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Stabyhoun

Der sanfte friesische Allrounder aus den Niederlanden

Steckbrief

FCI-Nr.
222
Herkunft
Niederlande
Größe
4953 cm
Gewicht
2025 kg
Lebenserwartung
1315 Jahre
Gruppe
Vorstehhunde
Charakter
SanftmütigTreuIntelligentGeduldigVielseitig
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Der Stabyhoun ist eine der seltensten Hunderassen der Welt und stammt aus der niederländischen Provinz Friesland, wo er seit Jahrhunderten als vielseitiger Bauernhund geschätzt wird. Mit seinem sanften Ausdruck, dem seidigen schwarz-weißen oder braun-weißen Fell und seiner ausgeglichenen Art verkörpert dieser mittelgroße Vorstehhund das Beste der traditionellen niederländischen Jagdhunderassen in einer einzigartigen Kombination aus Arbeitsfreude und Familientauglichkeit. Mit einer Schulterhöhe von 49 bis 53 Zentimetern und einem Gewicht von 20 bis 25 Kilogramm ist der Stabyhoun ein elegant gebauter, dennoch kräftiger Hund. Sein halblanges, leicht gewelltes Fell ist überwiegend schwarz-weiß oder braun-weiß, wobei auch orange-weiße Exemplare vorkommen. Das Fell ist von seidiger Textur und verfügt über eine dichte Unterwolle, die den Hund vor Nässe und Kälte schützt. Der Kopf zeigt einen freundlichen, intelligenten Ausdruck mit mittellangen Hängeohren, die dicht am Kopf anliegen. Der Charakter des Stabyhouns ist von einer bemerkenswerten Sanftmut und Ausgeglichenheit geprägt. Dieser Hund ist geduldig, freundlich und zeigt eine tiefe Verbundenheit zu seiner Familie. Im Gegensatz zu vielen anderen Jagdhunderassen ist der Stabyhoun auch für Hundeanfänger geeignet, da er eine hohe Kooperationsbereitschaft und einen ausgeprägten Willen zur Zusammenarbeit mit seinem Menschen mitbringt. Seine Intelligenz und Lernfreude machen die Erziehung zu einer angenehmen Erfahrung. Im Familienalltag erweist sich der Stabyhoun als äußerst vielseitiger Begleiter. Er ist kinderfreundlich und geduldig, geht mit Kindern sanft und umsichtig um und zeigt sich auch gegenüber anderen Haustieren in der Regel verträglich. Sein Wachinstinkt ist vorhanden, aber nicht übertrieben, sodass er Besucher mit freundlicher Neugier begrüßt, nachdem er kurz Alarm geschlagen hat. Der Bewegungsbedarf des Stabyhouns ist beträchtlich, aber nicht extrem. Tägliche ausgedehnte Spaziergänge, ergänzt durch Schwimmen, Apportierübungen oder Hundesportarten wie Agility, halten ihn zufrieden. Als Vorstehhund hat er einen natürlichen Arbeitsdrang, der durch gezielte Beschäftigung befriedigt werden sollte. Fährtenarbeit und Dummytraining bieten ihm ideale geistige und körperliche Auslastung. Die Pflege des seidigen Fells ist unkompliziert, erfordert aber regelmäßiges Bürsten, um Verfilzungen besonders hinter den Ohren und an den Hinterläufen zu vermeiden. Während des Fellwechsels haart der Stabyhoun stärker und sollte häufiger gebürstet werden. Insgesamt ist der Stabyhoun ein wunderbarer Familienhund für aktive Haushalte, der Arbeitswillen und Sanftmut auf einzigartige Weise vereint und sowohl als Jagdbegleiter als auch als Familiengefährte glänzt.

Haltung & Pflege

Haus mit Garten empfohlen
Kinderfreundlich

Der Stabyhoun braucht ein Haus mit Garten, idealerweise in ländlicher oder vorstädtischer Umgebung. Mindestens anderthalb Stunden aktive Bewegung pro Tag sind notwendig. Er liebt Wasser und schwimmt gerne, was bei der Wahl der Spazierwege berücksichtigt werden sollte. Der Stabyhoun verträgt sowohl Kälte als auch moderate Wärme gut. Er ist ein geselliger Hund, der den Kontakt zu seiner Familie braucht und nicht über längere Zeit alleine bleiben sollte. Die Verträglichkeit mit anderen Hunden ist in der Regel gut. Hundesport bietet eine ideale Ergänzung zum täglichen Auslauf.

