stunde Ruhe eingehalten werden. Glucosamin und Chondroitin unterstützen die Gelenkgesundheit. Übergewicht ist besonders schädlich für die Gelenke und den Bewegungsapparat. Hochwertige Proteinquellen und ein ausgewogenes Calcium-Phosphor-Verhältnis sind essenziell. Frisches Trinkwasser muss stets in ausreichender Menge verfügbar sein.
Gesundheit & Krankheiten
Der Presa Canario hat einige rassetypische Gesundheitsrisiken, die bei der Zucht beachtet werden müssen. Hüftgelenksdysplasie und Ellenbogendysplasie sind die häufigsten orthopädischen Erkrankungen und sollten bei Zuchttieren unbedingt überprüft werden. Magendrehung ist bei dieser tiefbrüstigen Rasse ein ernstes Risiko. Dilatative Kardiomyopathie und andere Herzerkrankungen können auftreten. Kreuzbandrisse sind aufgrund des hohen Körpergewichts möglich. Osteosarkom und andere Krebserkrankungen treten bei großen Molosserrassen häufiger auf. Hautprobleme und Allergien kommen gelegentlich vor. Epilepsie ist in einigen Linien dokumentiert. Regelmäßige tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen und Gewichtskontrolle sind unerlässlich.
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Tarife vergleichenErziehung
Der Presa Canario erfordert einen erfahrenen, souveränen Halter mit umfassenden Kenntnissen in der Führung dominanter Molosserrassen. Die Erziehung muss bereits im Welpenalter beginnen und auf positiver Verstärkung mit klaren, konsequenten Regeln basieren. Konfrontation und Härte sind absolut kontraproduktiv und können zu gefährlichem Verhalten führen. Umfassende Sozialisierung mit Menschen, Tieren und verschiedenen Umgebungen ist die wichtigste Investition im Welpenalter. Gehorsamkeitstraining muss lebenslang aufrechterhalten werden. Eine qualifizierte Hundeschule mit Erfahrung in großen Molosserrassen ist zwingend empfohlen. Die Impulskontrolle muss intensiv trainiert werden.
Geschichte & Herkunft
Der Presa Canario hat seine Wurzeln auf den Kanarischen Inseln, wo er seit dem 15. und 16. Jahrhundert als Viehwächter, Jagdhund und Schutzhund diente. Er entstand aus der Kreuzung der einheimischen majorero-Hunde mit den von den Spaniern mitgebrachten Molossern und Mastiffs. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde er auch für Hundekämpfe eingesetzt, die auf den Inseln bis ins 20. Jahrhundert verbreitet waren. Nach dem Verbot der Hundekämpfe in den 1940er Jahren ging der Bestand drastisch zurück. In den 1970er Jahren begannen engagierte Züchter mit der systematischen Wiederbelebung der Rasse. Die FCI erkannte den Dogo Canario 2001 provisorisch und 2011 endgültig unter der Nummer 346 an. Heute ist er das Tiersymbol der Insel Gran Canaria und gewinnt international zunehmend an Bekanntheit, bleibt aber eine Rasse für verantwortungsvolle Spezialisten.
Kosten im Überblick
| Futter | 70,00 €/Monat |
| Versicherung | 50,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 30,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 20,00 €/Monat |
| Sonstiges | 25,00 €/Monat |
| Gesamt | 195,00 €/Monat |
| Jährlich | 2.340,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Presa Canario (Dogo Canario)
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für den Presa Canario unerlässlich und in den meisten Bundesländern als Listenhund gesetzlich verpflichtend. Als großer, kraftvoller Molosser mit starkem Schutzinstinkt kann er in Konfliktsituationen erhebliche Schäden verursachen. Eine Deckungssumme von mindestens zehn Millionen Euro wird dringend empfohlen. Vor der Anschaffung sollten die Rasselisten des jeweiligen Bundeslandes überprüft werden.
Häufige Fragen zum Presa Canario (Dogo Canario)
Ist ein Presa Canario (Dogo Canario) ein guter Familienhund?
Ja, der Presa Canario (Dogo Canario) ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Presa Canario (Dogo Canario) im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Presa Canario (Dogo Canario) betragen durchschnittlich 195,00 €. Das umfasst Futter (70,00 €), Versicherung (50,00 €), Tierarzt (30,00 €), Steuer (20,00 €) und Sonstiges (25,00 €).
Ist ein Presa Canario (Dogo Canario) für Anfänger geeignet?
Der Presa Canario (Dogo Canario) ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.
Wie viel Bewegung braucht ein Presa Canario (Dogo Canario)?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 3/5. Moderate Bewegung von 1-2 Stunden täglich ist empfehlenswert.
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