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Beagle

Der fröhliche Spürhund mit der unwiderstehlichen Nase

Steckbrief

FCI-Nr.
161
Herkunft
Großbritannien
Größe
3340 cm
Gewicht
1018 kg
Lebenserwartung
1215 Jahre
Gruppe
Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
Charakter
FröhlichFreundlichNeugierigSanftStur
Bewegung
Pflege
Verträglichkeit
Haaren

Charakter & Wesen

Der Beagle ist ein fröhlicher, unkomplizierter Hund mit einem Herz aus Gold und einer Nase, die ihn manchmal in Schwierigkeiten bringt. Als ehemaliger Meutehund vereint er eine außergewöhnliche Geselligkeit mit einem unabhängigen Geist und einer Spürnase, die zu den besten in der Hundewelt gehört. Beagles sind kompakte, kräftige Hunde mit einer Schulterhöhe von 33 bis 40 Zentimetern und einem Gewicht von 10 bis 18 Kilogramm. Ihr kurzes, dichtes Fell ist wetterfest und kommt in der typischen Dreifarbigkeit (Schwarz, Weiß, Braun) vor, aber auch zweifarbige Varianten sind verbreitet. Die langen, weichen Hängeohren, die großen braunen Augen und der stets wedelnde Schwanz geben dem Beagle seinen unwiderstehlichen Charme. Das Wesen des Beagles ist geprägt von Freundlichkeit und Lebensfreude. Er ist ein ausgesprochen sozialer Hund, der die Gesellschaft von Menschen und anderen Hunden gleichermaßen genießt. Aggressivität ist dem Beagle nahezu fremd. Diese offene, fröhliche Art macht ihn zu einem hervorragenden Familienhund, der besonders gut mit Kindern harmoniert. Die Herausforderung beim Beagle liegt in seinem ausgeprägten Jagdinstinkt und seiner außergewöhnlichen Nase. Wenn ein Beagle eine interessante Fährte aufnimmt, kann er für Zurufe buchstäblich taub werden. Ein sicherer Rückruf im Freilauf ist beim Beagle eine der schwierigsten Trainingsaufgaben überhaupt. Anti-Jagd-Training und gesicherte Freilaufmöglichkeiten sind daher besonders wichtig. Der Beagle ist ein aktiver Hund, der mindestens zwei Stunden Bewegung am Tag benötigt. Nasenarbeit, Fährtensuche und Schnüffelspiele sind ideale Beschäftigungsformen. Ohne ausreichende Auslastung neigt der Beagle zu unerwünschtem Verhalten, insbesondere zu übermäßigem Bellen und Heulen – sein durchdringendes Gebell ist als ehemaliger Meutehund legendär. Übergewicht ist ein häufiges Problem beim Beagle, da er extrem futtermotiviert ist und scheinbar alles frisst, was er finden kann. Eine strenge Kontrolle der Futtermenge und sichere Aufbewahrung von Lebensmitteln sind beim Beagle-Besitzer Pflicht. Der Beagle ist ein wunderbarer Hund für aktive Familien, die seinen Jagdtrieb akzeptieren und ihm artgerechte Beschäftigung bieten können. Sein fröhliches Wesen und seine bedingungslose Zuneigung machen ihn zu einem unvergleichlichen Familienmitglied.

Haltung & Pflege

Haus mit Garten empfohlen
Kinderfreundlich

Der Beagle braucht ein aktives Zuhause mit Garten. Für eine Wohnung ist er aufgrund seiner Bellfreudigkeit und seines Bewegungsbedarfs nur bedingt geeignet – Nachbarn könnten sich am typischen Beagle-Geheul stören. Mindestens zwei Stunden Bewegung pro Tag sind notwendig, davon ein Teil als Nasenarbeit. Der Garten muss sicher eingezäunt sein, da Beagles ausbruchsfreudig sind, wenn sie eine Fährte wittern. Als ehemaliger Meutehund ist der Beagle sehr sozial und leidet unter Einsamkeit. Ein zweiter Hund oder andere Gesellschaft ist ideal. Alleinbleiben sollte schrittweise geübt werden und vier Stunden nicht überschreiten. Der Beagle verträgt fast jedes Wetter, freut sich aber über einen warmen Schlafplatz.

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Ernährung

Der Beagle ist der gefräßigste aller Hunde – er scheint ein bodenloses Loch im Magen zu haben. Strikte Futterkontrolle ist das A und O der Beagle-Haltung. Hochwertiges, sättigendes Futter mit hohem Proteingehalt und moderatem Fettgehalt ist ideal. Die Futtermenge muss strikt nach Gewicht und Aktivität dosiert werden, nicht nach dem Appetit des Hundes. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind empfehlenswert. Leckerlis sollten kalorienarm sein und unbedingt von der Tagesration abgezogen werden. Futterspielzeuge und Schnüffelmatten verlängern die Fresszeit und fördern die geistige Auslastung. Lebensmittel müssen beagle-sicher aufbewahrt werden, da dieser Hund erstaunlich kreativ beim Finden und Öffnen von Futterquellen ist.

