Steirische Rauhhaarbracke
Die zähe Rauhhaarbracke aus den steirischen Hochalpen
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 62
- Herkunft
- Österreich (Steiermark)
- Größe
- 45–53 cm
- Gewicht
- 15–18 kg
- Lebenserwartung
- 12–14 Jahre
- Gruppe
- Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Die Steirische Rauhhaarbracke gehört ausschließlich in die Hände eines aktiven Jägers mit Gebirgsrevier oder eines extrem sportlichen Hundehalters. Ein Haus mit Garten in ländlicher, idealerweise bergiger Umgebung ist unverzichtbar. Mindestens zwei bis drei Stunden intensive Bewegung pro Tag sind notwendig, wobei Bergwanderungen und Fährtenarbeit die ideale Beschäftigung darstellen. Eine Stadtwohnung ist für diese Rasse völlig ungeeignet. Die Steirische Rauhhaarbracke verträgt Kälte, Nässe und raues Wetter hervorragend – sie ist für das Leben im Freien geschaffen. Im Haus ist sie ein ruhiger, angenehmer Begleiter. Sie braucht den Kontakt zu ihrer Familie und sollte im Haus leben dürfen. Die Fellpflege ist unkompliziert. Sie kommt in der Regel gut mit anderen Hunden aus.
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Jetzt vergleichenErnährung
Die Steirische Rauhhaarbracke benötigt hochwertiges, energiereiches Futter, das ihrem extrem hohen Aktivitätslevel als Hochgebirgsjagdhund gerecht wird. Zwei Mahlzeiten pro Tag für erwachsene Hunde sind empfehlenswert. An Jagdtagen und bei intensiver Bergarbeit kann der Kalorienbedarf erheblich ansteigen und muss entsprechend gedeckt werden. Proteinreiches Futter mit hochwertigem Fleischanteil ist essenziell für die Erhaltung der Muskulatur und Ausdauer. Omega-3-Fettsäuren unterstützen die Gesundheit von Haut und dem rauen Fell. Bei geringerer Aktivität muss die Futtermenge reduziert werden. Gelenkunterstützende Nahrungsergänzungen können bei intensiver Gebirgsarbeit sinnvoll sein. Frisches Trinkwasser muss stets verfügbar sein.
Gesundheit & Krankheiten
Die Steirische Rauhhaarbracke ist eine außerordentlich robuste und gesunde Rasse, was auf die strenge Leistungszucht und die natürliche Selektion im rauen Hochgebirge zurückzuführen ist. Erbkrankheiten sind selten und gut kontrolliert. Hüftgelenksdysplasie (HD) kann vereinzelt vorkommen. Ohrenentzündungen sind aufgrund der Hängeohren möglich und erfordern regelmäßige Kontrolle. Verletzungen an Pfoten und Gliedmaßen können bei der Arbeit im felsigen Gebirgsgelände auftreten. Zeckenbefall und andere Parasiten sind bei einem Jagdhund, der viel in der Natur unterwegs ist, ein Thema und erfordern konsequente Prophylaxe. Das raue Fell schützt gut vor Hautverletzungen durch Dornen und Gestrüpp. Die gute Rassegesundheit ist das Ergebnis einer verantwortungsvollen, leistungsorientierten Zucht. Regelmäßige Vorsorge und Impfungen sind selbstverständlich.
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Tarife vergleichenErziehung
Die Steirische Rauhhaarbracke ist intelligent und arbeitseifrig, ihre Erziehung ist eng mit der jagdlichen Ausbildung verbunden. Positive Verstärkung, Geduld und konsequenter Aufbau sind die Grundlagen einer erfolgreichen Ausbildung. Der Gehorsam am Wild, der zuverlässige Spurlaut und die Ruhe am Stand sind zentrale Trainingsziele. Die Steirische Rauhhaarbracke braucht einen erfahrenen Führer, der ihre Arbeitsweise versteht und respektiert. Harte Erziehungsmethoden sind kontraproduktiv und können die Arbeitsfreude zerstören. Frühe Sozialisierung ist wichtig, um einen ausgeglichenen Hund zu formen. Die Leinenführigkeit muss geübt werden, da die Bracke beim Aufnehmen einer Wildfährte sehr triebig werden kann. Nasenarbeit ist die ideale Beschäftigungsform auch außerhalb der Jagd.
Geschichte & Herkunft
Die Steirische Rauhhaarbracke wurde Ende des 19. Jahrhunderts von dem steirischen Industriellen Carl Peintinger gezüchtet, der einen wetterfesten, leistungsstarken Jagdhund für die anspruchsvolle Hochgebirgsjagd schaffen wollte. Er kreuzte die Hannoversche Schweißhündin Hela 1 mit einem rauhaarigen Istrianischen Bracken-Rüden und schuf damit den Grundstein für die Rasse. Das raue Fell erwies sich als hervorragender Schutz gegen die Witterungsextreme des Hochgebirges. Die Zucht wurde konsequent auf Arbeitsleistung und Wetterfestigkeit ausgerichtet. 1891 wurde die Rasse erstmals offiziell anerkannt. Die FCI führt sie unter der Nummer 62. Bis heute wird die Steirische Rauhhaarbracke fast ausschließlich von Jägern in den Alpenregionen Österreichs und der angrenzenden Länder gehalten. Die Zucht ist streng kontrolliert und auf Leistung ausgerichtet.
Kosten im Überblick
| Futter | 45,00 €/Monat |
| Versicherung | 25,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 20,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 20,00 €/Monat |
| Gesamt | 120,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.440,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Steirische Rauhhaarbracke
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Steirische-Rauhhaarbracke-Besitzer empfehlenswert. Als aktiver Jagdhund, der regelmäßig im Hochgebirge eingesetzt wird, kann es in Ausnahmesituationen zu Schäden kommen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für alle Hunde Pflicht. Die Versicherung bietet finanziellen Schutz zu überschaubaren Kosten und deckt auch jagdliche Einsätze ab.
Häufige Fragen zum Steirische Rauhhaarbracke
Ist ein Steirische Rauhhaarbracke ein guter Familienhund?
Ja, der Steirische Rauhhaarbracke ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Steirische Rauhhaarbracke im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Steirische Rauhhaarbracke betragen durchschnittlich 120,00 €. Das umfasst Futter (45,00 €), Versicherung (25,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (20,00 €).
Ist ein Steirische Rauhhaarbracke für Anfänger geeignet?
Der Steirische Rauhhaarbracke ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.
Wie viel Bewegung braucht ein Steirische Rauhhaarbracke?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 5/5. Der Steirische Rauhhaarbracke braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.
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