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Longdog

Die edle Windhundkreuzung für Geschwindigkeit und Ausdauer

Steckbrief

Herkunft
Großbritannien
Größe
4575 cm
Gewicht
1232 kg
Lebenserwartung
1015 Jahre
Gruppe
Nicht FCI-anerkannt
Charakter
SchnellRuhigSanftmütigElegantAusdauernd
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Der Longdog ist eine Kreuzung aus zwei verschiedenen Windhundrassen (Sighthounds), die in Großbritannien eine lange Tradition besitzt und sich klar vom Lurcher unterscheidet, der eine Kreuzung eines Windhundes mit einem Nicht-Windhund darstellt. Beliebte Longdog-Kombinationen umfassen Greyhound mit Saluki, Whippet mit Deerhound, Greyhound mit Deerhound oder Saluki mit Whippet – jede Kombination mit dem Ziel, bestimmte Eigenschaften wie Geschwindigkeit, Ausdauer, Wendigkeit oder Fellbeschaffenheit zu optimieren. Mit einer je nach Elternrassen stark variierenden Schulterhöhe von 45 bis 75 Zentimetern und einem Gewicht von 12 bis 32 Kilogramm ist der Longdog ein schlanker, eleganter Hund mit dem typischen aerodynamischen Körperbau der Windhunde. Sein tiefbrüstiger Torso, die langen, muskulösen Läufe, der schmale Kopf und die geschmeidige Muskulatur verleihen ihm eine beeindruckende Athletik und Anmut. Das Fell variiert je nach Elternrassen von kurz und glatt bis halblang und drahtig. Die Farbpalette ist ebenso vielfältig und umfasst nahezu alle Hundefarben. Der Charakter des Longdog wird von den gemeinsamen Wesensmerkmalen der Windhundrassen geprägt. Im Haus ist er ein auffallend ruhiger, gelassener und beinahe katzenartiger Hund, der stundenlanges Dösen auf dem Sofa genießt und seine Umgebung mit stoischer Gelassenheit beobachtet. Diese innere Ruhe ist ein Markenzeichen aller Sighthounds und macht den Longdog trotz seiner Größe zu einem überraschend angenehmen Wohnungshund. Im Freien verwandelt sich der Longdog in eine Hochgeschwindigkeitsmaschine. Seine Fähigkeit, innerhalb weniger Sekunden Spitzengeschwindigkeiten von 60 bis 70 Stundenkilometern zu erreichen, ist atemberaubend. Die gezielte Kombination zweier Windhundrassen kann dabei Geschwindigkeit mit Ausdauer verbinden – ein Greyhound-Saluki-Longdog beispielsweise vereint den explosiven Sprint des Greyhounds mit der unerschöpflichen Ausdauer des Saluki über lange Distanzen. Der Longdog ist ein sensibler, feinfühliger Hund, der eine ruhige, geduldige Führung benötigt und auf harte Erziehungsmethoden mit Rückzug und Verunsicherung reagiert. Seine Bindung an seine Bezugspersonen ist tief und aufrichtig, und er zeigt eine bemerkenswerte Empathie für die Stimmungen seiner Menschen. Mit Kindern ist er in der Regel sanft und geduldig, solange sein Ruhebedürfnis respektiert wird. Die Pflege des Longdog hängt stark von seinem Felltyp ab. Kurzfellige Exemplare benötigen nur minimale Fellpflege, während halblangfelliges Fell regelmäßiges Bürsten erfordert. Alle Longdogs sind aufgrund ihres geringen Körperfettanteils kälteempfindlich und benötigen im Winter einen gut sitzenden Hundemantel. Insgesamt ist der Longdog ein faszinierender Hundetyp, der das Beste der Windhundwelt in sich vereint und als ruhiger, eleganter Begleiter für Liebhaber dieser einzigartigen Hunde eine exzellente Wahl darstellt.

Haltung & Pflege

Wohnungstauglich
Kinderfreundlich

Der Longdog kann trotz seiner Größe in einer geräumigen Wohnung gehalten werden, da er im Haus ein ruhiger, gelassener Zeitgenosse ist. Täglich mindestens eine Stunde aktive Bewegung mit der Möglichkeit zum freien Sprinten in sicherem Gelände ist notwendig. Ein sicher eingezäunter Garten oder regelmäßiger Zugang zu einem eingezäunten Freilaufgebiet sind ideal. Der Zaun muss mindestens 1,50 Meter hoch sein. Kälte verträgt er schlecht und benötigt im Winter einen Mantel. Er verträgt sich in der Regel gut mit anderen Hunden, besonders mit anderen Windhunden. Kleine Haustiere sind aufgrund seines starken Jagdinstinkts gefährdet. Er sollte nicht über längere Zeit allein bleiben.

