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Yakutischer Laika

Der blauäugige Schlittenhund aus dem Land der ewigen Kälte

Steckbrief

FCI-Nr.
365
Herkunft
Russland
Größe
5359 cm
Gewicht
1827 kg
Lebenserwartung
1013 Jahre
Gruppe
Spitze und Hunde vom Urtyp
Charakter
FreundlichAktivTreuGeselligMutig
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Der Yakutische Laika ist ein vielseitiger, robuster Schlittenhund aus dem kältesten bewohnten Gebiet der Erde, der Republik Sacha (Jakutien) in Nordostsibirien. Mit seinem dichten, mehrfarbigen Fell, den auffälligen blauen oder heterochromen Augen und seinem freundlichen, geselligen Wesen ist er unter den Laika-Rassen einzigartig und verbindet die Arbeitsfähigkeit eines Schlittenhundes mit dem sanften Charakter eines Familienbegleiters auf bemerkenswerte Weise. Mit einer Schulterhöhe von 53 bis 59 Zentimetern und einem Gewicht von 18 bis 27 Kilogramm ist der Yakutische Laika ein mittelgroßer bis großer, kräftig gebauter Hund. Sein üppiges Doppelfell ist mittellang bis lang und kommt in verschiedenen Farbkombinationen vor, wobei gescheckte Muster in Schwarz-Weiß, Braun-Weiß und Tricolor typisch sind. Ein besonderes Merkmal der Rasse sind die häufig vorkommenden blauen Augen oder die Heterochromie, also unterschiedlich gefärbte Augen, die dem Yakutischen Laika ein besonders markantes Erscheinungsbild verleihen. Die aufrecht stehenden oder leicht nach vorne geneigten Ohren und die über dem Rücken getragene, buschige Rute vervollständigen sein Bild. Der Charakter des Yakutischen Laika unterscheidet sich deutlich von den anderen drei russischen Laika-Rassen. Er ist wesentlich freundlicher, geselliger und menschenbezogener, was auf seine Geschichte als Schlittenhund und enger Familienbegleiter der Jakuten zurückzuführen ist. In den eisigen Jurten Jakutiens lebten die Hunde oft im Haus und wärmten die Kinder, was zu einer tiefen Verbundenheit mit Menschen führte. Im Familienkreis zeigt sich der Yakutische Laika als liebevoller, anhänglicher Begleiter, der die Nähe seiner Menschen sucht und genießt. Kindern gegenüber ist er besonders sanft, geduldig und verspielt. Fremden begegnet er in der Regel aufgeschlossen und freundlich, was ihn als Wachhund weniger geeignet macht. Seine Verträglichkeit mit anderen Hunden ist in der Regel gut, da er als Rudeltier im Schlittengespann an die Zusammenarbeit mit Artgenossen gewöhnt ist. Der Bewegungsbedarf des Yakutischen Laika ist sehr hoch. Als Schlittenhund braucht er täglich mehrere Stunden intensive Bewegung. Schlittenhundesport, Bikejöring, Canicross oder lange Wanderungen bieten ihm die nötige Auslastung. Die Pflege des üppigen Doppelfells erfordert regelmäßiges Bürsten. Der Fellwechsel ist extrem intensiv. Insgesamt ist der Yakutische Laika ein wunderbarer Begleiter für aktive, erfahrene Familien, die einen freundlichen, geselligen nordischen Hund suchen und ihm die intensive Bewegung und das kühle Klima bieten können, die dieser arktische Schlittenhund braucht.

Haltung & Pflege

Haus mit Garten empfohlen
Kinderfreundlich

Der Yakutische Laika benötigt ein Haus mit großem, sicher eingezäuntem Garten in kühler Umgebung. Wohnungshaltung ist nicht empfehlenswert. Mindestens drei Stunden intensive Bewegung pro Tag sind notwendig. Schlittenhundesport ist die ideale Beschäftigung. Er verträgt extreme Kälte hervorragend, leidet aber stark unter Hitze. In warmen Klimazonen ist seine Haltung problematisch und erfordert besondere Maßnahmen wie Klimatisierung. Der Yakutische Laika ist ein geselliger Hund, der den Kontakt zu seiner Familie und idealerweise auch zu anderen Hunden braucht. Er eignet sich hervorragend für die Haltung in einem Rudel. Sein freundliches Wesen macht ihn zu einem der besten Familienhunde unter den arktischen Rassen.

