Perro de Presa Canario
Der mächtige kanarische Molosser mit ruhiger Autorität
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 346
- Herkunft
- Spanien (Kanarische Inseln)
- Größe
- 56–66 cm
- Gewicht
- 38–60 kg
- Lebenserwartung
- 9–12 Jahre
- Gruppe
- Molossoide
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Perro de Presa Canario benötigt ein Haus mit einem sicher eingezäunten Grundstück. Eine Wohnungshaltung ist für diesen großen Molosser nicht geeignet. Tägliche moderate Bewegung von ein bis anderthalb Stunden ist erforderlich. Sein ausgeprägtes Territorialverhalten muss durch sichere Einzäunung und verantwortungsvolle Haltung berücksichtigt werden. Die Verträglichkeit mit anderen Hunden ist kritisch und erfordert sehr sorgfältige Sozialisierung, gleichgeschlechtliche Aggression ist häufig. In vielen Bundesländern wird er als Listenhund geführt, was besondere Haltevorschriften, Sachkundenachweis und Wesenstest nach sich zieht. Er ist ausschließlich für erfahrene Hundehalter geeignet.
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Der Perro de Presa Canario benötigt hochwertiges Futter, das auf die Bedürfnisse großer, schwerer Rassen abgestimmt ist. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind dringend empfehlenswert, um das Risiko einer lebensgefährlichen Magendrehung zu minimieren. Im Wachstumsalter ist eine kontrollierte Fütterung mit speziellem Großrassenwelpenfutter entscheidend, um ein zu schnelles Wachstum zu vermeiden. Glucosamin und Chondroitin unterstützen die Gelenkgesundheit. Die Futtermenge muss sorgfältig kontrolliert werden, da Übergewicht die Gelenke und das Herz-Kreislauf-System zusätzlich belastet. Frisches Trinkwasser muss stets in ausreichender Menge zur Verfügung stehen.
Gesundheit & Krankheiten
Der Perro de Presa Canario ist eine grundsätzlich robuste Rasse, aber als großer Molosser mit bestimmten gesundheitlichen Prädispositionen. Hüftgelenksdysplasie (HD) und Ellenbogendysplasie (ED) kommen vor und sollten bei Zuchttieren systematisch überprüft werden. Magendrehung ist aufgrund des tiefen Brustkorbs ein ernstzunehmendes Risiko. Herzerkrankungen wie dilatative Kardiomyopathie können auftreten. Kreuzbandrisse sind bei schweren Rassen nicht selten. Epilepsie ist in einigen Linien dokumentiert. Hautprobleme wie Demodikose können vorkommen. Die Lebenserwartung ist mit 9 bis 12 Jahren für einen großen Molosser typisch. Regelmäßige tierärztliche Vorsorge, insbesondere kardiologische Untersuchungen, sind wichtig.
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Tarife vergleichenErziehung
Der Perro de Presa Canario ist intelligent und grundsätzlich kooperationsbereit, erfordert aber eine erfahrene, souveräne Führung. Positive Verstärkung kombiniert mit absoluter Konsequenz ist die einzig akzeptable Erziehungsmethode. Frühzeitige, intensive und fortwährende Sozialisierung ist bei dieser Rasse von allerhöchster Bedeutung. Die Rangordnung muss unmissverständlich klar sein, ohne auf Einschüchterung oder Gewalt zurückzugreifen. Hundeschulbesuch und professionelle Unterstützung bei der Erziehung sind dringend empfehlenswert. Sein natürlicher Schutzinstinkt darf niemals gefördert oder provoziert werden, da er auch ohne Training ein effektiver Wächter ist.
Geschichte & Herkunft
Der Perro de Presa Canario entwickelte sich auf den Kanarischen Inseln aus Kreuzungen einheimischer Majorero-Hunde mit von den Spaniern mitgebrachten Molosserrassen. Historisch wurde er als Viehhalter- und Wachhund sowie leider auch für Hundekämpfe eingesetzt. Nach dem Verbot der Hundekämpfe in den 1940er Jahren ging die Population dramatisch zurück, und die Rasse war in den 1960er und 1970er Jahren beinahe ausgestorben. Ein Zuchtprogramm in den 1970er und 1980er Jahren rettete die Rasse vor dem Aussterben. Die FCI erkannte den Dogo Canario 2001 unter der Nummer 346 vorläufig und 2011 endgültig in der Gruppe 2 als Molossoide an. Er ist heute das Tiersymbol der Insel Gran Canaria.
Kosten im Überblick
| Futter | 65,00 €/Monat |
| Versicherung | 55,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 30,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 20,00 €/Monat |
| Sonstiges | 25,00 €/Monat |
| Gesamt | 195,00 €/Monat |
| Jährlich | 2.340,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Perro de Presa Canario
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Besitzer eines Perro de Presa Canario unverzichtbar und in vielen Bundesländern gesetzlich vorgeschrieben, da er häufig als Listenhund geführt wird. Als sehr kräftiger Molosser mit ausgeprägtem Territorialverhalten ist eine umfassende Absicherung unerlässlich. Eine Deckungssumme von mindestens zehn Millionen Euro ist dringend empfohlen. Zusätzlich sind in vielen Regionen ein Sachkundenachweis und ein Wesenstest erforderlich.
Häufige Fragen zum Perro de Presa Canario
Ist ein Perro de Presa Canario ein guter Familienhund?
Ja, der Perro de Presa Canario ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Perro de Presa Canario im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Perro de Presa Canario betragen durchschnittlich 195,00 €. Das umfasst Futter (65,00 €), Versicherung (55,00 €), Tierarzt (30,00 €), Steuer (20,00 €) und Sonstiges (25,00 €).
Ist ein Perro de Presa Canario für Anfänger geeignet?
Der Perro de Presa Canario ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.
Wie viel Bewegung braucht ein Perro de Presa Canario?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 3/5. Moderate Bewegung von 1-2 Stunden täglich ist empfehlenswert.
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