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Pachón Navarro

Der einzigartige spanische Vorstehhund mit der gespaltenen Nase

Steckbrief

Herkunft
Spanien
Größe
4857 cm
Gewicht
2030 kg
Lebenserwartung
1214 Jahre
Gruppe
Nicht FCI-anerkannt
Charakter
SanftRuhigIntelligentGehorsamAusdauernd
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Der Pachón Navarro ist einer der außergewöhnlichsten und faszinierendsten Hunde der Welt, vor allem wegen seines einzigartigen körperlichen Merkmals: der gespaltenen oder doppelten Nase. Diese seltene anatomische Besonderheit, bei der der Nasenspiegel durch eine deutliche Furche in zwei Hälften geteilt erscheint, macht den Pachón Navarro zu einer der am leichtesten identifizierbaren Hunderassen überhaupt. Dieser traditionsreiche spanische Vorstehhund aus der Region Navarra gehört zu den ältesten Jagdhunderassen der Iberischen Halbinsel. Mit einer Schulterhöhe von 48 bis 57 Zentimetern und einem Gewicht von 20 bis 30 Kilogramm ist der Pachón Navarro ein mittelgroßer, kompakter Jagdhund von kräftiger, aber eleganter Statur. Sein kurzes bis mittellanges, hartes Fell ist weiß mit braunen, orangefarbenen oder leberfarbenen Flecken und Platten. Der Kopf ist breit und kantig mit den typischen, langen Hängeohren eines Vorstehhundes und natürlich der markanten, gespaltenen Nase, die sein unverwechselbarstes Merkmal darstellt. Entgegen einer verbreiteten Annahme verleiht die Doppelnase dem Pachón Navarro keinen nachweislich besseren Geruchssinn als anderen Jagdhunderassen. Die gespaltene Nase ist vielmehr ein genetisch bedingtes Merkmal, das über Jahrhunderte der Zucht erhalten und gefördert wurde, weil die alten navarresischen Jäger glaubten, es verbessere die Riechleistung. Unabhängig davon besitzt der Pachón Navarro eine exzellente Nase und hervorragende jagdliche Fähigkeiten als Vorstehhund. Charakterlich ist der Pachón Navarro ein überraschend sanfter, ruhiger und gelassener Hund, der sich deutlich von vielen anderen Jagdhunderassen durch seine Ausgeglichenheit und sein freundliches Wesen unterscheidet. Im Haus ist er ein angenehmer, unauffälliger Begleiter, der sich seiner Familie eng anschließt und eine tiefe Bindung zu seinen Bezugspersonen aufbaut. Kindern gegenüber zeigt er sich geduldig und liebevoll. Der Bewegungsbedarf des Pachón Navarro ist hoch. Als Jagdhund benötigt er täglich mindestens ein bis zwei Stunden intensive körperliche Betätigung. Nasenarbeit und Fährtensuche sind ideale Beschäftigungsformen, die seinem natürlichen Talent als Vorstehhund entsprechen. Lange Wanderungen in der Natur bieten ihm die Auslastung, die er braucht. Die Pflege des kurzen Fells ist unkompliziert. Der Pachón Navarro ist eine lebende Verbindung zur alten jagdlichen Tradition Spaniens und ein einzigartiges zoologisches Kuriosum, das unbedingt erhalten werden muss.

Haltung & Pflege

Haus mit Garten empfohlen
Kinderfreundlich

Der Pachón Navarro benötigt ein Haus mit Garten, idealerweise in ländlicher oder vorstädtischer Umgebung. Eine reine Wohnungshaltung ist für diesen aktiven Jagdhund nicht empfehlenswert. Mindestens ein bis zwei Stunden aktive Bewegung pro Tag sind erforderlich, idealerweise in naturnaher Umgebung. Er versteht sich gut mit anderen Hunden und kann problemlos als Zweithund gehalten werden. Seine ruhige Art macht ihn verträglicher als viele andere Jagdhunderassen. Kleine Haustiere können aufgrund seines Jagdinstinkts gefährdet sein. Er sollte nicht über längere Zeiträume allein bleiben.

