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Hamiltonstövare

Schwedens elegantester Laufhund mit nordischer Seele

Steckbrief

FCI-Nr.
132
Herkunft
Schweden
Größe
4961 cm
Gewicht
2327 kg
Lebenserwartung
1214 Jahre
Gruppe
Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
Charakter
FreundlichAusgeglichenAusdauerndSanftVielseitig
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Der Hamiltonstövare ist Schwedens bekanntester und beliebtester Laufhund und wird von vielen Kennern als einer der schönsten Jagdhunde der Welt angesehen. Benannt nach dem Gründer des Schwedischen Kennelclubs, Graf Adolf Patrick Hamilton, der die Rasse im späten 19. Jahrhundert aus englischen Foxhounds, Holsteiner Bracken und kurzhaarigen Schweizer Laufhunden züchtete, vereint der Hamiltonstövare nordische Robustheit mit eleganter Schönheit und jagdlicher Leistungsfähigkeit auf faszinierende Weise. Mit einer Schulterhöhe von 49 bis 61 Zentimetern und einem Gewicht von 23 bis 27 Kilogramm ist der Hamiltonstövare ein mittelgroßer, harmonisch gebauter Laufhund von auffallender Schönheit. Sein kurzes, dichtes Doppelfell mit weicher Unterwolle und wetterfestem Deckhaar bietet hervorragenden Schutz gegen die harten skandinavischen Winter. Die Farbe ist stets dreifarbig: ein schwarzer Mantel bedeckt Rücken und Nacken, während Kopf, Beine und Brust in einem warmen Braun bis Rotbraun erstrahlen und weiße Abzeichen an Fang, Brust, Pfoten und Rutenspitze das Bild abrunden. Diese markante Farbgebung verleiht dem Hamiltonstövare ein unverwechselbar edles Erscheinungsbild. Der Charakter des Hamiltonstövare ist von einem bemerkenswert ausgeglichenen, freundlichen Temperament geprägt, das ihn unter den Laufhunden besonders hervorhebt. Er ist ein sanfter, gutmütiger Hund, der im häuslichen Umfeld eine angenehme Ruhe und Gelassenheit ausstrahlt. Im Gegensatz zu vielen anderen Laufhunden wurde der Hamiltonstövare als Einzeljäger und nicht als Meutejäger gezüchtet, was ihm eine stärkere Bindung an seinen Halter und eine etwas höhere Trainierbarkeit verleiht. Im familiären Umfeld ist der Hamiltonstövare ein liebevoller, treuer Begleiter, der sich durch seine Freundlichkeit und Geduld auszeichnet. Mit Kindern geht er sanft und spielerisch um. Seine Verträglichkeit mit anderen Hunden ist gut, obwohl er als Einzeljäger weniger auf die Gesellschaft von Artgenossen angewiesen ist als typische Meutejagdhunde. Der Bewegungsbedarf des Hamiltonstövare ist beachtlich, aber für einen Laufhund gut zu bewältigen. Tägliche Spaziergänge von eineinhalb bis zwei Stunden, idealerweise in abwechslungsreichem Gelände, halten ihn zufrieden. Nasenarbeit und Fährtensuche bieten ideale geistige Auslastung. Die Pflege des dichten Doppelfells erfordert regelmäßiges Bürsten, besonders während des Fellwechsels, wenn der Hamiltonstövare erheblich haart. Die Ohren sollten regelmäßig kontrolliert werden. Insgesamt ist der Hamiltonstövare ein wunderschöner, ausgeglichener Jagdhund, der nordische Robustheit mit eleganter Schönheit und einem sanften Charakter auf einzigartige Weise verbindet.

Haltung & Pflege

Haus mit Garten empfohlen
Kinderfreundlich

Der Hamiltonstövare benötigt ein Haus mit großem, sicher eingezäuntem Garten. Eine Wohnungshaltung ist aufgrund seines Bewegungsbedarfs nicht empfehlenswert. Mindestens eineinhalb Stunden Bewegung pro Tag sind notwendig. Als Einzeljäger kommt er auch gut als einziger Hund zurecht, genießt aber die Gesellschaft anderer Hunde. Sein dichtes Doppelfell macht ihn winterfest und robust gegen Kälte. Seine Stimme kann in Wohngebieten problematisch sein. Er braucht engen Familienanschluss und ist kein Zwingerhund. Idealerweise wird er jagdlich geführt oder in Fährtenarbeit eingesetzt.