Gesundheit & Krankheiten

Der Beagle ist grundsätzlich eine robuste, langlebige Rasse. Zu den häufigeren Gesundheitsproblemen gehören Bandscheibenerkrankungen (IVDD), die bei Beagles überdurchschnittlich oft auftreten. Epilepsie kommt bei der Rasse gehäuft vor. Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) kann zu Gewichtszunahme und Trägheit führen. Kirschauge und Glaukom sind mögliche Augenerkrankungen. Ohreninfektionen sind aufgrund der langen Hängeohren häufig – regelmäßige Ohrenpflege ist Pflicht. Übergewicht ist das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko. Factor VII-Defizienz ist eine Blutgerinnungsstörung, die beim Beagle vorkommt. Musladin-Lueke-Syndrom (MLS) ist eine seltene Bindegewebserkrankung. Regelmäßige Vorsorge, Gewichtskontrolle und Ohrenpflege sind die wichtigsten Gesundheitsmaßnahmen.

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Erziehung

Die Erziehung eines Beagles erfordert Geduld und realistische Erwartungen. Der Beagle ist intelligent, aber als Meutehund nicht für blinden Gehorsam gezüchtet. Er trifft gerne eigene Entscheidungen, besonders wenn eine interessante Fährte lockt. Futterbasierte Belohnung ist die effektivste Trainingsmethode, da der Beagle extrem futtermotiviert ist. Rückruftraining ist die größte Herausforderung und sollte intensiv geübt werden – eine Schleppleine als Sicherung ist in ungesicherten Gebieten empfehlenswert. Frühe Sozialisierung ist einfach, da der Beagle von Natur aus gesellig ist. Bellkontrolle kann schwierig sein, da der Beagle ein ausgeprägtes Lautäußerungsrepertoire hat. Konsequenz ohne Härte ist der richtige Weg.

Geschichte & Herkunft

Die Wurzeln des Beagles reichen bis ins antike Griechenland zurück, wo kleine Spürhunde bei der Hasenjagd eingesetzt wurden. Im mittelalterlichen England wurden verschiedene kleine Laufhunde gezüchtet, die als Vorläufer des heutigen Beagles gelten. Der Name stammt möglicherweise vom französischen „bégueule" (offenes Maul) oder vom keltischen „beag" (klein). Im 16. Jahrhundert hielten englische Monarchen wie Elisabeth I. Beagles als Jagd- und Gesellschaftshunde. Die heutige Rasse wurde im 19. Jahrhundert in England standardisiert, wobei Philip Honeywood und Thomas Johnson als wichtige Züchter gelten. 1890 wurde der Beagle Club of England gegründet. Heute ist der Beagle weltweit einer der beliebtesten Familienhunde. Der berühmteste Beagle ist wohl „Snoopy" aus den Peanuts.

Kosten im Überblick

Futter40,00 €/Monat
Versicherung25,00 €/Monat
Tierarzt (Vorsorge)20,00 €/Monat
Hundesteuer10,00 €/Monat
Sonstiges15,00 €/Monat
Gesamt110,00 €/Monat
Jährlich1.320,00 €/Jahr

* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.

Hundehaftpflicht für Beagle

Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Beagle-Besitzer wichtig. Der ausgeprägte Jagdtrieb des Beagles kann dazu führen, dass er Wild hetzt oder in Jagdrevieren Schäden anrichtet. Sein freundliches Wesen schließt zwar Aggression weitgehend aus, aber ein Hund, der einer Fährte folgt und dabei auf eine Straße läuft, kann Verkehrsunfälle verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflicht ohnehin Pflicht. Die Versicherung bietet wichtigen Schutz zu überschaubaren Kosten.

Häufige Fragen zum Beagle

Ist ein Beagle ein guter Familienhund?

Ja, der Beagle ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.

Was kostet ein Beagle im Monat?

Die monatlichen Kosten für einen Beagle betragen durchschnittlich 110,00 €. Das umfasst Futter (40,00 €), Versicherung (25,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (15,00 €).

Ist ein Beagle für Anfänger geeignet?

Ja, der Beagle ist gut für Anfänger geeignet. Er ist lernwillig und verzeiht auch mal Erziehungsfehler.

Wie viel Bewegung braucht ein Beagle?

Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Beagle braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.

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