Familienfreundlich

Shar-Pei

Der faszinierende Faltenhund aus dem alten China

Steckbrief

FCI-Nr.
309
Herkunft
China
Größe
4451 cm
Gewicht
1825 kg
Lebenserwartung
812 Jahre
Gruppe
Gesellschafts- und Begleithunde
Charakter
UnabhängigRuhigLoyalWachsamReserviert
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Der Shar-Pei ist eine der ungewöhnlichsten und unverwechselbarsten Hunderassen der Welt. Seine zahlreichen Hautfalten, das sandpapierartige Fell und die charakteristische Flusspferdschnauze machen ihn zu einem absoluten Unikat in der Hundewelt. Hinter seinem außergewöhnlichen Äußeren verbirgt sich ein eigenständiger, loyaler und faszinierender Hund mit einer jahrtausendealten Geschichte. Mit einer Schulterhöhe von 44 bis 51 Zentimetern und einem Gewicht von 18 bis 25 Kilogramm ist der Shar-Pei ein kompakter, kräftiger Hund. Sein namensgebendes Fell fühlt sich rau und sandig an – „Shar-Pei" bedeutet auf Kantonesisch „Sandhaut". Welpen haben besonders viele Falten, die sich mit dem Wachstum teilweise glätten. Die Fellfarben umfassen Schwarz, Rot, Falb, Creme, Blau und verschiedene Schattierungen. Wie beim Chow-Chow ist die Zunge blau-schwarz gefärbt. Der Charakter des Shar-Pei ist geprägt von einer ruhigen Würde und einer tiefen Loyalität gegenüber seiner Familie. Er ist ein unabhängiger Denker, der seine eigenen Entscheidungen trifft und nicht bedingungslos gehorcht. Gegenüber Fremden zeigt er eine deutliche Reserviertheit, die an Misstrauen grenzen kann. Diese Eigenschaft macht ihn zu einem aufmerksamen Wachhund. Der Bewegungsbedarf des Shar-Pei ist moderat. Tägliche Spaziergänge von etwa einer bis eineinhalb Stunden sind ausreichend. Er ist kein Hund für intensive sportliche Aktivitäten, genießt aber ruhige Ausflüge in die Natur. Bei Hitze ist Vorsicht geboten, da die Hautfalten die Thermoregulation beeinträchtigen können. Im Familienalltag ist der Shar-Pei ein ruhiger, sauberer Mitbewohner, der wenig bellt und sich gut an den Familienrhythmus anpasst. Für Familien mit kleinen Kindern ist er weniger geeignet, da er rauen Umgang nicht toleriert. Die Verträglichkeit mit anderen Hunden kann problematisch sein und erfordert eine gute Sozialisierung. Die Pflege erfordert besondere Aufmerksamkeit für die Hautfalten, die regelmäßig gereinigt und trocken gehalten werden müssen, um Infektionen vorzubeugen. Das kurze Fell selbst ist pflegeleicht. Die Ohren sind besonders anfällig für Entzündungen. Der Shar-Pei ist ein Hund für erfahrene, geduldige Halter, die seine Eigenständigkeit und seine besonderen Pflegebedürfnisse zu schätzen wissen.

Haltung & Pflege

Wohnungstauglich
Nicht ideal für Kleinkinder

Der Shar-Pei kommt in einer Wohnung gut zurecht und ist ein ruhiger Mitbewohner. Tägliche Spaziergänge von einer bis eineinhalb Stunden reichen aus. Bei Hitze muss auf Kühlung geachtet werden. Der Shar-Pei kann besser alleine bleiben als viele andere Rassen, sollte aber nicht den ganzen Tag isoliert sein. Er braucht einen ruhigen Rückzugsort. Familien mit kleinen Kindern sollten vorsichtig sein. Die tägliche Faltenpflege muss fest eingeplant werden. In einigen Bundesländern wird der Shar-Pei auf der Rasseliste geführt, daher sind die örtlichen Regelungen zu prüfen.

Hundehaftpflicht vergleichen für Shar-Pei

Ab 3€/Monat – Vergleiche die besten Tarife und spare bis zu 60%

Jetzt vergleichen

Ernährung

Der Shar-Pei hat einen moderaten Energiebedarf. Hochwertiges Futter mit einem angemessenen Proteingehalt und moderatem Fettanteil ist empfehlenswert. Viele Shar-Peis haben empfindliche Mägen und neigen zu Futtermittelallergien, weshalb hypoallergenes Futter oder eine limitierte Proteinquelle sinnvoll sein kann. Zwei Mahlzeiten pro Tag für erwachsene Hunde sind ideal. Die Futtermenge sorgfältig kontrollieren, da Übergewicht die Gelenkprobleme verstärkt. Omega-3-Fettsäuren können die Hautgesundheit unterstützen. Futterwechsel sollten sehr behutsam erfolgen. Leckerlis sparsam einsetzen. Frisches Wasser muss immer bereitstehen.

