Hokkaido
Der tapfere Bärenjäger von Japans nördlicher Insel
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 261
- Herkunft
- Japan
- Größe
- 46–52 cm
- Gewicht
- 20–30 kg
- Lebenserwartung
- 12–15 Jahre
- Gruppe
- Spitze und Hunde vom Urtyp
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Hokkaido braucht ein Haus mit sicher eingezäuntem Garten. Wohnungshaltung ist nicht empfehlenswert. Mindestens zwei Stunden aktive Bewegung pro Tag sind notwendig. Er verträgt Kälte hervorragend, leidet aber unter großer Hitze. Im Sommer sollte er in den kühleren Tageszeiten ausgeführt werden. Der Hokkaido braucht die Nähe seiner Familie und sollte nicht über längere Zeit alleine gelassen werden. Die Verträglichkeit mit anderen Hunden ist individuell unterschiedlich und erfordert sorgfältige Sozialisierung. Kleintiere können durch den Jagdtrieb gefährdet sein. Hundesport bietet eine gute Möglichkeit zur Beschäftigung. Der Hokkaido eignet sich für aktive, hundeerfahrene Familien in ländlicher oder vorstädtischer Umgebung.
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Jetzt vergleichenErnährung
Der Hokkaido benötigt hochwertiges, proteinreiches Futter, das seiner Aktivität angepasst ist. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind für erwachsene Hunde empfehlenswert. Fischbasierte Futtermittel werden von vielen Hokkaido-Besitzern bevorzugt und entsprechen der natürlichen Ernährung der Rasse. Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren unterstützen die Gesundheit des dichten Fells. Die Futtermenge sollte dem Aktivitätslevel angepasst werden. Der Hokkaido neigt bei mangelnder Bewegung zu Übergewicht. Welpen benötigen altersgerechtes Welpenfutter. Gelenkunterstützende Nahrungsergänzungen können im Alter sinnvoll sein. Frisches Trinkwasser muss stets verfügbar sein.
Gesundheit & Krankheiten
Der Hokkaido ist eine grundsätzlich robuste und gesunde Rasse. Hüftgelenksdysplasie (HD) kommt gelegentlich vor und sollte bei Zuchttieren untersucht werden. Herzerkrankungen, insbesondere Herzklappendefekte, sind bei der Rasse beschrieben. Augenerkrankungen wie Collie Eye Anomaly (CEA) und Progressive Retinaatrophie (PRA) können auftreten. Psychische Zwangsstörungen, die sich in repetitivem Verhalten äußern, sind bei einigen Linien beobachtet worden. Allergien und Hautprobleme kommen vor. Das dichte Fell kann bei mangelnder Pflege zu Hotspots neigen. Die allgemeine Robustheit der Rasse ist durch die jahrhundertelange natürliche Selektion in den rauen Bedingungen Hokkaidos begünstigt. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind empfehlenswert.
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Die Erziehung des Hokkaido erfordert Erfahrung, Geduld und Fingerspitzengefühl. Als typischer japanischer Spitz ist er intelligent und lernfähig, aber auch eigenwillig und unabhängig. Positive Verstärkung ist die effektivste Methode, wobei Konsequenz und klare Regeln essenziell sind. Frühe Sozialisierung ist besonders wichtig, da der Hokkaido von Natur aus gegenüber Fremden und anderen Hunden reserviert ist. Der Jagdtrieb ist stark ausgeprägt und macht einen zuverlässigen Rückruf zur Herausforderung. Die Bindung zum Halter ist der Schlüssel zur erfolgreichen Erziehung. Zwangsmethoden sind kontraproduktiv und zerstören das Vertrauen. Hundeerfahrung mit asiatischen oder spitzartigen Rassen ist dringend empfohlen.
Geschichte & Herkunft
Der Hokkaido gehört zu den ältesten japanischen Hunderassen und stammt von den Hunden der Ainu ab, dem indigenen Volk Hokkaidos. Die Ainu setzten diese Hunde seit Jahrhunderten zur Jagd auf Bären, Hirsche und andere Wildtiere in den rauen Bergen Hokkaidos ein. Die Isolation der Insel trug dazu bei, dass die Rasse über Generationen relativ reinrassig blieb. 1937 wurde der Hokkaido zum japanischen Naturdenkmal erklärt. Die Rasse überstand den Zweiten Weltkrieg besser als einige andere japanische Rassen, da Hokkaido weniger von den Kriegsfolgen betroffen war. Die FCI erkannte die Rasse 1964 an. In jüngerer Zeit erlangte der Hokkaido durch die Softbank-Werbung in Japan mit dem weißen Hokkaido-Hund Kai-kun landesweite Bekanntheit. International bleibt die Rasse außerordentlich selten.
Kosten im Überblick
| Futter | 45,00 €/Monat |
| Versicherung | 30,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 20,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 15,00 €/Monat |
| Gesamt | 120,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.440,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Hokkaido
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Hokkaido-Besitzer empfehlenswert. Trotz seiner grundsätzlich friedlichen Natur kann der Hokkaido als kräftiger, jagdtriebiger Hund in unerwarteten Situationen Schäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für alle Hunde ohnehin Pflicht. Eine ausreichende Deckungssumme bietet finanziellen Schutz.
Häufige Fragen zum Hokkaido
Ist ein Hokkaido ein guter Familienhund?
Ja, der Hokkaido ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Hokkaido im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Hokkaido betragen durchschnittlich 120,00 €. Das umfasst Futter (45,00 €), Versicherung (30,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (15,00 €).
Ist ein Hokkaido für Anfänger geeignet?
Der Hokkaido ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.
Wie viel Bewegung braucht ein Hokkaido?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Hokkaido braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.
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