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Samojede

Der lächelnde weiße Spitz aus den Weiten Sibiriens

Steckbrief

FCI-Nr.
212
Herkunft
Russland (Sibirien)
Größe
5060 cm
Gewicht
1730 kg
Lebenserwartung
1214 Jahre
Gruppe
Spitze und Hunde vom Urtyp
Charakter
FreundlichSanftmütigGeselligVerspieltAufmerksam
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Der Samojede ist eine der schönsten und charismatischsten Hunderassen der Welt und bezaubert mit seinem strahlend weißen, flauschigen Fell und seinem berühmten „Samojeden-Lächeln", einem freundlichen Gesichtsausdruck, der durch die leicht nach oben gebogenen Mundwinkel entsteht und ihm ein permanentes, fröhliches Grinsen verleiht. Diese uralte Spitzrasse stammt von den Hunden der Samojeden ab, einem nomadischen Volk in Nordwestsibirien, das diese Hunde über Jahrtausende als Rentierherden-Hüter, Schlittenhunde und Wärmequelle in den kalten Nächten der arktischen Tundra hielt. Mit einer Schulterhöhe von 50 bis 60 Zentimetern und einem Gewicht von 17 bis 30 Kilogramm ist der Samojede ein mittelgroßer bis großer Hund von eleganter, kraftvoller Erscheinung. Sein auffälligstes Merkmal ist das prachtvolle, doppellagige Fell, das aus einer dichten, weichen Unterwolle und einem längeren, harten Deckhaar besteht. Die Fellfarbe reicht von reinem Weiß über Cremeweiß bis zu Biscuit, wobei die strahlend weiße Variante am bekanntesten ist. Das üppige Fell steht vom Körper ab und bildet eine markante Halskrause sowie Hosen an den Hinterbeinen. Der keilförmige Kopf mit den dunklen, mandelförmigen Augen, den aufrecht stehenden, dreieckigen Ohren und den nach oben gebogenen Mundwinkeln verleiht ihm seinen unverwechselbaren, lächelnden Ausdruck. Die buschig behaarte Rute wird über dem Rücken getragen und berührt häufig die Seite. Charakterlich ist der Samojede ein ausgesprochen freundlicher, geselliger und menschenbezogener Hund, der eine nahezu grenzenlose Liebe zu seinen Menschen zeigt. Seine Freundlichkeit erstreckt sich auf praktisch jeden, den er trifft, was ihn zu einem denkbar schlechten Wachhund, aber zu einem hervorragenden Begleithund macht. Das „Samojeden-Lächeln" ist keine bloße anatomische Eigenheit, sondern spiegelt ein Wesen wider, das tatsächlich von Fröhlichkeit und Lebensfreude geprägt ist. Die enge Bindung der Samojeden an den Menschen hat tiefe historische Wurzeln. Im Gegensatz zu vielen anderen Schlittenhunderassen lebten die Samojeden nicht in separaten Zwingern, sondern teilten die Zelte und Behausungen ihrer Besitzer, schliefen neben ihnen und wärmten Kinder in den eisigen arktischen Nächten. Diese jahrhundertelange enge Koexistenz hat einen Hund hervorgebracht, der eine intensive emotionale Bindung zu seiner Familie aufbaut und unter Einsamkeit stark leidet. Mit Kindern versteht sich der Samojede hervorragend und erweist sich als geduldiger, verspielter und sanfter Spielkamerad. Seine natürliche Geselligkeit erstreckt sich auch auf andere Hunde und Haustiere. Der Bewegungsbedarf ist hoch. Mindestens ein bis zwei Stunden aktive Bewegung pro Tag sind erforderlich. Schlittenhundesport, Wandern und Nasenarbeit sind ideal. Die Fellpflege ist aufwendig und erfordert mehrmals wöchentliches gründliches Bürsten. Insgesamt ist der Samojede ein wunderbarer, wenn auch pflegeintensiver Familienhund für aktive Hundeliebhaber.

Haltung & Pflege

Haus mit Garten empfohlen
Kinderfreundlich

Der Samojede benötigt ein Haus mit Garten, idealerweise in kühler oder gemäßigter Klimazone. Eine Wohnungshaltung ist bei sehr intensiver täglicher Beschäftigung möglich, aber nicht ideal. Der Garten muss sicher eingezäunt sein, da er als Schlittenhund zum Streunen neigen kann. Mindestens ein bis zwei Stunden aktive Bewegung pro Tag sind erforderlich. Er ist extrem hitzeempfindlich und benötigt an warmen Tagen unbedingt Schatten und Abkühlung. Er ist ein extrem sozialer Hund, der unter Einsamkeit leidet und nicht stundenlang allein gelassen werden sollte. Das intensive Haaren muss einkalkuliert werden.

