Schwarzfusskatze

Die kleinste Wildkatze Afrikas ist gleichzeitig der toedlichste Jaeger unter allen Katzenarten.

Steckbrief

Herkunft
Suedliches Afrika
Gewicht
12 kg
Lebenserwartung
1013 Jahre
Charakter
AggressivNachtaktivMutigEinzelgaengerisch
Aktivität
Pflege
Haaren

Charakter & Wesen

Die Schwarzfusskatze (Felis nigripes) ist die kleinste Wildkatze Afrikas und eine der kleinsten Katzenarten der Welt. Mit einem Gewicht von nur 1 bis 2 Kilogramm ist sie kaum groesser als ein Hauskatzen-Kaetzchen, doch ihr Ruf als einer der gefaehrlichsten und effizientesten Jaeger des Tierreichs ist legendaer. Diese winzige Raubkatze aus den trockenen Graslaendern und Halbwuesten des suedlichen Afrikas hat eine Jagderfolgsquote von 60 Prozent, die hoechste aller Katzenarten und deutlich hoeher als die von Loewen mit nur 25 Prozent. Die Schwarzfusskatze verdankt ihren Namen den schwarzen Sohlen ihrer Pfoten, die sie von allen anderen afrikanischen Katzen unterscheiden. Ihr Fell ist hellbraun bis sandfarben mit dunklen Flecken und Streifen, die sich an den Beinen zu Ringen verbinden. Der runde Kopf mit den grossen Augen und den kleinen, runden Ohren verleiht ihr ein niedliches Aussehen, das in krassem Kontrast zu ihrer wilden Natur steht. Koerperlich ist die Schwarzfusskatze aeusserst kompakt und muskuloes, mit kurzen Beinen und einem relativ kurzen Schwanz. Die Schwarzfusskatze lebt in den trockenen Graslaendern, der Karoo und den Halbwuesten von Suedafrika, Namibia und Botswana. Sie ist streng nachtaktiv und verbringt den Tag in verlassenen Erdferkel- oder Springhasenbauten. In einer einzigen Nacht legt die Schwarzfusskatze bis zu 10 Kilometer zurueck und toetet durchschnittlich 10 bis 14 Beutetiere, darunter kleine Nagetiere, Voegel, Insekten und Reptilien. Sie frisst pro Nacht etwa ein Sechstel ihres eigenen Koerpergewichts. Ihre Jagdtechnik umfasst sowohl geduldiges Lauern als auch schnelle Sprints und spektakulaere Spruenge nach Voegeln. Trotz ihrer winzigen Groesse ist die Schwarzfusskatze fuer ihre extreme Aggressivitaet bekannt. In der Mythologie der San-Buschmanner heisst es, die Schwarzfusskatze koenne eine Giraffe toeten, indem sie ihr in die Halsschlagader beisst. Obwohl dies natuerlich uebertrieben ist, spiegelt es den Respekt wider, den diese winzige Jaegerin geniesst. In Gefangenschaft sind Schwarzfusskatzen aeusserst schwer zu halten, da sie extrem scheu, stressanfaellig und aggressiv gegenueber Menschen und Artgenossen sind. Die Schwarzfusskatze gilt als gefaehrdet und steht unter strengem internationalen Artenschutz. Die Hauptbedrohungen sind der Lebensraumverlust durch Ueberweidung und Umwandlung von Grasland in Ackerflaechen, die Vergiftung durch Pestizide und Lockmittel, die fuer andere Tiere bestimmt sind, sowie die Pradation durch groessere Raubtiere. Schutzprojekte wie das Black-Footed Cat Working Group in Suedafrika erforschen die Populationsdynamik und entwickeln Strategien zum Schutz dieser bemerkenswerten Miniatur-Raubkatze. Weltweit halten nur etwa 40 Zoos Schwarzfusskatzen, was sie zu einer der seltensten Katzenarten in menschlicher Obhut macht.

Haltung

Die Schwarzfusskatze ist kein Haustier und wird nur in spezialisierten zoologischen Einrichtungen gehalten. Die Gehege muessen trockene, warme Bedingungen mit Sandsubstrat, Hoehlen und Erdbauten bieten. Besuchernaehe muss auf ein Minimum reduziert werden. Einzelhaltung ist die Regel, da die Tiere ausserhalb der Paarungszeit aggressiv gegenueber Artgenossen sind. Internationale Zuchtprogramme (EEP und SSP) koordinieren die Erhaltungszucht. Diese Seite dient der Aufklaerung ueber die faszinierende kleinste afrikanische Wildkatze.

Ernährung

In freier Wildbahn erbeutet die Schwarzfusskatze pro Nacht 10-14 kleine Beutetiere, darunter Nagetiere, Voegel, Insekten und Reptilien. In zoologischen Einrichtungen erhaelt sie Maeuse, Kueken und Insekten. Trotz ihrer geringen Groesse hat sie einen hohen Energiebedarf von etwa 50-80g Fleisch taeglich, was relativ zu ihrem Koerpergewicht enorm ist. Die Fuetterung sollte abends erfolgen und als Beschaeftigungsfuetterung gestaltet werden, um den natuerlichen Jagdtrieb zu befriedigen.

Gesundheit

Schwarzfusskatzen sind in Gefangenschaft anfaellig fuer eine spezifische Form der Amyloidose, eine Stoffwechselerkrankung, die zu Nieren- und Leberversagen fuehrt. Diese Erkrankung ist eine der Haupttodesursachen in Zoopopulationen. Die Tiere sind extrem stressanfaellig, was das Immunsystem schwaechen kann. Atemwegsinfektionen koennen auftreten. Die tieraerztliche Versorgung erfordert hoechste Spezialisierung und minimalen Stress. In freier Wildbahn sind Schwarzfusskatzen robuster, die Lebenserwartung liegt bei 10-13 Jahren.

Kosten im Überblick

Futter75,00 €/Monat
Versicherung55,00 €/Monat
Tierarzt80,00 €/Monat
Sonstiges50,00 €/Monat
Gesamt260,00 €/Monat

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