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Eurasier

Der ausgeglichene Familienhund mit der ruhigen Würde

Steckbrief

FCI-Nr.
291
Herkunft
Deutschland
Größe
4860 cm
Gewicht
1832 kg
Lebenserwartung
1214 Jahre
Gruppe
Spitze und Hunde vom Urtyp
Charakter
RuhigAusgeglichenTreuReserviertSensibel
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Der Eurasier ist eine vergleichsweise junge deutsche Hunderasse, die das Beste aus drei Welten vereint: die Würde des Chow-Chow, die Freundlichkeit des Wolfsspitz und die Robustheit des Samojeden. Das Ergebnis ist ein ausgeglichener, ruhiger Familienhund, der sich durch sein angenehmes Wesen und seine enge Familienbindung auszeichnet. Rüden erreichen eine Schulterhöhe von 52 bis 60 Zentimetern und ein Gewicht von 23 bis 32 Kilogramm. Hündinnen sind mit 48 bis 56 Zentimetern und 18 bis 26 Kilogramm etwas kleiner. Das mittellange, dichte Doppelfell kommt in vielen Farben vor, darunter Rot, Wolfgrau, Schwarz, Schwarzmarken und Fawn. Die Zunge kann blaue Flecken aufweisen – ein Erbe des Chow-Chow. Der Charakter des Eurasiers ist sein größtes Alleinstellungsmerkmal. Er ist ruhig, ausgeglichen und gelassen, ohne dabei langweilig zu sein. Er bindet sich eng an seine Familie und ist ein treuer, zuverlässiger Begleiter. Fremden gegenüber verhält er sich reserviert, aber nicht aggressiv – er beobachtet erst und entscheidet dann, ob eine Annäherung erwünscht ist. Der Eurasier ist ein angenehmer Familienhund mit moderatem Bewegungsbedarf. Zwei Spaziergänge von jeweils 45 bis 60 Minuten genügen. Er ist kein Extremsportler, genießt aber gemeinsame Aktivitäten mit seiner Familie. Geistige Beschäftigung und soziale Interaktion sind ihm wichtiger als körperliche Höchstleistungen. Die Erziehung des Eurasiers ist dank seines kooperativen Wesens unkompliziert. Er ist sensibel und reagiert gut auf positive Verstärkung. Harte Methoden sind nicht nur unnötig, sondern kontraproduktiv. Der Eurasier ist ein guter Anfängerhund für Menschen, die einen ruhigen, ausgeglichenen Begleiter suchen. Die Fellpflege erfordert regelmäßiges Bürsten – zwei- bis dreimal pro Woche und häufiger während des Fellwechsels. Der Eurasier haart jahreszeitlich bedingt stark. Der Eurasier ist eine ausgezeichnete Wahl für Familien, die einen ruhigen, treuen und unkomplizierten Hund suchen.

Haltung & Pflege

Haus mit Garten empfohlen
Kinderfreundlich

Der Eurasier braucht ein Haus mit Garten, da er als mittelgroßer Hund ausreichend Platz benötigt. Zwei ausgiebige Spaziergänge pro Tag genügen seinem moderaten Bewegungsbedarf. Der Eurasier verträgt Kälte dank seines dichten Fells gut, leidet aber unter Hitze. Er ist ein Familienhund, der die Nähe seiner Menschen braucht – Zwingerhaltung oder langes Alleinsein sind inakzeptabel. Die Fellpflege erfordert regelmäßiges Bürsten. Der Eurasier eignet sich als Familienhund für ruhige, hundebewusste Familien. Er ist kein Hund für ständig wechselnde Besucher, da er sich mit Fremden Zeit lässt. Er kann gut mit anderen Hunden und Haustieren auskommen.

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Ernährung

Der Eurasier braucht hochwertiges Futter, das seinem moderaten Aktivitätslevel entspricht. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind ideal. Die Futtermenge muss individuell angepasst werden, um Über- und Untergewicht zu vermeiden. Omega-3-Fettsäuren unterstützen die Fellgesundheit. Bei Schilddrüsenproblemen muss die Ernährung möglicherweise angepasst werden. Viele Eurasier haben einen guten Appetit, aber keine übermäßige Fressgier. Hochwertiges Protein und ausgewogene Nährstoffe sind empfehlenswert. Leckerlis sollten von der Tagesration abgezogen werden. Frisches Wasser muss stets verfügbar sein.

