Samojede
Der lächelnde weiße Spitz aus den Weiten Sibiriens
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 212
- Herkunft
- Russland (Sibirien)
- Größe
- 50–60 cm
- Gewicht
- 17–30 kg
- Lebenserwartung
- 12–14 Jahre
- Gruppe
- Spitze und Hunde vom Urtyp
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Samojede benötigt ein Haus mit Garten, idealerweise in kühler oder gemäßigter Klimazone. Eine Wohnungshaltung ist bei sehr intensiver täglicher Beschäftigung möglich, aber nicht ideal. Der Garten muss sicher eingezäunt sein, da er als Schlittenhund zum Streunen neigen kann. Mindestens ein bis zwei Stunden aktive Bewegung pro Tag sind erforderlich. Er ist extrem hitzeempfindlich und benötigt an warmen Tagen unbedingt Schatten und Abkühlung. Er ist ein extrem sozialer Hund, der unter Einsamkeit leidet und nicht stundenlang allein gelassen werden sollte. Das intensive Haaren muss einkalkuliert werden.
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Jetzt vergleichenErnährung
Der Samojede benötigt hochwertiges, ausgewogenes Futter mit einem guten Protein-Fett-Verhältnis. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind für erwachsene Hunde empfehlenswert. Die Futtermenge muss sorgfältig an Alter, Gewicht und Aktivitätsgrad angepasst werden, da der Samojede bei Überernährung zur Gewichtszunahme neigen kann. Aufgrund der Anfälligkeit für Diabetes sollte der Zuckergehalt im Futter niedrig gehalten werden. Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren unterstützen die Gesundheit des prächtigen Fells. Frisches Trinkwasser muss stets zur Verfügung stehen.
Gesundheit & Krankheiten
Der Samojede ist eine insgesamt robuste Rasse, weist aber einige rassetypische Gesundheitsrisiken auf. Hüftgelenksdysplasie (HD) kommt gelegentlich vor und sollte bei Zuchttieren überprüft werden. Samojeden-Erbliche Glomerulopathie ist eine rassetypische Nierenerkrankung, die bei Rüden schwerer verläuft als bei Hündinnen. Progressive Retinaatrophie (PRA) und Katarakt sind dokumentierte Augenerkrankungen. Diabetes mellitus kommt in der Rasse häufiger vor als bei vielen anderen Rassen. Hypothyreose kann auftreten. Aufgeschlämmte Herzerkrankungen wie Aortenstenose sind vereinzelt bekannt. Das dichte Fell macht ihn extrem hitzeempfindlich. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und Parasitenprophylaxe sind unerlässlich.
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Tarife vergleichenErziehung
Der Samojede ist intelligent und grundsätzlich kooperativ, besitzt aber eine typische Spitz-Eigenständigkeit. Positive Verstärkung mit abwechslungsreichem, spielerischem Training ist die beste Methode. Harte Erziehung ist kontraproduktiv. Frühzeitige Sozialisierung gelingt dank seines freundlichen Wesens problemlos. Das Bellverhalten sollte frühzeitig trainiert werden. Der Rückruf kann eine Herausforderung sein, da er gelegentlich seinen eigenen Ideen folgt. Hundesportarten bieten hervorragende Trainingsmöglichkeiten. Er reagiert empfindlich auf Langeweile und zeigt dann destruktives Verhalten.
Geschichte & Herkunft
Der Samojede gehört zu den ältesten Hunderassen der Welt und stammt von den Hunden des Samojeden-Volkes in Nordwestsibirien ab. Über Jahrtausende dienten diese Hunde den nomadischen Samojeden als Rentierhüter, Schlittenhunde, Jagdhelfer und Bettwärmer. Ende des 19. Jahrhunderts gelangten die ersten Samojeden nach Europa, als Polarforscher wie Fridtjof Nansen, Ernest Shackleton und Roald Amundsen die Hunde für ihre Arktis- und Antarktisexpeditionen einsetzten. Der Brite Ernest Kilburn-Scott und seine Frau Clara gründeten die erste europäische Zucht und etablierten den Rassestandard. Die FCI erkannte den Samojeden unter der Nummer 212 an. Der berühmteste Expeditionshund war „Antarctic Buck", der 1899 von einer Antarktisexpedition nach England gebracht wurde und als Stammvater vieler europäischer Zuchtlinien gilt.
Kosten im Überblick
| Futter | 55,00 €/Monat |
| Versicherung | 35,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 30,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 20,00 €/Monat |
| Gesamt | 150,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.800,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Samojede
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Samojede-Besitzer empfehlenswert. Obwohl er ein freundlicher Hund ist, kann er als mittelgroßer bis großer, aktiver Hund in verschiedenen Situationen unbeabsichtigt Schäden verursachen. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro bietet ausreichenden Schutz. In mehreren Bundesländern ist die Hundehaftpflicht gesetzlich vorgeschrieben.
Häufige Fragen zum Samojede
Ist ein Samojede ein guter Familienhund?
Ja, der Samojede ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Samojede im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Samojede betragen durchschnittlich 150,00 €. Das umfasst Futter (55,00 €), Versicherung (35,00 €), Tierarzt (30,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (20,00 €).
Ist ein Samojede für Anfänger geeignet?
Der Samojede ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.
Wie viel Bewegung braucht ein Samojede?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Samojede braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.
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