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Picardie-Schäferhund

Der charmante Struwwelpeter unter den französischen Schäferhunden

Steckbrief

FCI-Nr.
176
Herkunft
Frankreich
Größe
5565 cm
Gewicht
2332 kg
Lebenserwartung
1213 Jahre
Gruppe
Hütehunde und Treibhunde
Charakter
LebhaftIntelligentSensibelAufmerksamHumorvoll
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Der Picardie-Schäferhund, international als Berger Picard bekannt, ist ein rustikaler, charmanter Hütehund aus der nordfranzösischen Region Picardie, der mit seinem rauen, struppigen Fell und seinem aufgeweckten, leicht schelmischen Blick jeden Hundeliebhaber in seinen Bann zieht. Dieser robuste Arbeitshund vereint die Intelligenz und Vielseitigkeit eines Schäferhundes mit einem einzigartigen, unverwechselbaren Äußeren und einem hinreißend komischen Charakter. Mit einer Schulterhöhe von 55 bis 65 Zentimetern und einem Gewicht von 23 bis 32 Kilogramm ist der Picardie-Schäferhund ein mittelgroßer, athletischer Hund mit einem trockenen, muskulösen Körperbau. Sein raues, ca. fünf bis sechs Zentimeter langes Fell steht leicht vom Körper ab und verleiht ihm ein rustikales, „ungekämmtes" Aussehen, das seinen Charme ausmacht. Die Fellfarben sind Fauve in verschiedenen Schattierungen und Grau, teilweise mit leichten Aufhellungen. Die großen, aufrechten Ohren, die buschigen Augenbrauen und der markante Bart geben ihm einen einzigartigen, fast menschlichen Ausdruck. Der Charakter des Picardie-Schäferhundes ist einer seiner größten Vorzüge. Er ist ein ausgesprochen humorvoller Hund mit einer reichen Palette an Gesichtsausdrücken, die seinen Besitzern regelmäßig ein Lachen entlocken. Hinter der komischen Fassade verbirgt sich ein hochintelligenter, sensibler Hund, der die Stimmungen seiner Menschen intuitiv erfasst und darauf reagiert. Im Familienalltag ist der Picardie-Schäferhund ein liebevoller, aufmerksamer Begleiter, der sich eng an seine Familie bindet. Er ist kinderfreundlich und geduldig und teilt die Energie und Spielfreude der Kinder mit Begeisterung. Seine Verträglichkeit mit anderen Hunden ist in der Regel gut, obwohl er Fremdhunden gegenüber zunächst etwas reserviert sein kann. Der Bewegungsbedarf ist hoch. Als aktiver Hütehund braucht er täglich ausgedehnte Spaziergänge und geistige Beschäftigung. Hundesportarten wie Agility, Obedience oder Rallye kommen seinem athletischen Körperbau und seiner Intelligenz entgegen. Ohne ausreichende Auslastung kann er erfinderisch werden, wenn es darum geht, sich selbst zu beschäftigen. Die Pflege des rauen Fells ist überraschend unkompliziert. Das Fell neigt nicht zum Verfilzen und benötigt nur gelegentliches Bürsten. Insgesamt ist der Picardie-Schäferhund ein wunderbarer Hund für aktive, hundeerfahrene Familien, die den einzigartigen Charme dieses seltenen Franzosen zu schätzen wissen.

Haltung & Pflege

Haus mit Garten empfohlen
Kinderfreundlich

Der Picardie-Schäferhund braucht ein Haus mit Garten und ist für eine Stadtwohnung nicht ideal geeignet. Mindestens zwei Stunden aktive Bewegung pro Tag sind notwendig. Hundesport bietet eine hervorragende Ergänzung zu den täglichen Spaziergängen. Er verträgt verschiedene Wetterbedingungen gut dank seines wetterfesten Fells. Der Picardie-Schäferhund ist ein sensibler Familienhund, der den engen Kontakt zu seinen Menschen braucht. Längere Trennungen verträgt er schlecht. Die Kombination mit anderen Hunden ist bei guter Sozialisierung meist problemlos. Sein moderater Jagdtrieb erfordert ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit beim Freilauf. Der Picardie-Schäferhund eignet sich für aktive Familien mit Hundeerfahrung.

