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Redbone Coonhound

Der sanfte rote Gentleman unter den Coonhounds

Steckbrief

Herkunft
Vereinigte Staaten
Größe
5366 cm
Gewicht
2032 kg
Lebenserwartung
1215 Jahre
Gruppe
Laufhunde und Schweißhunde
Charakter
SanftmütigAnhänglichAusgeglichenGeselligAnpassungsfähig
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Der Redbone Coonhound ist ein wunderschöner, einfarbig roter Laufhund aus dem amerikanischen Süden, der durch den Kinderbuchklassiker „Where the Red Fern Grows" einem breiteren Publikum bekannt wurde und seitdem einen besonderen Platz in der amerikanischen Hundekultur einnimmt. Diese vielseitige Rasse wurde von schottischen und irischen Einwanderern entwickelt, die ihre Foxhounds und Bloodhounds in die Vereinigten Staaten mitbrachten und über Generationen hinweg einen Jagdhund züchteten, der sich durch sein gleichmäßiges Temperament, seine Vielseitigkeit und seine atemberaubende rotbraune Fellfarbe auszeichnet. Mit einer Schulterhöhe von 53 bis 66 Zentimetern und einem Gewicht von 20 bis 32 Kilogramm ist der Redbone Coonhound ein gut proportionierter, muskulöser Hund von eleganter Erscheinung. Sein kurzes, dichtes, glänzendes Fell leuchtet in einem satten, gleichmäßigen Dunkelrot oder Kastanienbraun, das in der Rasse einzigartig ist und ihm seinen unverwechselbaren Namen verlieh. Die langen, samtig weichen Hängeohren, die großen, sanften dunkelbraunen Augen und der bittenartige Gesichtsausdruck verleihen dem Redbone einen besonders ansprechenden, herzerwärmenden Look, der viele Menschen sofort für diese Rasse einnimmt. Charakterlich gilt der Redbone Coonhound als der sanftmütigste und ausgeglichenste unter den Coonhound-Rassen. Er ist von Natur aus freundlich, liebevoll und geduldig, was ihn zu einem hervorragenden Familienhund macht, sofern sein Bewegungsbedarf erfüllt wird. Im Vergleich zu anderen Coonhounds ist er etwas ruhiger und anpassungsfähiger, was ihm den Ruf eingebracht hat, der am besten als Familienhund geeignete Coonhound zu sein. Seine Verträglichkeit mit anderen Hunden, Kindern und sogar Fremden ist ausgezeichnet, da er kaum aggressive oder territoriale Neigungen zeigt. Als Jagdhund ist der Redbone ein äußerst vielseitiger Allrounder, der sowohl für die Waschbärenjagd als auch für die Verfolgung von Großwild wie Bären, Pumas und Wildschweinen eingesetzt werden kann. Er arbeitet sowohl mit warmer als auch mit kalter Nase und kann verschiedene Geländearten bewältigen, von sumpfigen Tiefebenen bis hin zu felsigen Berghängen. Seine melodische, tiefe Stimme ist ein Genuss für Jagdhundliebhaber, kann aber in Wohngebieten zu Problemen führen. Der Redbone Coonhound eignet sich für aktive Familien, die einen liebevollen, gutmütigen und athletischen Begleiter suchen. Sein sanftes Wesen und seine Anpassungsfähigkeit machen ihn unter den Coonhounds zum vielleicht am besten geeigneten Kandidaten für das Leben als reiner Familienhund, vorausgesetzt, sein beträchtlicher Bewegungsbedarf wird täglich erfüllt.

Haltung & Pflege

Haus mit Garten empfohlen
Kinderfreundlich

Der Redbone Coonhound fühlt sich in ländlicher Umgebung mit viel Platz am wohlsten. Ein großer, sicher eingezäunter Garten ist ideal. Tägliche Bewegung von mindestens eineinhalb bis zwei Stunden ist notwendig. Er ist ein ausgezeichneter Begleiter für Wanderer und Outdoorsportler. Seine Verträglichkeit mit anderen Hunden macht die Mehrhundehaltung unkompliziert. Sein Jagdtrieb erfordert Vorsicht bei Katzen und Kleintieren. Seine melodische Stimme kann in dicht besiedelten Gebieten zu Nachbarschaftskonflikten führen.

