AnfängergeeignetFamilienfreundlichKinderfreundlich

Eurasier

Der ausgeglichene deutsch-asiatische Familienliebling

Steckbrief

FCI-Nr.
291
Herkunft
Deutschland
Größe
4860 cm
Gewicht
1832 kg
Lebenserwartung
1214 Jahre
Gruppe
Spitze und Hunde vom Urtyp
Charakter
AusgeglichenRuhigAnhänglichReserviertSelbstbewusst
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Der Eurasier ist eine vergleichsweise junge deutsche Hunderasse, die in den 1960er-Jahren durch die gezielte Kreuzung von Wolfsspitz, Chow Chow und Samojede entstand und das Beste dieser drei Rassen in einem ausgeglichenen, familienfreundlichen Begleithund vereint. Dieser elegante Spitz besticht durch sein schönes, dichtes Fell, sein ausgeglichenes Temperament und seine tiefe Bindung an seine Familie, ohne dabei die Eigenständigkeit und Würde seiner asiatischen Ahnen zu verlieren. Mit einer Schulterhöhe von 48 bis 60 Zentimetern und einem Gewicht von 18 bis 32 Kilogramm ist der Eurasier ein mittelgroßer, harmonisch gebauter Hund mit einem spitztypischen, dichten, abstehenden Fell und einer buschigen Rute. Sein Fell ist mittellang mit dichter Unterwolle und kommt in einer großen Farbvielfalt vor, einschließlich Falb, Rot, Wolfsgrau, Schwarz, Schwarz mit Loh und verschiedenen gemischten Farbtönen. Reinweiß und weiß gescheckt sind nicht erwünscht. Der keilförmige Kopf mit den aufrechten oder leicht nach vorn geneigten Ohren und den dunklen, mandelförmigen Augen verleiht ihm einen aufmerksamen, freundlichen Ausdruck. Der Charakter des Eurasier ist sein größter Vorzug und macht ihn zu einem der besten Familienhunde unter den Spitzrassen. Er ist ein ausgeglichener, ruhiger Hund, der eine tiefe emotionale Bindung zu seiner gesamten Familie aufbaut. Im Gegensatz zum unabhängigen Chow Chow zeigt der Eurasier eine deutlich größere Anhänglichkeit und Kooperationsbereitschaft, bewahrt dabei aber die ruhige Würde und Selbstständigkeit seiner Vorfahren. Er ist kein hektischer oder überdrehter Hund, sondern ein besonnener, aufmerksamer Begleiter. Fremden gegenüber verhält sich der Eurasier typischerweise reserviert, aber nicht aggressiv. Er braucht Zeit, um Vertrauen aufzubauen, und lässt sich nicht von jedem anfassen. Diese gesunde Zurückhaltung ist ein bewusst gezüchtetes Wesensmerkmal, das ihn von übermäßig kontaktfreudigen Rassen unterscheidet. Mit Kindern der eigenen Familie geht er geduldig und liebevoll um. Der Bewegungsbedarf des Eurasier ist moderat. Tägliche Spaziergänge, ergänzt durch Spieleinheiten und moderate Aktivitäten, sind ausreichend. Die Pflege des dichten Fells erfordert regelmäßiges Bürsten, insbesondere während des starken saisonalen Fellwechsels. Insgesamt ist der Eurasier ein wunderbar ausgeglichener, familienfreundlicher Begleithund, der sich auch für engagierte Anfänger eignet, die seinem Bedürfnis nach Nähe und Bindung gerecht werden.

Haltung & Pflege

Wohnungstauglich
Kinderfreundlich

Der Eurasier ist ein anpassungsfähiger Hund, der sowohl in einer geräumigen Wohnung als auch in einem Haus mit Garten leben kann. Tägliche Spaziergänge von ein bis zwei Stunden sind ausreichend. Er verträgt kühles Klima dank seines dichten Fells gut, extreme Hitze belastet ihn. Er braucht engen Familienanschluss und leidet unter Trennung und Isolation. Er sollte nicht im Zwinger oder allein im Garten gehalten werden. Er verträgt sich in der Regel gut mit anderen Haustieren. Seine ruhige Art macht ihn zu einem angenehmen Mitbewohner, der wenig bellt. Die Fellpflege erfordert regelmäßigen Zeitaufwand.