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Ernährung

Der Picardie-Schäferhund benötigt hochwertiges, ausgewogenes Futter, das seinem aktiven Lebensstil entspricht. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind für erwachsene Hunde empfehlenswert. Proteinreiches Futter mit gutem Fleischanteil unterstützt den Erhalt der schlanken Muskulatur. Die Futtermenge richtet sich nach Alter, Gewicht und Aktivitätsgrad. Omega-Fettsäuren unterstützen Fell- und Hautgesundheit. Der Picardie-Schäferhund neigt bei ausreichender Bewegung nicht zu Übergewicht. Welpen benötigen altersgerechtes Futter, das ein gesundes Wachstum fördert. Gelenkunterstützende Nahrungsergänzungen können im Alter sinnvoll sein. Frisches Trinkwasser muss stets verfügbar sein. Leckerlis als Trainingsbelohnung sollten von der Tagesration abgezogen werden.

Gesundheit & Krankheiten

Der Picardie-Schäferhund ist eine grundsätzlich gesunde und robuste Rasse. Hüftgelenksdysplasie (HD) kommt gelegentlich vor und sollte bei Zuchttieren untersucht werden. Progressive Retinaatrophie (PRA) ist eine bekannte rassetypische Augenerkrankung, für die Gentests verfügbar sind. Augenerkrankungen wie Katarakt können auftreten. Epilepsie ist bei einigen Linien beschrieben. Allergien und Hautprobleme sind möglich. Die allgemeine Robustheit der Rasse wird der natürlichen Selektion als Arbeitshund zugeschrieben. Die Lebenserwartung ist für einen Hund dieser Größe erfreulich hoch. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Tierarzt, aktueller Impfschutz und Parasitenprophylaxe sind empfehlenswert.

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Erziehung

Der Picardie-Schäferhund ist intelligent und grundsätzlich lernwillig, bringt aber eine gewisse Sensibilität mit, die bei der Erziehung berücksichtigt werden muss. Harte Korrekturen führen bei diesem empfindsamen Hund zu Vertrauensverlust und Rückzug. Positive Verstärkung mit viel Lob und Belohnung ist die effektivste Methode. Frühe Sozialisierung ist wichtig, da der Picardie-Schäferhund von Natur aus etwas reserviert gegenüber Fremden sein kann. Das Training sollte abwechslungsreich und spielerisch gestaltet werden. Er ist kein Hund, der endlose Wiederholungen toleriert. Der Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung ist das Fundament der Erziehung. Eine Hundeschule ist empfehlenswert, die Erziehungsmethoden sollten aber sanft und motivierend sein.

Geschichte & Herkunft

Der Picardie-Schäferhund ist eine der ältesten französischen Hütehunderassen, deren Ursprünge möglicherweise bis zu den Kelten zurückreichen, die im 9. Jahrhundert mit ihren Hunden nach Frankreich kamen. Er wurde über Jahrhunderte als Hütehund für Schafherden in der nordfranzösischen Region Picardie eingesetzt. Die beiden Weltkriege trafen die Rasse hart, da die Picardie Schlachtfeld war. Nach dem Zweiten Weltkrieg war der Berger Picard nahezu ausgestorben. In den 1960er Jahren begannen engagierte Züchter mit dem Wiederaufbau. Die FCI erkannte die Rasse unter der Nummer 176 an. Der Film „Winn-Dixie" von 2005, in dem ein Berger Picard die Titelrolle spielte, brachte der Rasse internationale Aufmerksamkeit. Heute ist er in Frankreich mäßig verbreitet, international jedoch selten.

Kosten im Überblick

Futter50,00 €/Monat
Versicherung30,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)20,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges15,00 €/Monat
Gesamt125,00 €/Monat
Jährlich1.500,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Picardie-Schäferhund

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Picardie-Schäferhund-Besitzer empfehlenswert. Als mittelgroßer, lebhafter Hund kann er in unerwarteten Situationen Schäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflicht für alle Hunde Pflicht. Die überschaubaren Beiträge bieten sinnvollen finanziellen Schutz für Hundehalter.

Häufige Fragen zum Picardie-Schäferhund

Ist ein Picardie-Schäferhund ein guter Familienhund?

Ja, der Picardie-Schäferhund ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Picardie-Schäferhund im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Picardie-Schäferhund betragen durchschnittlich 125,00 €. Das umfasst Futter (50,00 €), Versicherung (30,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (15,00 €).

Ist ein Picardie-Schäferhund für Anfänger geeignet?

Der Picardie-Schäferhund ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.

Wie viel Bewegung braucht ein Picardie-Schäferhund?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Picardie-Schäferhund braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.

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