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Ernährung

Der Longdog benötigt hochwertiges, proteinreiches Futter, das seinem athletischen Körperbau und seinem aktiven Lebensstil entspricht. Zwei Mahlzeiten pro Tag für erwachsene Hunde reduzieren das Risiko einer Magendrehung bei tiefbrüstigen Exemplaren. Die Futtermenge variiert stark je nach Größe und Aktivitätslevel. An aktiven Tagen mit intensivem Laufen steigt der Kalorienbedarf erheblich. Omega-3-Fettsäuren unterstützen Fell und Gelenke. Übergewicht ist bei Windhundtypen leicht erkennbar und sollte unbedingt vermieden werden. Frisches Trinkwasser muss stets zur Verfügung stehen. Leckerlis sollten in die Tagesration einberechnet werden.

Gesundheit & Krankheiten

Der Longdog ist in der Regel ein gesunder Hund, der von der genetischen Vielfalt der Kreuzung profitiert. Osteosakrome und andere Knochentumore können bei größeren Exemplaren auftreten und sind ein bekanntes Risiko bei Windhundrassen. Herzerkrankungen sollten regelmäßig durch tierärztliche Untersuchungen überwacht werden. Magendrehung ist bei tiefbrüstigen Exemplaren ein potenzielles Risiko. Verletzungen des Bewegungsapparats können bei hohen Geschwindigkeiten auftreten. Aufgrund des geringen Körperfettanteils sind Longdogs empfindlich gegenüber Narkosemitteln, was bei Operationen berücksichtigt werden muss. Regelmäßige tierärztliche Vorsorge und konsequente Parasitenprophylaxe sind für die Gesunderhaltung unverzichtbar.

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Erziehung

Der Longdog erfordert eine sensible, verständnisvolle Erziehung, die seiner feinfühligen Windhundnatur entspricht. Positive Verstärkung ist die einzig wirksame Methode. Der Rückruf ist das schwierigste Trainingsfeld, da der Sichtjagdinstinkt bei einer Kreuzung zweier Sighthounds besonders stark ausgeprägt ist. Freilauf sollte nur in sicheren, eingezäunten Bereichen stattfinden. Frühe Sozialisierung ist wichtig, um seine natürliche Zurückhaltung gegenüber Fremden in kontrollierte Bahnen zu lenken. Lure Coursing und Rennbahntraining bieten hervorragende Möglichkeiten zur Auslastung. Geduld und Verständnis sind bei der Erziehung unerlässlich.

Geschichte & Herkunft

Der Longdog hat eine jahrhundertealte Tradition in Großbritannien und Irland, wo die Kreuzung verschiedener Windhundrassen seit dem Mittelalter praktiziert wird. Während der Lurcher (Windhund-Nicht-Windhund-Kreuzung) traditionell mit der Wilderei der unteren Schichten assoziiert wurde, war der Longdog oft das Ergebnis gezielter Zuchtbemühungen des Adels und der Landbevölkerung, die einen optimierten Jagdhund für bestimmte Geländeformen oder Wildarten schaffen wollten. Der Greyhound-Deerhound-Longdog etwa wurde für die Hasenjagd in schwerem Gelände geschätzt, während der Saluki-Greyhound-Longdog für die Jagd über lange Distanzen bevorzugt wurde. In jüngerer Zeit hat der Longdog auch als Begleithund und im Coursing-Sport zunehmende Beliebtheit erlangt.

Kosten im Überblick

Futter45,00 €/Monat
Versicherung25,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)20,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges15,00 €/Monat
Gesamt115,00 €/Monat
Jährlich1.380,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Longdog

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Longdog-Besitzer empfehlenswert. Als schneller Windhundtyp kann er bei plötzlicher Jagdauslösung Schäden verursachen, etwa wenn er einem Wildtier hinterherjagt und dabei auf eine Straße gerät. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro ist ratsam.

Häufige Fragen zum Longdog

Ist ein Longdog ein guter Familienhund?

Ja, der Longdog ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Longdog im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Longdog betragen durchschnittlich 115,00 €. Das umfasst Futter (45,00 €), Versicherung (25,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (15,00 €).

Ist ein Longdog für Anfänger geeignet?

Der Longdog ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.

Wie viel Bewegung braucht ein Longdog?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Longdog braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.

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