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Katzenfutter Test 2026: Nass vs. Trocken

Katzenfutter Test 2026: Nass vs. Trocken


Die Regale in Fressnapf und den Online-Shops quellen über vor Katzenfutter-Marken. Jede verspricht das Beste für deine Katze. Aber was ist wirklich gut? Und ist Nassfutter besser als Trockenfutter? In diesem Ratgeber bringen wir Ordnung ins Katzenfutter-Chaos.


Was braucht eine Katze ernährungstechnisch?


Katzen sind obligate Karnivoren — reine Fleischfresser. Das unterscheidet sie grundlegend von Hunden. Daraus ergeben sich klare Anforderungen an das Futter:


  • **Hoher Fleischanteil:** Mindestens 60 %, besser mehr
  • **Taurin:** Eine essenzielle Aminosäure, die Katzen nicht selbst bilden können. Mangel führt zu Herzproblemen und Erblindung.
  • **Kein Getreide oder Zucker:** Katzen können Kohlenhydrate kaum verwerten
  • **Ausreichend Feuchtigkeit:** Katzen trinken von Natur aus wenig und decken ihren Bedarf über die Nahrung

  • Nassfutter: Unsere Empfehlungen


    Premium-Segment


    **Catz Finefood**


  • Fleischanteil: 60–70 %
  • Getreidefrei, zuckerfrei
  • Offene Deklaration
  • Viele Geschmacksrichtungen
  • Preis: ca. 2,50 – 3,50 Euro pro 200-g-Dose
  • Bewertung: Hervorragendes Katzenfutter mit hoher Akzeptanz. Bei Zooplus häufig im Angebot.

  • **Mjamjam**


  • Fleischanteil: 60–70 %
  • Getreidefrei, zuckerfrei
  • Enthält Taurin
  • Preis: ca. 1,80 – 2,50 Euro pro 200-g-Beutel
  • Bewertung: Eines der besten Preis-Leistungs-Verhältnisse im Premium-Bereich. Auf Amazon regelmäßig im Sparabo günstiger.

  • **Animonda Carny**


  • Fleischanteil: 50–65 %
  • Getreidefrei
  • Gute Deklaration
  • Preis: ca. 1,50 – 2,50 Euro pro 200-g-Dose
  • Bewertung: Sehr solides Premium-Futter, das viele Katzen gerne fressen.

  • Mittelklasse


    **MAC's**


  • Fleischanteil: 50–70 %
  • Getreidefrei
  • Preis: ca. 1,50 – 2,00 Euro pro 200-g-Dose
  • Bewertung: Gute Qualität zu fairem Preis. Bei Fressnapf gut erhältlich.

  • **Select Gold (Fressnapf-Eigenmarke)**


  • Fleischanteil: 40–60 %
  • Teils getreidefrei
  • Preis: ca. 1,00 – 1,50 Euro pro 200-g-Dose
  • Bewertung: Überraschend gut für eine Eigenmarke.

  • Nicht empfehlenswert


    **Whiskas**


  • Fleischanteil: oft nur 4 % benanntes Fleisch
  • Enthält Getreide und Zucker
  • Geschlossene Deklaration
  • Viele Füllstoffe
  • Bewertung: Trotz massiver Werbung ernährungsphysiologisch mangelhaft.

  • **Sheba**


  • Ähnlich wie Whiskas: vage Deklaration, wenig Fleisch, Zucker
  • Teurer als Whiskas bei vergleichbarer Qualität
  • Bewertung: Nicht empfehlenswert.

  • Trockenfutter: Brauchen Katzen es überhaupt?


    Kurze Antwort: Nein. Trockenfutter ist für Katzen weniger optimal als Nassfutter, weil es kaum Feuchtigkeit enthält. Katzen stammen von Wüstentieren ab und haben einen schwachen Dursttrieb. Eine Ernährung hauptsächlich mit Trockenfutter kann zu chronischer Dehydrierung und langfristig zu Nierenproblemen führen.


    Wenn du dennoch Trockenfutter füttern möchtest — etwa als Snack zwischendurch oder für Futterspiele —, achte auf:


  • Hohen Fleischanteil (über 50 %)
  • Getreidefrei
  • Kein Zucker
  • Immer ausreichend frisches Wasser daneben stellen, am besten einen Trinkbrunnen

  • Empfehlenswerte Trockenfutter


    **Orijen Cat & Kitten**


  • Sehr hoher Fleischanteil (ca. 85 % tierische Zutaten)
  • Getreidefrei
  • Preis: ca. 8–10 Euro pro Kilogramm
  • Bewertung: Eines der besten Trockenfutter überhaupt.

  • **Josera (getreidefrei)**


  • Guter Fleischanteil
  • Verschiedene Rezepturen
  • Preis: ca. 5–7 Euro pro Kilogramm
  • Bewertung: Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

  • Die große Frage: Nass oder Trocken?


    Hier die Fakten:


    **Nassfutter:**

  • 70–80 % Feuchtigkeit — entspricht der natürlichen Beute
  • Besser für die Nieren
  • Höhere Akzeptanz bei den meisten Katzen
  • Teurer pro Tagesration
  • Schneller verderblich

  • **Trockenfutter:**

  • Nur 8–10 % Feuchtigkeit
  • Praktischer in der Handhabung
  • Längere Haltbarkeit
  • Günstiger
  • Kann zu Dehydrierung beitragen

  • **Unsere Empfehlung:** Nassfutter als Hauptfutter (80 %), Trockenfutter nur als Ergänzung oder für Intelligenzspielzeuge (20 %).


    Wie viel Futter braucht eine Katze?


    Der Tagesbedarf hängt von Gewicht, Alter und Aktivitätslevel ab:


  • **Wohnungskatze (4 kg):** ca. 200–250 g Nassfutter pro Tag
  • **Aktive Freigänger-Katze (4 kg):** ca. 250–300 g Nassfutter pro Tag
  • **Kitten:** Deutlich mehr pro Kilogramm Körpergewicht, über 3–4 Mahlzeiten verteilt
  • **Senior-Katze:** Etwas weniger, dafür leichter verdauliches Futter

  • Teile die Tagesration auf mindestens zwei, besser drei Mahlzeiten auf. Katzen sind von Natur aus Mehrfach-Esser und fressen lieber kleine Portionen.


    Futterumstellung bei der Katze


    Katzen sind notorisch wählerisch. Eine Futterumstellung braucht Geduld:


  • Mische das neue Futter über 10–14 Tage langsam unter
  • Beginne mit einem kleinen Löffel neues Futter unter dem alten
  • Wenn die Katze verweigert, reduziere den Anteil und steigere langsamer
  • Niemals hungern lassen: Wenn eine Katze länger als 24 Stunden nichts frisst, droht eine lebensbedrohliche hepatische Lipidose

  • Fazit


    Gutes Katzenfutter erkennt man an einem hohen Fleischanteil, offener Deklaration und dem Verzicht auf Getreide und Zucker. Nassfutter ist für Katzen die gesündere Wahl. Investiere in hochwertiges Futter — deine Katze wird es dir mit Gesundheit und Vitalität danken. Vergleiche die Preise bei Amazon, Fressnapf und Zooplus für die besten Angebote.

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