Hundehaftpflicht vergleichen für Eurasier

Ab 3€/Monat – Vergleiche die besten Tarife und spare bis zu 60%

Jetzt vergleichen

Ernährung

Der Eurasier benötigt hochwertiges Futter, das seinem moderaten Aktivitätslevel entspricht. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind empfehlenswert. Die Futtermenge muss sorgfältig an Alter, Gewicht und Aktivitätsgrad angepasst werden, da der Eurasier bei Überfütterung zu Übergewicht neigt. Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren unterstützen die Gesundheit des dichten Fells. Bei Futtermittelunverträglichkeiten kann hypoallergenes Futter notwendig sein. Gelenkunterstützende Nahrungsergänzungen können sinnvoll sein. Frisches Trinkwasser muss stets verfügbar sein. Hochwertige Proteinquellen sollten den Hauptbestandteil der Nahrung bilden.

Gesundheit & Krankheiten

Der Eurasier ist eine vergleichsweise gesunde Rasse, was auch der verantwortungsvollen Zuchtpraxis zu verdanken ist. Hüftgelenksdysplasie (HD) kommt gelegentlich vor und wird bei Zuchttieren untersucht. Patellaluxation kann auftreten. Schilddrüsenerkrankungen, insbesondere Hypothyreose, sind ein bekanntes Problem. Augenerkrankungen wie Distichiasis und Entropium werden in der Zucht kontrolliert. Das dänische Syndrom, eine seltene Stoffwechselstörung, wurde in einigen Linien beobachtet. Allergien kommen gelegentlich vor. Die Zuchtverbände setzen strenge Gesundheitsuntersuchungen durch. Regelmäßige tierärztliche Vorsorge und Fellpflege sind empfehlenswert.

Hunde-OP-Versicherung vergleichen für Eurasier

OP-Kosten von 1.000–6.000€ absichern – schon ab 10€/Monat

Tarife vergleichen

Erziehung

Die Erziehung des Eurasier ist dank seines ausgeglichenen Wesens und seiner Kooperationsbereitschaft vergleichsweise angenehm. Positive Verstärkung und eine ruhige, konsequente Führung sind ideal. Er lernt gerne und zeigt eine gute Bereitschaft zur Zusammenarbeit, solange das Training abwechslungsreich und motivierend gestaltet ist. Monotone Wiederholungen langweilen ihn. Frühe Sozialisierung ist wichtig, um seine natürliche Zurückhaltung gegenüber Fremden in gesunde Bahnen zu lenken. Der Besuch einer Hundeschule wird empfohlen und vom Eurasier in der Regel genossen. Er eignet sich für verschiedene Hundesportarten wie Agility und Obedience.

Geschichte & Herkunft

Der Eurasier wurde in den 1960er-Jahren von dem deutschen Züchter Julius Wipfel in Weinheim an der Bergstraße entwickelt. Wipfel kreuzte zunächst Wolfsspitz mit Chow Chow und nannte das Ergebnis Wolf-Chow. Später wurde der Samojede eingekreuzt, um die Freundlichkeit und Kooperationsbereitschaft zu verbessern, und die Rasse wurde in Eurasier umbenannt, als Verweis auf ihre europäisch-asiatische Herkunft. Das Ziel war ein ausgeglichener, familienfreundlicher Begleithund, der die besten Eigenschaften der Ausgangsrassen vereint. Die FCI erkannte den Eurasier 1973 offiziell an. Die Zucht wird von strengen Gesundheitsauflagen begleitet, und die Eurasier-Zuchtverbände gelten als vorbildlich in der verantwortungsvollen Rassezucht.

Kosten im Überblick

Futter50,00 €/Monat
Versicherung30,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)25,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges20,00 €/Monat
Gesamt135,00 €/Monat
Jährlich1.620,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Eurasier

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Eurasier-Besitzer empfehlenswert. Als mittelgroßer Hund kann er in bestimmten Situationen unbeabsichtigt Schäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflicht für alle Hunde vorgeschrieben. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro ist ratsam. Aufgrund seines freundlichen Wesens sind keine besonderen Auflagen zu erwarten.

Häufige Fragen zum Eurasier

Ist ein Eurasier ein guter Familienhund?

Ja, der Eurasier ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Eurasier im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Eurasier betragen durchschnittlich 135,00 €. Das umfasst Futter (50,00 €), Versicherung (30,00 €), Tierarzt (25,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (20,00 €).

Ist ein Eurasier für Anfänger geeignet?

Ja, der Eurasier ist gut für Anfänger geeignet. Er ist lernwillig und verzeiht auch mal Erziehungsfehler.

Wie viel Bewegung braucht ein Eurasier?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 3/5. Moderate Bewegung von 1-2 Stunden täglich ist empfehlenswert.

Passende Ratgeber

Nützliche Tools

Ähnliche Rassen