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Harrier

Der fröhliche britische Hasenjäger mit dem großen Herzen

Steckbrief

FCI-Nr.
295
Herkunft
Großbritannien
Größe
4855 cm
Gewicht
2027 kg
Lebenserwartung
1215 Jahre
Gruppe
Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
Charakter
FreundlichAktivGeselligAusdauerndFröhlich
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Der Harrier ist ein mittelgroßer englischer Laufhund, der seit Jahrhunderten in Großbritannien für die Hasenjagd in Meuten eingesetzt wird. Oft als größerer Cousin des Beagle beschrieben, vereint der Harrier die robuste Eleganz der britischen Jagdhundtradition mit einem freundlichen, aufgeweckten Wesen, das ihn bei entsprechender Auslastung auch zu einem angenehmen Familienbegleiter machen kann. Trotz seiner langen Geschichte ist der Harrier außerhalb seiner Heimat eine ausgesprochen seltene Erscheinung. Mit einer Schulterhöhe von 48 bis 55 Zentimetern und einem Gewicht von 20 bis 27 Kilogramm steht der Harrier größenmäßig zwischen dem Beagle und dem English Foxhound. Sein Körperbau ist kompakt, muskulös und auf Ausdauer ausgelegt, mit einem tiefen Brustkorb und kräftigen Läufen. Das kurze, dichte Fell ist typischerweise dreifarbig in Schwarz, Weiß und Loh, es kommen aber auch zweifarbige Varianten vor. Die mittelgroßen, V-förmigen Hängeohren, die freundlichen dunklen Augen und die stets fröhlich getragene Rute verleihen dem Harrier ein gewinnendes, sympathisches Aussehen. Der Charakter des Harrier ist von einer ansteckenden Fröhlichkeit und Lebendigkeit geprägt. Er ist ein enthusiastischer, energiegeladener Hund, der das Leben mit sichtbarer Begeisterung genießt. Im Jagdeinsatz zeigt er eine beeindruckende Ausdauer und Zielstrebigkeit, gepaart mit einer hervorragenden Nase und einer klangvollen Stimme. Zu Hause ist er ein fröhlicher, geselliger Begleiter, der die Aufmerksamkeit seiner Familie liebt und sich mit einer natürlichen Warmherzigkeit in das Familienleben einfügt. Im Familienkreis beweist der Harrier eine bemerkenswerte Kinderfreundlichkeit und Geduld. Er ist ein verspielter, gutmütiger Hund, der die Gesellschaft von Kindern genießt und sich bereitwillig in ihre Spiele einbezieht. Seine ausgezeichnete Verträglichkeit mit anderen Hunden macht ihn ideal für die Mehrhundehaltung. Gegenüber Fremden zeigt er sich freundlich und aufgeschlossen. Der Bewegungsbedarf des Harrier ist sehr hoch. Als ausdauernder Laufhund braucht er täglich mehrere Stunden aktiver Bewegung. Lange Spaziergänge, Joggen, Wandern und die Möglichkeit zum freien Laufen in sicherem Gelände sind essenziell. Sein ausgeprägter Jagdtrieb erfordert besondere Vorsicht beim Freilauf, da er einer aufgenommenen Fährte beharrlich folgen wird. Die Pflege des kurzen, dichten Fells ist unkompliziert und beschränkt sich auf wöchentliches Bürsten. Die Hängeohren sollten regelmäßig kontrolliert werden. Insgesamt ist der Harrier ein wunderbar fröhlicher, liebenswerter Laufhund für aktive Halter, die ihm die Bewegung und Gesellschaft bieten können, die sein aufgeschlossenes Naturell verlangt.

Haltung & Pflege

Haus mit Garten empfohlen
Kinderfreundlich

Der Harrier ist kein Wohnungshund und braucht ein Haus mit großem, sicher eingezäuntem Garten. Mindestens zwei Stunden aktive Bewegung pro Tag sind das Minimum. Idealerweise lebt er mit anderen Hunden zusammen, da er als Meutehund die Gesellschaft von Artgenossen schätzt. Einzelhaltung kann zu Einsamkeit und Verhaltensproblemen führen. Sein klangvolles Bellen kann in Wohngebieten störend sein. Er verträgt verschiedene Wetterbedingungen gut. Der Harrier braucht engen Familienanschluss und sollte nicht isoliert gehalten werden. Er eignet sich für aktive Familien auf dem Land.

