Vertragus
Der legendäre Windhund der Kelten und Römer
Steckbrief
- Herkunft
- Römisches Reich (Gallien)
- Größe
- 55–75 cm
- Gewicht
- 20–35 kg
- Lebenserwartung
- 10–14 Jahre
- Gruppe
- Ausgestorbene Rassen
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Vertragus lebte bei seinen keltischen und römischen Besitzern als geschätzter Jagdgefährte und Hausgenosse. Anders als viele andere antike Arbeitsrassen genoss der Vertragus oft eine privilegierte Stellung im Haushalt und teilte sich das Lager mit seinem Besitzer. Arrian berichtet, dass die Kelten ihre Windhunde mit großer Zuneigung behandelten und sie als Familienmitglieder betrachteten. Der hohe Bewegungsbedarf erforderte großen Auslauf und regelmäßige Jagdmöglichkeiten. Die Rasse ist seit dem Hochmittelalter ausgestorben.
Ernährung (historisch)
Der Vertragus wurde als Hochleistungsjagdhund vermutlich mit proteinreichem Futter ernährt, das seine Muskulatur und Ausdauer unterstützte. Antike Quellen empfehlen für Jagdhunde rohes Fleisch, ergänzt durch Gerstenbrot und Milch. Arrian erwähnt, dass keltische Jäger ihre Windhunde vor der Jagd nur leicht fütterten, um ihre Schnelligkeit nicht zu beeinträchtigen. Nach der Jagd erhielten die Hunde größere Portionen. Da der Vertragus eine ausgestorbene Rasse ist, können keine modernen Fütterungsempfehlungen gegeben werden.
Gesundheit (historisch)
Als seit über tausend Jahren ausgestorbene Rasse existieren keine medizinischen Aufzeichnungen über den Vertragus. Aus Vergleichen mit modernen Windhundrassen lässt sich ableiten, dass der Vertragus wahrscheinlich unter ähnlichen Gesundheitsproblemen litt. Osteosarkom, ein bei Windhunden häufiger Knochenkrebs, könnte auch den Vertragus betroffen haben. Verletzungen des Bewegungsapparates durch die intensive Hetzjagd waren vermutlich häufig. Die schlanke Konstitution machte den Vertragus anfällig für Kälte und Verletzungen. Herzerkrankungen und Schilddrüsenprobleme sind bei modernen Windhunden verbreitet.
Erziehung (historisch)
Die Ausbildung des Vertragus konzentrierte sich auf die Entwicklung seiner natürlichen Jagdinstinkte und die Kontrolle seines Hetzverhaltens. Arrian beschreibt, dass junge Windhunde zunächst an der Leine geführt und schrittweise an das Wild herangeführt wurden. Die Kelten legten großen Wert auf die Sozialisierung ihrer Hunde und hielten sie als geschätzte Hausgenossen. Die Ausbildung erforderte Geduld und Einfühlungsvermögen, da Windhunde sensibel auf Bestrafung reagierten. Diese historische Rasse ist ausgestorben und kann nicht mehr erzogen werden.
Geschichte & Herkunft
Der Vertragus hat seinen Ursprung bei den keltischen Völkern Galliens und Britanniens, die seit vorgeschichtlicher Zeit schnelle Sichtjäger züchteten. Die erste detaillierte Beschreibung stammt von Arrian aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. Die Römer übernahmen den Vertragus und verbreiteten ihn im gesamten Römischen Reich. Römische Mosaiken und Skulpturen zeigen windhundartige Hunde in Jagdszenen. Im frühen Mittelalter wurde der Vertragus-Typ zum Vorfahren aller europäischen Windhundrassen. Die Lex Baiuvariorum aus dem 7. Jahrhundert erwähnt den Vertragus als besonders wertvollen Hund, für dessen Diebstahl hohe Strafen vorgesehen waren. Als eigenständiger Typ verschwand der Vertragus im Hochmittelalter.
Häufige Fragen zum Vertragus
Warum ist der Vertragus ausgestorben?
Der Vertragus hat seinen Ursprung bei den keltischen Völkern Galliens und Britanniens, die seit vorgeschichtlicher Zeit schnelle Sichtjäger züchteten. Die erste detaillierte Beschreibung stammt von Arrian aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. Die Römer übernahmen den Vertragus und verbreiteten ihn im gesamten Römischen Reich. Römische Mosaiken und Skulpturen zeigen windhundartige Hunde in Jagdszenen. Im frühen Mittelalter wurde der Vertragus-Typ zum Vorfahren aller europäischen Windhundrassen. Die Lex Baiuvariorum aus dem 7. Jahrhundert erwähnt den Vertragus als besonders wertvollen Hund, für dessen Diebstahl hohe Strafen vorgesehen waren. Als eigenständiger Typ verschwand der Vertragus im Hochmittelalter.
Wann ist der Vertragus ausgestorben?
Der Vertragus gehört zu den ausgestorbenen Hunderassen. Details zur genauen Zeitperiode des Verschwindens finden sich in der Geschichte dieser Rasse weiter oben auf dieser Seite.
Gibt es heute noch Nachfahren des Vertragus?
Viele moderne Hunderassen tragen Gene des Vertragus in sich. Durch gezielte Zucht und Kreuzungen haben Merkmale dieser historischen Rasse in heutigen Rassen überlebt, auch wenn der Vertragus selbst nicht mehr existiert.
Wie sah der Vertragus aus?
Der Vertragus war ein hochgeschätzter Windhund der römischen Antike und des frühen Mittelalters, der als einer der wichtigsten Vorfahren aller modernen europäischen Windhundrassen gilt. Sein Name leitet sich wahrscheinlich vom keltischen Wort „vertrago" ab, was so viel wie „schnellfüßig" oder „winds...
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