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Alpenländische Dachsbracke

Die unerschrockene kleine Jägerin aus den Alpen

Steckbrief

FCI-Nr.
254
Herkunft
Österreich
Größe
3442 cm
Gewicht
1518 kg
Lebenserwartung
1214 Jahre
Gruppe
Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
Charakter
AusdauerndMutigFreundlichIntelligentUnerschrocken
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Die Alpenländische Dachsbracke ist ein robuster, niedrigläufiger Jagdhund aus den österreichischen Alpen, der für die Nachsuche und Brackierjagd im anspruchsvollen Gebirgsgelände gezüchtet wurde. Trotz ihrer geringen Größe ist sie ein äußerst ausdauernder und mutiger Hund, der sich durch schwieriges Terrain unermüdlich hindurcharbeitet und dabei eine beeindruckende Fährtensicherheit zeigt. Mit einer Schulterhöhe von 34 bis 42 Zentimetern und einem Gewicht von 15 bis 18 Kilogramm ist die Alpenländische Dachsbracke ein kleiner bis mittelgroßer, kräftig gebauter Hund auf kurzen, aber stabilen Beinen. Ihr dichtes, stockhaariges Doppelfell schützt zuverlässig vor Kälte, Nässe und Dornen und kommt in zwei Hauptfarben vor: Hirschrot mit oder ohne schwarzer Stichelung sowie Schwarz mit braunen Brandmarken an Kopf, Brust, Läufen und Rutenunterseite. Der Kopf zeigt den typischen Brackenausdruck mit sanften, dunklen Augen und mittelgroßen, hoch angesetzten Hängeohren. Die niedrige Bauweise der Alpenländischen Dachsbracke ist kein Zufall, sondern ein gezüchteter Vorteil für die Arbeit im Gebirge. Ihre kurzen Beine geben ihr einen tiefen Schwerpunkt, der sie trittsicher und wendig im steilen, felsigen Gelände macht. Gleichzeitig hält die geringe Größe die Nase nah am Boden – ideal für die Schweißarbeit und die Fährtensuche. Der Charakter der Alpenländischen Dachsbracke verbindet jagdliche Ernsthaftigkeit mit einer überraschend freundlichen und anhänglichen Natur. Bei der Arbeit zeigt sie eine bemerkenswerte Konzentration und Ausdauer, zu Hause ist sie ein fröhlicher, liebenswerter Familienhund. Sie bindet sich eng an ihre Familie und zeigt eine natürliche Wachsamkeit, ohne dabei nervös oder übertrieben bellfreudig zu sein. Im Gegensatz zu manchen anderen Jagdhundrassen ist die Alpenländische Dachsbracke vergleichsweise gesellig und verträgt sich gut mit anderen Hunden. Ihre Freundlichkeit gegenüber Menschen, einschließlich Kindern, macht sie zu einem angenehmen Familienmitglied, sofern ihr Bewegungs- und Beschäftigungsbedarf erfüllt wird. Der Bewegungsbedarf ist hoch. Ausgedehnte Spaziergänge in der Natur, Fährtenarbeit und andere Nasenarbeit sind ideal. Die Alpenländische Dachsbracke braucht tägliche Herausforderungen, um zufrieden und ausgeglichen zu sein. Insgesamt ist sie ein vielseitiger, robuster Jagdhund mit einem goldenen Charakter für jagdlich aktive Familien.

Haltung & Pflege

Haus mit Garten empfohlen
Kinderfreundlich

Die Alpenländische Dachsbracke braucht ein Haus mit Garten auf dem Land oder in Stadtnähe zur Natur. Reine Wohnungshaltung ist nicht geeignet. Mindestens ein bis zwei Stunden Bewegung pro Tag in der Natur sind notwendig. Fährtenarbeit, Mantrailing oder jagdliche Arbeit bieten die ideale Auslastung. Sie verträgt sich gut mit anderen Hunden und ist freundlich zu Kindern. Kleintierhaltung kann aufgrund des Jagdtriebs problematisch sein. Kälte und Nässe verträgt sie dank ihres dichten Fells gut. Sie braucht engen Familienanschluss und ist kein Zwingerhund. Das Alleinbleiben kann trainiert werden, sollte aber nicht zu lange dauern. Die Fellpflege ist unkompliziert – regelmäßiges Bürsten genügt.

