Alle Ratgeber
**Borreliose:** Die häufigste durch Zecken übertragene Krankheit. Symptome: Fieber, Gelenkschmerzen, Lahmheit, Appetitlosigkeit. Die Übertragung erfolgt meist erst nach 16–24 Stunden, deshalb ist schnelles Entfernen so wichtig. **Anaplasmose:** Bakterielle Infektion, die Fieber, Lethargie und Blutungsneigung verursacht. **Babesiose (Hundemalaria):** Zerstört die roten Blutkörperchen. Kann lebensbedrohlich sein. **FSME:** Seltener bei Hunden als bei Menschen, aber möglich.
**Zeckenzange:** Der Klassiker. Greift die Zecke nah an der Haut. Bei Fressnapf oder Amazon für wenige Euro erhältlich. **Zeckenkarte:** Flach wie eine Kreditkarte mit einem V-Schlitz. Besonders gut für kleine Zecken. **Zeckenhaken:** Ein kleiner Haken, der unter die Zecke geschoben wird. Sehr effektiv und einfach in der Handhabung. **Pinzette:** Nur im Notfall, da man leicht den Körper quetscht.
Sorge für gutes Licht Halte deinen Hund ruhig. Bei zappligen Hunden hilft eine zweite Person Schiebe das Fell um die Zecke zur Seite, damit du freie Sicht hast
Setze die Zeckenzange, den Haken oder die Karte so nah wie möglich an der Haut deines Hundes an Greife die Zecke am Kopf, nicht am Körper Wichtig: Die Zecke nicht quetschen, da sonst Krankheitserreger in die Wunde gedrückt werden können
Ziehe die Zecke langsam und gleichmäßig heraus Nicht drehen — entgegen weit verbreiteter Meinung hat eine Zecke kein Gewinde. Gerades Herausziehen ist am sichersten. Nicht ruckartig reißen, sondern kontrollierten, gleichmäßigen Zug ausüben Bei der Zeckenkarte: Karte flach unter die Zecke schieben und nach vorne hebeln
Prüfe, ob die Zecke vollständig entfernt wurde Kontrolliere, ob die Beißwerkzeuge noch in der Haut stecken Desinfiziere die Bissstelle mit einem milden Desinfektionsmittel
Zerdrücke die Zecke nicht mit den Fingern (Krankheitserreger) Klebe sie auf einen Klebestreifen oder spüle sie in der Toilette herunter Du kannst sie auch in Alkohol legen, falls du sie dem Tierarzt zeigen möchtest
Versuche nicht, die Reste mit einer Nadel herauszuholen — das erhöht das Infektionsrisiko Beobachte die Stelle in den nächsten Tagen Wenn sich die Stelle entzündet (Rötung, Schwellung, Eiterung), gehe zum Tierarzt
Die Bissstelle sich entzündet oder stark anschwillt Dein Hund in den Tagen nach dem Zeckenbiss Fieber entwickelt Dein Hund lahmt oder schlapp wirkt Sich ein roter Ring um die Bissstelle bildet (Wanderröte — Zeichen für Borreliose) Dein Hund in einem Babesiose-Risikogebiet lebt und Symptome zeigt
**Spot-On-Präparate:** Tropfen, die in den Nacken geträufelt werden und 4 Wochen wirken. Verschreibungspflichtig beim Tierarzt. **Zeckenhalsbänder:** Wirken mehrere Monate. Das Seresto-Halsband ist besonders beliebt und auf Amazon erhältlich. **Tabletten:** Kautabletten wie Bravecto oder Simparica wirken 1–3 Monate. Verschreibungspflichtig. **Natürliche Alternativen:** Kokosöl, Schwarzkümmelöl, Bernsteinketten. Die Wirksamkeit ist wissenschaftlich nicht belegt, aber manche Hundebesitzer berichten von positiven Erfahrungen. **Tägliches Absuchen:** Nach jedem Spaziergang den Hund gründlich absuchen. Besonders in den Ohren, zwischen den Zehen, am Bauch und in der Achselgegend.
gesundheit 8 Min. Lesezeit