Akbash
Der strahlend weiße Wächter aus Anatolien
Steckbrief
- Herkunft
- Türkei
- Größe
- 69–81 cm
- Gewicht
- 34–55 kg
- Lebenserwartung
- 10–12 Jahre
- Gruppe
- Molosser und Sennenhunde
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Akbash ist ausschließlich für ländliche Haltung mit sehr großem, sicher eingezäuntem Grundstück geeignet. Eine Wohnungshaltung ist völlig ungeeignet. Die Einzäunung muss hoch und stabil sein, da er sein Territorium entschlossen verteidigt. Sein tiefes Bellen, besonders nachts, kann in besiedelten Gebieten erhebliche Probleme verursachen. Kälte verträgt er gut, extreme Hitze weniger. In der Mehrhundehaltung kann er insbesondere gegenüber gleichgeschlechtlichen Hunden dominant auftreten. Er braucht trotz seiner Unabhängigkeit sozialen Kontakt und sollte nicht völlig isoliert leben. Idealerweise hat er eine Aufgabe als Wach- oder Herdenschutzhund.
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Der Akbash benötigt hochwertiges, auf große Rassen abgestimmtes Futter mit angemessenem Proteingehalt. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind empfehlenswert, um das Risiko einer Magendrehung zu minimieren. Die Futtermenge richtet sich nach Alter, Gewicht und Aktivitätsgrad. Als traditionell genügsamer Herdenschutzhund hat er einen vergleichsweise moderaten Energiebedarf. Übergewicht sollte unbedingt vermieden werden. Welpen großer Rassen benötigen spezielles Futter für kontrolliertes Wachstum. Gelenkunterstützende Zusätze können sinnvoll sein. Omega-3-Fettsäuren fördern die Gesundheit des weißen Fells. Frisches Trinkwasser muss stets zur Verfügung stehen.
Gesundheit & Krankheiten
Der Akbash ist eine robuste, naturbelassene Rasse mit vergleichsweise wenigen rassetypischen Gesundheitsproblemen. Hüftgelenksdysplasie (HD) ist das häufigste orthopädische Problem und sollte bei Zuchttieren überprüft werden. Magendrehung kann bei dieser großen, tiefbrüstigen Rasse auftreten. Hypothyreose wird gelegentlich berichtet. Osteochondrosis dissecans (OCD) kann im Wachstumsalter vorkommen. Kardiomyopathie ist möglich. Die Lebenserwartung von zehn bis zwölf Jahren ist für eine Rasse dieser Größe durchschnittlich. Da die Rasse nicht von der FCI anerkannt ist, fehlen einheitliche Zuchtstandards, was die Auswahl eines seriösen Züchters umso wichtiger macht. Regelmäßige tierärztliche Vorsorge ist selbstverständlich.
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Die Erziehung des Akbash erfordert einen erfahrenen, geduldigen Halter, der die Unabhängigkeit dieser Rasse versteht und akzeptiert. Der Akbash ist kein Hund, der sich um die Gunst seines Besitzers bemüht oder eifrig Befehle ausführt. Seine Zusammenarbeit muss durch Vertrauen und Respekt gewonnen werden. Positive Verstärkung mit ruhiger Konsequenz ist die einzig sinnvolle Methode. Harte Erziehung zerstört die Beziehung unwiederbringlich. Frühe und umfassende Sozialisierung ist unverzichtbar. Ein hundertprozentiger Gehorsam ist bei dieser eigenständigen Rasse nicht zu erwarten, aber ein zuverlässiger Grundgehorsam ist erreichbar.
Geschichte & Herkunft
Der Akbash gehört zu den ältesten Herdenschutzhundrassen der Welt und stammt aus der westlichen Türkei. Sein Ursprung wird auf mindestens dreitausend Jahre geschätzt. Das rein weiße Fell diente nicht nur der Tarnung unter den Schafen, sondern ermöglichte den Hirten auch nachts die Unterscheidung zwischen Hund und Wolf. In den 1970er Jahren brachten die amerikanischen Forscher David und Judy Nelson erstmals Akbashs in die USA, wo sie erfolgreich als Herdenschutzhunde auf Farmen eingesetzt wurden. Im Gegensatz zum Kangal, der von der FCI anerkannt ist, hat der Akbash keine FCI-Anerkennung erlangt. In Nordamerika ist er als Herdenschutzhund deutlich verbreiteter als in Europa.
Kosten im Überblick
| Futter | 60,00 €/Monat |
| Versicherung | 40,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 30,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 20,00 €/Monat |
| Gesamt | 160,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.920,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Akbash
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Akbash-Besitzer dringend empfehlenswert. Als großer, eigenständiger Herdenschutzhund mit ausgeprägtem Territorial- und Schutzverhalten kann er in bestimmten Situationen ein erhebliches Schadenspotenzial darstellen. In mehreren deutschen Bundesländern ist die Haftpflicht für alle Hunde vorgeschrieben. Eine Deckungssumme von mindestens fünf bis zehn Millionen Euro ist angemessen.
Häufige Fragen zum Akbash
Ist ein Akbash ein guter Familienhund?
Ja, der Akbash ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Akbash im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Akbash betragen durchschnittlich 160,00 €. Das umfasst Futter (60,00 €), Versicherung (40,00 €), Tierarzt (30,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (20,00 €).
Ist ein Akbash für Anfänger geeignet?
Der Akbash ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.
Wie viel Bewegung braucht ein Akbash?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 3/5. Moderate Bewegung von 1-2 Stunden täglich ist empfehlenswert.