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Ernährung

Der Yakutische Laika benötigt als aktiver Schlittenhund energiereiches, proteinreiches Futter mit einem höheren Fettanteil. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind empfehlenswert. Die Futtermenge muss an das hohe Aktivitätslevel angepasst werden. An Trainingstagen oder beim Schlittenhundesport steigt der Energiebedarf erheblich. Rohfütterung (BARF) mit hohem Fettanteil kommt der natürlichen Ernährungsweise nahe. Omega-3-Fettsäuren, idealerweise aus Fischöl, unterstützen die Gesundheit des üppigen Fells und der Haut. Übergewicht sollte vermieden werden. Frisches Trinkwasser muss stets verfügbar sein. An Ruhetagen sollte die Futtermenge entsprechend reduziert werden. Zinkhaltige Nahrungsergänzungen können bei Bedarf sinnvoll sein.

Gesundheit & Krankheiten

Der Yakutische Laika ist eine grundsätzlich robuste Rasse, die an extreme Kälte angepasst ist. Hüftgelenksdysplasie (HD) kommt vor und sollte bei Zuchttieren überprüft werden. Ellbogendysplasie ist möglich. Augenerkrankungen, einschließlich Katarakt, sollten regelmäßig untersucht werden, besonders bei blauäugigen Exemplaren. Taubheit kommt gelegentlich bei überwiegend weißen Hunden vor. Zinkresponsive Dermatose, eine Hautkrankheit, die bei einigen arktischen Rassen auftritt, ist möglich. Das üppige Doppelfell schützt vor extremer Kälte, macht den Hund aber hitzeempfindlich. In warmen Klimazonen besteht ein erhöhtes Risiko für Hitzschlag. Regelmäßige tierärztliche Vorsorge, Impfschutz und Parasitenprophylaxe sind selbstverständlich.

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Erziehung

Die Erziehung des Yakutischen Laika ist dank seines freundlichen, kooperativen Wesens einfacher als bei den anderen Laika-Rassen, erfordert aber dennoch Erfahrung mit nordischen Rassen. Positive Verstärkung ist die ideale Methode für diesen begeisterungsfähigen Hund. Frühe Sozialisierung fördert sein natürlich offenes Wesen. Der Besuch einer Hundeschule wird empfohlen. Konsequenz ist wichtig, wobei der Yakutische Laika kooperativer ist als viele andere nordische Rassen. Der Rückruf erfordert Training, da ein gewisser Jagdtrieb vorhanden ist. Geistige Beschäftigung durch Suchspiele und Nasenarbeit ist wichtig. Schlittenhundesport bietet den perfekten Rahmen für Erziehung und Bindungsaufbau. Harte Methoden sind kontraproduktiv.

Geschichte & Herkunft

Der Yakutische Laika stammt aus der Republik Sacha (Jakutien) in Nordostsibirien und wurde von den Jakuten als vielseitiger Gebrauchshund gezüchtet. Er diente als Schlittenhund, Jagdhund und Familienhund in einer der kältesten Regionen der Erde, wo Temperaturen von minus sechzig Grad keine Seltenheit sind. Archäologische Funde deuten darauf hin, dass ähnliche Hunde in der Region seit über achttausend Jahren existieren. Im 20. Jahrhundert ging die Population dramatisch zurück, als Motorschlitten die Hundeschlitten ersetzten. In den 1990er Jahren begannen engagierte russische Züchter mit der Rettung der Rasse. Die FCI erkannte den Yakutischen Laika 2019 unter der Nummer 365 provisorisch an. International gewinnt die Rasse langsam an Bekanntheit.

Kosten im Überblick

Futter55,00 €/Monat
Versicherung35,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)25,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges20,00 €/Monat
Gesamt145,00 €/Monat
Jährlich1.740,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Yakutischer Laika

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Besitzer eines Yakutischen Laika empfehlenswert. Obwohl der Yakutische Laika ein freundlicher, geselliger Hund ist, kann er als großer, kräftiger Schlittenhund in unerwarteten Situationen Schäden verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für alle Hunde Pflicht. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro bietet ausreichenden Schutz.

Häufige Fragen zum Yakutischer Laika

Ist ein Yakutischer Laika ein guter Familienhund?

Ja, der Yakutischer Laika ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Yakutischer Laika im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Yakutischer Laika betragen durchschnittlich 145,00 €. Das umfasst Futter (55,00 €), Versicherung (35,00 €), Tierarzt (25,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (20,00 €).

Ist ein Yakutischer Laika für Anfänger geeignet?

Der Yakutischer Laika ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.

Wie viel Bewegung braucht ein Yakutischer Laika?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 5/5. Der Yakutischer Laika braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.

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