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Ernährung

Der Redbone Coonhound benötigt hochwertiges, proteinreiches Futter, das seinem Aktivitätslevel entspricht. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind für erwachsene Hunde empfehlenswert. Die Futtermenge muss sorgfältig kontrolliert werden, da der Redbone bei mangelnder Bewegung zu Übergewicht neigt. Arbeitende Jagdhunde benötigen eine höhere Kalorienzufuhr als reine Begleithunde. Nach dem Füttern sollte eine Ruhephase eingehalten werden, um das Risiko einer Magendrehung zu minimieren. Omega-Fettsäuren unterstützen das glänzende rote Fell.

Gesundheit & Krankheiten

Der Redbone Coonhound ist eine grundsätzlich gesunde Rasse mit vergleichsweise wenigen rassetypischen Problemen. Hüftdysplasie kann auftreten und sollte bei Zuchttieren untersucht werden. Ohrinfektionen sind aufgrund der langen Hängeohren häufig und erfordern regelmäßige Pflege. Magendrehung ist bei tiefbrüstigen Exemplaren ein Risiko. Schilddrüsenunterfunktion und Augenerkrankungen sind gelegentlich dokumentiert. Übergewicht kann bei zu wenig Bewegung ein Problem darstellen. Regelmäßige tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen und Zahnpflege sind wichtig für die langfristige Gesunderhaltung.

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Erziehung

Der Redbone Coonhound ist intelligent und lernbereit, zeigt aber den typischen Eigensinn eines Laufhundes, der gewohnt ist, eigenständig zu arbeiten. Positive Verstärkung ist die effektivste Erziehungsmethode. Der Rückruf erfordert intensives, konsequentes Training, da der Jagdtrieb jedes Kommando überlagern kann. Die frühe Sozialisierung ist unkompliziert, da der Redbone von Natur aus freundlich und aufgeschlossen ist. Sein sanftes Wesen macht ihn empfindlich gegenüber harscher Behandlung. Nasenarbeit und Fährtensuche sind ideale Beschäftigungen für diesen talentierten Spurensucher.

Geschichte & Herkunft

Der Redbone Coonhound wurde im späten 18. und 19. Jahrhundert von schottischen und irischen Einwanderern in den Südstaaten der USA entwickelt. Die Gründer der Rasse kreuzten rote Foxhounds aus Irland und Schottland mit Bloodhounds und anderen Laufhunden, um einen vielseitigen Jagdhund zu schaffen. Der Name stammt möglicherweise von einem frühen Züchter namens Peter Redbone aus Tennessee. In der Frühphase hatten die Hunde oft noch Sattelzeichnungen, die im Laufe der gezielten Zucht zugunsten des gleichmäßig roten Fells eliminiert wurden. Der UKC erkannte die Rasse bereits früh an, der AKC folgte 2009. Literarische Berühmtheit erlangte der Redbone durch Wilson Rawls Roman „Where the Red Fern Grows" aus dem Jahr 1961.

Kosten im Überblick

Futter45,00 €/Monat
Versicherung30,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)25,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges15,00 €/Monat
Gesamt125,00 €/Monat
Jährlich1.500,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Redbone Coonhound

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für den Redbone Coonhound empfehlenswert. Als großer, aktiver Jagdhund kann er bei der Verfolgung von Fährten Situationen verursachen, die zu Sach- oder Personenschäden führen. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro bietet ausreichenden Schutz. In mehreren Bundesländern besteht eine generelle Versicherungspflicht für alle Hunde.

Häufige Fragen zum Redbone Coonhound

Ist ein Redbone Coonhound ein guter Familienhund?

Ja, der Redbone Coonhound ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Redbone Coonhound im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Redbone Coonhound betragen durchschnittlich 125,00 €. Das umfasst Futter (45,00 €), Versicherung (30,00 €), Tierarzt (25,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (15,00 €).

Ist ein Redbone Coonhound für Anfänger geeignet?

Der Redbone Coonhound ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.

Wie viel Bewegung braucht ein Redbone Coonhound?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Redbone Coonhound braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.

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