Ragamuffin
Die grosse, plueschige Kuschelkatze mit dem goldenen Herzen und der endlosen Geduld.
Steckbrief
- Herkunft
- USA
- Gewicht
- 4–10 kg
- Lebenserwartung
- 12–16 Jahre
Charakter & Wesen
Die Ragamuffin ist eine grosse, sanftmuetige Katzenrasse, die eng mit der Ragdoll verwandt ist und deren Geschichte untrennbar mit der Geschichte der Ragdoll verknuepft ist. Die Rasse entstand in den 1990er Jahren, als eine Gruppe von Ragdoll-Zuechtern in den USA neue Wege gehen wollte und sich von der strikten Zuchtpolitik der Ragdoll-Gruenderin Ann Baker loeste. Sie kreuzten Ragdolls mit Persern, Himalayans und anderen Langhaarrassen, um eine vielfaeltigere Rasse mit einem erweiterten Farbspektrum zu schaffen. Der Name Ragamuffin, zu Deutsch etwa Strassenkind oder Lump, wurde urspruenglich als Scherz vorgeschlagen und blieb dann bestehen. Das Erscheinungsbild der Ragamuffin ist beeindruckend und aehnelt dem der Ragdoll, weist aber einige Unterschiede auf. Die Ragamuffin ist eine grosse, schwere Katze, wobei Kater bis zu 10 Kilogramm wiegen koennen. Ihr Fell ist halblang bis lang, dicht und seidig weich, dabei aeusserst plueschig. Im Gegensatz zur Ragdoll gibt es die Ragamuffin in allen erdenklichen Farben und Mustern, einschliesslich Solid, Tabby, Tortie, Mink und Sepia. Die Augen sind gross und ausdruck voll und koennen in allen Farben vorkommen, nicht nur in Blau wie bei der Ragdoll. Charakterlich ist die Ragamuffin eine der sanftmuetesten und geduldigsten Katzenrassen ueberhaupt. Sie ist bekannt fuer ihr liebevolles und vertrauensvolles Wesen und laesst sich bereitwillig hochheben, tragen und kuscheln. Ihre Geduld im Umgang mit Kindern ist bemerkenswert, und sie toleriert auch etwas groeberes Anfassen, ohne aggressiv zu reagieren. Dies macht sie zu einer hervorragenden Familienkatze, besonders fuer Familien mit kleineren Kindern. Sie ist jedoch keineswegs eine passive Katze, sondern geniesst interaktive Spiele und Apportiereinheiten. Die Ragamuffin ist eine ausgesprochen menschenbezogene Katze, die eine tiefe Bindung zu ihrer Familie aufbaut. Sie begruesst ihre Menschen freudig an der Tuer und folgt ihnen durch die Wohnung. Einsamkeit vertraegt sie schlecht, weshalb sie in Haushalten mit regelmaessiger Anwesenheit oder mit einem Artgenossen am besten aufgehoben ist. Ihre ruhige und ausgeglichene Art macht sie auch zu einer angenehmen Katze fuer aeltere Menschen oder ruhigere Haushalte. Die Pflege der Ragamuffin ist trotz des langen Fells ueberraschend unkompliziert. Das Fell hat eine seidig Textur, die weniger zum Verfilzen neigt als das vieler anderer Langhaarrassen. Regelmaessiges Buersten, zwei- bis dreimal pro Woche, genuegt in der Regel. Waehrend des Fellwechsels kann haeufigeres Buersten noetig sein. Wer eine grosse, liebevolle und geduldige Katze mit einem praechtigem Fell und einem goldenen Charakter sucht, findet in der Ragamuffin eine wunderbare Begleiterin.
Haltung
Die Ragamuffin ist eine ideale Wohnungskatze, die keinen Freigang benoetigt. Ihr vertrauensvolles Wesen macht sie im Freien angreifbar. Stabile Kratzbaeume und gemuetliche Liegeplaetze sind wichtig. Die Ragamuffin ist sehr sozial und sollte nicht laengere Zeit allein sein. Ein Artgenosse wird empfohlen. Das Fell benoetigt zwei- bis dreimal woechentliches Buersten. Trotz ihrer Ruhe geniesst sie interaktive Spiele und Apportieren. Gewichtskontrolle durch angemessene Fuetterung und Spielanreize ist wichtig.
Ernährung
Die Ragamuffin braucht als grosse Rasse eine nahrhafte, proteinreiche Ernaehrung. Etwa 250-380g Nassfutter oder 60-85g Trockenfutter taeglich sind empfehlenswert. Da die Ragamuffin zu Uebergewicht neigen kann, sollte die Futtermenge sorgfaeltig dosiert werden. Hochwertiges Futter mit hohem Fleischanteil ist wichtig. Omega-Fettsaeuren unterstuetzen die Fellgesundheit. Ragamuffins wachsen langsam und sind erst mit etwa vier Jahren ausgewachsen, weshalb Jungtiere laenger Kittenfutter benoetigen. Frisches Wasser sollte stets verfuegbar sein.
Gesundheit
Die Ragamuffin ist grundsaetzlich eine gesunde Rasse mit wenig rassetypischen Erkrankungen. Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) kann wie bei vielen grossen Katzenrassen auftreten. Polyzystische Nierenerkrankung (PKD) ist durch die Perser-Einkreuzung moeglich und sollte durch Tests ausgeschlossen werden. Uebergewicht kann bei der eher ruhigen Rasse ein Problem sein und sollte durch kontrollierte Fuetterung vermieden werden. Haarballen koennen durch regelmaessiges Buersten minimiert werden. Regelmaessige tieraerztliche Vorsorge ist empfehlenswert.
Kosten im Überblick
| Futter | 50,00 €/Monat |
| Versicherung | 18,00 €/Monat |
| Tierarzt | 22,00 €/Monat |
| Sonstiges | 18,00 €/Monat |
| Gesamt | 108,00 €/Monat |
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