Rhodesian Ridgeback
Der stolze Löwenjäger mit dem einzigartigen Haarkamm
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 146
- Herkunft
- Simbabwe (ehemals Rhodesien)
- Größe
- 61–69 cm
- Gewicht
- 32–41 kg
- Lebenserwartung
- 10–12 Jahre
- Gruppe
- Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Rhodesian Ridgeback braucht ein Haus mit großem, sicher eingezäuntem Garten. Die Wohnungshaltung ist nur bedingt möglich und erfordert sehr viel Bewegung im Freien. Mindestens eineinhalb bis zwei Stunden aktive Bewegung pro Tag sind notwendig. Als afrikanischer Hund verträgt er Wärme gut, kommt aber mit Kälte weniger zurecht und benötigt bei niedrigen Temperaturen Schutz. Er ist ein ruhiger Hausbewohner, der selten grundlos bellt. Die Verträglichkeit mit anderen Hunden ist individuell und erfordert gute Sozialisierung. Er braucht engen Familienanschluss und eine klare Bezugsperson. Der Ridgeback eignet sich für erfahrene, souveräne Hundehalter.
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Der Rhodesian Ridgeback benötigt hochwertiges, proteinreiches Futter, das seiner Größe und seinem Aktivitätslevel angepasst ist. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind empfehlenswert, um Magendrehung vorzubeugen. Im Wachstum ist spezielles Futter für große Rassen mit angepasstem Kalzium-Phosphor-Verhältnis wichtig, um ein kontrolliertes Knochenwachstum zu gewährleisten. Der Ridgeback kann zur Gewichtszunahme neigen, weshalb die Futtermenge sorgfältig kontrolliert werden sollte. Gelenkunterstützende Nahrungsergänzungen sind sinnvoll. Frisches Trinkwasser muss stets verfügbar sein. Eine ausgewogene Ernährung mit Fleisch als Hauptbestandteil ist ideal.
Gesundheit & Krankheiten
Der Rhodesian Ridgeback hat einige rassetypische Gesundheitsaspekte. Dermoid Sinus ist eine angeborene Fehlbildung, die direkt mit dem Ridge-Gen zusammenhängt und bei seriösen Züchtern bei Geburt überprüft wird. Hüftgelenksdysplasie (HD) und Ellbogendysplasie (ED) kommen vor. Degenerative Myelopathie ist eine fortschreitende neurologische Erkrankung, für die ein Gentest verfügbar ist. Hypothyreose kann auftreten. Magendrehung ist bei dieser großen, tiefbrüstigen Rasse ein Risiko. Verschiedene Krebsarten, insbesondere Mastzelltumore und Osteosarkom, können vorkommen. Augenerkrankungen wie Entropium und Katarakt sind gelegentlich beschrieben. Regelmäßige tierärztliche Vorsorge, Impfschutz und Parasitenprophylaxe sind wichtig.
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Der Rhodesian Ridgeback ist ein intelligenter, aber eigenständiger Hund, der eine klare, souveräne Führung benötigt. Positive Verstärkung mit Konsequenz ist die einzig erfolgreiche Methode. Harte Erziehungsmethoden führen bei diesem stolzen Hund zu Widerstand und Vertrauensverlust. Frühe Sozialisierung ist äußerst wichtig, um seine natürliche Reserviertheit gegenüber Fremden in kontrollierte Bahnen zu lenken. Der Grundgehorsam muss konsequent trainiert werden. Eine Hundeschule mit Erfahrung bei anspruchsvollen Rassen wird dringend empfohlen. Hundeerfahrung ist für die Erziehung dieses selbstbewussten Hundes nahezu unverzichtbar.
Geschichte & Herkunft
Der Rhodesian Ridgeback entwickelte sich im 19. Jahrhundert im südlichen Afrika aus Kreuzungen europäischer Jagdhunde mit dem Hottentottenhund der Khoikhoi, der den charakteristischen Ridge trug. Siedler in der Kapregion und später in Rhodesien züchteten einen vielseitigen Jagd- und Wachhund, der in der Lage war, Löwen zu stellen und aufzuhalten, bis der Jäger eintraf. Der Rassestandard wurde 1922 von Francis Barnes in Rhodesien festgelegt. Die South African Kennel Union erkannte die Rasse 1924 an, die FCI folgte. Der Name Rhodesian Ridgeback verweist auf das ehemalige Rhodesien, das heutige Simbabwe. Heute ist der Ridgeback weltweit als Familien- und Begleithund beliebt und hat sich weit von seinem Ursprung als Löwenjäger entfernt.
Kosten im Überblick
| Futter | 60,00 €/Monat |
| Versicherung | 40,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 30,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 20,00 €/Monat |
| Gesamt | 160,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.920,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Rhodesian Ridgeback
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Rhodesian-Ridgeback-Besitzer dringend empfehlenswert. Als großer, kräftiger Hund mit Schutzinstinkt kann der Ridgeback in bestimmten Situationen Schäden verursachen. In einigen Bundesländern wird er aufgrund seiner Größe und Kraft besonderen Auflagen unterstellt. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro ist angeraten. In einigen Regionen kann eine Sachkundeprüfung erforderlich sein.
Häufige Fragen zum Rhodesian Ridgeback
Ist ein Rhodesian Ridgeback ein guter Familienhund?
Ja, der Rhodesian Ridgeback ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Rhodesian Ridgeback im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Rhodesian Ridgeback betragen durchschnittlich 160,00 €. Das umfasst Futter (60,00 €), Versicherung (40,00 €), Tierarzt (30,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (20,00 €).
Ist ein Rhodesian Ridgeback für Anfänger geeignet?
Der Rhodesian Ridgeback ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.
Wie viel Bewegung braucht ein Rhodesian Ridgeback?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Rhodesian Ridgeback braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.