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Perro de Presa Canario

Der stolze Wächter von den Vulkaninseln

Steckbrief

FCI-Nr.
346
Herkunft
Spanien (Kanarische Inseln)
Größe
5666 cm
Gewicht
3865 kg
Lebenserwartung
911 Jahre
Gruppe
Pinscher und Schnauzer, Molosser und Schweizer Sennenhunde
Charakter
SelbstbewusstRuhigWachsamLoyalDominant
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Der Perro de Presa Canario, auch als Dogo Canario oder Kanarische Dogge bekannt, ist ein kraftvoller Molosser von den Kanarischen Inseln, der Stärke, Mut und eine beeindruckende Ausstrahlung in sich vereint. Dieser stolze Hund ist das Tier-Symbol der Insel Gran Canaria und verkörpert die Robustheit und den Charakter der vulkanischen Insellandschaft, aus der er stammt. Mit einer Schulterhöhe von 56 bis 66 Zentimetern und einem Gewicht von 38 bis 65 Kilogramm ist der Presa Canario ein kräftiger, muskulöser Hund mit breitem, massivem Kopf und einer deutlich molosserartigen Erscheinung. Sein kurzes, raues Fell kommt in gestromten und Fawn-Tönen vor, jeweils mit einer schwarzen Maske im Gesicht. Einige Hunde tragen weiße Abzeichen an der Brust oder den Pfoten. Der breite Brustkorb, die kräftigen Läufe und die aufmerksamen, dunkelbraunen Augen unterstreichen seinen kraftvollen, athletischen Eindruck. Der Charakter des Presa Canario ist von einem ruhigen Selbstbewusstsein geprägt. Er ist ein Hund, der in sich ruht und seine Umgebung mit gelassener Aufmerksamkeit überblickt. Seine Loyalität gegenüber seiner Familie ist tief und bedingungslos. Im Familienalltag zeigt er sich als ausgeglichener, anhänglicher Begleiter, der die Nähe seiner Menschen schätzt und genießt. Kindern gegenüber ist er, bei guter Sozialisierung, geduldig und sanftmütig. Sein Wachinstinkt ist stark ausgeprägt. Der Presa Canario verteidigt sein Territorium und seine Familie mit Entschlossenheit. Fremden gegenüber zeigt er eine natürliche Reserviertheit, die bei mangelnder Sozialisierung in Misstrauen und Aggression umschlagen kann. Diese Eigenschaft hat dazu geführt, dass er in mehreren deutschen Bundesländern auf der Rasseliste steht und strengen Haltungsauflagen unterliegt. Der Presa Canario steht in Deutschland in mehreren Bundesländern auf der Rasseliste. Sachkundenachweise, Wesenstests, Leinen- und Maulkorbpflicht sowie eine obligatorische Haftpflichtversicherung können erforderlich sein. Interessenten sollten die Vorschriften ihres Bundeslandes vor der Anschaffung genau prüfen. Der Bewegungsbedarf ist moderat. Tägliche Spaziergänge und gelegentliche sportliche Aktivitäten halten den Presa Canario zufrieden. Die Fellpflege ist aufgrund des kurzen Fells minimal. Der Presa Canario ist ein Hund für erfahrene Halter, die Verantwortungsbewusstsein, Konsequenz und ausreichend Platz mitbringen.

Haltung & Pflege

Haus mit Garten empfohlen
Kinderfreundlich

Der Presa Canario braucht ein Haus mit großem, sicher eingezäuntem Garten. In der Öffentlichkeit gelten je nach Bundesland Leinen- und Maulkorbpflicht. Hundeauslaufgebiete ohne Leinenpflicht sind je nach gesetzlicher Regelung nicht nutzbar. Der Presa Canario braucht engen Kontakt zu seiner Familie und ist kein Hund für Zwingerhaltung. Moderate Bewegung mit ein bis zwei Stunden pro Tag ist ausreichend. Er verträgt Wärme besser als extreme Kälte. Die Verträglichkeit mit anderen Hunden erfordert sorgfältige Sozialisierung und Aufsicht. Die rechtlichen Rahmenbedingungen der Rasseliste müssen vor der Anschaffung vollständig geprüft werden.

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Ernährung

Der Presa Canario benötigt hochwertiges, proteinreiches Futter. Zwei Mahlzeiten pro Tag für erwachsene Hunde reduzieren das Risiko einer Magendrehung. Anti-Schling-Näpfe sind empfehlenswert. Welpen großer Rassen brauchen spezielles Futter für kontrolliertes Wachstum. Die Futtermenge muss dem individuellen Bedarf angepasst werden. Übergewicht belastet die Gelenke und muss vermieden werden. Gelenkunterstützende Nahrungsergänzungen sind ab dem mittleren Alter sinnvoll. Die monatlichen Futterkosten sind aufgrund der Größe erheblich. Frisches Wasser muss immer verfügbar sein.

