Shikoku
Der wilde Wolfsähnliche aus den Bergen Japans
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 319
- Herkunft
- Japan
- Größe
- 46–55 cm
- Gewicht
- 16–25 kg
- Lebenserwartung
- 10–14 Jahre
- Gruppe
- Spitze und Hunde vom Urtyp
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Shikoku benötigt zwingend ein Haus mit großem, sehr sicher eingezäuntem Garten. Als ausgezeichneter Springer und Kletterer muss der Zaun mindestens 1,80 Meter hoch und stabil sein. Eine Wohnungshaltung ist nicht empfehlenswert. Mindestens drei Stunden aktive Bewegung und Beschäftigung pro Tag sind notwendig. Er verträgt Kälte gut, kommt aber mit großer Hitze weniger gut zurecht. Der Shikoku braucht den engen Kontakt zu seiner Familie und sollte nicht über längere Zeit allein bleiben. Sein starker Jagdtrieb erfordert besondere Vorsicht beim Freilauf, ein eingezäuntes Gelände ist ideal. Die Haltung mit Katzen oder Kleintieren ist nur bei sehr früher Gewöhnung möglich.
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Der Shikoku benötigt als hochaktiver Hund hochwertiges, proteinreiches Futter mit einem angemessenen Fettgehalt. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind für erwachsene Hunde empfehlenswert. Die Futtermenge muss an das hohe Aktivitätslevel angepasst werden. Als ursprüngliche Rasse verträgt er oft Rohfütterung (BARF) sehr gut. Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren unterstützen die Gesundheit des dichten Fells. Übergewicht muss unbedingt vermieden werden, da es die Wendigkeit und Ausdauer des Hundes einschränkt und die Gelenke belastet. Frisches Trinkwasser muss stets verfügbar sein. Bei besonders aktiven Hunden kann eine erhöhte Kalorienzufuhr notwendig sein.
Gesundheit & Krankheiten
Der Shikoku ist eine grundsätzlich robuste und gesunde Rasse, die von der natürlichen Selektion in den isolierten Bergen der Insel Shikoku profitiert hat. Hüftgelenksdysplasie (HD) kommt gelegentlich vor und sollte bei Zuchttieren überprüft werden. Ellbogendysplasie ist möglich. Patellaluxation wurde vereinzelt beobachtet. Augenerkrankungen wie Progressive Retinaatrophie (PRA) sind selten, aber möglich. Allergien können auftreten. Aufgrund der kleinen Zuchtpopulation weltweit sollte auf genetische Vielfalt bei der Zucht geachtet werden. Das dichte Doppelfell erfordert besondere Aufmerksamkeit während des Fellwechsels. Die Ohren sollten regelmäßig kontrolliert werden. Regelmäßige tierärztliche Vorsorge, Impfschutz und Parasitenprophylaxe sind selbstverständlich.
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Die Erziehung des Shikoku erfordert einen erfahrenen Hundehalter, der mit dem eigenständigen Wesen japanischer Rassen vertraut ist. Positive Verstärkung, kombiniert mit klarer Konsequenz und viel Geduld, ist die effektivste Methode. Der Shikoku ist intelligent und lernwillig, prüft aber regelmäßig, ob Regeln noch gelten. Frühe Sozialisierung ist entscheidend, um sein temperamentvolles Wesen in kontrollierte Bahnen zu lenken. Der Rückruf muss besonders intensiv trainiert werden, da der Jagdtrieb extrem ausgeprägt ist. Geistige Beschäftigung ist mindestens ebenso wichtig wie körperliche Auslastung. Harte Erziehungsmethoden sind kontraproduktiv und führen zu Vertrauensverlust. Der Besuch einer Hundeschule ab dem Welpenalter wird dringend empfohlen.
Geschichte & Herkunft
Der Shikoku stammt von der gleichnamigen japanischen Insel und wurde in den abgelegenen Bergregionen als Jagdhund für Wildschweine und Hirsche gezüchtet. Es existierten ursprünglich drei Zuchtlinien: Awa, Hongawa und Hata, benannt nach den Regionen, in denen sie gezüchtet wurden. Die Hongawa-Linie gilt als die reinste. 1937 wurde der Shikoku in Japan zum Naturdenkmal erklärt. Trotz dieses Schutzstatus ging die Population während und nach dem Zweiten Weltkrieg stark zurück. Die FCI erkannte die Rasse 1982 unter der Nummer 319 an. Außerhalb Japans ist der Shikoku äußerst selten. In Europa gibt es nur wenige spezialisierte Züchter, die diese faszinierende Rasse erhalten.
Kosten im Überblick
| Futter | 45,00 €/Monat |
| Versicherung | 30,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 20,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 15,00 €/Monat |
| Gesamt | 120,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.440,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Shikoku
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Besitzer eines Shikoku empfehlenswert. Obwohl der Shikoku ein friedlicher Familienhund ist, kann er als mittelgroßer, temperamentvoller Hund mit starkem Jagdtrieb in verschiedenen Situationen Schäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung ohnehin Pflicht. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro bietet ausreichenden Schutz.
Häufige Fragen zum Shikoku
Ist ein Shikoku ein guter Familienhund?
Ja, der Shikoku ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Shikoku im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Shikoku betragen durchschnittlich 120,00 €. Das umfasst Futter (45,00 €), Versicherung (30,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (15,00 €).
Ist ein Shikoku für Anfänger geeignet?
Der Shikoku ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.
Wie viel Bewegung braucht ein Shikoku?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 5/5. Der Shikoku braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.
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