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Pharaonenhund

Der errötende Kaninchenjäger aus dem Mittelmeer

Steckbrief

FCI-Nr.
248
Herkunft
Malta
Größe
5363 cm
Gewicht
1827 kg
Lebenserwartung
1114 Jahre
Gruppe
Spitze und Hunde vom Urtyp
Charakter
IntelligentLebhaftFreundlichAnhänglichVerspielt
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Der Pharaonenhund ist eine der faszinierendsten und ältesten Hunderassen der Welt. Obwohl sein Name auf eine ägyptische Herkunft hindeutet, ist sein tatsächliches Ursprungsland Malta, wo er als „Kelb tal-Fenek" (Kaninchenhund) bekannt ist und den Status des Nationalhundes genießt. Seine verblüffende Ähnlichkeit mit den Hunden auf altägyptischen Grabmalereien hat jahrhundertelang zu der Annahme geführt, er sei ein direkter Nachfahre der Hunde der Pharaonen. Mit einer Schulterhöhe von 53 bis 63 Zentimetern und einem Gewicht von 18 bis 27 Kilogramm ist der Pharaonenhund ein mittelgroßer, schlanker und muskulöser Hund. Sein kurzes, glänzendes Fell ist einheitlich rehfarben bis kastanienrot, oft mit einer weißen Rutenspitze, einem weißen Brustfleck und weißen Zehenspitzen. Die großen, aufrecht stehenden Ohren, die bernsteinfarbenen Augen und die lange, schlanke Schnauze verleihen ihm ein edles, fast archaisch anmutendes Aussehen. Eine einzigartige Eigenschaft des Pharaonenhundes ist seine Fähigkeit zu „erröten": Bei Aufregung oder Freude durchströmt Blut Nase und Ohren und lässt sie leuchtend rosa erstrahlen. Auch seine Augen können dabei in einem intensiveren Bernsteinton leuchten. Dieses Erröten ist bei keiner anderen Hunderasse in diesem Ausmaß zu beobachten und macht den Pharaonenhund zu einem besonders ausdrucksstarken Begleiter. Der Charakter des Pharaonenhundes unterscheidet sich deutlich von dem vieler anderer Sichtjäger. Er ist überraschend aufgeschlossen, freundlich und gesellig. Anders als die typische Windhund-Reserviertheit zeigt der Pharaonenhund eine natürliche Lebhaftigkeit und Verspieltheit, die bis ins hohe Alter erhalten bleibt. Er begrüßt seine Menschen enthusiastisch und ist auch Fremden gegenüber zugänglich. Im Familienalltag ist der Pharaonenhund ein fröhlicher, aktiver Begleiter, der gerne im Mittelpunkt steht. Er ist intelligent und lernwillig, was ihn im Vergleich zu anderen Sichtjäger-Rassen relativ gut erziehbar macht. Sein Humor und seine Clownereien bringen seine Familie regelmäßig zum Lachen. Der Bewegungsbedarf ist hoch. Der Pharaonenhund braucht täglich ausgedehnte Aktivitäten und die Möglichkeit, frei zu laufen. Sein Jagdtrieb ist stark ausgeprägt, was gesicherten Freilauf notwendig macht. Insgesamt ist der Pharaonenhund ein einzigartiger, charmanter Hund für aktive Menschen, die einen fröhlichen und gleichzeitig eleganten Begleiter suchen.

Haltung & Pflege

Haus mit Garten empfohlen
Kinderfreundlich

Der Pharaonenhund braucht ein Haus mit sicher eingezäuntem Garten. Der Zaun sollte mindestens 1,50 Meter hoch sein, da der Pharaonenhund gut springen kann. Mindestens ein bis zwei Stunden aktive Bewegung pro Tag sind notwendig. Coursing und Freilauf in gesichertem Gelände sind ideal. Kälte verträgt er schlecht, ein Hundemantel ist im Winter empfehlenswert. Der Pharaonenhund ist gesellig und verträgt sich gut mit anderen Hunden, bei Kleintieren ist aufgrund des Jagdtriebs Vorsicht geboten. Er ist ein guter Familienhund für Familien mit älteren Kindern. Er sollte nicht zu lange allein gelassen werden. Sein freudiges Bellen kann in der Nachbarschaft beachtet werden.

