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Epagneul Breton

Der kompakte Energieball aus der Bretagne

Steckbrief

FCI-Nr.
95
Herkunft
Frankreich
Größe
4752 cm
Gewicht
1418 kg
Lebenserwartung
1215 Jahre
Gruppe
Vorstehhunde
Charakter
EnergiegeladenFröhlichIntelligentKooperativAnhänglich
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Der Epagneul Breton ist der kleinste aller Vorstehhunde und zugleich einer der erfolgreichsten Jagdhunde der Welt. Trotz seiner kompakten Größe steckt in diesem bretonischen Energiebündel ein Leistungsvermögen, das manch größeren Jagdhund in den Schatten stellt. Mit seinem fröhlichen Wesen, dem attraktiven gescheckten Fell und seiner unermüdlichen Arbeitsfreude hat er sich weltweit eine riesige Fangemeinde erobert. Mit einer Schulterhöhe von 47 bis 52 Zentimetern und einem Gewicht von 14 bis 18 Kilogramm ist der Epagneul Breton ein kompakter, mittelgroßer Hund von quadratischem Körperbau. Sein mittelllanges, leicht gewelltes Fell ist fein, aber nicht seidig. Die Farben umfassen Orange-Weiß, Braun-Weiß, Schwarz-Weiß sowie dreifarbige Varianten. Viele Bretonen werden mit natürlicher Stummelrute geboren. Sein lebhafter Gesichtsausdruck und die kompakte, athletische Statur verraten sofort den temperamentvollen Charakter dieses Hundes. Charakterlich ist der Epagneul Breton ein wahres Kraftpaket im Kleinformat. Er ist energiegeladen, fröhlich und besitzt eine ansteckende Begeisterung für alles, was er tut. Im Feld zeigt er einen weitreichenden, schnellen Suchstil mit beeindruckender Ausdauer. Gleichzeitig ist er ungewöhnlich kooperativ und menschenbezogen für einen Jagdhund, was ihn zu einem der vielseitigsten Begleiter in der Hundewelt macht. Im Familienalltag ist der Epagneul Breton ein fröhlicher, anhänglicher Begleiter. Er liebt Kinder und geht sanft und spielerisch mit ihnen um. Seine kompakte Größe und sein freundliches Wesen machen ihn für viele Familiensituationen geeignet. Er versteht sich ausgezeichnet mit anderen Hunden und ist generell sozial und verträglich. Seine Sensibilität lässt ihn feinfühlig auf die Stimmungen seiner Familie reagieren. Der Bewegungsbedarf ist trotz der kompakten Größe sehr hoch. Der Epagneul Breton braucht täglich mindestens zwei Stunden intensive körperliche und geistige Auslastung. Laufen, Apportieren, Nasenarbeit und Hundesportarten wie Agility oder Flyball begeistern ihn. Er ist ein ausgezeichneter Jogging- und Wanderbegleiter. Ohne ausreichende Auslastung wird er unruhig und nervös. Die Fellpflege ist unkompliziert. Regelmäßiges Bürsten ein- bis zweimal pro Woche genügt. Die Ohren sollten regelmäßig kontrolliert werden. Der Epagneul Breton ist ein hervorragender Begleiter für aktive Familien, die einen kompakten, vielseitigen und fröhlichen Hund suchen.

Haltung & Pflege

Haus mit Garten empfohlen
Kinderfreundlich

Der Epagneul Breton braucht ein aktives Zuhause mit Garten. Trotz seiner kompakten Größe ist eine reine Wohnungshaltung nicht empfehlenswert. Mindestens zwei Stunden aktive Bewegung und Beschäftigung pro Tag sind Pflicht. Er ist ein geselliger Familienhund, der den engen Kontakt zu seinen Menschen braucht. Längeres Alleinsein verträgt er schlecht. Seine kompakte Größe und sein freundliches Wesen machen ihn für Familien mit Kindern besonders geeignet. Er verträgt sich hervorragend mit anderen Hunden. Das Fell bietet moderaten Witterungsschutz. Hundesport ist eine ideale Ergänzung zum täglichen Auslauf.