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Ernährung

Der Pachón Navarro benötigt hochwertiges, proteinreiches Futter, das seinem aktiven Jagdhund-Naturell entspricht. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind für erwachsene Hunde empfehlenswert. Die Futtermenge sollte an Alter, Gewicht und Aktivitätsgrad angepasst werden. An Jagdtagen steigt der Energiebedarf erheblich. Omega-3-Fettsäuren unterstützen Fell und Haut. Als mittelgroßer, aktiver Hund hat er einen guten Stoffwechsel und neigt bei ausreichender Bewegung weniger zur Fettleibigkeit. Frisches Trinkwasser muss stets zur Verfügung stehen.

Gesundheit & Krankheiten

Der Pachón Navarro ist eine robuste, gesunde Rasse, die von jahrhundertelanger Selektion auf Arbeitsfähigkeit profitiert hat. Die gespaltene Nase verursacht keine bekannten gesundheitlichen Probleme. Hüftgelenksdysplasie (HD) kann gelegentlich vorkommen. Ohrentzündungen erfordern aufgrund der langen Hängeohren regelmäßige Kontrolle und Pflege. Progressive Retinaatrophie (PRA) ist in einigen Linien dokumentiert. Die extrem kleine Zuchtpopulation birgt Risiken für genetische Verarmung. Aufgrund der Seltenheit der Rasse sind spezifische Gesundheitsdaten begrenzt. Regelmäßige tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen, Impfschutz und Parasitenprophylaxe sind für die Gesunderhaltung unverzichtbar.

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Erziehung

Der Pachón Navarro ist intelligent, lernwillig und für einen Jagdhund bemerkenswert kooperativ. Positive Verstärkung führt zu ausgezeichneten Ergebnissen. Sein ruhiges, ausgeglichenes Temperament macht die Erziehung vergleichsweise angenehm. Der Rückruf muss dennoch intensiv trainiert werden, da sein jagdlicher Instinkt ihn bei interessanten Fährten ablenken kann. Frühe Sozialisierung ist wichtig, obwohl er von Natur aus freundlich und verträglich ist. Nasenarbeit und Fährtensuche sind hervorragende Trainingsanreize, die seine natürlichen Begabungen als Vorstehhund nutzen.

Geschichte & Herkunft

Der Pachón Navarro ist einer der ältesten Vorstehhunde der Iberischen Halbinsel und hat seine Wurzeln vermutlich im Mittelalter. Er stammt aus der Region Navarra im Norden Spaniens und war über Jahrhunderte ein geschätzter Jagdhund des spanischen Adels und der navarresischen Landbevölkerung. Sein markantestes Merkmal, die gespaltene Nase, ist seit Jahrhunderten dokumentiert und wurde bewusst in der Zucht erhalten. Im 20. Jahrhundert ging die Population dramatisch zurück, und der Pachón Navarro galt zeitweise als beinahe ausgestorben. Ab den 1990er Jahren begannen engagierte Züchter mit systematischen Erhaltungsprogrammen. Der Pachón Navarro ist heute in Spanien als eigenständige Rasse anerkannt, eine FCI-Anerkennung steht jedoch noch aus. Die Population bleibt sehr klein und auf Spanien beschränkt.

Kosten im Überblick

Futter45,00 €/Monat
Versicherung30,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)20,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges15,00 €/Monat
Gesamt120,00 €/Monat
Jährlich1.440,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Pachón Navarro

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Besitzer eines Pachón Navarro empfehlenswert. Als mittelgroßer Jagdhund kann er in unvorhergesehenen Situationen, insbesondere wenn sein Jagdinstinkt geweckt wird, Schäden verursachen. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro bietet ausreichenden Schutz.

Häufige Fragen zum Pachón Navarro

Ist ein Pachón Navarro ein guter Familienhund?

Ja, der Pachón Navarro ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Pachón Navarro im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Pachón Navarro betragen durchschnittlich 120,00 €. Das umfasst Futter (45,00 €), Versicherung (30,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (15,00 €).

Ist ein Pachón Navarro für Anfänger geeignet?

Der Pachón Navarro ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.

Wie viel Bewegung braucht ein Pachón Navarro?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Pachón Navarro braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.

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