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Ernährung

Der Pharaonenhund benötigt hochwertiges, proteinreiches Futter, das seinen aktiven Lebensstil unterstützt. Zwei Mahlzeiten pro Tag für erwachsene Hunde sind ideal. Die Futtermenge muss dem Aktivitätslevel angepasst werden – aktive Pharaonenhunde haben einen hohen Kalorienbedarf. Der Hund sollte schlank und athletisch bleiben, die Rippen leicht fühlbar sein. Hochwertige Proteine und Fette sind wichtig für die Muskulatur und Energie. Omega-Fettsäuren unterstützen die Haut- und Fellgesundheit. Welpen benötigen ein ausgewogenes Futter für kontrolliertes Wachstum. Leckerlis können großzügiger eingesetzt werden als bei verfressenen Rassen, da der Pharaonenhund selten zu Übergewicht neigt. Frisches Wasser muss stets verfügbar sein.

Gesundheit & Krankheiten

Der Pharaonenhund ist eine ausgesprochen gesunde Rasse mit wenigen erblichen Erkrankungen. Patellaluxation kann vorkommen und sollte untersucht werden. Allergien und Hautempfindlichkeiten treten gelegentlich auf, da das kurze Fell wenig Schutz bietet. Hüftgelenksdysplasie ist selten, kann aber vorkommen. Augenerkrankungen sind selten. Der Pharaonenhund ist empfindlich gegenüber Narkosemitteln, insbesondere Barbituraten – der Tierarzt muss informiert werden. Ohreninfektionen können durch die großen, offenen Ohren begünstigt werden. Die dünne Haut ist anfällig für Schnittverletzungen. Der Pharaonenhund verträgt extreme Kälte schlecht. Regelmäßige tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen, aktueller Impfschutz und Parasitenprophylaxe sind empfehlenswert.

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Erziehung

Die Erziehung des Pharaonenhundes ist im Vergleich zu anderen Sichtjägern relativ dankbar. Er ist intelligent, lernwillig und motiviert durch Spiel und Belohnung. Positive Verstärkung mit Abwechslung ist die beste Methode. Der Pharaonenhund reagiert empfindlich auf harte Korrekturen und verliert dann die Kooperationsbereitschaft. Frühe Sozialisierung ist wichtig und fällt bei dieser aufgeschlossenen Rasse leicht. Der Rückruf bei Sichtreizen bleibt die größte Herausforderung, da der Jagdtrieb stark ist. Konsequentes Training mit hochwertigem Futter als Belohnung kann den Rückruf verbessern. Der Pharaonenhund eignet sich gut für Hundesport wie Agility, Coursing und Lure-Coursing. Seine Verspieltheit macht das Training unterhaltsam.

Geschichte & Herkunft

Der Pharaonenhund stammt von Malta, wo er seit Jahrhunderten als Kaninchenjagdhund eingesetzt wird. Die maltesischen Jäger nutzen ihn bis heute für die nächtliche Kaninchenjagd mit Netzen und Frettchen. Der Name „Pharaonenhund" geht auf die Ähnlichkeit mit den Hunden auf altägyptischen Reliefs zurück, obwohl genetische Studien gezeigt haben, dass die Rasse nicht direkt mit den Hunden des alten Ägyptens verwandt ist, sondern sich auf Malta über Jahrhunderte isoliert entwickelt hat. Malta erklärte den Kelb tal-Fenek 1979 zum Nationalhund und gab eine Briefmarke mit seinem Bild heraus. Die FCI erkannte die Rasse 1963 an und führt sie unter der Nummer 248. Außerhalb Maltas bleibt der Pharaonenhund eine seltene Rasse.

Kosten im Überblick

Futter45,00 €/Monat
Versicherung25,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)20,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges15,00 €/Monat
Gesamt115,00 €/Monat
Jährlich1.380,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Pharaonenhund

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Besitzer eines Pharaonenhundes empfehlenswert. Obwohl er ein freundlicher Hund ist, kann sein starker Jagdtrieb zu unkontrollierten Situationen führen. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro ist sinnvoll. In einigen Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für alle Hunde ohnehin Pflicht.

Häufige Fragen zum Pharaonenhund

Ist ein Pharaonenhund ein guter Familienhund?

Ja, der Pharaonenhund ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Pharaonenhund im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Pharaonenhund betragen durchschnittlich 115,00 €. Das umfasst Futter (45,00 €), Versicherung (25,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (15,00 €).

Ist ein Pharaonenhund für Anfänger geeignet?

Der Pharaonenhund ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.

Wie viel Bewegung braucht ein Pharaonenhund?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Pharaonenhund braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.

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