Longdog
Die edle Windhundkreuzung für Geschwindigkeit und Ausdauer
Steckbrief
- Herkunft
- Großbritannien
- Größe
- 45–75 cm
- Gewicht
- 12–32 kg
- Lebenserwartung
- 10–15 Jahre
- Gruppe
- Nicht FCI-anerkannt
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Longdog kann trotz seiner Größe in einer geräumigen Wohnung gehalten werden, da er im Haus ein ruhiger, gelassener Zeitgenosse ist. Täglich mindestens eine Stunde aktive Bewegung mit der Möglichkeit zum freien Sprinten in sicherem Gelände ist notwendig. Ein sicher eingezäunter Garten oder regelmäßiger Zugang zu einem eingezäunten Freilaufgebiet sind ideal. Der Zaun muss mindestens 1,50 Meter hoch sein. Kälte verträgt er schlecht und benötigt im Winter einen Mantel. Er verträgt sich in der Regel gut mit anderen Hunden, besonders mit anderen Windhunden. Kleine Haustiere sind aufgrund seines starken Jagdinstinkts gefährdet. Er sollte nicht über längere Zeit allein bleiben.
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Jetzt vergleichenErnährung
Der Longdog benötigt hochwertiges, proteinreiches Futter, das seinem athletischen Körperbau und seinem aktiven Lebensstil entspricht. Zwei Mahlzeiten pro Tag für erwachsene Hunde reduzieren das Risiko einer Magendrehung bei tiefbrüstigen Exemplaren. Die Futtermenge variiert stark je nach Größe und Aktivitätslevel. An aktiven Tagen mit intensivem Laufen steigt der Kalorienbedarf erheblich. Omega-3-Fettsäuren unterstützen Fell und Gelenke. Übergewicht ist bei Windhundtypen leicht erkennbar und sollte unbedingt vermieden werden. Frisches Trinkwasser muss stets zur Verfügung stehen. Leckerlis sollten in die Tagesration einberechnet werden.
Gesundheit & Krankheiten
Der Longdog ist in der Regel ein gesunder Hund, der von der genetischen Vielfalt der Kreuzung profitiert. Osteosakrome und andere Knochentumore können bei größeren Exemplaren auftreten und sind ein bekanntes Risiko bei Windhundrassen. Herzerkrankungen sollten regelmäßig durch tierärztliche Untersuchungen überwacht werden. Magendrehung ist bei tiefbrüstigen Exemplaren ein potenzielles Risiko. Verletzungen des Bewegungsapparats können bei hohen Geschwindigkeiten auftreten. Aufgrund des geringen Körperfettanteils sind Longdogs empfindlich gegenüber Narkosemitteln, was bei Operationen berücksichtigt werden muss. Regelmäßige tierärztliche Vorsorge und konsequente Parasitenprophylaxe sind für die Gesunderhaltung unverzichtbar.
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Tarife vergleichenErziehung
Der Longdog erfordert eine sensible, verständnisvolle Erziehung, die seiner feinfühligen Windhundnatur entspricht. Positive Verstärkung ist die einzig wirksame Methode. Der Rückruf ist das schwierigste Trainingsfeld, da der Sichtjagdinstinkt bei einer Kreuzung zweier Sighthounds besonders stark ausgeprägt ist. Freilauf sollte nur in sicheren, eingezäunten Bereichen stattfinden. Frühe Sozialisierung ist wichtig, um seine natürliche Zurückhaltung gegenüber Fremden in kontrollierte Bahnen zu lenken. Lure Coursing und Rennbahntraining bieten hervorragende Möglichkeiten zur Auslastung. Geduld und Verständnis sind bei der Erziehung unerlässlich.
Geschichte & Herkunft
Der Longdog hat eine jahrhundertealte Tradition in Großbritannien und Irland, wo die Kreuzung verschiedener Windhundrassen seit dem Mittelalter praktiziert wird. Während der Lurcher (Windhund-Nicht-Windhund-Kreuzung) traditionell mit der Wilderei der unteren Schichten assoziiert wurde, war der Longdog oft das Ergebnis gezielter Zuchtbemühungen des Adels und der Landbevölkerung, die einen optimierten Jagdhund für bestimmte Geländeformen oder Wildarten schaffen wollten. Der Greyhound-Deerhound-Longdog etwa wurde für die Hasenjagd in schwerem Gelände geschätzt, während der Saluki-Greyhound-Longdog für die Jagd über lange Distanzen bevorzugt wurde. In jüngerer Zeit hat der Longdog auch als Begleithund und im Coursing-Sport zunehmende Beliebtheit erlangt.
Kosten im Überblick
| Futter | 45,00 €/Monat |
| Versicherung | 25,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 20,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 15,00 €/Monat |
| Gesamt | 115,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.380,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Longdog
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Longdog-Besitzer empfehlenswert. Als schneller Windhundtyp kann er bei plötzlicher Jagdauslösung Schäden verursachen, etwa wenn er einem Wildtier hinterherjagt und dabei auf eine Straße gerät. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro ist ratsam.
Häufige Fragen zum Longdog
Ist ein Longdog ein guter Familienhund?
Ja, der Longdog ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Longdog im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Longdog betragen durchschnittlich 115,00 €. Das umfasst Futter (45,00 €), Versicherung (25,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (15,00 €).
Ist ein Longdog für Anfänger geeignet?
Der Longdog ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.
Wie viel Bewegung braucht ein Longdog?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Longdog braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.
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