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Ernährung

Der Epagneul Breton benötigt hochwertiges, energiereiches Futter angepasst an seinen hohen Aktivitätslevel. Zwei Mahlzeiten pro Tag für erwachsene Hunde sind ideal. Die Futtermenge muss dem Bewegungspensum angepasst werden, da aktive Bretonen einen hohen Kalorienverbrauch haben. Proteinreiches Futter mit gutem Fleischanteil unterstützt die Muskulatur. Der Epagneul Breton neigt bei ausreichender Bewegung nicht zu Übergewicht. Welpen sollten altersgerechtes Futter erhalten. Leckerlis für das Training sollten von der Tagesration abgezogen werden. Frisches Wasser muss immer verfügbar sein, besonders bei intensiver Arbeit.

Gesundheit & Krankheiten

Der Epagneul Breton ist eine grundsätzlich gesunde und robuste Rasse mit guter Lebenserwartung. Hüftgelenksdysplasie (HD) kommt vor, ist aber dank verantwortungsvoller Zucht relativ selten. Epilepsie tritt bei einigen Linien auf. Progressive Retinaatrophie (PRA) und Linsenverschiebung (Lens Luxation) sind mögliche Augenerkrankungen. Komplementfaktor-3-Mangel, eine seltene Immunschwäche, wurde bei der Rasse dokumentiert. Ohrenentzündungen können aufgrund der Hängeohren vorkommen. Die natürliche, kompakte Anatomie und die konsequente Leistungszucht tragen zur allgemeinen Gesundheit bei. Regelmäßige tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen und ein aktueller Impfschutz sind empfehlenswert.

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Erziehung

Die Erziehung des Epagneul Breton ist dank seiner Intelligenz und Kooperationsbereitschaft erfreulich unkompliziert. Er ist einer der am leichtesten zu trainierenden Jagdhunde. Positive Verstärkung ist die ideale Methode – der sensible Bretone reagiert empfindlich auf harte Korrekturen und kann bei Druck schüchtern werden. Abwechslungsreiches Training mit vielen Erfolgserlebnissen motiviert ihn optimal. Frühe Sozialisierung festigt sein freundliches Wesen. Der Jagdinstinkt muss in kontrollierte Bahnen gelenkt werden. Nasenarbeit und Dummy-Training sind ideale Beschäftigungsformen. Der Epagneul Breton eignet sich auch für engagierte Anfänger mit aktivem Lebensstil.

Geschichte & Herkunft

Der Epagneul Breton stammt aus der Bretagne in Nordwest-Frankreich, wo er seit Jahrhunderten als Jagdhund eingesetzt wird. Die erste bildliche Darstellung stammt aus dem 17. Jahrhundert. Im 19. Jahrhundert wurde die Rasse mit eingeführten englischen Settern und Pointern gekreuzt, was zu einer Verbesserung der Jagdleistung führte. 1907 wurde der erste Rassestandard verfasst. Arthur Enaud war maßgeblich an der Standardisierung beteiligt. Der Epagneul Breton ist heute der meistgeführte Jagdhund in Frankreich und einer der beliebtesten weltweit. In den USA, wo er als „Brittany" bekannt ist, ist er ebenfalls einer der meistregistrierten Jagdhunde. Die Rasse hat sich den Ruf als vielseitigster Spaniel-Typ der Welt erarbeitet.

Kosten im Überblick

Futter40,00 €/Monat
Versicherung25,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)20,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges15,00 €/Monat
Gesamt110,00 €/Monat
Jährlich1.320,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Epagneul Breton

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Epagneul Breton-Besitzer empfehlenswert. Auch ein mittelgroßer Hund kann unbeabsichtigt Schäden verursachen, etwa wenn er einem Radfahrer vor das Rad läuft. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für alle Hunde ohnehin Pflicht. Die geringen monatlichen Kosten bieten umfassenden finanziellen Schutz.

Häufige Fragen zum Epagneul Breton

Ist ein Epagneul Breton ein guter Familienhund?

Ja, der Epagneul Breton ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Epagneul Breton im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Epagneul Breton betragen durchschnittlich 110,00 €. Das umfasst Futter (40,00 €), Versicherung (25,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (15,00 €).

Ist ein Epagneul Breton für Anfänger geeignet?

Ja, der Epagneul Breton ist gut für Anfänger geeignet. Er ist lernwillig und verzeiht auch mal Erziehungsfehler.

Wie viel Bewegung braucht ein Epagneul Breton?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 5/5. Der Epagneul Breton braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.

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