Beagle
Der fröhliche Spürhund mit der unwiderstehlichen Nase
Steckbrief
- FCI-Nr.
- 161
- Herkunft
- Großbritannien
- Größe
- 33–40 cm
- Gewicht
- 10–18 kg
- Lebenserwartung
- 12–15 Jahre
- Gruppe
- Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
Charakter & Wesen
Haltung & Pflege
Der Beagle braucht ein aktives Zuhause mit Garten. Für eine Wohnung ist er aufgrund seiner Bellfreudigkeit und seines Bewegungsbedarfs nur bedingt geeignet – Nachbarn könnten sich am typischen Beagle-Geheul stören. Mindestens zwei Stunden Bewegung pro Tag sind notwendig, davon ein Teil als Nasenarbeit. Der Garten muss sicher eingezäunt sein, da Beagles ausbruchsfreudig sind, wenn sie eine Fährte wittern. Als ehemaliger Meutehund ist der Beagle sehr sozial und leidet unter Einsamkeit. Ein zweiter Hund oder andere Gesellschaft ist ideal. Alleinbleiben sollte schrittweise geübt werden und vier Stunden nicht überschreiten. Der Beagle verträgt fast jedes Wetter, freut sich aber über einen warmen Schlafplatz.
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Jetzt vergleichenErnährung
Der Beagle ist der gefräßigste aller Hunde – er scheint ein bodenloses Loch im Magen zu haben. Strikte Futterkontrolle ist das A und O der Beagle-Haltung. Hochwertiges, sättigendes Futter mit hohem Proteingehalt und moderatem Fettgehalt ist ideal. Die Futtermenge muss strikt nach Gewicht und Aktivität dosiert werden, nicht nach dem Appetit des Hundes. Zwei Mahlzeiten pro Tag sind empfehlenswert. Leckerlis sollten kalorienarm sein und unbedingt von der Tagesration abgezogen werden. Futterspielzeuge und Schnüffelmatten verlängern die Fresszeit und fördern die geistige Auslastung. Lebensmittel müssen beagle-sicher aufbewahrt werden, da dieser Hund erstaunlich kreativ beim Finden und Öffnen von Futterquellen ist.
Gesundheit & Krankheiten
Der Beagle ist grundsätzlich eine robuste, langlebige Rasse. Zu den häufigeren Gesundheitsproblemen gehören Bandscheibenerkrankungen (IVDD), die bei Beagles überdurchschnittlich oft auftreten. Epilepsie kommt bei der Rasse gehäuft vor. Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) kann zu Gewichtszunahme und Trägheit führen. Kirschauge und Glaukom sind mögliche Augenerkrankungen. Ohreninfektionen sind aufgrund der langen Hängeohren häufig – regelmäßige Ohrenpflege ist Pflicht. Übergewicht ist das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko. Factor VII-Defizienz ist eine Blutgerinnungsstörung, die beim Beagle vorkommt. Musladin-Lueke-Syndrom (MLS) ist eine seltene Bindegewebserkrankung. Regelmäßige Vorsorge, Gewichtskontrolle und Ohrenpflege sind die wichtigsten Gesundheitsmaßnahmen.
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Tarife vergleichenErziehung
Die Erziehung eines Beagles erfordert Geduld und realistische Erwartungen. Der Beagle ist intelligent, aber als Meutehund nicht für blinden Gehorsam gezüchtet. Er trifft gerne eigene Entscheidungen, besonders wenn eine interessante Fährte lockt. Futterbasierte Belohnung ist die effektivste Trainingsmethode, da der Beagle extrem futtermotiviert ist. Rückruftraining ist die größte Herausforderung und sollte intensiv geübt werden – eine Schleppleine als Sicherung ist in ungesicherten Gebieten empfehlenswert. Frühe Sozialisierung ist einfach, da der Beagle von Natur aus gesellig ist. Bellkontrolle kann schwierig sein, da der Beagle ein ausgeprägtes Lautäußerungsrepertoire hat. Konsequenz ohne Härte ist der richtige Weg.
Geschichte & Herkunft
Die Wurzeln des Beagles reichen bis ins antike Griechenland zurück, wo kleine Spürhunde bei der Hasenjagd eingesetzt wurden. Im mittelalterlichen England wurden verschiedene kleine Laufhunde gezüchtet, die als Vorläufer des heutigen Beagles gelten. Der Name stammt möglicherweise vom französischen „bégueule" (offenes Maul) oder vom keltischen „beag" (klein). Im 16. Jahrhundert hielten englische Monarchen wie Elisabeth I. Beagles als Jagd- und Gesellschaftshunde. Die heutige Rasse wurde im 19. Jahrhundert in England standardisiert, wobei Philip Honeywood und Thomas Johnson als wichtige Züchter gelten. 1890 wurde der Beagle Club of England gegründet. Heute ist der Beagle weltweit einer der beliebtesten Familienhunde. Der berühmteste Beagle ist wohl „Snoopy" aus den Peanuts.
Kosten im Überblick
| Futter | 40,00 €/Monat |
| Versicherung | 25,00 €/Monat |
| Tierarzt (Vorsorge) | 20,00 €/Monat |
| Hundesteuer | 10,00 €/Monat |
| Sonstiges | 15,00 €/Monat |
| Gesamt | 110,00 €/Monat |
| Jährlich | 1.320,00 €/Jahr |
* Durchschnittswerte. Tatsächliche Kosten können je nach Region, Futter und Tierarzt variieren.
Hundehaftpflicht für Beagle
Eine Hundehaftpflichtversicherung ist für Beagle-Besitzer wichtig. Der ausgeprägte Jagdtrieb des Beagles kann dazu führen, dass er Wild hetzt oder in Jagdrevieren Schäden anrichtet. Sein freundliches Wesen schließt zwar Aggression weitgehend aus, aber ein Hund, der einer Fährte folgt und dabei auf eine Straße läuft, kann Verkehrsunfälle verursachen. In mehreren Bundesländern ist die Haftpflicht ohnehin Pflicht. Die Versicherung bietet wichtigen Schutz zu überschaubaren Kosten.
Häufige Fragen zum Beagle
Ist ein Beagle ein guter Familienhund?
Ja, der Beagle ist ein hervorragender Familienhund. Er ist kinderfreundlich und anhänglich und fühlt sich im Familienleben wohl.
Was kostet ein Beagle im Monat?
Die monatlichen Kosten für einen Beagle betragen durchschnittlich 110,00 €. Das umfasst Futter (40,00 €), Versicherung (25,00 €), Tierarzt (20,00 €), Steuer (10,00 €) und Sonstiges (15,00 €).
Ist ein Beagle für Anfänger geeignet?
Ja, der Beagle ist gut für Anfänger geeignet. Er ist lernwillig und verzeiht auch mal Erziehungsfehler.
Wie viel Bewegung braucht ein Beagle?
Der Bewegungsbedarf liegt bei 4/5. Der Beagle braucht viel Auslauf – mindestens 2 Stunden täglich.