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Ernährung

Der Harrier benötigt hochwertiges, proteinreiches Futter, das seinem hohen Energieverbrauch gerecht wird. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind für erwachsene Hunde empfehlenswert. Die Futtermenge muss dem Aktivitätslevel angepasst werden. Der Harrier neigt zu Übergewicht, wenn er nicht ausreichend bewegt wird, weshalb die Futtermenge sorgfältig kontrolliert werden sollte. Omega-3-Fettsäuren unterstützen Fell- und Hautgesundheit. Leckerlis sollten in die Tagesration eingerechnet werden. Frisches Trinkwasser muss stets zur Verfügung stehen. Eine ausgewogene Ernährung mit hochwertigem tierischem Protein als Hauptbestandteil ist ideal.

Gesundheit & Krankheiten

Der Harrier ist eine robuste, langlebige Rasse mit wenigen rassetypischen Erkrankungen. Hüftgelenksdysplasie (HD) kann gelegentlich auftreten. Augenerkrankungen sind selten, aber möglich. Ohrenentzündungen erfordern aufgrund der Hängeohren regelmäßige Kontrolle. Magendrehung kann bei dieser tiefbrüstigen Rasse vorkommen. Epilepsie ist bei einigen Linien beschrieben. Hypothyreose kann im mittleren Alter auftreten. Die allgemeine Gesundheitsbilanz des Harrier ist erfreulich gut, was seiner natürlichen Selektion als Arbeitshund über Jahrhunderte zu verdanken ist. Regelmäßige tierärztliche Vorsorge, aktueller Impfschutz und konsequente Parasitenprophylaxe sind empfehlenswert.

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Erziehung

Der Harrier ist ein intelligenter, freundlicher Hund, der auf positive Verstärkung gut anspricht. Sein fröhliches Wesen macht das Training unterhaltsam, aber sein Eigensinn als Laufhund erfordert Geduld und Konsequenz. Der Rückruf ist die größte Herausforderung und muss intensiv trainiert werden. Frühe Sozialisierung ist empfehlenswert. Futterbelohnungen sind bei diesem genussfreudigen Hund ein effektives Motivationsmittel. Harte Erziehungsmethoden sind kontraproduktiv. Das Anti-Bell-Training kann notwendig sein, da der Harrier eine klangvolle Stimme besitzt und diese gerne einsetzt. Der Besuch einer Hundeschule wird empfohlen.

Geschichte & Herkunft

Der Harrier gehört zu den ältesten britischen Laufhunderassen, wobei seine genauen Ursprünge im Dunkeln liegen. Der Name leitet sich vom normannisch-französischen Wort für Hund ab. Die erste dokumentierte Harrier-Meute, die Penistone Harriers, wurde bereits 1260 in England erwähnt. Im Mittelalter und der frühen Neuzeit war die Hasenjagd mit Harrier-Meuten ein populärer Sport der englischen Landbevölkerung, im Gegensatz zur aristokratischen Fuchsjagd mit Foxhounds. Im 19. Jahrhundert wurde die Rasse weiter verfeinert. Die FCI erkennt den Harrier offiziell an. In England ging die Zahl der Harrier-Meuten im 20. Jahrhundert stark zurück. Heute ist der Harrier eine seltene Rasse, die außerhalb Großbritanniens kaum anzutreffen ist.

Kosten im Überblick

Futter45,00 €/Monat
Versicherung30,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)20,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges15,00 €/Monat
Gesamt120,00 €/Monat
Jährlich1.440,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Harrier

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Harrier-Besitzer empfehlenswert. Als mittelgroßer, aktiver Laufhund mit starkem Jagdtrieb kann der Harrier in bestimmten Situationen Schäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für alle Hunde Pflicht. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro bietet ausreichenden Schutz.

Häufige Fragen zum Harrier

Ist ein Harrier ein guter Familienhund?

Ja, der Harrier ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Harrier im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Harrier betragen durchschnittlich 120,00 €. Das umfasst Futter (45,00 €), Versicherung (30,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (15,00 €).

Ist ein Harrier für Anfänger geeignet?

Der Harrier ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.

Wie viel Bewegung braucht ein Harrier?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 5/5. Der Harrier braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.

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