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Epagneul Breton

Der kompakte Energiebündel aus der Bretagne

Steckbrief

FCI-Nr.
95
Herkunft
Frankreich
Größe
4752 cm
Gewicht
1418 kg
Lebenserwartung
1214 Jahre
Gruppe
Vorstehhunde
Charakter
LebhaftIntelligentAnpassungsfähigFröhlichArbeitseifrig
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Der Epagneul Breton ist der kleinste und zugleich einer der vielseitigsten Vorstehhunde der Welt. Ursprünglich aus der Bretagne im Nordwesten Frankreichs stammend, hat dieser kompakte, energiegeladene Hund die Herzen von Jägern und Familien auf der ganzen Welt erobert. Mit seinem fröhlichen Wesen, seiner beeindruckenden Arbeitsleistung und seiner handlichen Größe vereint er Eigenschaften, die ihn zum meistverbreiteten Vorstehhund Frankreichs gemacht haben. Mit einer Schulterhöhe von 47 bis 52 Zentimetern und einem Gewicht von 14 bis 18 Kilogramm ist der Epagneul Breton deutlich kleiner als die meisten anderen Vorstehhunde, was jedoch seiner Leistungsfähigkeit keinen Abbruch tut. Sein Körperbau ist kompakt, quadratisch und muskulös, mit einer bemerkenswerten Dynamik und Wendigkeit. Das mittellange, leicht gewellte Fell kann verschiedene Farbkombinationen aufweisen, wobei Weiß-Orange und Weiß-Braun am häufigsten vorkommen. Dreifarbige Exemplare sind ebenfalls anerkannt. Ein besonderes Merkmal ist die oft angeborene Stummelrute oder das vollständige Fehlen einer Rute bei der Geburt. Charakterlich besticht der Epagneul Breton durch seine außergewöhnliche Lebhaftigkeit und Fröhlichkeit. Er ist ein Hund, der vor Energie und Lebensfreude nur so sprüht und diese Begeisterung auf seine gesamte Umgebung überträgt. Seine Intelligenz und Lernbereitschaft sind bemerkenswert, was ihn zu einem der am leichtesten auszubildenden Jagdhunde macht. Er arbeitet mit einer Passion und einem Eifer, die bei einem so kleinen Hund erstaunen. Im Feld zeigt der Epagneul Breton eine schnelle, wendige Arbeitsweise mit einer exzellenten Nase und einem zuverlässigen, eleganten Vorstehen. Er deckt trotz seiner geringen Größe erstaunlich viel Gelände ab und arbeitet ausdauernd auch in schwierigem Terrain. Seine Anpassungsfähigkeit an verschiedene Jagdbedingungen und Wildarten ist beeindruckend. Im Familienalltag ist der Epagneul Breton ein fröhlicher, anhänglicher Begleiter. Er geht liebevoll mit Kindern um und ist stets zu Spiel und Spaß aufgelegt. Mit anderen Hunden versteht er sich in der Regel gut. Sein Wunsch, seinen Menschen zu gefallen, macht das Zusammenleben angenehm und harmonisch. Der Bewegungsbedarf ist sehr hoch. Dieser kleine Powerblock braucht täglich mindestens zwei Stunden intensive körperliche und geistige Auslastung. Joggen, Radfahren, Agility, Dummytraining und natürlich die jagdliche Arbeit sind ideale Beschäftigungsformen. Insgesamt ist der Epagneul Breton ein hervorragender Allround-Begleiter für aktive Familien und Jäger, die einen kompakten, vielseitigen und fröhlichen Hund suchen.

Haltung & Pflege

Haus mit Garten empfohlen
Kinderfreundlich

Der Epagneul Breton braucht ein aktives Zuhause mit Garten und Zugang zur Natur. Reine Wohnungshaltung ist trotz seiner kompakten Größe nicht artgerecht. Mindestens zwei Stunden intensive Bewegung und Beschäftigung pro Tag sind Pflicht. Er eignet sich hervorragend für Jogger, Radfahrer und Wanderer. Jagdliche Führung ist ideal, Dummytraining und Agility bieten gute Alternativen. Der Epagneul Breton ist ein geselliger Hund, der den engen Kontakt zu seiner Familie braucht. Er verträgt sich gut mit anderen Hunden und kann problemlos mit Artgenossen gehalten werden. Er passt sich verschiedenen Klimabedingungen gut an.