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Ernährung

Der Hamiltonstövare benötigt hochwertiges, ausgewogenes Futter, das seinem aktiven Lebensstil entspricht. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind für erwachsene Hunde empfehlenswert. Die Futtermenge richtet sich nach Alter, Gewicht und Aktivitätsgrad. Proteinreiches Futter mit hochwertigen tierischen Eiweißquellen unterstützt seine Muskulatur und das dichte Doppelfell. Omega-3-Fettsäuren fördern die Gesundheit von Haut und Fell. Welpen sollten kontrolliert wachsen. Frisches Trinkwasser muss stets zur Verfügung stehen. Übergewicht beeinträchtigt die Leistungsfähigkeit und belastet die Gelenke, weshalb es vermieden werden muss.

Gesundheit & Krankheiten

Der Hamiltonstövare ist eine grundsätzlich gesunde, robuste Rasse. Hüftgelenksdysplasie (HD) kommt gelegentlich vor und sollte bei Zuchttieren überprüft werden. Epilepsie ist eine bekannte rassetypische Erkrankung, die bei einigen Linien auftreten kann. Ohrenentzündungen erfordern regelmäßige Kontrolle. Hypothyreose kann im Alter vorkommen. Augenerkrankungen sind selten. Magendrehung ist bei dieser mittelgroßen, tiefbrüstigen Rasse möglich. Der Genpool ist in Skandinavien gesund und ausreichend groß, international jedoch begrenzter. Regelmäßige tierärztliche Vorsorge, aktueller Impfschutz und Parasitenprophylaxe sind empfehlenswert.

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Erziehung

Der Hamiltonstövare ist ein intelligenter, kooperativer Hund, der im Vergleich zu vielen anderen Laufhunden eine etwas höhere Bereitschaft zur Zusammenarbeit zeigt, da er als Einzeljäger eine engere Bindung an seinen Halter aufbaut. Positive Verstärkung ist die beste Methode. Frühe Sozialisierung ist wichtig. Der Rückruf muss intensiv trainiert werden, da der Jagdtrieb stark ausgeprägt ist. Konsequenz und Geduld sind erforderlich. Die jagdliche Ausbildung bietet einen hervorragenden Rahmen für die Erziehung. Sein ausgeglichenes Temperament erleichtert das Training. Eine Hundeschule mit Erfahrung bei Jagdhunderassen wird empfohlen.

Geschichte & Herkunft

Der Hamiltonstövare wurde im späten 19. Jahrhundert von Graf Adolf Patrick Hamilton, dem Gründer des Schwedischen Kennelclubs, aus englischen Foxhounds, Holsteiner Bracken und kurzhaarigen Schweizer Laufhunden gezüchtet. Hamiltons Ziel war es, einen robusten, vielseitigen Einzeljagdhund zu schaffen, der den harten schwedischen Wintern gewachsen war und sowohl Fuchs als auch Hasen auf der Spur verfolgen konnte. Ursprünglich als Schwedischer Laufhund bekannt, wurde die Rasse 1921 zu Ehren ihres Schöpfers in Hamiltonstövare umbenannt. Die FCI erkennt die Rasse unter der Nummer 132 an. In Schweden ist der Hamiltonstövare einer der beliebtesten Jagdhunde und wird auch zunehmend als Begleithund geschätzt.

Kosten im Überblick

Futter45,00 €/Monat
Versicherung28,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)20,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges15,00 €/Monat
Gesamt118,00 €/Monat
Jährlich1.416,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Hamiltonstövare

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Hamiltonstövare-Besitzer empfehlenswert. Als mittelgroßer Laufhund mit ausgeprägtem Jagdtrieb kann der Hamiltonstövare in bestimmten Situationen Schäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für alle Hunde vorgeschrieben. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro ist ratsam.

Häufige Fragen zum Hamiltonstövare

Ist ein Hamiltonstövare ein guter Familienhund?

Ja, der Hamiltonstövare ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Hamiltonstövare im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Hamiltonstövare betragen durchschnittlich 118,00 €. Das umfasst Futter (45,00 €), Versicherung (28,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (15,00 €).

Ist ein Hamiltonstövare für Anfänger geeignet?

Der Hamiltonstövare ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.

Wie viel Bewegung braucht ein Hamiltonstövare?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Hamiltonstövare braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.

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