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Ernährung

Der Samojede benötigt hochwertiges, ausgewogenes Futter mit einem guten Protein-Fett-Verhältnis. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind für erwachsene Hunde empfehlenswert. Die Futtermenge muss sorgfältig an Alter, Gewicht und Aktivitätsgrad angepasst werden, da der Samojede bei Überernährung zur Gewichtszunahme neigen kann. Aufgrund der Anfälligkeit für Diabetes sollte der Zuckergehalt im Futter niedrig gehalten werden. Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren unterstützen die Gesundheit des prächtigen Fells. Frisches Trinkwasser muss stets zur Verfügung stehen.

Gesundheit & Krankheiten

Der Samojede ist eine insgesamt robuste Rasse, weist aber einige rassetypische Gesundheitsrisiken auf. Hüftgelenksdysplasie (HD) kommt gelegentlich vor und sollte bei Zuchttieren überprüft werden. Samojeden-Erbliche Glomerulopathie ist eine rassetypische Nierenerkrankung, die bei Rüden schwerer verläuft als bei Hündinnen. Progressive Retinaatrophie (PRA) und Katarakt sind dokumentierte Augenerkrankungen. Diabetes mellitus kommt in der Rasse häufiger vor als bei vielen anderen Rassen. Hypothyreose kann auftreten. Aufgeschlämmte Herzerkrankungen wie Aortenstenose sind vereinzelt bekannt. Das dichte Fell macht ihn extrem hitzeempfindlich. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und Parasitenprophylaxe sind unerlässlich.

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Erziehung

Der Samojede ist intelligent und grundsätzlich kooperativ, besitzt aber eine typische Spitz-Eigenständigkeit. Positive Verstärkung mit abwechslungsreichem, spielerischem Training ist die beste Methode. Harte Erziehung ist kontraproduktiv. Frühzeitige Sozialisierung gelingt dank seines freundlichen Wesens problemlos. Das Bellverhalten sollte frühzeitig trainiert werden. Der Rückruf kann eine Herausforderung sein, da er gelegentlich seinen eigenen Ideen folgt. Hundesportarten bieten hervorragende Trainingsmöglichkeiten. Er reagiert empfindlich auf Langeweile und zeigt dann destruktives Verhalten.

Geschichte & Herkunft

Der Samojede gehört zu den ältesten Hunderassen der Welt und stammt von den Hunden des Samojeden-Volkes in Nordwestsibirien ab. Über Jahrtausende dienten diese Hunde den nomadischen Samojeden als Rentierhüter, Schlittenhunde, Jagdhelfer und Bettwärmer. Ende des 19. Jahrhunderts gelangten die ersten Samojeden nach Europa, als Polarforscher wie Fridtjof Nansen, Ernest Shackleton und Roald Amundsen die Hunde für ihre Arktis- und Antarktisexpeditionen einsetzten. Der Brite Ernest Kilburn-Scott und seine Frau Clara gründeten die erste europäische Zucht und etablierten den Rassestandard. Die FCI erkannte den Samojeden unter der Nummer 212 an. Der berühmteste Expeditionshund war „Antarctic Buck", der 1899 von einer Antarktisexpedition nach England gebracht wurde und als Stammvater vieler europäischer Zuchtlinien gilt.

Kosten im Überblick

Futter55,00 €/Monat
Versicherung35,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)30,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges20,00 €/Monat
Gesamt150,00 €/Monat
Jährlich1.800,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Samojede

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Samojede-Besitzer empfehlenswert. Obwohl er ein freundlicher Hund ist, kann er als mittelgroßer bis großer, aktiver Hund in verschiedenen Situationen unbeabsichtigt Schäden verursachen. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro bietet ausreichenden Schutz. In mehreren Bundesländern ist die Hundehaftpflicht gesetzlich vorgeschrieben.

Häufige Fragen zum Samojede

Ist ein Samojede ein guter Familienhund?

Ja, der Samojede ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Samojede im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Samojede betragen durchschnittlich 150,00 €. Das umfasst Futter (55,00 €), Versicherung (35,00 €), Tierarzt (30,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (20,00 €).

Ist ein Samojede für Anfänger geeignet?

Der Samojede ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.

Wie viel Bewegung braucht ein Samojede?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Samojede braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.

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