Serval-Katze
Die elegante afrikanische Wildkatze mit den laengsten Beinen aller Katzen ist der wilde Vorfahre der Savannah.
Steckbrief
- Herkunft
- Afrika
- Gewicht
- 8–18 kg
- Lebenserwartung
- 15–20 Jahre
Charakter & Wesen
Der Serval (Leptailurus serval) ist eine mittelgrosse afrikanische Wildkatze und der wilde Vorfahre der beliebten Savannah-Katze. Er ist keine Hauskatze und kann nicht als solche gehalten werden, doch seine Faszination als Wildtier und seine Bedeutung fuer die Hybridzucht machen ihn zu einem wichtigen Thema fuer Katzeninteressierte. Der Serval bewohnt die Savannen und Graslaender suedlich der Sahara und ist fuer seine aussergewoehnlichen Jagdfaehigkeiten bekannt, die ihn zu einem der erfolgreichsten Jaeger unter den Wildkatzen machen. Mit einer Schulterhoehe von bis zu 62 Zentimetern und einem Gewicht von 8 bis 18 Kilogramm ist der Serval eine beeindruckende Erscheinung. Seine extrem langen Beine, die laengsten aller Katzen im Verhaeltnis zur Koerpergroesse, verleihen ihm ein elegantes, fast stoerchenhaftes Aussehen. Die grossen, aufrechten Ohren sind sein markantstes Merkmal und dienen als hochsensible Hoerorgane, mit denen er Beutetiere sogar unter der Erde lokalisieren kann. Das Fell ist goldgelb mit schwarzen Flecken und Streifen, wobei seltene melanistische (schwarze) Servale vorkommen. Der Serval ist ein Meister der Jagd. Seine Erfolgsquote liegt bei etwa 50 Prozent, deutlich hoeher als bei Loewen oder Leoparden. Seine Spezialitaet ist der vertikale Sprung: Aus dem Stand kann ein Serval bis zu drei Meter hoch springen und Voegel im Flug fangen. Auch Nagetiere, Froesche, Fische und Insekten gehoeren zu seiner Beute. Der Serval jagt ueberwiegend in der Daemmerung und nutzt sein hervorragendes Gehoer, um Beute im hohen Gras zu orten. Ein einzelner Serval benoetigt ein Revier von 10 bis 30 Quadratkilometern. In den sozialen Medien tauchen immer wieder Videos von Servalen auf, die als Haustiere in Privatwohnungen gehalten werden, insbesondere aus den USA, den Golfstaaten und Russland. Diese Darstellungen sind aus Tierschutzsicht hoechst problematisch. Servale sind Wildtiere mit komplexen Beduerfnissen, die in menschlicher Obhut kaum zu erfuellen sind. Sie markieren ihr Revier mit stark riechendem Urin, koennen mit ihren kraeftigen Beinen und Zaehnen erhebliche Verletzungen verursachen und leiden unter dem Stress der Gefangenschaft. In Deutschland ist die Privathaltung von Servalen in den meisten Bundeslaendern verboten oder streng genehmigungspflichtig. Der Serval ist die Stammform der Savannah-Katze, die durch Kreuzung von Servalen mit Hauskatzen entstand. Die erste dokumentierte Kreuzung gelang 1986 der Zuechterin Judee Frank. Waehrend die daraus entstandene Savannah-Rasse in spaeteren Generationen als Haustier geeignet ist, bleibt der reine Serval ein Wildtier, das in die afrikanische Savanne gehoert und nicht in ein Wohnzimmer. Artenschutzorganisationen setzen sich aktiv fuer den Schutz des Servels in seinem natuerlichen Lebensraum ein.
Haltung
Der Serval ist kein Haustier und sollte nicht in privater Haltung leben. In Deutschland ist die Haltung in den meisten Bundeslaendern verboten oder erfordert eine Genehmigung nach Gefahrtierverordnung mit professionellen Haltungsbedingungen. Zoologische Einrichtungen halten Servale in grossen Freigehegen mit natuerlicher Vegetation, Wasserstellen und Rueckzugsraeumen. Die Mindestanforderungen fuer die Haltung liegen bei 50-100 Quadratmetern pro Tier. Diese Seite dient der Information ueber die Wildkatze, nicht als Haltungsanleitung.
Ernährung
In freier Wildbahn ernaehrt sich der Serval von Nagetieren, Voegeln, Froeschen, Fischen und Insekten. In Gefangenschaft benoetigt er eine artgerechte Rohfleisch-Diaet mit ganzen Beutetieren wie Ratten, Kueken und Wachteln. Etwa 500-800g Fleisch taeglich sind erforderlich. Kommerzielle Katzenfutter sind voellig ungeeignet. Supplementierung mit Kalzium und Taurin ist bei reiner Fleischfuetterung notwendig. Die Fuetterung sollte abends erfolgen, um den natuerlichen Jagdrhythmus zu respektieren.
Gesundheit
Als Wildtier unterliegt der Serval keinen rassetypischen Gesundheitsproblemen im Sinne der Haustierzucht. In Gefangenschaft koennen stressbedingte Erkrankungen wie Magengeschwuere, Verhaltensstoerungen und Immunschwaeche auftreten. Servale in Zoos und Wildtierauffangstationen benoetigen regelmaessige veterinaermedizinische Betreuung durch Wildtierspezialisten. Die Narkose erfordert spezielle Protokolle fuer Wildkatzen. In freier Wildbahn sind Servale robuste Tiere mit einer Lebenserwartung von 12-15 Jahren, in Gefangenschaft bis 20 Jahre.
Kosten im Überblick
| Futter | 120,00 €/Monat |
| Versicherung | 50,00 €/Monat |
| Tierarzt | 80,00 €/Monat |
| Sonstiges | 60,00 €/Monat |
| Gesamt | 310,00 €/Monat |
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