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Samojede

Der lächelnde Schneehund mit dem strahlend weißen Fell

Steckbrief

FCI-Nr.
212
Herkunft
Russland (Sibirien)
Größe
5057 cm
Gewicht
1730 kg
Lebenserwartung
1214 Jahre
Gruppe
Spitze und Hunde vom Urtyp
Charakter
FreundlichSanftVerspieltGeselligEigensinnig
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Der Samojede ist ein atemberaubend schöner Hund mit seinem strahlend weißen Fell und dem charakteristischen „Sammy-Lächeln". Hinter seiner engelsgleichen Erscheinung verbirgt sich ein lebhafter, eigenständiger Hund mit einer faszinierenden Geschichte als Begleiter der Samojeden-Nomaden in der sibirischen Arktis. Rüden erreichen eine Schulterhöhe von 54 bis 57 Zentimetern und ein Gewicht von 20 bis 30 Kilogramm. Hündinnen sind mit 50 bis 53 Zentimetern und 17 bis 25 Kilogramm kleiner. Das prachtvolle, dichte Doppelfell ist Weiß, Creme oder Biscuit. Der leicht nach oben gebogene Mundwinkel erzeugt das berühmte „Sammy-Smile", das der Rasse ihren unwiderstehlichen Charme verleiht. Der Samojede ist ein freundlicher, sozialer Hund, der Menschen liebt und gerne im Mittelpunkt steht. Im Gegensatz zu vielen anderen nordischen Rassen ist er ausgesprochen menschenbezogen und zeigt seine Zuneigung offen und enthusiastisch. Gleichzeitig hat er den typischen Eigensinn der Spitz-Rassen und trifft gerne eigene Entscheidungen. Der Bewegungsbedarf ist hoch. Mindestens zwei Stunden aktive Bewegung pro Tag sind notwendig. Zugarbeit, Wandern und Schneeaktivitäten sind ideale Beschäftigungsformen. Ohne ausreichende Auslastung kann der Samojede zum Beller, Buddler und Zerstörer werden. Die Fellpflege ist extrem aufwendig. Das üppige Doppelfell muss mindestens dreimal wöchentlich gründlich gebürstet werden. Während des Fellwechsels, der zweimal jährlich in enormen Ausmaßen stattfindet, ist tägliches Bürsten Pflicht. Die Haarmenge, die ein Samojede verliert, ist beeindruckend. Samojedenfell kann sogar zu Wolle versponnen werden. In der Familie ist der Samojede ein fröhlicher, liebevoller Begleiter, der besonders gut mit Kindern harmoniert. Er braucht viel Aufmerksamkeit und Gesellschaft und eignet sich nicht für Menschen, die ihn regelmäßig alleine lassen.

Haltung & Pflege

Haus mit Garten empfohlen
Kinderfreundlich

Der Samojede braucht ein Haus mit Garten. Eine Wohnung ist aufgrund seiner Größe, seines Bewegungsbedarfs und seiner Bellfreudigkeit weniger geeignet. Mindestens zwei Stunden tägliche Bewegung sind notwendig. Der Samojede verträgt Kälte hervorragend – er fühlt sich bei Minustemperaturen pudelwohl. Hitze hingegen ist sein größter Feind – ab 25 Grad muss er geschont werden, und eine kühle Rückzugsmöglichkeit ist Pflicht. Die Fellpflege ist extrem zeitintensiv und sollte bei der Zeitplanung berücksichtigt werden. Der Samojede ist ein sozialer Hund, der viel Gesellschaft braucht. Alleinbleiben ist nicht seine Stärke. Er eignet sich für aktive Familien in gemäßigtem oder kühlem Klima.