Gesundheit & Krankheiten

Der Shar-Pei ist leider für zahlreiche gesundheitliche Probleme bekannt. Das Shar-Pei-Fieber (Familiäres Shar-Pei-Fieber/FSF) ist eine erbliche Erkrankung, die zu wiederkehrenden Fieberschüben und im schlimmsten Fall zu Amyloidose führen kann. Entropium ist aufgrund der Hautfalten sehr häufig. Hautprobleme und Allergien sind weit verbreitet. Ohrentzündungen kommen aufgrund der engen Gehörgänge häufig vor. Hypothyreose ist möglich. Patellaluxation kann auftreten. Megaösophagus ist in einigen Linien bekannt. Die zahlreichen Hautfalten erfordern konsequente Pflege und Hygiene. Regelmäßige tierärztliche Kontrollen sind bei dieser Rasse besonders wichtig. Die Tierarztkosten können überdurchschnittlich hoch sein.

Hunde-OP-Versicherung vergleichen für Shar-Pei

OP-Kosten von 1.000–6.000€ absichern – schon ab 10€/Monat

Tarife vergleichen

Erziehung

Der Shar-Pei erfordert eine erfahrene, geduldige Erziehung. Er ist intelligent, aber eigenständig und entscheidet selbst, ob ein Befehl es wert ist, befolgt zu werden. Positive Verstärkung und respektvoller Umgang sind die einzig wirksamen Methoden. Zwang und Härte führen bei dieser stolzen Rasse zu Vertrauensverlust und Widerstand. Frühe Sozialisierung ist absolut entscheidend, da der Shar-Pei von Natur aus misstrauisch gegenüber Fremden und anderen Hunden ist. Das Training sollte in kurzen, interessanten Einheiten erfolgen. Der Shar-Pei muss von klein auf lernen, sich überall anfassen und pflegen zu lassen.

Geschichte & Herkunft

Der Shar-Pei ist eine der ältesten Hunderassen und wurde vor über 2000 Jahren in Südchina gezüchtet. Tonfiguren aus der Han-Dynastie zeigen Hunde mit typischen Shar-Pei-Merkmalen. Ursprünglich wurde er als Wach-, Jagd- und Kampfhund von Bauern eingesetzt. Die lose Haut sollte bei Kämpfen als Schutz dienen. Nach der kommunistischen Revolution in China wurde die Hundehaltung stark eingeschränkt, und der Shar-Pei stand in den 1970er Jahren am Rand des Aussterbens. Der Hongkonger Züchter Matgo Law rettete die Rasse durch einen Aufruf im amerikanischen Dog Magazine. Amerikanische Züchter begannen ein Zuchtprogramm, das die Rasse vor dem Aussterben bewahrte. 1991 erkannte der AKC die Rasse offiziell an.

Kosten im Überblick

Futter45,00 €/Monat
Versicherung45,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)40,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges25,00 €/Monat
Gesamt165,00 €/Monat
Jährlich1.980,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Shar-Pei

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Shar-Pei-Besitzer empfehlenswert. Der reservierte und territorial veranlagte Shar-Pei kann gegenüber Fremden und anderen Hunden defensiv reagieren. In einigen Bundesländern wird er als Listenhund geführt, was eine Versicherungspflicht nach sich ziehen kann. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro ist ratsam. Prüfen Sie die geltenden Regelungen in Ihrem Bundesland.

Häufige Fragen zum Shar-Pei

Ist ein Shar-Pei ein guter Familienhund?

Ja, der Shar-Pei ist ein hervorragender Familienhund. Er ist anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Shar-Pei im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Shar-Pei betragen durchschnittlich 165,00 €. Das umfasst Futter (45,00 €), Versicherung (45,00 €), Tierarzt (40,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (25,00 €).

Ist ein Shar-Pei für Anfänger geeignet?

Der Shar-Pei ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.

Wie viel Bewegung braucht ein Shar-Pei?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 3/5. Moderate Bewegung von 1-2 Stunden täglich ist empfehlenswert.

Passende Ratgeber

Nützliche Tools

Ähnliche Rassen