Rottweiler
Der kraftvolle Beschützer mit dem treuen Herz
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 147
- Herkunft
- Deutschland
- Größe
- 56–69 cm
- Gewicht
- 35–60 kg
- Lebenserwartung
- 8–10 Jahre
- Gruppe
- Pinscher und Schnauzer, Molosser, Schweizer Sennenhunde
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Rottweiler braucht ein Haus mit Garten und genügend Platz. Für eine Wohnung ist er aufgrund seiner Größe und seines Bewegungsbedarfs nicht geeignet. Mindestens zwei Stunden Bewegung pro Tag sind notwendig, ergänzt durch geistige Beschäftigung. Der Rottweiler ist ein Familienhund, der engen Kontakt zu seinen Menschen braucht – Zwingerhaltung ist inakzeptabel. Der Garten sollte sicher eingezäunt sein. In vielen Bundesländern gelten besondere Haltungsauflagen: Sachkundenachweis, Wesenstest, Leinen- und/oder Maulkorbpflicht in der Öffentlichkeit. Eine Hundehaftpflichtversicherung ist Pflicht. Der Rottweiler verträgt Kälte gut, bei Hitze sollte er geschont werden. Er sollte nicht länger als vier bis fünf Stunden alleine bleiben.
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Jetzt vergleichenErnährung
Der Rottweiler braucht hochwertiges, proteinreiches Futter, das seinem muskulösen Körperbau gerecht wird. Die Futtermenge muss sorgfältig kontrolliert werden, da Übergewicht die Gelenke stark belastet. Zwei Mahlzeiten pro Tag reduzieren das Risiko einer Magendrehung. Anti-Schling-Näpfe und eine Ruhepause nach dem Fressen sind empfehlenswert. Welpen großer Rassen brauchen spezielles Futter für kontrolliertes Wachstum. Gelenkunterstützende Zusätze wie Glucosamin und Chondroitin können ab dem mittleren Alter sinnvoll sein. BARF ist eine gute Option, erfordert aber fundiertes Wissen. Bei einem 50 Kilogramm schweren Hund sind die monatlichen Futterkosten erheblich – dies sollte bei der Anschaffung berücksichtigt werden.
Gesundheit & Krankheiten
Der Rottweiler ist anfällig für einige rassetypische Erkrankungen. Hüftgelenksdysplasie (HD) und Ellbogendysplasie (ED) sind die häufigsten orthopädischen Probleme – Zuchttiere sollten untersucht sein. Kreuzbandrisse treten aufgrund des schweren Körperbaus gehäuft auf. Osteosarkom (Knochenkrebs) ist leider eine häufige Erkrankung. Herzkrankheiten, insbesondere Aortenstenose, kommen vor. Magendrehung ist bei tiefbrüstigen Rassen ein Risiko. Entropium (einwärts gerolltes Augenlid) kann operativ korrigiert werden. Die vergleichsweise kurze Lebenserwartung von 8 bis 10 Jahren ist typisch für große, schwere Rassen. Gewichtskontrolle, angepasste Bewegung und regelmäßige Vorsorge beim Tierarzt können die Lebensqualität und -dauer verbessern.
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Die Erziehung eines Rottweilers erfordert Erfahrung, Konsequenz und Souveränität. Bereits im Welpenalter muss eine klare Rangordnung etabliert werden – nicht durch Härte, sondern durch konsequente Regeln und ruhige Führung. Frühe und umfassende Sozialisierung mit Menschen, anderen Hunden und verschiedenen Umweltsituationen ist absolut entscheidend. Der Besuch einer qualifizierten Hundeschule ist Pflicht, nicht nur wegen der gesetzlichen Anforderungen in vielen Bundesländern. Positive Verstärkung kombiniert mit klarer Struktur ist die effektivste Methode. Der Rottweiler braucht einen Halter, dem er vertrauen und den er als souveränen Führer akzeptieren kann. Inkonsequenz oder übermäßige Härte führen gleichermaßen zu Problemen.
Geschichte & Herkunft
Der Rottweiler gehört zu den ältesten Hunderassen und geht vermutlich auf römische Molosserhunde zurück, die mit den Legionen über die Alpen kamen. In der schwäbischen Stadt Rottweil, einem wichtigen Handelsplatz für Vieh, entwickelte sich der Hund zum unverzichtbaren Helfer der Metzger und Viehhändler – daher der alte Name „Rottweiler Metzgerhund". Die Hunde trieben das Vieh zum Markt und bewachten das Geld ihrer Besitzer. Mit dem Aufkommen der Eisenbahn im 19. Jahrhundert wurde der Viehtrieb überflüssig und die Rasse beinahe ausgestorben. Anfang des 20. Jahrhunderts entdeckten Polizei und Militär den Rottweiler als Diensthund. 1910 wurde er offiziell als Polizeihund anerkannt. Der Allgemeine Deutsche Rottweiler-Klub (ADRK) wurde 1921 gegründet.
Kosten im Überblick
| Futter | 80,00 €/Monat |
| Versicherung | 60,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 35,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 15,00 €/Monat |
| Sonstiges | 25,00 €/Monat |
| Gesamt | 215,00 €/Monat |
| Jährlich | 2.580,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Rottweiler
Für Rottweiler-Besitzer ist eine Hundehaftpflichtversicherung in den meisten Bundesländern gesetzlich vorgeschrieben, da der Rottweiler in vielen Rasselisten geführt wird. Unabhängig von der gesetzlichen Pflicht ist die Versicherung bei einem so kraftvollen Hund absolut notwendig. Mit bis zu 60 Kilogramm Körpergewicht und enormer Beißkraft kann ein Rottweiler erhebliche Schäden verursachen. Die Versicherung sollte eine Deckungssumme von mindestens 10 Millionen Euro für Personen- und Sachschäden bieten. Vergleichen Sie Tarife, da die Beiträge für Listenhunde höher ausfallen.
Häufige Fragen zum Rottweiler
Ist ein Rottweiler ein guter Familienhund?
Ja, der Rottweiler ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Rottweiler im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Rottweiler betragen durchschnittlich 215,00 €. Das umfasst Futter (80,00 €), Versicherung (60,00 €), Tierarzt (35,00 €), Steuer (15,00 €) und Sonstiges (25,00 €).
Ist ein Rottweiler für Anfänger geeignet?
Der Rottweiler ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.
Wie viel Bewegung braucht ein Rottweiler?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Rottweiler braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.
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