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Ernährung

Der Epagneul Breton benötigt hochwertiges, energiereiches Futter, das seinem hohen Aktivitätslevel gerecht wird. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind für erwachsene Hunde ideal. Die Futtermenge muss dem täglichen Energieverbrauch angepasst werden. Proteinreiches Futter mit hochwertigem Fleischanteil unterstützt die Muskulatur. Omega-Fettsäuren fördern die Gesundheit von Fell und Haut. Leckerlis sollten in die Tagesration eingerechnet werden. Trotz seiner hohen Aktivität neigt der Epagneul Breton bei mangelnder Bewegung zur Gewichtszunahme, weshalb die Fütterung sorgfältig kontrolliert werden sollte. Frisches Trinkwasser muss stets verfügbar sein.

Gesundheit & Krankheiten

Der Epagneul Breton ist eine grundsätzlich gesunde und robuste Rasse mit wenigen rassetypischen Erkrankungen. Hüftgelenksdysplasie (HD) kommt gelegentlich vor und wird bei Zuchttieren untersucht. Epilepsie ist ein bekanntes Thema bei einigen Zuchtlinien. Augenerkrankungen wie progressive Retinaatrophie (PRA) und Glaukom können auftreten, Gentests sind verfügbar. Lupus-ähnliche Hauterkrankungen wurden bei einzelnen Exemplaren beschrieben. Ohrenentzündungen erfordern regelmäßige Kontrolle der Hängeohren. Allergien kommen gelegentlich vor. Die allgemein gute Gesundheit der Rasse profitiert von der starken Selektion auf Arbeitsleistung. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und Impfschutz sind selbstverständlich.

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Erziehung

Die Erziehung des Epagneul Breton ist dank seiner Intelligenz, Lernfreude und seines ausgeprägten Will-to-please eine vergleichsweise einfache Aufgabe. Positive Verstärkung ist die ideale Methode. Er lernt schnell und arbeitet bereitwillig mit seinem Halter zusammen. Frühe Sozialisierung ist empfehlenswert. Der Jagdinstinkt sollte frühzeitig kanalisiert werden. Der Rückruf muss konsequent trainiert werden, da der Breton im Jagdfieber schwer abzurufen sein kann. Hundesport wie Agility, Obedience oder Rally bieten hervorragende Ausbildungsmöglichkeiten. Auch für Hundeanfänger mit sportlichem Ehrgeiz ist der Breton geeignet.

Geschichte & Herkunft

Der Epagneul Breton stammt aus der Bretagne im Nordwesten Frankreichs, wo er seit Jahrhunderten als vielseitiger Jagdhund gezüchtet wird. Die Rasse entwickelte sich aus lokalen Spaniels und wurde im 19. Jahrhundert durch Einkreuzung von englischen Settern und Pointern verfeinert. Der erste Standard wurde 1907 in der Stadt Nantes verfasst. Der Epagneul Breton war der erste französische Vorstehhund, für den ein Standard erstellt wurde. Die FCI führt ihn unter der Nummer 95. In Frankreich ist er der mit Abstand beliebteste Jagdhund, und auch in Nordamerika hat er als Brittany eine große Anhängerschaft gewonnen, wo er sowohl als Jagd- als auch als Showhund erfolgreich ist.

Kosten im Überblick

Futter40,00 €/Monat
Versicherung25,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)20,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges15,00 €/Monat
Gesamt110,00 €/Monat
Jährlich1.320,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Epagneul Breton

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Epagneul-Breton-Besitzer empfehlenswert. Auch ein mittelgroßer, freundlicher Hund kann in verschiedenen Situationen Schäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für alle Hunde ohnehin Pflicht. Die geringen monatlichen Kosten bieten umfassenden finanziellen Schutz.

Häufige Fragen zum Epagneul Breton

Ist ein Epagneul Breton ein guter Familienhund?

Ja, der Epagneul Breton ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Epagneul Breton im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Epagneul Breton betragen durchschnittlich 110,00 €. Das umfasst Futter (40,00 €), Versicherung (25,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (15,00 €).

Ist ein Epagneul Breton für Anfänger geeignet?

Ja, der Epagneul Breton ist gut für Anfänger geeignet. Er ist lernwillig und verzeiht auch mal Erziehungsfehler.

Wie viel Bewegung braucht ein Epagneul Breton?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 5/5. Der Epagneul Breton braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.

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