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Ernährung

Der Samojede hat einen moderaten Energiebedarf, der seinem Aktivitätslevel angepasst werden muss. Hochwertiges Futter mit ausgewogenem Nährstoffprofil ist empfehlenswert. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind ideal. Bei Diabetesrisiko sollte die Ernährung kohlenhydratarm sein. Omega-3-Fettsäuren unterstützen die Fell- und Hautgesundheit. Fischbasiertes Protein wird oft gut vertragen. Die Futtermenge muss kontrolliert werden, um Übergewicht zu vermeiden. Leckerlis für das Training von der Tagesration abziehen. Frisches Wasser muss stets verfügbar sein.

Gesundheit & Krankheiten

Der Samojede ist eine vergleichsweise gesunde Rasse. Hüftgelenksdysplasie (HD) kommt vor – Zuchttiere werden untersucht. Progressive Retinaatrophie (PRA) und Katarakt sind erbliche Augenerkrankungen. Samoyed Hereditary Glomerulopathy (SHG) ist eine rassespezifische Nierenerkrankung. Diabetes mellitus tritt beim Samojeden häufiger auf als bei vielen anderen Rassen. Hypothyreose ist möglich. Sebaceous Adenitis kann auftreten. Pulmonalstenose (angeborener Herzfehler) kommt gelegentlich vor. Zahnprobleme erfordern regelmäßige Pflege. Hitzschlag ist bei diesem arktischen Hund ein ernstes Risiko bei warmem Wetter. Regelmäßige tierärztliche Vorsorge und Augenuntersuchungen sind wichtig.

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Erziehung

Der Samojede ist intelligent und freundlich, hat aber den typischen Spitz-Eigensinn. Positive Verstärkung mit Leckerlis und Spiel ist die effektivste Methode. Harte Erziehungsmethoden sind beim sensiblen Samojeden kontraproduktiv. Bellkontrolle ist ein wichtiges Trainingsthema – Samojeden können sehr mitteilungsfreudig sein. Frühe Sozialisierung ist unkompliziert, da der Samojede von Natur aus freundlich ist. Rückruftraining kann herausfordernd sein, da der Samojede einen gewissen Freiheitsdrang hat. Leinenführigkeit muss konsequent geübt werden. Hundeschule ist empfehlenswert. Der Samojede braucht einen geduldigen Halter, der seinen Charme nicht mit Erziehung verwechselt.

Geschichte & Herkunft

Der Samojede ist eine der ältesten Hunderassen und stammt von den Hunden der Samojeden (Nenzen) ab, einem nomadischen Volk in Nordsibirien. Die Hunde lebten eng mit den Menschen zusammen: Sie zogen Schlitten, hüteten Rentiere, jagten und wärmten ihre Besitzer nachts in den Zelten. Diese enge Verbindung prägte den menschenfreundlichen Charakter der Rasse. Ende des 19. Jahrhunderts brachten Polarforscher wie Fridtjof Nansen und Roald Amundsen Samojeden nach Europa und setzten sie bei Polarexpeditionen ein. Robert Scott nahm Samojeden auf seine tragische Südpol-Expedition mit. Die Rasse wurde in England systematisch gezüchtet und 1909 vom Kennel Club anerkannt. Das strahlend weiße Fell wurde zum Markenzeichen, obwohl die ursprünglichen Samojeden auch andere Farben zeigten.

Kosten im Überblick

Futter55,00 €/Monat
Versicherung35,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)25,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges30,00 €/Monat
Gesamt155,00 €/Monat
Jährlich1.860,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Samojede

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Samojeden-Besitzer empfehlenswert. Trotz seines freundlichen Wesens kann der Samojede durch seinen Bewegungsdrang und seine Energie Schäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflicht für alle Hunde Pflicht. Die überschaubaren Beiträge bieten umfassenden Schutz.

Häufige Fragen zum Samojede

Ist ein Samojede ein guter Familienhund?

Ja, der Samojede ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Samojede im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Samojede betragen durchschnittlich 155,00 €. Das umfasst Futter (55,00 €), Versicherung (35,00 €), Tierarzt (25,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (30,00 €).

Ist ein Samojede für Anfänger geeignet?

Der Samojede ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.

Wie viel Bewegung braucht ein Samojede?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Samojede braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.

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