Harrier
Der fröhliche britische Hasenjäger mit dem großen Herzen
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 295
- Herkunft
- Großbritannien
- Größe
- 48–55 cm
- Gewicht
- 20–27 kg
- Lebenserwartung
- 12–15 Jahre
- Gruppe
- Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Harrier ist kein Wohnungshund und braucht ein Haus mit großem, sicher eingezäuntem Garten. Mindestens zwei Stunden aktive Bewegung pro Tag sind das Minimum. Idealerweise lebt er mit anderen Hunden zusammen, da er als Meutehund die Gesellschaft von Artgenossen schätzt. Einzelhaltung kann zu Einsamkeit und Verhaltensproblemen führen. Sein klangvolles Bellen kann in Wohngebieten störend sein. Er verträgt verschiedene Wetterbedingungen gut. Der Harrier braucht engen Familienanschluss und sollte nicht isoliert gehalten werden. Er eignet sich für aktive Familien auf dem Land.
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Jetzt vergleichenErnährung
Der Harrier benötigt hochwertiges, proteinreiches Futter, das seinem hohen Energieverbrauch gerecht wird. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind für erwachsene Hunde empfehlenswert. Die Futtermenge muss dem Aktivitätslevel angepasst werden. Der Harrier neigt zu Übergewicht, wenn er nicht ausreichend bewegt wird, weshalb die Futtermenge sorgfältig kontrolliert werden sollte. Omega-3-Fettsäuren unterstützen Fell- und Hautgesundheit. Leckerlis sollten in die Tagesration eingerechnet werden. Frisches Trinkwasser muss stets zur Verfügung stehen. Eine ausgewogene Ernährung mit hochwertigem tierischem Protein als Hauptbestandteil ist ideal.
Gesundheit & Krankheiten
Der Harrier ist eine robuste, langlebige Rasse mit wenigen rassetypischen Erkrankungen. Hüftgelenksdysplasie (HD) kann gelegentlich auftreten. Augenerkrankungen sind selten, aber möglich. Ohrenentzündungen erfordern aufgrund der Hängeohren regelmäßige Kontrolle. Magendrehung kann bei dieser tiefbrüstigen Rasse vorkommen. Epilepsie ist bei einigen Linien beschrieben. Hypothyreose kann im mittleren Alter auftreten. Die allgemeine Gesundheitsbilanz des Harrier ist erfreulich gut, was seiner natürlichen Selektion als Arbeitshund über Jahrhunderte zu verdanken ist. Regelmäßige tierärztliche Vorsorge, aktueller Impfschutz und konsequente Parasitenprophylaxe sind empfehlenswert.
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Tarife vergleichenErziehung
Der Harrier ist ein intelligenter, freundlicher Hund, der auf positive Verstärkung gut anspricht. Sein fröhliches Wesen macht das Training unterhaltsam, aber sein Eigensinn als Laufhund erfordert Geduld und Konsequenz. Der Rückruf ist die größte Herausforderung und muss intensiv trainiert werden. Frühe Sozialisierung ist empfehlenswert. Futterbelohnungen sind bei diesem genussfreudigen Hund ein effektives Motivationsmittel. Harte Erziehungsmethoden sind kontraproduktiv. Das Anti-Bell-Training kann notwendig sein, da der Harrier eine klangvolle Stimme besitzt und diese gerne einsetzt. Der Besuch einer Hundeschule wird empfohlen.
Geschichte & Herkunft
Der Harrier gehört zu den ältesten britischen Laufhunderassen, wobei seine genauen Ursprünge im Dunkeln liegen. Der Name leitet sich vom normannisch-französischen Wort für Hund ab. Die erste dokumentierte Harrier-Meute, die Penistone Harriers, wurde bereits 1260 in England erwähnt. Im Mittelalter und der frühen Neuzeit war die Hasenjagd mit Harrier-Meuten ein populärer Sport der englischen Landbevölkerung, im Gegensatz zur aristokratischen Fuchsjagd mit Foxhounds. Im 19. Jahrhundert wurde die Rasse weiter verfeinert. Die FCI erkennt den Harrier offiziell an. In England ging die Zahl der Harrier-Meuten im 20. Jahrhundert stark zurück. Heute ist der Harrier eine seltene Rasse, die außerhalb Großbritanniens kaum anzutreffen ist.
Kosten im Überblick
| Futter | 45,00 €/Monat |
| Versicherung | 30,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 20,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 15,00 €/Monat |
| Gesamt | 120,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.440,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Harrier
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Harrier-Besitzer empfehlenswert. Als mittelgroßer, aktiver Laufhund mit starkem Jagdtrieb kann der Harrier in bestimmten Situationen Schäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für alle Hunde Pflicht. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro bietet ausreichenden Schutz.
Häufige Fragen zum Harrier
Ist ein Harrier ein guter Familienhund?
Ja, der Harrier ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Harrier im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Harrier betragen durchschnittlich 120,00 €. Das umfasst Futter (45,00 €), Versicherung (30,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (15,00 €).
Ist ein Harrier für Anfänger geeignet?
Der Harrier ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.
Wie viel Bewegung braucht ein Harrier?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 5/5. Der Harrier braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.
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