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Ernährung

Die Alpenländische Dachsbracke benötigt hochwertiges Futter, das ihrem aktiven Lebensstil gerecht wird. Zwei Mahlzeiten pro Tag für erwachsene Hunde sind ideal. Die Futtermenge muss sorgfältig kontrolliert werden, da Übergewicht bei einem Hund mit langem Rücken und kurzen Beinen besonders schädlich für die Wirbelsäule ist. An jagdlichen Arbeitstagen ist der Energiebedarf deutlich höher und die Futtermenge sollte angepasst werden. Proteinreiches Futter mit hochwertigem Fleischanteil unterstützt die Muskulatur. Nahrungsergänzungen für Gelenke und Wirbelsäule können präventiv sinnvoll sein. Leckerlis müssen von der Tagesration abgezogen werden. Frisches Wasser muss stets verfügbar sein.

Gesundheit & Krankheiten

Die Alpenländische Dachsbracke ist eine grundsätzlich robuste und gesunde Rasse. Durch die strenge jagdliche Zuchtselektion sind Erbkrankheiten selten. Bandscheibenprobleme können aufgrund des langen Rückens und der kurzen Beine vorkommen – Treppensteigen und Springen sollten begrenzt werden. Hüftgelenksdysplasie ist möglich, aber selten. Ohrinfektionen können durch die Hängeohren auftreten und erfordern regelmäßige Kontrolle. Übergewicht belastet die kurze Wirbelsäule und die Gelenke und muss unbedingt vermieden werden. Verletzungen bei der Arbeit im Gelände (Dornen, Steine, Wildkontakt) sind ein Risiko. Regelmäßige tierärztliche Vorsorgeuntersuchungen, aktueller Impfschutz und konsequente Parasitenprophylaxe, besonders Zeckenschutz, sind wichtig.

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Erziehung

Die Erziehung der Alpenländischen Dachsbracke erfordert jagdliches Verständnis und konsequente, aber liebevolle Führung. Sie ist intelligent und lernwillig, bringt aber den bracketypischen Eigensinn mit. Positive Verstärkung funktioniert am besten. Harte Methoden sind kontraproduktiv. Frühe Sozialisierung ist wichtig und fällt bei dieser freundlichen Rasse leicht. Die Ausbildung als Jagdhund beginnt im Welpenalter mit Fährtenarbeit. Der Jagdtrieb ist stark und muss in kontrollierte Bahnen gelenkt werden. Für Nichtjäger ist Mantrailing eine gute Alternative. Der Rückruf bei Wildwitterung ist die größte Herausforderung. Geduld und Konsequenz sind der Schlüssel. Die Dachsbracke lernt gerne und zeigt bei abwechslungsreichem Training gute Mitarbeit.

Geschichte & Herkunft

Die Alpenländische Dachsbracke hat ihren Ursprung in den österreichischen Alpen, wo niedrigläufige Bracken seit Jahrhunderten für die Jagd im Gebirge eingesetzt wurden. Der Kronprinz Rudolf von Habsburg soll ein besonderer Liebhaber dieser Hunde gewesen sein und sie auf seinen Jagden in Ischl und Mürzsteg mitgeführt haben. Die systematische Zucht begann Ende des 19. Jahrhunderts. 1932 wurde die Rasse von den österreichischen Kynologen als dritte Schweißhunderasse neben dem Hannoverschen und dem Bayerischen Gebirgsschweißhund anerkannt. Die FCI erkannte die Alpenländische Dachsbracke 1975 offiziell an und führt sie unter der Nummer 254. Die Rasse ist vorwiegend in Österreich, Deutschland und Skandinavien verbreitet und wird primär jagdlich geführt.

Kosten im Überblick

Futter35,00 €/Monat
Versicherung20,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)20,00 €/Monat
Hundesteuer8,00 €/Monat
Sonstiges15,00 €/Monat
Gesamt98,00 €/Monat
Jährlich1.176,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Alpenländische Dachsbracke

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Besitzer einer Alpenländischen Dachsbracke empfehlenswert. Obwohl sie ein kleiner Hund ist, kann ihr Jagdtrieb in bestimmten Situationen zu unkontrolliertem Verhalten führen. Eine Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro ist sinnvoll. In einigen Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für alle Hunde ohnehin Pflicht.

Häufige Fragen zum Alpenländische Dachsbracke

Ist ein Alpenländische Dachsbracke ein guter Familienhund?

Ja, der Alpenländische Dachsbracke ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Alpenländische Dachsbracke im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Alpenländische Dachsbracke betragen durchschnittlich 98,00 €. Das umfasst Futter (35,00 €), Versicherung (20,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (8,00 €) und Sonstiges (15,00 €).

Ist ein Alpenländische Dachsbracke für Anfänger geeignet?

Der Alpenländische Dachsbracke ist eher für erfahrene Hundehalter empfohlen. Er braucht eine konsequente und sachkundige Führung.

Wie viel Bewegung braucht ein Alpenländische Dachsbracke?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Alpenländische Dachsbracke braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.

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