Pharaonenhund
Der errötende Kaninchenjäger aus dem Mittelmeer
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 248
- Herkunft
- Malta
- Größe
- 53–63 cm
- Gewicht
- 18–27 kg
- Lebenserwartung
- 11–14 Jahre
- Gruppe
- Spitze und Hunde vom Urtyp
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Pharaonenhund braucht ein Haus mit sicher eingezäuntem Garten. Der Zaun sollte mindestens 1,50 Meter hoch sein, da der Pharaonenhund gut springen kann. Mindestens ein bis zwei Stunden aktive Bewegung pro Tag sind notwendig. Coursing und Freilauf in gesichertem Gelände sind ideal. Kälte verträgt er schlecht, ein Hundemantel ist im Winter empfehlenswert. Der Pharaonenhund ist gesellig und verträgt sich gut mit anderen Hunden, bei Kleintieren ist aufgrund des Jagdtriebs Vorsicht geboten. Er ist ein guter Familienhund für Familien mit älteren Kindern. Er sollte nicht zu lange allein gelassen werden. Sein freudiges Bellen kann in der Nachbarschaft beachtet werden.
Hundehaftpflicht vergleichen für Pharaonenhund
Ab 3€/Monat – Vergleiche die besten Tarife und spare bis zu 60%
Jetzt vergleichenErnährung
Der Pharaonenhund benötigt hochwertiges, proteinreiches Futter, das seinen aktiven Lebensstil unterstützt. Zwei Mahlzeiten pro Tag für erwachsene Hunde sind ideal. Die Futtermenge muss dem Aktivitätslevel angepasst werden – aktive Pharaonenhunde haben einen hohen Kalorienbedarf. Der Hund sollte schlank und athletisch bleiben, die Rippen leicht fühlbar sein. Hochwertige Proteine und Fette sind wichtig für die Muskulatur und Energie. Omega-Fettsäuren unterstützen die Haut- und Fellgesundheit. Welpen benötigen ein ausgewogenes Futter für kontrolliertes Wachstum. Leckerlis können großzügiger eingesetzt werden als bei verfressenen Rassen, da der Pharaonenhund selten zu Übergewicht neigt. Frisches Wasser muss stets verfügbar sein.
Gesundheit & Krankheiten
Der Pharaonenhund ist eine ausgesprochen gesunde Rasse mit wenigen erblichen Erkrankungen. Patellaluxation kann vorkommen und sollte untersucht werden. Allergien und Hautempfindlichkeiten treten gelegentlich auf, da das kurze Fell wenig Schutz bietet. Hüftgelenksdysplasie ist selten, kann aber vorkommen. Augenerkrankungen sind selten. Der Pharaonenhund ist empfindlich gegenüber Narkosemitteln, insbesondere Barbituraten – der Tierarzt muss informiert werden. Ohreninfektionen können durch die großen, offenen Ohren begünstigt werden. Die dünne Haut ist anfällig für Schnittverletzungen. Der Pharaonenhund verträgt extreme Kälte schlecht. Regelmäßige tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen, aktueller Impfschutz und Parasitenprophylaxe sind empfehlenswert.
Hunde-OP-Versicherung vergleichen für Pharaonenhund
OP-Kosten von 1.000–6.000€ absichern – schon ab 10€/Monat
Tarife vergleichenErziehung
Die Erziehung des Pharaonenhundes ist im Vergleich zu anderen Sichtjägern relativ dankbar. Er ist intelligent, lernwillig und motiviert durch Spiel und Belohnung. Positive Verstärkung mit Abwechslung ist die beste Methode. Der Pharaonenhund reagiert empfindlich auf harte Korrekturen und verliert dann die Kooperationsbereitschaft. Frühe Sozialisierung ist wichtig und fällt bei dieser aufgeschlossenen Rasse leicht. Der Rückruf bei Sichtreizen bleibt die größte Herausforderung, da der Jagdtrieb stark ist. Konsequentes Training mit hochwertigem Futter als Belohnung kann den Rückruf verbessern. Der Pharaonenhund eignet sich gut für Hundesport wie Agility, Coursing und Lure-Coursing. Seine Verspieltheit macht das Training unterhaltsam.
Geschichte & Herkunft
Der Pharaonenhund stammt von Malta, wo er seit Jahrhunderten als Kaninchenjagdhund eingesetzt wird. Die maltesischen Jäger nutzen ihn bis heute für die nächtliche Kaninchenjagd mit Netzen und Frettchen. Der Name „Pharaonenhund" geht auf die Ähnlichkeit mit den Hunden auf altägyptischen Reliefs zurück, obwohl genetische Studien gezeigt haben, dass die Rasse nicht direkt mit den Hunden des alten Ägyptens verwandt ist, sondern sich auf Malta über Jahrhunderte isoliert entwickelt hat. Malta erklärte den Kelb tal-Fenek 1979 zum Nationalhund und gab eine Briefmarke mit seinem Bild heraus. Die FCI erkannte die Rasse 1963 an und führt sie unter der Nummer 248. Außerhalb Maltas bleibt der Pharaonenhund eine seltene Rasse.
Kosten im Überblick
| Futter | 45,00 €/Monat |
| Versicherung | 25,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 20,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 15,00 €/Monat |
| Gesamt | 115,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.380,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Pharaonenhund
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Besitzer eines Pharaonenhundes empfehlenswert. Obwohl er ein freundlicher Hund ist, kann sein starker Jagdtrieb zu unkontrollierten Situationen führen. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro ist sinnvoll. In einigen Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für alle Hunde ohnehin Pflicht.
Häufige Fragen zum Pharaonenhund
Ist ein Pharaonenhund ein guter Familienhund?
Ja, der Pharaonenhund ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Pharaonenhund im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Pharaonenhund betragen durchschnittlich 115,00 €. Das umfasst Futter (45,00 €), Versicherung (25,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (15,00 €).
Ist ein Pharaonenhund für Anfänger geeignet?
Der Pharaonenhund ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.
Wie viel Bewegung braucht ein Pharaonenhund?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Pharaonenhund braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.
Passende Ratgeber
Nützliche Tools
Ähnliche Rassen
Labrador Retriever
Der freundliche Allrounder und beliebteste Familienhund Deutschlands
Golden Retriever
Der sanfte Goldjunge mit dem unwiderstehlichen Charme
Deutscher Schäferhund
Der vielseitige Alleskönner mit unvergleichlicher Treue
Australian Shepherd
Der schlaue Wirbelwind mit den faszinierenden Augen