Gesundheit & Krankheiten

Der Perro de Presa Canario ist grundsätzlich eine robuste Rasse. Hüftgelenksdysplasie (HD) ist die häufigste orthopädische Erkrankung und sollte bei Zuchttieren untersucht werden. Ellbogendysplasie (ED) kommt ebenfalls vor. Magendrehung ist aufgrund der Größe ein Risiko. Herzerkrankungen wie dilatative Kardiomyopathie (DCM) sind dokumentiert. Entropium tritt gelegentlich auf. Epilepsie kommt in einigen Linien vor. Hautallergien können auftreten. Kryptorchismus (Hodenhochstand) wird gelegentlich beobachtet. Die Lebenserwartung von 9 bis 11 Jahren liegt im normalen Bereich für Hunde dieser Größe. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und Gewichtskontrolle sind wichtig.

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Erziehung

Die Erziehung des Presa Canario erfordert einen erfahrenen, souveränen Halter. Der Presa Canario ist intelligent und lernfähig, aber dominant und eigenwillig. Er braucht eine klare, konsequente Führung, die auf gegenseitigem Respekt basiert. Frühe und umfassende Sozialisierung ist absolut entscheidend. Positive Verstärkung kombiniert mit ruhiger Bestimmtheit ist die effektivste Methode. Härte und Konfrontation führen zu Vertrauensverlust und können gefährliche Reaktionen provozieren. Der Besuch einer Hundeschule mit Erfahrung bei Molosserrassen ist Pflicht. Die gesetzlichen Auflagen wie Sachkundenachweis und Wesenstest müssen erfüllt werden. Ein erfahrener Hundetrainer sollte von Anfang an hinzugezogen werden.

Geschichte & Herkunft

Der Perro de Presa Canario stammt von den Kanarischen Inseln und geht auf alte Molosser zurück, die von den spanischen Eroberern mitgebracht und mit einheimischen Hunden gekreuzt wurden. Auf den Inseln wurde er als Viehtreiber, Wachhund und leider auch für Hundekämpfe eingesetzt. Mit dem Verbot der Hundekämpfe in den 1940er Jahren ging die Population stark zurück. In den 1970er Jahren begann eine Gruppe engagierter Züchter auf den Kanarischen Inseln mit der systematischen Wiederbelebung der Rasse. 2001 ernannte die spanische Regierung den Presa Canario zum Natursymbol der Insel Gran Canaria. Die FCI erkennt die Rasse unter dem Namen "Dogo Canario" mit der Nummer 346 an. In Deutschland steht er in mehreren Bundesländern auf der Rasseliste.

Kosten im Überblick

Futter70,00 €/Monat
Versicherung70,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)30,00 €/Monat
Hundesteuer15,00 €/Monat
Sonstiges25,00 €/Monat
Gesamt210,00 €/Monat
Jährlich2.520,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Perro de Presa Canario

Für Presa-Canario-Besitzer ist eine Hundehaftpflichtversicherung in den meisten Bundesländern gesetzlich vorgeschrieben, da der Presa Canario in vielen Rasselisten geführt wird. Unabhängig von der gesetzlichen Pflicht ist die Versicherung bei einem so kräftigen Hund mit starkem Schutzinstinkt absolut notwendig. Die Versicherung sollte eine Deckungssumme von mindestens 10 Millionen Euro bieten. Nicht alle Versicherer nehmen Listenhunde an, spezialisierte Anbieter können helfen. Vergleichen Sie Tarife, da die Beiträge für Listenhunde höher ausfallen.

Häufige Fragen zum Perro de Presa Canario

Ist ein Perro de Presa Canario ein guter Familienhund?

Ja, der Perro de Presa Canario ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Perro de Presa Canario im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Perro de Presa Canario betragen durchschnittlich 210,00 €. Das umfasst Futter (70,00 €), Versicherung (70,00 €), Tierarzt (30,00 €), Steuer (15,00 €) und Sonstiges (25,00 €).

Ist ein Perro de Presa Canario für Anfänger geeignet?

Der Perro de Presa Canario ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.

Wie viel Bewegung braucht ein Perro de Presa Canario?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 3/5. Moderate Bewegung von 1-2 Stunden täglich ist empfehlenswert.

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