Alpenländische Dachsbracke
Die unerschrockene kleine Jägerin aus den Alpen
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 254
- Herkunft
- Österreich
- Größe
- 34–42 cm
- Gewicht
- 15–18 kg
- Lebenserwartung
- 12–14 Jahre
- Gruppe
- Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Die Alpenländische Dachsbracke braucht ein Haus mit Garten auf dem Land oder in Stadtnähe zur Natur. Reine Wohnungshaltung ist nicht geeignet. Mindestens ein bis zwei Stunden Bewegung pro Tag in der Natur sind notwendig. Fährtenarbeit, Mantrailing oder jagdliche Arbeit bieten die ideale Auslastung. Sie verträgt sich gut mit anderen Hunden und ist freundlich zu Kindern. Kleintierhaltung kann aufgrund des Jagdtriebs problematisch sein. Kälte und Nässe verträgt sie dank ihres dichten Fells gut. Sie braucht engen Familienanschluss und ist kein Zwingerhund. Das Alleinbleiben kann trainiert werden, sollte aber nicht zu lange dauern. Die Fellpflege ist unkompliziert – regelmäßiges Bürsten genügt.
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Jetzt vergleichenErnährung
Die Alpenländische Dachsbracke benötigt hochwertiges Futter, das ihrem aktiven Lebensstil gerecht wird. Zwei Mahlzeiten pro Tag für erwachsene Hunde sind ideal. Die Futtermenge muss sorgfältig kontrolliert werden, da Übergewicht bei einem Hund mit langem Rücken und kurzen Beinen besonders schädlich für die Wirbelsäule ist. An jagdlichen Arbeitstagen ist der Energiebedarf deutlich höher und die Futtermenge sollte angepasst werden. Proteinreiches Futter mit hochwertigem Fleischanteil unterstützt die Muskulatur. Nahrungsergänzungen für Gelenke und Wirbelsäule können präventiv sinnvoll sein. Leckerlis müssen von der Tagesration abgezogen werden. Frisches Wasser muss stets verfügbar sein.
Gesundheit & Krankheiten
Die Alpenländische Dachsbracke ist eine grundsätzlich robuste und gesunde Rasse. Durch die strenge jagdliche Zuchtselektion sind Erbkrankheiten selten. Bandscheibenprobleme können aufgrund des langen Rückens und der kurzen Beine vorkommen – Treppensteigen und Springen sollten begrenzt werden. Hüftgelenksdysplasie ist möglich, aber selten. Ohrinfektionen können durch die Hängeohren auftreten und erfordern regelmäßige Kontrolle. Übergewicht belastet die kurze Wirbelsäule und die Gelenke und muss unbedingt vermieden werden. Verletzungen bei der Arbeit im Gelände (Dornen, Steine, Wildkontakt) sind ein Risiko. Regelmäßige tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen, aktueller Impfschutz und konsequente Parasitenprophylaxe, besonders Zeckenschutz, sind wichtig.
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Die Erziehung der Alpenländischen Dachsbracke erfordert jagdliches Verständnis und konsequente, aber liebevolle Führung. Sie ist intelligent und lernwillig, bringt aber den bracketypischen Eigensinn mit. Positive Verstärkung funktioniert am besten. Harte Methoden sind kontraproduktiv. Frühe Sozialisierung ist wichtig und fällt bei dieser freundlichen Rasse leicht. Die Ausbildung als Jagdhund beginnt im Welpenalter mit Fährtenarbeit. Der Jagdtrieb ist stark und muss in kontrollierte Bahnen gelenkt werden. Für Nichtjäger ist Mantrailing eine gute Alternative. Der Rückruf bei Wildwitterung ist die größte Herausforderung. Geduld und Konsequenz sind der Schlüssel. Die Dachsbracke lernt gerne und zeigt bei abwechslungsreichem Training gute Mitarbeit.
Geschichte & Herkunft
Die Alpenländische Dachsbracke hat ihren Ursprung in den österreichischen Alpen, wo niedrigläufige Bracken seit Jahrhunderten für die Jagd im Gebirge eingesetzt wurden. Der Kronprinz Rudolf von Habsburg soll ein besonderer Liebhaber dieser Hunde gewesen sein und sie auf seinen Jagden in Ischl und Mürzsteg mitgeführt haben. Die systematische Zucht begann Ende des 19. Jahrhunderts. 1932 wurde die Rasse von den österreichischen Kynologen als dritte Schweißhunderasse neben dem Hannoverschen und dem Bayerischen Gebirgsschweißhund anerkannt. Die FCI erkannte die Alpenländische Dachsbracke 1975 offiziell an und führt sie unter der Nummer 254. Die Rasse ist vorwiegend in Österreich, Deutschland und Skandinavien verbreitet und wird primär jagdlich geführt.
Kosten im Überblick
| Futter | 35,00 €/Monat |
| Versicherung | 20,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 20,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 8,00 €/Monat |
| Sonstiges | 15,00 €/Monat |
| Gesamt | 98,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.176,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Alpenländische Dachsbracke
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Besitzer einer Alpenländischen Dachsbracke empfehlenswert. Obwohl sie ein kleiner Hund ist, kann ihr Jagdtrieb in bestimmten Situationen zu unkontrolliertem Verhalten führen. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro ist sinnvoll. In einigen Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für alle Hunde ohnehin Pflicht.
Häufige Fragen zum Alpenländische Dachsbracke
Ist ein Alpenländische Dachsbracke ein guter Familienhund?
Ja, der Alpenländische Dachsbracke ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Alpenländische Dachsbracke im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Alpenländische Dachsbracke betragen durchschnittlich 98,00 €. Das umfasst Futter (35,00 €), Versicherung (20,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (8,00 €) und Sonstiges (15,00 €).
Ist ein Alpenländische Dachsbracke für Anfänger geeignet?
Der Alpenländische Dachsbracke ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.
Wie viel Bewegung braucht ein Alpenländische Dachsbracke?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Alpenländische Dachsbracke braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.
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