Gesundheit & Krankheiten

Der Eurasier ist eine grundsätzlich gesunde Rasse, die von verantwortungsvollen Zuchtprogrammen profitiert. Hüftgelenksdysplasie (HD) kommt vor – Zuchttiere werden untersucht. Patellaluxation kann auftreten. Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) ist bei Eurasiern ein bekanntes Thema und sollte regelmäßig überprüft werden. Augenkrankheiten wie Distichiasis und Katarakt kommen vor. Exokrine Pankreasinsuffizienz (EPI) kann auftreten. Dandy-Walker-Malformation (Kleinhirnfehlbildung) ist eine seltene erbliche Erkrankung. Die Zuchtgemeinschaft ist aktiv bemüht, Erbkrankheiten durch strenge Zuchtregeln und Gesundheitsuntersuchungen zu minimieren. Regelmäßige Vorsorge und Schilddrüsenkontrollen sind empfehlenswert.

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Erziehung

Der Eurasier ist ein kooperativer, lernwilliger Hund, der die Erziehung angenehm macht. Positive Verstärkung mit Lob und Leckerlis ist die ideale Methode. Der sensible Eurasier reagiert bereits auf sanftes Korrigieren – laute Stimmen oder harte Methoden verunsichern ihn. Frühe Sozialisierung ist wichtig, um seine natürliche Reserviertheit gegenüber Fremden in gesunde Bahnen zu lenken. Grundgehorsam lässt sich in der Regel unkompliziert aufbauen. Der Eurasier ist ein guter Anfängerhund. Hundeschule ist empfehlenswert, vor allem für die Sozialisierung. Das Alleinbleiben sollte schrittweise geübt werden. Der Eurasier hat keinen übermäßigen Jagdtrieb, was den Freilauf erleichtert.

Geschichte & Herkunft

Der Eurasier ist eine der jüngsten Hunderassen und wurde in den 1960er Jahren in Deutschland von Julius Wipfel gezüchtet. Wipfel kreuzte zunächst Wolfsspitze mit Chow-Chows und nannte das Ergebnis „Wolf-Chow". Später wurde der Samojede eingekreuzt, um das Wesen zu verbessern und den Genpool zu erweitern. 1973 wurde die Rasse in „Eurasier" umbenannt – ein Name, der die eurasischen Wurzeln der drei Ausgangsrassen widerspiegelt. Die FCI erkannte den Eurasier 1973 an. Die Zucht wird von der Kynologischen Zuchtgemeinschaft Eurasier (KZG) und dem Eurasier Klub streng kontrolliert, mit verbindlichen Gesundheitsuntersuchungen und Wesensprüfungen. Dies hat dazu beigetragen, dass der Eurasier eine vergleichsweise gesunde Rasse geblieben ist.

Kosten im Überblick

Futter50,00 €/Monat
Versicherung30,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)25,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges20,00 €/Monat
Gesamt135,00 €/Monat
Jährlich1.620,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Eurasier

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Eurasier-Besitzer empfehlenswert. Obwohl der Eurasier eine äußerst friedliche Rasse ist, kann er als mittelgroßer Hund unbeabsichtigt Schäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflicht für alle Hunde Pflicht. Die überschaubaren Beiträge bieten wichtigen Schutz.

Häufige Fragen zum Eurasier

Ist ein Eurasier ein guter Familienhund?

Ja, der Eurasier ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Eurasier im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Eurasier betragen durchschnittlich 135,00 €. Das umfasst Futter (50,00 €), Versicherung (30,00 €), Tierarzt (25,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (20,00 €).

Ist ein Eurasier für Anfänger geeignet?

Ja, der Eurasier ist gut für Anfänger geeignet. Er ist lernwillig und verzeiht auch mal Erziehungsfehler.

Wie viel Bewegung braucht ein Eurasier?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 3/5. Moderate Bewegung von 1-2 Stunden täglich ist empfehlenswert.

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