Picardie-Schäferhund
Der charmante Struwwelpeter unter den französischen Schäferhunden
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 176
- Herkunft
- Frankreich
- Größe
- 55–65 cm
- Gewicht
- 23–32 kg
- Lebenserwartung
- 12–13 Jahre
- Gruppe
- Hütehunde und Treibhunde
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Picardie-Schäferhund braucht ein Haus mit Garten und ist für eine Stadtwohnung nicht ideal geeignet. Mindestens zwei Stunden aktive Bewegung pro Tag sind notwendig. Hundesport bietet eine hervorragende Ergänzung zu den täglichen Spaziergängen. Er verträgt verschiedene Wetterbedingungen gut dank seines wetterfesten Fells. Der Picardie-Schäferhund ist ein sensibler Familienhund, der den engen Kontakt zu seinen Menschen braucht. Längere Trennungen verträgt er schlecht. Die Kombination mit anderen Hunden ist bei guter Sozialisierung meist problemlos. Sein moderater Jagdtrieb erfordert ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit beim Freilauf. Der Picardie-Schäferhund eignet sich für aktive Familien mit Hundeerfahrung.
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Jetzt vergleichenErnährung
Der Picardie-Schäferhund benötigt hochwertiges, ausgewogenes Futter, das seinem aktiven Lebensstil entspricht. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind für erwachsene Hunde empfehlenswert. Proteinreiches Futter mit gutem Fleischanteil unterstützt den Erhalt der schlanken Muskulatur. Die Futtermenge richtet sich nach Alter, Gewicht und Aktivitätsgrad. Omega-Fettsäuren unterstützen Fell- und Hautgesundheit. Der Picardie-Schäferhund neigt bei ausreichender Bewegung nicht zu Übergewicht. Welpen benötigen altersgerechtes Futter, das ein gesundes Wachstum fördert. Gelenkunterstützende Nahrungsergänzungen können im Alter sinnvoll sein. Frisches Trinkwasser muss stets verfügbar sein. Leckerlis als Trainingsbelohnung sollten von der Tagesration abgezogen werden.
Gesundheit & Krankheiten
Der Picardie-Schäferhund ist eine grundsätzlich gesunde und robuste Rasse. Hüftgelenksdysplasie (HD) kommt gelegentlich vor und sollte bei Zuchttieren untersucht werden. Progressive Retinaatrophie (PRA) ist eine bekannte rassetypische Augenerkrankung, für die Gentests verfügbar sind. Augenerkrankungen wie Katarakt können auftreten. Epilepsie ist bei einigen Linien beschrieben. Allergien und Hautprobleme sind möglich. Die allgemeine Robustheit der Rasse wird der natürlichen Selektion als Arbeitshund zugeschrieben. Die Lebenserwartung ist für einen Hund dieser Größe erfreulich hoch. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Tierarzt, aktueller Impfschutz und Parasitenprophylaxe sind empfehlenswert.
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Tarife vergleichenErziehung
Der Picardie-Schäferhund ist intelligent und grundsätzlich lernwillig, bringt aber eine gewisse Sensibilität mit, die bei der Erziehung berücksichtigt werden muss. Harte Korrekturen führen bei diesem empfindsamen Hund zu Vertrauensverlust und Rückzug. Positive Verstärkung mit viel Lob und Belohnung ist die effektivste Methode. Frühe Sozialisierung ist wichtig, da der Picardie-Schäferhund von Natur aus etwas reserviert gegenüber Fremden sein kann. Das Training sollte abwechslungsreich und spielerisch gestaltet werden. Er ist kein Hund, der endlose Wiederholungen toleriert. Der Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung ist das Fundament der Erziehung. Eine Hundeschule ist empfehlenswert, die Erziehungsmethoden sollten aber sanft und motivierend sein.
Geschichte & Herkunft
Der Picardie-Schäferhund ist eine der ältesten französischen Hütehunderassen, deren Ursprünge möglicherweise bis zu den Kelten zurückreichen, die im 9. Jahrhundert mit ihren Hunden nach Frankreich kamen. Er wurde über Jahrhunderte als Hütehund für Schafherden in der nordfranzösischen Region Picardie eingesetzt. Die beiden Weltkriege trafen die Rasse hart, da die Picardie Schlachtfeld war. Nach dem Zweiten Weltkrieg war der Berger Picard nahezu ausgestorben. In den 1960er Jahren begannen engagierte Züchter mit dem Wiederaufbau. Die FCI erkannte die Rasse unter der Nummer 176 an. Der Film „Winn-Dixie" von 2005, in dem ein Berger Picard die Titelrolle spielte, brachte der Rasse internationale Aufmerksamkeit. Heute ist er in Frankreich mäßig verbreitet, international jedoch selten.
Kosten im Überblick
| Futter | 50,00 €/Monat |
| Versicherung | 30,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 20,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 15,00 €/Monat |
| Gesamt | 125,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.500,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Picardie-Schäferhund
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Picardie-Schäferhund-Besitzer empfehlenswert. Als mittelgroßer, lebhafter Hund kann er in unerwarteten Situationen Schäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflicht für alle Hunde Pflicht. Die überschaubaren Beiträge bieten sinnvollen finanziellen Schutz für Hundehalter.
Häufige Fragen zum Picardie-Schäferhund
Ist ein Picardie-Schäferhund ein guter Familienhund?
Ja, der Picardie-Schäferhund ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Picardie-Schäferhund im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Picardie-Schäferhund betragen durchschnittlich 125,00 €. Das umfasst Futter (50,00 €), Versicherung (30,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (15,00 €).
Ist ein Picardie-Schäferhund für Anfänger geeignet?
Der Picardie-Schäferhund ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.
Wie viel Bewegung braucht ein Picardie-Schäferhund?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Picardie-Schäferhund braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.
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