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Ernährung

Der Stabyhoun benötigt hochwertiges, proteinreiches Futter, das seinem Aktivitätslevel angepasst ist. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind für erwachsene Hunde ideal. Die Futtermenge richtet sich nach Alter, Gewicht und Aktivitätsgrad. Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren unterstützen die Gesundheit des seidigen Fells und der Haut. Der Stabyhoun neigt nicht besonders zu Übergewicht, dennoch sollte die Kalorienzufuhr kontrolliert werden. Frisches Trinkwasser muss stets zur Verfügung stehen. Hochwertiges Nassfutter oder Trockenfutter sowie Rohfütterung sind gleichermaßen geeignet, sofern die Nährstoffversorgung ausgewogen ist.

Gesundheit & Krankheiten

Der Stabyhoun ist eine grundsätzlich gesunde und robuste Rasse, deren kleine Zuchtpopulation jedoch besondere Aufmerksamkeit bei der Gesundheitsvorsorge erfordert. Hüftgelenksdysplasie (HD) kommt gelegentlich vor und sollte bei Zuchttieren untersucht werden. Ellbogendysplasie ist ebenfalls möglich. Epilepsie wurde vereinzelt beobachtet und wird züchterisch überwacht. Von der Willebrand-Krankheit, einer Blutgerinnungsstörung, sind einige Linien betroffen. Die Augen sollten regelmäßig auf erbliche Erkrankungen kontrolliert werden. Die hängenden Ohren erfordern regelmäßige Pflege, um Ohrinfektionen vorzubeugen. Regelmäßige tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen, ein aktueller Impfschutz und konsequente Parasitenprophylaxe sind selbstverständlich.

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Erziehung

Der Stabyhoun ist dank seiner Intelligenz und Kooperationsbereitschaft vergleichsweise leicht zu erziehen. Positive Verstärkung ist die ideale Erziehungsmethode. Frühe Sozialisierung ist wichtig, um seine natürliche Freundlichkeit zu festigen. Der Besuch einer Hundeschule wird empfohlen und macht dem lernfreudigen Hund großen Spaß. Konsequenz ist wichtig, harte Methoden sind bei diesem sensiblen Hund kontraproduktiv. Der Jagdtrieb sollte frühzeitig in kontrollierte Bahnen gelenkt werden, Apportiertraining und Fährtenarbeit bieten gute Alternativen. Der Rückruf sollte intensiv geübt werden. Geistige Beschäftigung durch Suchspiele und Tricktraining fördert die Bindung.

Geschichte & Herkunft

Der Stabyhoun stammt aus der niederländischen Provinz Friesland und wird dort seit mindestens dem 19. Jahrhundert als vielseitiger Bauernhund gehalten. Sein Name leitet sich vermutlich vom friesischen Wort "sta mij bij" ab, was "steh mir bei" bedeutet. Traditionell wurde er zur Jagd auf Maulwürfe, Iltisse und Wasservögel eingesetzt, diente aber auch als Wachhund und Zugtier. Die Rasse wurde 1942 offiziell anerkannt und von der FCI unter der Nummer 222 registriert. Bis heute ist der Stabyhoun eine sehr seltene Rasse mit geschätzt nur wenigen Tausend Exemplaren weltweit, die meisten davon in den Niederlanden. Internationale Zuchtprogramme arbeiten daran, die genetische Vielfalt zu erhalten.

Kosten im Überblick

Futter45,00 €/Monat
Versicherung30,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)20,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges15,00 €/Monat
Gesamt120,00 €/Monat
Jährlich1.440,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Stabyhoun

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Stabyhoun-Besitzer empfehlenswert. Obwohl dieser Hund sanftmütig und friedlich ist, kann auch ein mittelgroßer Hund unbeabsichtigt Schäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für alle Hunde Pflicht. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro bietet ausreichenden Schutz.

Häufige Fragen zum Stabyhoun

Ist ein Stabyhoun ein guter Familienhund?

Ja, der Stabyhoun ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Stabyhoun im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Stabyhoun betragen durchschnittlich 120,00 €. Das umfasst Futter (45,00 €), Versicherung (30,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (15,00 €).

Ist ein Stabyhoun für Anfänger geeignet?

Ja, der Stabyhoun ist gut für Anfänger geeignet. Er ist lernwillig und verzeiht auch mal Erziehungsfehler.

Wie viel Bewegung braucht ein Stabyhoun?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Stabyhoun braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.

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